Musicload Testbericht

musicload
Shop-Informationen
5 Sterne
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4 Sterne
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3 Sterne
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Erfahrungsbericht von Bittelesen

Ich lad Musik. Manchmal bei musicload.

Pro:

Zuverlässig erreichbar, Seriöser Anbieter

Kontra:

Technische Probleme, Preis, Titelspektrum nicht sehr weit gefächert

Empfehlung:

Ja

In Zeiten, in denen die arme Musikindustrie immer mehr mit Klagen gegen Privatleute auf sich aufmerksam macht (und weniger damit, mal das gesamte System käuflicher Musik zu überdenken), schien es mir angebracht, mich - zumindest, was die Musikbeschaffung im Internet anging - auf die Suche nach einer geeigneten Seite zu machen, auf der ich mich dauerhaft zuverlässig, billig und legal mit meiner Lieblingsmusik versorgen kann. Da ich nur Popfile.de und Musicload kannte - und ersteres aus Ekelgründen gar nicht groß ausprobiert habe (obwohl ich dort immer noch registriert bin, weil man auf ein Abmelde-System zu verzichten scheint) - und Musicload auf Anhieb sympathischer auf mich wirkte, konnte ich besagten Music-Shop schon eine Zeit lang testen. Hier meine Erfahrungen:

|Der Shop selbst|
- Übersicht

Musicload selbst präsentiert sich, zumindest in meinen Augen, mit einer angenehm und seriös aufgebauten Webseite. Auch die Infrastruktur der Seite kann sich sehen lassen; wildes Rumgeklicke ist so gut wie nie notwendig, da man leicht das Ziel ansteuern kann, das man sucht. Ganz so leicht gestaltet sich der Einkauf dann aber leider doch nie für mich: Da ich eigentlich nur noch mit dem Firefox durchs Netz surfe, muss ich für den Besuch bei musicload immer auf den Internet Explorer umsatteln - nervig, aber auszuhalten. Glücklicherweise besitze ich von Haus aus die aktuelle Version des Windows Media Player - von diesem muss nämlich eine sehr aktuelle Version vorhanden sein (z. Zt. mindestens Version 9), sonst streikt das System. Hat man aber diese mehr oder minder großen Hürden einmal genommen, kann es los gehen - oder doch nicht?

- Die Musikauswahl: Gute Musik zum fairen Preis?

Ganz ehrlich, was habt ihr erwartet? Dass es ein deutscher Anbieter einmal schafft, richtig viel richtig gute Musik zu einem richtig passablen Preis zusammenzuschustern? Fehlanzeige. Musicload schafft hier für mich gerade einmal 3 von 5 Sternen, aber auch nur, weil gute Klassiker im Shop zu finden sind. Wer aber auch nur ansatzweise vom Allgemeingeschmack wegdriftet bzw. weniger bekannten Bands den Vorzug gibt, schaut schnell ins Leere. So habe ich, obwohl ich nun wirklich keinen derart ausgefallenen Musikgeschmack habe, schon oft feststellen müssen, dass bestimmte Bands und Titel von Musicload einfach nicht abgedeckt werden. Aber: Suchen kostet ja (noch) nichts.
Richtig geärgert hat mich aber, dass z. B. wirkliche Evergreens (wie z. B. nahezu alle Songs von Aretha Franklin) nicht die durchschnittlichen 1,19,- Euro, sondern gleich ab 1,49 Euro zu haben sind. In meinen Augen ein übertrieben hoher Preis. Da rechnet es sich m. E. ja eher, sich gleich das Best Of Album im Handel zu kaufen. Und genau das wollte man doch umgehen?
Wirkliche Specials gibt es Musicload nicht, nur ein paar Sülzsongs zum Preis von 0,59 cent, die zumindest mich nie wirklich interessiert haben. Ergo: Vieles gibt es nicht gerade billig, manches viel zu teuer und manches gar nicht.

- Bezahlen und hören

Hat man sich dann aber doch mal zu einem guten Stück Musik durchgerungen, läuft der Rest eigentlich wie von selbst. Das System, anhand dessen man seine Titel kaufen kann, ist denkbar einfach: Nachdem man seinen Song bezahlt hat (sehr positiv: Die vielen Möglichkeiten, um zu bezahlen. Von Firstgate über Kreditkarte, die Telefonrechnung oder Gutscheine, irgendwas ist für jeden machbar), wird die Lizenz des Songs auf eurem Computer installiert; üblicherweise regelt das den Umgang mit dem Titel. Die Regel ist: Unendlich oft hören, 10 bis 25 mal brennen & auf fremde Geräte kopieren. Dies klingt kompliziert, geht aber schnell. Danach kann der Song downgeloaded und angehört werden. Und jetzt kommt der kritische Teil: Der Song ist im wma-Format und kann passenderweise gleich mit dem Windows Media Player angehört werden; hier werden ja auch die Rechte verwaltet. Und nun habe ich in der letzten Zeit so viele Meinungen gelesen, die alle auf dem wma-Format rumhacken, dass ich dafür mal zumindest aus meiner ganz persönlichen Sicht eine Lanze brechen muss: Das ist mir Latte, ganz ehrlich. Die Songs klingen sauber und gut, als kämen sie direkt von CD. Die Songs lassen sich brennen und, ja, zugegeben: nervigerweise mit manchen Programmen nicht abspielen. Für meine Bedürfnisse reicht das allemal. Was genau so viele Leute gegen das arme wma-Format haben, ist mir unklar. Welche Vorgänge genau dieses Format behindert, erschließt sich mir nicht, da es bei mir nicht so ist. Ich höre die Musik und - ja, gut? Nein, eben nicht: Bei nahezu allen Downloads von musicload schleicht sich bei mir früher oder später ein Fehler am Anfang ein. Das hat zur Folge, dass die ersten Milisekunden des Tracks wegfallen, was schon ziemlich nervig ist, wenn man einen Song voll gekauft hat. Wenn das ein Standard-Nachteil von wma ist, nehme ich alles oben geschriebene zurück und behaupte das Gegenteil. Fest steht: Auch dieser Anfangs-Fehler spricht nicht gerade für Musicload.

- Der Support

Nur so viel: Mit meinem oben beschriebenen Fehler konnte mir niemand weiterhelfen (wir geben das mal weiter, laden Sie mal nochmal), ich weiß auch gar nicht, ob\'s überhaupt jemand versucht hat. Auch auf meine Anfrage, wann der Firefox nutzbar sein würde, bekam ich nur eine Standardantwort à la naja, wir schauen mal. Nichts gravierendes also, aber auch nicht auffallend positiv.

|Mein Fazit|

Ganz ehrlich: Ich benutze Musicload nur noch, wenn ich einen Gutschein habe, und dann auch nur bei Songs, die aktuell laufen und auf die ich wirklich scharf bin. Im Schnitt kostet ein heruntergeladenes Album an die 11 Euro - für ein paar Euro mehr bekommt man dieselben Alben aber ja schon im Internet / Geschäft, und dann vollständig und nicht beschnitten. Um sich zwischendurch mal was auf die Kiste zu laden, reicht Musicload aber vollkommen aus. Vorausgesetzt, der Wunschtitel ist überhaupt im Programm...

P.S.: Kurz nach Fertigstellung dieses Berichts habe ich einen Newsletter von popfile (seufz) erhalten - mit dem Hinweis, dass das Angebot zum Ende des Jahres eingestellt wird. Das nur der Vollständigkeit halber.