pixum.de Pixum Fotobuch Testbericht

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Pixum Fotobücher zählen zu den beliebtesten Online-Fotoservices im europäischen Internet. Der mehrfache Testsieger Pixum kann über 2 Mio Kunden vorweisen, welche aus ihren digitalen Bildern Fotobücher, Fotokalender, Foto-Geschenkartikel, Leinwandbilder und Foto-Grußkarten bestellten. Neukunden erhalten großzügige gratis Foto-Abzüge.

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Erfahrungsbericht von mephisto99

Pixelwise

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Unter den mittlerweile sehr zahlreich gewordenen Internet-Fotolaboren entschied ich mich nach einem Test der Zeitschrift c\'t dafür, probehalber mal 11 digitale Bilder bei pixum ausbelichten zu lassen. Neukunden bietet pixum dabei die kostenlose Ausbelichtung von bis zu 10 Bildern an; lediglich Portokosten in Höhe von EUR 2,50 fallen an. Darüberhinaus verlangt pixum pro Abzug im für mich relevanten 10er Format (10x15 oder 10x13) 0,33 EUR.

Mein persönlicher Test umfaßte 10 z.T. geblitzte Innenaufnahmen von Personen und ein s/w-Portrait. Das Hochladen kann mittels eines Clients (pixum-up) erfolgen, den man sich von pixum herunterladen kann, oder man verwendet einen html-Upload, bei dem man allerdings jede Datei gesondert auswählen muß. Der Client bietet eine rudimentäre Bildbearbeitung, sein Hauptvorteil besteht aber darin, daß man viele Bilder problemlos hochladen kann, was mit dem html-Upload nicht sonderlich bequem ist. Den Client habe ich allerdings nicht verwendet, weil ich nur 11 Bilder hatte.

Online-Album

Ein interessantes Feature bei pixum ist die Möglichkeit, Fotoalben anzulegen; man kann also Bilder auf dem pixum-Server speichern und aus diesen Alben gezielt Bilder zum ausbelichten auswählen. Der Clou an den Alben ist dabei, daß man diese auch anderen registrierten Nutzern bei pixum zur Verfügung stellen kann, also beispielsweise den Freunden, die mit bei der Party waren oder den Verwandten, die Papierbilder vom Baby haben wollen. Der Vorteil dabei ist ganz klar, daß man nicht die riesigen Dateien durch die Gegend schicken muß, sondern es genügt der einmalige Upload zu pixum. Außerdem gehen dann Belichtungs- und Versandkosten zu Lasten der Besteller und nicht zu Lasten des Fotografen, ein nicht zu vernachlässigender Aspekt...

Die Online-Alben kann man online komfortabel verwalten; neue Alben kreieren, Alben komplett löschen, Bilder hinzufügen oder löschen. Nach der Übertragung findet man die Bilder in der Inbox, aus welcher man sie innerhalb einer gewissen Zeit in eines der Alben einsortieren muß, sonst werden sie gelöscht.

Neben dem Öffnen der Alben für bestimme Nutzer kann man ein Album auch als öffentlich deklarieren, damit wird es dann jedem Besucher der Webseite zugänglich. Um ein Album anlegen zu können, muß man zunächst ein Login erzeugen – dies geht fix und problemlos.

Bestellen

Das Bestellen hat pixum dem User so einfach wie möglich gemacht: im Album auswählen und \"klick\", das Bild ist im Warenkorb. Durch Aufruf des Warenkorbes erhält man dann detaillierte Infos zu den gewählten Bildern, kann die Auswahl überprüfen und Stückzahlen ändern – das ist alles so gestaltet, daß man ohne längeres Überlegen damit zurecht kommt.

Man kann anschließend das Format auswählen (9x13 bis 20x30), entweder einmalig für alle Bilder oder für jedes gesondert. Dabei wird man von einer Matrix unterstützt, die in den Farben grün/gelb/rot die Eignung der jeweiligen Vorlage für ein bestimmtes Format angibt (über diese Vorschläge kann man sich jedoch hinwegsetzen). Ferner kann man, allerdings, wenn ich mich recht entsinne, nur für Bilder alle gemeinsam, ein Enhancement einschalten, was ich aber unterlassen habe.

Ergebnis

Vom Ergebnis war ich insgesamt etwas enttäuscht.

Positiv zunächst, daß die Bildqualität der Abzüge (die ohne gesonderten Hinweis *nur* in Hochglanz gefertigt werden), gut bis sehr gut war, wenn auch nicht brillant – hier hätte möglicherweise das von mir verschmähte Enhancement das Tüpfelchen aufs \"i\" setzen können. Aber den Vergleich mit herkömmlichen Fotos brauchen die Ergebnisse wirklich nicht scheuen, und ich hatte – im Gegensatz zur analogen Fotografie – vorab die Möglichkeit, den Ausschnitt selbst festzulegen.

Ein weiterer Vorteil bei pixum ist, daß die Bilder ohne weißen Rand geliefert werden. Das bedeutet folgendes: das Standardformat 10x15 beispielsweise entspricht einem Seitenverhältnis 3:2, die Digicams haben hingegen meistens einen Sensor, der den klassischen Bildschirmformaten von 4:3 nachempfunden ist. Das wiederum führt dazu, daß ein Digicam-Bild besser auf einem 4:3-Abzug aufgehoben ist, etwa im Format 10x13 (was viele Dienstleister mittlerweile auch ohne weiße Ränder anbieten). Pixum geht noch einen Schritt weiter und liefert auch jene Bilder ohne weiße Ränder aus, die vom Anwender digital beschnitten worden sind, so daß von quadratisch (Seitenverhältnis 1:1) bis zum Standardformat (Seitenverhältnis 3:2) jeder Abzug nur aus Bild besteht. Einerseits eine feine Sache, andererseits kann man sich (wenn einem randfreie Bilder wichtig sind) auch einen preiswerteren Service suchen und mit der Schlagschere die Ränder selbst abschnippeln – was ferner den Vorteil hat, daß man die Menge des (seitlichen) Verschnitts selbst bestimmen kann. Nachteilig bei pixum: der Kunde kann nicht wählen, ob er die Bilder mit weißem Rand oder beschnitten haben will: der Beschnitt findet immer statt.

Thema Verschnitt: der ist bei pixum erheblich. Meine sauber ausgeschnittenen Motive (mit 3-5% Rand) waren grundsätzlich angeschnitten – eine derart hohe Toleranz ist für meinen Geschmack zu grob (und wird auch in der \"Hilfe\" nirgendwo erwähnt). Eine diesbezügliche Rückfrage wurde recht knapp mit der Auskunft beschieden, daß Toleranzen im Analog- und Digitalbereich was ganz normales seien, und man doch bitte 3 bis 5 Millimeter Rand auf jeder Seite einplanen möge. Nur um das mal zur Bildgröße in Relation zu setzen: das 10er Format hat als kürzeste Seite 100 Millimeter Kantenlänge; davon soll ich pro Seite bis zu 5 Millimeter Toleranz einplanen, insgesamt also bis zu 10 Millimeter bzw. 10%? Wobei die Betonung auf \"bis zu\" liegt, denn es kann auch passieren, daß der so geschaffene Freiraum doch nicht ausgenutzt wird und die 10% zusätzlicher Rand nach dem Ausbelichten immer noch da sind... Nein, hier kann pixum ganz und gar nicht überzeugen, mich jedenfalls nicht. Abgesehen davon verstehe ich sowieso nicht, wie es überhaupt zu Toleranzen kommen kann, da die Kanten einer digitalen Vorlage scharf gezeichnet sind, während bei einer analogen Vorlage dort immerhin \"Ausfransungen\" auftreten können, da z.B. verschiedene analoge Kameras keine geraden Begrenzungen der Negative zustandebringen.

Jetzt noch kurz zu zwei Punkten, die immer wieder zu Problemen, auch in der analogen Belichtung, führen: matte Oberflächen und s/w.

Schwarz/weiß: ein leidiges Thema seit Erfindung der automatischen Belichtungsmaschinen. Da der Belichter seine Maschinen mit dem einmal geladenen Papier möglichst effizient laufen lassen will, wird (mit sehr wenigen Ausnahmen) s/w-Material auf Farbpapier ausbelichtet, mit dem Erfolg, daß s/w-Bilder, egal ob analog oder digital, immer einen Braunstich haben (besonders gut sichtbar bei eigentlich rein weißen Flächen), der ja nach Papier verschieden stark ausgeprägt ist. Bei dem von pixum verwendeten ist er mittelmäßig, aber störend. Für digitale Repros gibt es laut pixum derzeit kein s/w.

Matt: die gleichen Gründe wie bei s/w führen dazu, daß viele Anbieter nur glänzende Oberflächen anbieten – es ist offenbar zu aufwendig, Matt-Aufträge zu sammeln, die Papiersorte zu wechseln und die Matt-Aufträge abzuarbeiten. So auch pixum, wobei es pixum nicht für nötig hält, den Kunden darüber deutlich zu infomieren – noch nicht einmal auf der Seite mit der Formatauswahl. Warum die Belichterindustrie sich auf glänzende Oberflächen derart eingeschossen hat, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben – gerade für Fotos, die man in trauter Runde kreisen lassen will, ist Matt die erste Wahl. Bei einem Profipreis von damals 0,33 EUR (heute: 0,29 EUR) für einen Abzug im 10er-Format erwarte ich aber auch Profiauswahl – im Analogbereich undenkbar, daß ein Laden, der 0,30 EUR und mehr pro Abzug verlangt, nicht wenigstens matte Oberflächen anbietet.

Einige Worte zur Webseite pixum.de

Man hat sich bemüht, die Seite so einfach wie möglich zu gestalten. Zu einfach für meinen Geschmack, es gibt auf der Hauptseite drei Links: Login, Anmelden, Tour; ferner gibt es noch folgende, selbsterklärende Links: Über Pixum – Preise – AGB – Datenschutz – Hilfe – Impressum – Presse [English Version – Nederlandse Versie]. Login erlaubt den Zugriff auf die persönlichen Alben und den oben schon erläuterten Bestellmechanismus. Anmelden versteht sich von selbst, wobei folgende Angaben erforderlich sind: Benutzername und email-Adresse sowie ein Paßwort. Mehr wird zunächst nicht benötigt: erfreulich.

Unverständlich ist, warum Wartungsarbeiten unbedingt samstags vormittags ausgeführt werden (wie jetzt eben), dafür gibt es geeignetere Zeitpunkte. Dies ist auch nicht das erste Mal, daß die pixum-Seite zu einer publikumsfreundlichen Zeit offline ist. Die angegebenen Zeiten (\"wir sind spätestens um soundsoviel Uhr zurück\") stimmen eher nicht.

Fazit

Eine Wertung abzugeben, ist schwierig, da diese – je nachdem, wie anspruchsvoll der Nutzer ist – zwischen \"eher schlecht\" und \"super\" rangiert. Deshalb hier mal die Pluspunkte und die Minuspunkte, so daß der geneigte Leser sich selbst eine Wertung bilden kann:

Plus:
· Online-Alben ohne Speicherlimit (zeitlich + Dateigröße)
· Verwaltung der Online-Alben; gemeinsame Albennutzung mit Freunden
· Qualität der Abzüge
· Einfache Bedienung
· Diverse Funprodukte einfach bestellbar (Basecap, Tasse, Puzzle, T-Shirt usw.)
· Lieferung in 3 Tagen
· Kundenservice per email: nett, kompetent, kulant

Minus:
· Keine Poster größer als A4 (20x30)
· Keine matten Oberflächen, kein echtes s/w
· Bilder werden stets beschnitten
· Hohe Toleranzen beim Beschneiden der Bilder

Für mich als eher anspruchsvollen Nutzer wiegt insbesondere das Thema \"matt\" recht schwer, und die hohen Toleranzen halte ich für nicht akzeptabel. Für mich daher \"4\". Hinzufügen möchte ich aber: für Benutzer, die ein einfach zu bedienendes Fotoalbum suchen und mit glänzenden Oberflächen glücklich sind, wäre eine \"2\" zu vergeben.

Zum Schluß: da sich das Angebot in diesem Marktsegment ständig ändert, möge man mir nachsehen, wenn einige Angaben zum Zeitpunkt des Lesens überholt sind: kurzer Kommentar, und ich aktualisiere...

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