MyParfum Testbericht

myparfum

MyParfuem - kreiere Deinen eigenen Duft! Onlineshop, bei dem man seinen eignen Duft zusammenstellen kann.

Shop-Informationen
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Erfahrungsbericht von knopfi

Duftendes Expiriment

5
  • Warenverfügbarkeit:  immer vorrätig
  • Lieferschnelligkeit:  sehr gut
  • Information & Kundenservice:  sehr gut
  • Umgang mit Reklamationen:  sehr gut
  • Preisniveau:  durchschnittlich
  • Verpackung:  sehr gut
  • Produktpräsentation:  sehr gut
  • Sortiment:  groß
  • Sind Sie Kunde?:  ja

Pro:

schneller Versand, Übersichtlichkeit, gut Verpackung

Kontra:

teils etwas hochpreisig

Empfehlung:

Ja

Moin liebe Kreateure,

der Franky hat Geburtstag! Franky ist ein schon mittlerweile „uralter“ Kollege meinereiners, der irgendwie ganz besonders ist. Wahrscheinlich liegt das an seiner ziemlich durchgeknallten Art, dem Gegenüber eine gewisse Sympathie zukommen zu lassen… oder eben auch nicht.
Vielleicht aber mag es ja auch sein, dass der flexible Koch immer etwas um die Ohren haben muss. Egal ob zu Hause, im Job oder im Nebenberuf. Er wuselt hier, da und irgendwo. Besucht man den Wirbelwind zu Hause, wundert man sich über ein fehlendes Kassenhäuschen an der Haustüre, dessen Job es wäre, in Form von Eintrittsgeldern hiesigem Streichelzoo etwas Unterstützung zukommen zu lassen. Zu sehen gäbe es tatsächlich viel: Einen Kakadu, zwei kleine Teppichhupen, Wellensittiche, Fische, eine Katze… na ja, und weil sich sein (übrigens sehr sauberes Häuschen) mittendrin des brüderlichen Bauernhofs befindet, wird sich die ein oder andere Kuh, samt Pferd, Huhn, Schwein und Schnucke schon finden. Tja, und nun hat der Franky also Geburtstag. Zukünftig darf er dann in einem  mit diesem Thema behafteten Gespräch über eine Schnapszahl reden. Wer kann das schon?

Doch was schenkt man einem guten Kollegen der schon alles hat? Aus der Gastroschiene kommt, daher nur schwerlich zu beeindrucken ist? Auch wenn der künftige Dreiunddreißigjährige behauptet, lediglich die eigenen gute Laune mitzubringen genüge, kommt man (traditionsbewusst wie man ja nun einmal ist) ungern mit leeren Händen zum Gastgeber. Eine dröge Flasche Wein? Blödsinn. Ein spannendes Buch? Quatsch, hier würde es an seiner Zeit zum Lesen hapern. Hmm… Und was wäre mit einem Parfüm? Selbiges wäre (mal aus praktischer Sicht gesehen) „zeitlos“.  Ein Pfft, pfft morgens im Bad geht fix. Pluspunkt. Und wenn es dazu noch vom Schenkenden kreiert wurde wäre es sogar etwas ganz Persönliches. Vorausgesetzt der Duft gefällt ihm. Das dürfte allerdings nicht allzu schwer sein. Denke ich zumindest. Denn mal ganz großkotzig gesprochen fällt es mir wesentlich leichter, in einer Parfümerie einen finessen Herrenduft zu erstöbern als für das weibliche Geschlecht. Okay, die Idee steht, kommen wir zum Punkt zwei: Die Umsetzung.

===Die Startseite===

Dafür sollte das allwissende Internet erste Hilfestellung geben können. Ab zum Google-Automaten, den (für mich) passenden Begriff eingegeben, los! Die Suchmaschine präsentiert mir unendlich viele Gelegenheiten für mein Vorhaben. Hmm… ach was solls. Auch wenn es normalerweise nicht meine Art ist, aber ich nehme den ersten Anbieter. Dieser hört auf den merkbaren Namen www.myparfuem.de. Unter dem Slogan “Sie sind einzigartig“ vertritt die Seite vielleicht ja wirklich meinen Wunsch, einen Duft zu erschaffen, der der Knaller ist. Ein Hingucker. Ein Must-Have für den Franky-Haushalt. Rrrroooaaarrr…. Jetzt will ich es wissen!

Per Klick gelange ich also auf www.myparfum.de. Ein vierseitiges Lauffenster symbolisiert mir auf der Startseite, dass hier Parfüm vertrieben wird. Wie praktisch. Wie auf jeder anderen Parfümerie-Seite grinsen, grummeln und staunen irgendwelche Models in die Kamera, denen offensichtlich hiesige Kreationen gefallen. Auch der streng drein guckende junge Mann mit dem Drei-Tage-Bart und dem teuren Anzug suggeriert,  ein  magischer Anziehungspunkt  für Frauen zu sein – Dank hiesiger Produkte. Nun denn! Einfallsloser geht’s kaum. Auch wenn die interne Werbung gut und professionell gestaltet wirkt. Würde man das Lauffenster abstellen, wäre die Startseite ziemlich öde und leer. Dafür aber ohne Anziehungspunkte. Wäre ja auch langweilig. Oder doch nicht? Oha, es geht ja doch noch weiter!
Unter dem Werbefenster deklariert „MyParfum.de“ seinen Bekanntheitsgrad aus Funk, Presse und Fernsehen. Na wie schön. Gefolgt von einer textlastigen Präsentation rund ums eigene Können. So ist das Erschaffen eines eigenen Parfüms recht simple. Einfach auf die vorgeschlagenen Charaktere eingehen und fertig ist die Laube. Na ja, wenn´s stimmt, dann kann ja nix mehr schief gehen. Sogar die hausinternen „Parfümexperten“ bieten ihren Rat feil. Unter einer Festnetznummer (sehr gut!) lassen sich diese Jungs und Mädels zwischen 9.00 und 20.00 Uhr in Berlin kontaktieren. Eine Garantie innerhalb von 48 Stunden gibt man dem Kontaktformular. Wäre mir persönlich eine viel zu lange Wartezeit. Gerade dann, wenn ich jetzt sozusagen im Rausch bin. Im „Flow“ etwas zu bewältigen. Als Designer mitzuwirken. 

Im oberen Gebiet der Startseite finden sich die üblichen Menüpunkte, die sich im unteren Bereich in einer Art Inhaltsangabe widerspiegeln. So dient der obere Teil eher der kurzfristigen Übersicht. Die wichtigsten Punkte wie Lieferzeiten, Kunden-Hotline, Warenkorb, Facebook-Account und Weiterleitungen finden sich hier. Alle weiteren Hintergrundinformationen wie Paketdienst, Zahlweisen, Kontaktdaten etc. darf sich der neugierige Kunde ganz unten herbeiscrollen. Und das ist verdächtig einfach und vielfältig. Ohne große Übertreibung finden sich hier erste Hilfestellungen zu den Düften, Fragen und Antworten, Wissenswertes zur allgemeinen Parfümherstellung  den Geschäftsbedingungen und jeder Menge anderer interessanten Thema rund ums Parfüm.


===Durchstarten===

Es finden sich drei Wege um bei www.myparfüm.de an einen Duft zu gelangen. Folgt man Pfad Nummer ein „Top Düfte“ gelangt man zu bereits fertigen Duftwässern. Nochmals in Geschlechtern  aufgeteilt,  wartet hier eine recht hochpreisige Auswahl mit den kuriosesten Namensgebungen und Flacons auf Kundschaft. Die Beschreibungen eines jeden Duftes klingen wie aus dem Bilderbuch verfasst. Natürlich. So beschreibt man beispielsweise das Eau-de-parfum namens „Soie Blanche“ als „eleganten Traum von weißer Seide“, der Damenduft „Mermaid“ findet sich als „Erinnerung an einem Tag am Meer“ wieder, und auch der Wohlgeruch für uns Herren namens „Sweet Vetyver“ ist ein „Duft voller Gegensätze und Charakter“.
Nicht zu vergessen die (derzeit) beiden Sondereditionen „Prairie de Fleurs“ und „Etude No 1“. Während die „Blumenwiese“ als Glamourös beschrieben wird, sorgt die Pianistin Katie Mahan mit ihrer Unterschrift beim Zweitgenannten für den Weg in die Kategorie der Besonderheiten.

Die Preise der hier bereits abgefüllten Parfüms bewegen sich zwischen € 40,00 und € 60,00, wobei das männliche Geschlecht tatsächlich zehn Euro günstiger (€ 40,00) ist als beim Gegengeschlecht (€ 50,00). Lediglich die Sondereditionen führen mit € 60,00 die teuerste Liga an. Auch wenn die jeweiligen Flacons (teilweise) mit einer größentechnischen Zentimeterzahl dargestellt werden, findet sich kein Hinweis auf den wirklichen Inhalt wider. Was ich persönlich als verbesserungswürdig empfinde. Wie so meist freut man sich als Käufer bestimmt, wenn man weiß wie viel Milliliter sich tatsächlich vom teuren Gut im Flacon befinden. Dagegen sehe ich die Beschreibungen der Parfüms als Pluspunkt an. Die Charaktere und Duftrichtungen werden durch melancholische Bilder unterstützt. Ebenso die Duftelemente. Was natürlich nur einen geringen Teil des eigenen Riechvermögens ausmacht. So hart wie es klingt: Auch hier, bei den wundersam vernehmenden Düften kauft man die Katze im Sack. Natürlich sind hier Bewertungen der Kundschaft sehr hilfreich, sind aber keine vorhanden, steht man wieder am Nullpunkt. Kurz und knapp: Kaufen oder sein lassen.

Weg Nummer zwei führt mich zu einer Art Schnell-Konstruktion in Sachen Düfte. Hier bietet www.myparfum.de an, sich auf eine fixe Art seinen Wohlgeruch gestalten zu lassen. Auf vorbereiteten  Bildern klickt sich der Gestaltungsfreudige durch allerlei Fragen und Wünsche. So möchte man beispielsweise wissen, ob Allergien vorhanden sind, der Duft eine Zutat auf keinen Fall enthalten soll oder wo das gute Stück später getragen werden soll. Als letzten Schritt gilt es, einen Flacon auszuwählen (Größe, Art), ihn zu beschriften und zu designen und jenen dann selbstverständlich auch zu bezahlen. Der empfohlene Duft wird nun von einer Duftexpertin (ja, oder Duftexperte) fachgerecht „zubereitet“ und dann zugesandt. Und wieder sind wir am hoffen, dass die Parfümfee alles richtig gemacht hat.
Aber geben wir es zu, unsereins ist nicht hier, um die fertige Kreation eines engagierten Mitarbeiters zu kaufen. Hier geht es ums Persönliche. Daher also Weg Nummer drei: Dem Selbstdesignen. 


===Künstlerisches Engagement===

 Nun ist das ja nicht so, dass sich auf dem heimischen Bildschirm ein brodelnder Kessel auftut, in dessen Mitte sich des Kunden Lieblingszutaten tummeln. Natürlich kommt die willige Kundschaft um die altbewährte Menüführung samt Ratespiel nicht herum. Schließlich braucht man auch beim Hersteller die Hintergrundinformationen. Schlimm wenn nicht. Hierbei handelt es sich lediglich um sieben Punkte, die es zu absolvieren gilt.
So erkundigt man sich als allererstes nach dem Empfängergeschlecht. Nein, auch wenn ich das fertige Exemplar als erstes in Empfang nehmen werde, ist natürlich Franky gemeint. Als: Er ist ein männliches Wesen. Der Haken gehört also hinter „Mann“.
 
Nummer zwei, drei und vier beschäftigen sich mit dem Parfüm an sich. Hier geht es um den Charakter, die Duftrichtung und die –noten. Auch wenn die preisgegebenen Vorschläge mit fünf bis sechs Punkten recht gering erscheinen - ab sofort muss der werdende Kreateur etwas von seiner tristen Freizeit opfern. Wer zum Geier weiß denn, wie so ein Duftwässerchen später riechen soll? Vor allem habe ich mich persönlich absolut noch nie mit Passagen wie „erdig holzig“ oder „aromatisch“ beschäftigt. Wie zum Henker riecht „Fougere“? Oder „Vetiver“? Ich weiß ja noch nicht mal, was das  ist, da soll ich das Zeug auch noch am Geruch erkennen? Es mag ja noch gehen, die Charakteristik herausfiltern zu können. Ob dynamisch, maskulin, sportlich oder extravagant. Etwas komplexer wird es dann bei der Duftrichtung, worin es nun gilt, einen orientalisch angehauchten Duft zu erschaffen oder sich tatsächlich am holzigen zu versuchen.

Noch verrückter wird es dann bei den „Duftnoten“. Spätestens jetzt ziehe ich weibliche Hilfe hinzu. Meine Frau kann mit diesen Begriffen umgehen, das scheint offensichtlich in den femininen Genen zu liegen. Satte sechsundvierzig Duftnoten stehen zur Auswahl, wobei achtzehn davon als Empfohlen gelten. Streift man mit dem Mauszeiger über die Duftnote, öffnet sich ein kleines, fixes Hilfefenster mit der jeweiligen Beschreibung. Beispielsweise wird die Mandarine „mit einem leichten zitronigen Untergrund“ beschrieben, „der durch ihre süße und fruchtige Note abgerundet wird.“ Na sowas. Wobei ich übrigens auch erfahre, dass sich hinter „Vetiver“ eine Duftnote verbirgt „die sich ausgezeichnet für naturnahe Parfüms eignet.“ Das Zeug duftet „ausgesprochen erdig-kühl, stark und trocken“ und scheidet somit aus meiner engeren Auswahl aus.
Bis zu sechs der angezeigten Duftnoten darf ich für mein künftiges Erschaffen küren. Ich entscheide mich für die „Mandarine“, die „Natürlichen Gräser“, die „Tropische Ananas“ sowie (und jetzt kommts) „Vetiver“. Ja, ich weiß… Aber ich habe dann mal auf meine Frau gehört, deren Vorahnung  sich auf ein viel zu süßes Parfüm bezog. Daher also die aalglatte Bestimmung.
Offensichtlich darf man auch die Menge hinsichtlich der Noten zumindest ein wenig mit beeinflussen. So steht bei jedem Klick auf die Duftnote ein „x1“ beziehungsweise ein „x2“ wobei Letzteres für eine doppelte Anzahl stehen dürfte. Womit allerdings auch die Eingabe von zu vielen Düften  
eingeschränkt wird. Allerdings – und das ist sehr kurios – lässt sich die Auswahl nicht wieder rückgängig machen. Wurde gewählt – gibt’s kein Zurück mehr. Sehr merkwürdig, zumal ich immer dachte, dass das „x“ vor der Zahl stets für das Löschen stand. Irren ist männlich!

Schritt fünf ist angelaufen. Jetzt geht es um das Äußere. Dem Flacon. Auch hier hat jedes der sechs wählbaren Fläschchen einen eigenen Namen, Design, Größe sowie Preis. Wie auch bei den Duftnoten genügt ein kurzes Rüberstreichen mit dem Mauszeiger auf das Produkt, um das erklärende Fensterchen aufgehen zu lassen. Neben den Maßen und dem Aussehen des Flacons erwähnt man als hilfreichen Zusatz die Art des Behältnisses. So gilt „Paris“ (30ml, € 40,00) als „Klassisch“, „Toulouse“ (50ml, € 50,00) als „Feminin“ und „Bordeaux“ (50ml, € 50,00) als „Extravagant“. Ich entscheide mich schließlich für „Grasse“ (50ml, € 50,00). Dieses Behältnis scheint offenbar für die Jungs unter uns geschaffen worden zu sein. Mit 8,4 Zentimetern Höhe und einem (ja, doch) recht markantem Erscheinungsbild, kann ich mir sogar sehr gut vorstellen warum das so ist.
 
Der vorletzte Schritt gilt der Namensgebung. Ja, schließlich muss meinem bald geborenem „Duftkind“ die passende Bezeichnung verabreicht werden. So  lassen sich zwei Zeilen mit je achtzehn Zeichen befüllen. Ich entscheide mich ein legeres „Franky 33“ sowie ein extravagantes „new fragranze“. Jaaa, wie bei den Profis! Das klingt nicht nur professionell, sonder macht auch etwas her. Ich verzichte auf bunte Verzierungen wie Herzchen, bunte Blätter und eigene Fotografien. Nee, das wirkt dann irgendwie viel zu verspielt und kitschig. Der Beschenkte soll schließlich denken, dass das gute Stück hier nicht nur gut schnuppert, sondern auch gedankenvoll inszeniert wurde.


===Money - Money===

Jetzt geht es an´s Bezahlen (6. Schritt). Wie so oft spielt sich dieser Vorgang in mehreren Wegen ab. Der als erstes auf dem Bildschirm erscheinende Warenkorb erinnert mich ein wenig an den Einkaufswagen eines Supermarktes. So erscheinen der von mir designte Flakon, der Gesamtpreis (€ 50,00) meines Duftes, sowie dessen Namensgebung in leichten Fliederfarben, der in ansprechenderweise auf die Augen des Betrachters zielt. Irgendwie habe und werde ich das ungute Gefühl nicht los, etwas vergessen zu haben. Sollte ich eventuell doch noch ein weiteres Parfüm kreieren? Für meine Frau? Ein Giveaway dazulegen? Plattquatsch! Auch wenn man dadurch aus dem „Flow“ und der schillernden Werbung hinaus gerissen wird, ich klicke mich zum Bezahlvorgang.

Die Selbstkreation kostet mich komplett € 40,00. Zusätzlich wird ein Versand von € 3,90 berechnet. Meine Frau kommt auf die glorreiche Idee, ob im World-Wide-Web nicht ein Gutschein von diesem Anbieter herumschwirrt. Stimmt, diese Empfehlungsseiten rund um die virtuellen Boni vermehren sich wie warme Semmeln. Und tatsächlich. Wir werden fündig. „Myparfum.de“ bietet einen Zehn-Euro-Gutschein an – ohne Mindesteinkauf. Na, wenn das nichts ist!
Man muss allerdings schon genauer hinschauen, damit man den Button „Gutschein einlösen“ unter dem „Zur Kasse“ nicht übersieht. Hmm… Mir fiel das Ganze erst auf, bevor ich den Befehl zum Kaufen geben sollte. Mann eben! Jetzt, wo ich weiß, wo die die Möglichkeit lauert, um meinen Zehn-Euro-Abzug zu ergattern, kann ich über meine damalige Ungeduld nur den Kopf schütteln. Also liebe männlichen Duftexperten: Genauer hinschauen lohnt sich immer. Meine Rechnung hat sich nun von € 40,00 auf € 30,00 reduziert, zuzüglich € 3,90 Versandgebühren.

Damit das Düftchen auch bezahlt werden kann, akzeptiert „myParfum.de“ mehrere Möglichkeiten. Die wohl cleverste Variante (vorausgesetzt man besitzt Selbiges) stellt das Bezahlen mit „PayPal“ dar. Erfahrungsgemäß finden das die Firmen am besten, da hier beidseitig keine Gebühren anfallen, Käufer und Lieferant einen gewissen Schutz haben. Auch das Bezahlen mit der eigenen Kreditkarte (hier Visa und Mastercard) stellt einen recht schnellen Versand sicher, wobei der Verkäufer natürlich mit Gebühren belastet wird. Was wiederum mir als Kunden völlig egal sein kann. Ein weiterer Vorteil: Das Geld wird erst später vom eigenen Konto abgebucht.
Wem es egal ist, dass das Abbuchen der Rechnung vom eigenen Konto sofort geschieht und hierbei in einem gesonderten (und gesicherten) Fenster mit Pin und Passwort gearbeitet wird, darf sich dem System der „Sofortüberweisung“ anschließen. Diese Art funktioniert wie beim heimischen Onlinebanking. Auch das klassische Lastschriftverfahren steht als Zahlungsmethode zur Verfügung. Wem die sogenannte Vorkasse lieber ist, dem kann geholfen werden. Allerdings produziert „myparfum.de „ erst dann die Bestellung, wenn die Kohle auf dem Konto angekommen ist. Also nix für Menschen, die ihre Ware schnell haben müssen. Wer also sein Parfüm schnellstmöglich geliefert bekommen möchte, sollte sich demnach an die restlichen Methoden wenden. Das Bezahlen auf Rechnung ist hier nicht möglich.


===Service===

Nun aber ab mit der Bestellung. Alles ist korrekt, auch mein mittlerweile eingetragener Online-Gutschein zeigt seine Wirkung. Alles stimmt soweit. „MyParfum.de“ verspricht, innerhalb von drei bis fünf Tagen die Bestellung zu liefern. Ich gehe einmal ganz stark davon aus, dass man hier nicht die Vorkasse-Funktion einbezogen hat. Ich freue mich auf den Duft. Ob er tatsächlich gelungen ist? Was wenn nicht?
Für diesen Fall der Fälle hat man sich bei den Parfüm-Machern hier tatsächlich Gedanken gemacht. Sollte mir (oder sogar dem Franky) das Düftchen nicht gefallen, tritt die sogenannte „Umtauschgarantie“ in Kraft. Ja, man möchte einhundert Prozent zufriedene Kundschaft. Sehr löblich. Um diesen kostenlosen Service in Anspruch zu nehmen, muss ein DHL-Retourenschein ausgedruckt werden. Das funktioniert über einen Link, der direkt zum DHL-Portal führt. Jener muss dann auf das Paket gebappt werden. Aber Stopp – Jetzt nicht voreilig agieren, denn bevor das Päckchen mit dem „widerlichen“ Duft zugeklebt wird, bedarf es noch einem einseitigen Umtauschformular (per Link erreichbar). Mit lockeren Worten zwirbelt man dem Kunden die benötigten Informationen aus den Rippen. Zudem hat man die Wahl, ob man einen alternativen Duft kreieren oder einen Gutschein haben möchte. Auf alle Fälle legt „myParfum.de“ als Bonus fünf Euro oben drauf, als Trostpflaster. Warum der „Rechnungskauf“ von dieser Umtauschgarantie ausgeschlossen ist, steht in den Sternen. Zumal diese Option überhaupt nicht zu den Zahlungsmodernitäten zählt.

Pling!

Unmittelbar nach dem Klick auf den Bestellbutton folgen zwei E-Mails. Nummer eins berichtet, dass man mich bei „myparfum.de“ herzlich Willkommen heißt, und ich mit dem soeben eingetroffenen Passwort auf mein dortiges Kundenkonto zugreifen darf. Tatsächlich lassen sich hier meine (zukünftigen) Bestellungen nachordern, den Versand verfolgen, Gutscheine ändern oder einlösen und…und…und… halt ein Kundenkonto. Klar, dass sich auch hier die Möglichkeit findet, das vorgegebene Passwort zu verändern.
E-Mail Nummer zwei beinhaltet die Bestellbestätigung. Eine separate Rechnung findet sich nicht im Anhang, dafür enthält die Mail alle relevanten Daten, Fakten und Zahlen. Auch hier stimmt alles. Nun denn. Wenn auch meine Bestellung perfekt ist, kann dann noch etwas schief gehen?


===Lieferung===

Oha, kurze drei Tage später klingelt der Postmann zweimal an der Tür. Bitte sporadisch und als Wortwitz gesehen. Er hat ein Päckchen dabei. Offensichtlich ist der Flakon etwas korpulenter als ich ihn mir am Bildschirm vorgestellt habe. Betrachte ich das geschlossene Päckchen, müsste mehr als nur ein Fünfzig-Milliliter-Fläschchen geliefert worden sein. Ist das möglich? Oder warten im Inneren aberhunderte von Prospekte auf mich, die mich auf die Online-Komplizen von „myParfum.de“ locken?
Nö, nicht wirklich. Einziger Grund der beeindruckenden Päckchengröße ist die Verpackung des Parfums an sich. Ein gut aussehender, quadratischer Karton, dessen oberster Part abnehmbar ist und somit das eigentliche Präsent offeriert. Oha, auch hier produziert man mit mehr Schein als Sein. Hoffentlich trifft das nicht auf das Parfüm zu! Büdde, büdde, nich´!

Der Flacon ähnelt dem auf der Bestellseite ungemein. Leicht quadratisch, gewellter Bauch; gleich am Ansatz die Sprühvorrichtung. Hier rauf noch ein plumper, ebenfalls quadratischer Deckel, der ein wenig an einen plumpen Edelstein erinnern soll. Eigentlich praktisch genug, um in männlichen Patschehändchen nicht führerlos unterzugehen. Auch die Flüssigkeit im Inneren lässt jetzt keine Ungereimtheiten erkennen. Alles scheint in Ordnung und wirkt eben so, wie man ein Parfüm eben so kennt.
Ja ich weiß! Das Parfüm ist als Geschenk gedacht und sollte natürlich nicht gleich aufgebraucht werden. Aber so als kreativer Meister der Parfümkunst muss ich doch einmal checken, was ich da ausbaldowert habe. Schließlich handelt es sich hier nicht um eine verplombte Sache. Nee, ein Geschenk muss auch mal probiert worden sein, bevor es den Besitzer wechselt! Wer weiß, vielleicht riecht das Zeug hier nach gebrauchter Jauche! Dann stehe ich da, mit meinem Scherz-Geschenk, das eigentlich keines sein sollte. 
So! Plopp, der Deckel ist ab. Nach einem leichten Druck auf den Sprühkopf entweicht Selbigem neben einem „Pfff!“ ein prima Duft. Das muss man mal so sagen. Der leicht frische, fruchtige, aber dennoch nicht übertriebene Erguss ist ganz nach meinem Geschmack. Auch wenn ich keine der übrigens am Verpackungsunterteil verewigten Duftnoten erschnuppere, hinterlässt die Sonderedition hier namens „Franky 33“ einen bleibenden Eindruck bei mir. Na also, gut gemacht, Knopfi!

Auch die beinhaltenden und mitverwendeten Zutaten lassen sich auf dem Boden der Verpackung nachlesen. Hierzu bitte unbedingt eine Lupe zu Hilfe holen! Auch die von mir in Auftrag gegebenen Kategorien wie beispielsweise „männlich“, „dynamisch“ oder „dezent“ stehen auf Abruf bereit. Wer hier also seinen Duft nachmachen möchte: Et voila! Etwas einfacher geht es dann mit der Bestellnummer, die dem Kunden erlaubt, rückwirkend (im Kundenbereich) eine erneute Kopie des Parfüms zu ordern.


===Kurz-Und-Bündig-Fazit===

Wer als Mitbringsel auf eine gute Flasche Wein setzt steht heutzutage zwar nicht mit leeren Händen dem Gastgeber gegenüber, gilt allerdings definitiv als nicht sonderlich einfallsreich. Wessen Präsente  dem Beschenkten auch noch Jahre später in Erinnerung bleiben sollten, muss sich definitiv mehr Gedanken darum machen. Heutzutage heißt es: Flexibel sein, sich auf den Gastgeber und sein Motto einstellen. Eins sei im Vorwege versprochen: Das Internet bietet unendliche Möglichkeiten, die nebenbei auch noch bezahlbar sind.

Eine dieser Möglichkeiten ist die Internetseite „www.myarfum.de“. Wer sich zutraut mit etwas harmoniebedürftigen Schritten, einer guten Auffassungsgabe, etwas Zeitmanagement und ideellem Geist ein eigenes Parfüm zu gestalten, ist hier absolut richtig. Zwar bietet die Seite keinen starken ersten Eindruck, alles wirkt sehr werbeträchtig normal; später allerdings entdeckt der findige Nutzer, dass ein Herunterscrollen so manches Mal ganz nützlich sein kann.
Auf kurzen Wegen und verschiedenen Möglichkeiten lassen sich mit vorgegebenen Stoffen und Aromen eigene Düfte gestalten. Neben bereits fertigen Parfüms, kann der willige Kunde auch einen hiesigen „Duftexperten“ beauftragen einen extravaganten Wohlgeruch zu erzeugen. Doch das Nonplusultra ist natürlich die eigene Strapaze in die Wege zu leiten und so auf gut Düngen eine wohlige Note in einen der angebotenen Flacons zu zaubern. Die vorgegebenen Aromen, Stoffe und Charaktere sind vielfältig. Und: Sehr gut beschrieben.

Wer mit Düften spielt muss dafür natürlich auch etwas Geld ausgeben. Bei „MyParfüm.de“ bewegen sich die Preise zwischen € 40,00 und € 70,00, wobei weniger die Auswahl der Kriterien Schuld daran trägt, sondern das gläserne Drumherum. Die bereitgestellten sechs Flacon-Varianten bieten bis auf den „Flacon Paris“ (30ml) allesamt fünfzig Milliliter Inhalt an. Sie wirken edel, werden hilfreich beschrieben und per Foto aufgezeigt.
Zwei Zeilen mit maximalen achtzehn Zeichen dürfen für die eigene Widmung genutzt werden. Hier stehen sogar verschiedene Schriftarten zur Verfügung. Abgerundet werden kann das entstehende persönliche Label mit teils arg spielerisch wirkenden Bildchen. Auch eigene Fotos oder bereits vorhandene Logos sind per Klick auf den Download-Button fix auf dem Fläschchen integriert.
Die Bezahlung verläuft recht unkompliziert. Ob PayPal, Mastercard, Visa oder die Abbuchung vom eigenen Konto – Varianten gibt es hier genug. Lediglich das Begleichen auf Rechnung ist nicht möglich.
Die Lieferung erfolgt wie versprochen nach nur drei Tagen (€ 3,90 Versand). Das Parfüm versteckt man in einem unheimlich großen Geschenkcarton, der zwar festlich wirkt, aber nicht wirklich so groß sein müsste.

Natürlich steht man einem gewissen Risiko gegenüber, etwas zu kreieren, was dem Beschenkten absolut nicht steht. Klar. Hier – und das ist ein absoluter Pluspunkt- bietet „MyParfum“ eine Umtauschgarantie an, die soweit mit einem kostenfreien Rückversand (DHL) verbunden ist. Vorausgesetzt man druckt sich vom vorgegebenen Link das entsprechende Retouretikett aus. Zudem legt „MyParfum“ einen Fünf-Euro-Gutschein als Bonus oben drauf, der jederzeit hier eingelöst werden kann.
Jegliche hier gestaltete Parfüms können dank einer Bestellnummer sowie den Indigrenzien jederzeit nachbestellt werden. Zwar bietet „MyParfum“ einen eigenen, per Passwort erreichbaren, Kundenbereich an, das Nachbestellen ist allerdings auch ohne diese „Mitgliedschaft“ möglich.

In meinem Fall hat hier einfach alles funktioniert. Der Spaß am Besonderen, der geglückte Verlauf sowie das gut angekommene Geschenk verleiht www.myparfum.de nicht nur einen gewissen Reiz, sondern auch satte fünf Sterne. Zwar brauchte ich die angebotene Hilfestellung der Hotline (Festnetz) nicht und auch der Rückversand fand nicht statt – dafür aber habe ich einen verdammt glücklichen und besonders gut duftenden Kumpel mit einem wirklich gelungenem Eau de parfum an seiner Seite. Dank „MyParfum“. Wer sich also wirklich einmal an solche doch angenehme Sache wagen will, ist mit diesem Internetshop bestens bedient. Hier macht man alles richtig!

In diesem Sinne: Lasst die Düfte sprechen und denkt immer daran: Gute Einfälle bringen die beste Freundschaft in Wallung!


===Grundinfos===

Name: www.myparfum.de
Gattung: Selbstgestalten eines Parfüms
Adresse: MyParfüm Gmbh, Reuchlinstraße 10-11, 10553 Berlin, Telefon: 030/814 94 92 0; 
Fax: 030/ 814 94 92 29, Mail: [email protected]
Öffnungszeiten: 24 Stunden
Preise: € 30,00 bis € 70,00
Bezahlarten: Visa, Master, PayPal, Überweisung, Lastschrift, Sofortüberweisung
Lieferzeiten: 3-5 Tage


©knopfi.de´2013

26 Bewertungen, 11 Kommentare

  • Besserwisser2014

    13.01.2014, 16:07 Uhr von Besserwisser2014
    Bewertung: besonders wertvoll

    Sehr ausführlich beschrieben! Toll!

  • anonym

    02.12.2013, 08:11 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    BW und LG

  • BoxerRocko

    06.11.2013, 15:34 Uhr von BoxerRocko
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße

  • Juri1877

    06.11.2013, 08:28 Uhr von Juri1877
    Bewertung: besonders wertvoll

    bw auch von mir

  • anonym

    29.10.2013, 19:15 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    LG Damaris

  • bella.17@live.de

    29.10.2013, 10:49 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    Annabelle sendet dir liebe Grüße.

  • uhlig_simone@t-online.de

    29.10.2013, 10:40 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    GLG SIMONE - LEIDER HEUTE KEIN BW MEHR - ABER SPITZE BERICHT

  • mausi1972

    29.10.2013, 09:18 Uhr von mausi1972
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße Marion.

  • monagirl

    29.10.2013, 08:48 Uhr von monagirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schön berichtet von dir. LG Mona.

  • Little-Peach

    29.10.2013, 07:31 Uhr von Little-Peach
    Bewertung: besonders wertvoll

    BW :))

  • Lale

    28.10.2013, 21:14 Uhr von Lale
    Bewertung: besonders wertvoll

    Allerbesten Gruß *~*