SportScheck Testbericht

sportscheck
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Erfahrungsbericht von tempoaw

KUNDE=KÖNIG??? *gröhl*

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Seit 1989, also 14 Jahre, bin ich Kunde von Sport-Scheck. Jahr für Jahr bezog ich über diesen Versandhandel die unterschiedlichsten Gegenstände. Meistens handelte es sich um Kleidung, welche in großer Anzahl angeboten werden.

In den Jahren 1989 bis Mitte 2002 gab es nie Probleme und meine Wünsche wurden mir erfüllt. Ich zahlte immer brav und artig und wurde sicherlich als einfacher Kunde geführt. Die Telefonhotline nutze ich nur für Bestellungen, Reklamationen gab es eigentlich nie.....

Aber bevor ich weiter erzähle, erst einmal ein paar allgemeine Angaben zu Sport-Scheck.

Allgemeine Angaben
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Sport-Scheck ist ein Anbieter für sportlich interessierte. Kleidung, Ausrüstungen, Reisen, Kurse, usw. werden, durch die München ansässige Firma, vertrieben. Den Hauptzweig bildet wohl der Versandhandel mit seinem äußerst umfangreichen Katalog.
Jedoch gibt es auch in einigen großen Städten Ladengeschäfte, mit einem kleineren Sortiment.

Den Versandhandel kann man bequem per Internet, Telefon, Fax oder Post in Anspruch nehmen. Das Sortiment, des halbjährig erscheinenden Kataloges, deckt einen Grossteil der Sportarten und Freizeitaktivitäten ab. Ergänzt wird das Angebot durch spezielle Sportreisen und Kurse, welche ich selbst jedoch nie buchte.

Mein Ärger und meine Meinung
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Wie gesagt, bis Mitte letzten Jahres hatte ich nie Probleme. Alles begann mit einer einfachen Onlinebestellung von Rund 20 Teilen. Alles war lieferbar und ich freute mich auf das Klingeln des Postboten, was auch ca. 7 Tage später geschah.
Erst dachte ich, „der arme Mann, so schwer tragen“, doch er brachte mir nur ein kleines und leichtes Paket. In diesem befand sich nur ein Bruchteil meiner Bestellung. Egal, die liefern ja öfters mal nach und so trudelt die Bestellung halt nach und nach ein.

Zwei weitere Wochen strichen ins Land, von der Bestellung keine Spur. Ich kramte dann meine ausgedruckte Bestell- und Eingangsbestätigung wieder heraus und rief die kostenpflichtige 24Std. Hotline an. Dort sagte mir die Dame, dass ich laut ihrem Computersystem nur die bereits erhaltenen Artikel bestellt hätte.
Also erklärte ich ihr den Sachverhalt, was sie wohl etwas verärgerte, weshalb auch immer. Ich landete also bei irgendeinem Chef oder Gruppenleiter. Dieser sicherte mir Klärung und Rückruf zu, was auch geschah.

Nach seinen Worten muss ich wohl eine Ausnahme bei Sport-Scheck gewesen sein. Niemals zuvor kam es zu solch einem Vorfall, wofür er sich zwar entschuldigte, die Schuld aber schnell bei der Onlinebestellung fand. Er teilte mir dann mit, dass ich als Wiedergutmachung keine Versandkosten bezahlen müsse. Jedoch wäre es erforderlich, die bereits bestellte Ware nochmals telefonisch zu bestellen. Also wieder Telefongebühren für mich, denn rund 15 Artikel mussten bestellt werden, welche ich auch nach 7-14 tagen erhielt.

Es folgten weitere Bestellungen und Käufe im Jahr 2002. Im Herbst 2002 bestellte ich dann wieder etwas mehr als üblich und wartete wieder. Nach der Onlineauskunft war alles lieferbar und sollte fast ohne Verzögerung mit zugestellt werden.
Bei dieser Bestellung handelte es sich u.a. um mehrere Jacken, Pullover, Hosen und Schuhe.

Innerhalb von 8 Wochen hatte ich fast die ganzen Artikel, jedoch nicht etwa nach Warengruppen sortiert. Erst kam die eine, dann die andere Jacke, meistens im Abstand von mehr als 14 Tagen. So war es auch bei den Hosen und Pullovern. Da der „Kauf auf Probe“ innerhalb von 14 Tagen abgewickelt sein muss, konnte ich nichts miteinander vergleichen, was mich maßlos ärgerte. Ich schickte daher alles zurück und kaufte quasi offline und real.

Hierzu kam noch, das sehr viele Sachen fehler aufwiesen. Ein Teil in der Größe L besaß höchsten die Größe S und eine Pulloverlieferung besaß einen Halsausschnitt für Kleinkinder. Meiner Meinung nach handelte es sich um mangelhafte Ware, wozu ich auch erheblich Farbunterschiede zuzähle.

Ach ja, die Schuhe, hierbei wurde mir mitgeteilt, dass sich die Auslieferung verzögert. Später dann die Mitteilung, dass der Artikel überhaupt nicht lieferbar sei. Handelte es sich also evtl. nur um einen Lockartikel, der das Sortiment künstlich vergrößert? Wer weiß das schon so genau. Nachfragen in meinem Bekanntenkreis ergaben, dass auch ihnen schon so etwas passierte.

Komisch empfand ich auch, dass man eine Hose bestellt, welche man von der Marke und Sorte auch schon besitzt, die aber dann ganz anders ausfällt. Nachdem ich dann diese Hose wieder real in einem Geschäft erstand, bemerkte ich keinen Unterschied zu meiner ehemaligen. So kauft man z.B. eine Jeans der Marke „Xy“ und der Modellbezeichnung „08/15“, in der Größe „007“, hat aber das Gefühl, das man etwas ganz anderes geliefert bekommt......

Jetzt zu meinem absoluten Negativerlebnis und Grund, nichts mehr mit Sport-Scheck zu kaufen.

Vor ein paar Tagen bekam ich einen zweiseitigen Kontoauszug geschickt. Da mir so was noch nie passierte, dachte ich es handelt sich um einen neuen Service, was sich schnell als falsch erwies.
Vielmehr handelte es sich um eine Zahlungserinnerung, der ersten, jedoch mit 1,-€ Mahngebühr.

Ein seltener Zustand setzt prompt ein, „Jürgen kochte über und pfiff schon fast aus den Ohren“. Nach kurzem Studium stelle sich heraus, dass ich der Firma Sport-Scheck 17,85€ schulde (ohne Mahngebühr). Dieser Berag setzte sich aus 3 x Versandkosten á 5,95 Euro zusammen.

Als wenn es nicht schon lächerlich genug war, dass die Versandkosten unverschämt erhöht wurden, was parallel zur Euroumstellung geschah. Es handelte sich um Versandkosten dreier Bestellungen, welcher ich vollständig zurückschicke.
Dann erfolgte mein erster Anruf bei der Hotline, wozu ich bei Nachfragen hingewiesen wurde, laut diesem Kontoauszug. Doch komischerweise, es war gegen 20h, wurde mir forsch und unfreundlich mitgeteilt, das man nicht zuständig sei und ich gefälligst innerhalb der Geschäftszeiten anrufen solle. Dann wäre auch die Buchhaltung besetzt und würde meine frage beantworten.

Dies tat ich dann einen Tag, doch wieder kein Durchkommen. Man sagte mir, dass die Buchhaltung überlastet sei und ich später wieder anrufen solle. Nach zwei weiteren Stunde wieder ein Telefonat. Wieder eine motzige und oberlehrerhafte Frau am Sprachrohr. Ich verlangte die Vermittlung zur Buchhaltung, doch ich sollte meine Wünsche zuerst bei ihr vortragen. Sie sagte mir dann unmissverständlich folgendes:

1) Ist immer und grundsätzlich eine Versandkostenpauschale zu zahlen, dieses beziehe sich immer auf eine Bestellung, nicht auf Teillieferungen.
2) Diese Regelung gäbe es schon immer, wie auch die AGB´s
3) Sie könne sich nicht vorstellen, dass bei meinen letzten Bestellung immer Mängel vorhanden gewesen sein. Indirekt unterstellte sie mir s.g. Lustbestellungen
4) Sie verweigerte mir die Durchstellung zu einem Sachbearbeiter, da sie selbst eine Kontoprüfung einleiten wolle.

Ich beendete dann das Gespräch und schrieb direkt eine länger E-Mail an das Unternehmen.

Ist es nicht traurig? Seit so vielen Jahren ist man zufriedener Kunde und dann so was? Ich zahlte nie diese komischen Versandkosten, wenn mir die komplette Bestellung nicht gefiel und ich sie zurück schickte. Kaufte ich etwas, was in den Jahren nicht wenig war, so zahlte ich selbstverständlich diese Pauschale.

Bei keinem anderen Versandhandel erlebte ich so etwas wie bei Sport-Scheck. Auch meine Bekannten und Freunde, sie zahlten diese Pauschale nur bei Kauf.
Ich erlebte auch noch nirgends solch eine Telefonhotline. Eigentlich noch nie hatte ich das Gefühl, bei Sport-Scheck als Kunde zu erscheinen, außer man bestellte etwas per Telefon.

Ich kam so sehr schnell zu dem Entschluss, denen diesen Betrag zu überweisen und in der besagten Email unmissverständlich mitzuteilen, dass ich sofort aus der Kundendatei entfernt werden möchte. Sollte dies nicht der Fall sein, was ich dann als Belästigung empfinden würde, klage ich die Kosten für Entsorgung und ähnliches ein. So lasse ich nicht mit mir umspringen, nicht als Kunde.

Ich bin mal gespannt, wie die schriftliche Antwort von Sport-Scheck aussieht, wenn überhaupt eine kommt. Bestimmt handelt es sich um einen lieblosen Standartserienbrief oder einen Einkaufgutschein in Höhe von 2,50€, der nicht einmal die Telefonkosten deckt.

So, Luft habe ich genug abgelassen und Euch evtl. gewarnt.....

Ein schönes WE wünscht Euch Jürgen


**Diesen Bericht hatte ich auch bei Ciao veröffentlicht**

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