Pro:
Schnell, kompetent, risikofrei
Kontra:
Nichts
Empfehlung:
Ja
Erntefrische Orangen, direkt vom Baum??
Wer denkt da schon an Mallorca??
Bei Mallorca sind die Gedanken eher an Ballermann, Strand, Bier- und/oder Schinkenstraße.
Und weil in der letzten Zeit sogar die tapferen Leser räsoniert haben, wir würden nur noch über all-, respektive gemeine Themen ohne den geringsten persönlichen Anspruch schreiben, hier nun ein Bericht, besser eine Meinung aus einem unserer Wohnzimmer, aus einer der frei gewählten Heimaten, aus Mallorca.
Jaja, wir haben mehrere Heimaten, denn wir vertreten immer noch und immer mehr die Ansicht, Heimat ist da, wo man/frau sich wohl fühlt und wir fühlen uns auf Mallorca wohl, auch wenn der Satz
‚Fürchte Sturm und fürchte Wind
und Deutsche, die auf Mallorca sind!’
nicht nur einen Anflug von Wahrheit hat, auch wenn wir manchmal untereinander Spanisch gesprochen haben, damit wir nicht als Deutsche von Deutschen erkannt wurden, so haben wir uns für die ‚Landsleute’ geschämt.. Die Mallorquiner haben an unserem Dialekt sowieso und sofort festgestellt, dass wir Ausländer waren und sind.
Und manches Mal habe ich Frage des Kellners an den Eigentümer gehört:
„Was kostet das für einen Ausländer?“
Die Verse gelten jedoch hauptsächlich für deutsche Residenten, auch wenn sie manchmal auf Touristen anwendbar sind.
Fast zehn Jahre haben wir dort gewohnt, gelebt und manchmal auch gearbeitet.
Nahezu jedes Jahr sind wir nach Soller gefahren, standesgemäß mit dem Bimmelbähnchen, und zwar nicht mit dem ‚tren rapido’, dem „Schnellen Zug“, sondern mit einem der Vorortzüge, die mehr oder weniger an jeder Milchkanne halten. Und dann mit der Straßenbahn nach Puerto de Soller weiter, quer durch die dichtbehangenen Gärten und Plantagen.
Und eines der ganz seltenen Fotos, die ich mal gemacht habe, zeigt einen blühenden Orangenbaum mit Schnee darunter, den ich mal auf der ‚Hochebene’ nach Porto Christo gesehen habe. Ein anderes zeigt schneebedeckte Palmen auf dem Paseo Maritimo in Palma, was wiederum zu der Antwort der ‚Dame’ auf den erregten Ausruf ihrer Freundin „Kumma, kummal, watt ett hier vill Palme jitt!“ führt: „Ja, deswegen heißt datt doch Palma de Mallorca!!“
Orangen blühen zweimal auf Mallorca und werden demzufolge auch zweimal abgeerntet.
Diese Zugverbindung ist übrigens eine Verbindung von Soller nach Palma, nicht etwa umgekehrt und wenn Ihr Glück habt, erwischt Ihr noch Wagen, die von Siemens vor dem 1. Weltkrieg gebaut worden sind.
Die Preisfrage ist immer noch auf der Rückfahrt:
„Durch wie viele Tunnels kommen wir?“
Nun ist mir ein Laden im Netz aufgefallen, der einen mallorquinischen Namen hat und an dem auch ein ehemaliger Bewohner dieses Dorfes beteiligt ist:
www. fetasoller.com
Übersetzt könnte das werden mit „Gemacht in Soller“.
Um die Eingangsfrage zu wiederholen:
‚Erntefrische Orangen, direkt vom Baum??’
Ja, sicher: aus Soller!!
Ohne Wachs, ohne Konservierungsstoffe, ohne Umwege direkt auf den Tisch in Deutschland??
Und das ist die vollständige Anschrift
Fet a Sóller , S.L.
c/. Romaguera, 12
07100 Sóller/Mallorca
Spanien
Tel.: 0034 971 638 839
Fax.: 0034 971 631 756
e-Mail: [email protected]
Die Seite ist übrigens auf deutsch und wirbt für sich mit:
„In unserem online-Shop können Sie naturbelassene Orangen und Zitronen, jungfräuliches Olivenöl, exquisites Flor de Sal Meersalz, feinste Wurstwaren & Käsespezialitäten, eingelegte Oliven sowie leckere Marmeladen und Honig aus dem Tal von Sóller und Mallorca bestellen. Daneben bieten wir Ihnen eine erlesene Auswahl mallorquinischer Weine und Knabbereien!“
Ende des Zitates.
Der Laden, der früher im Bahnhof von Soller war, hat sich auf naturbelassene Ernteware spezialisiert, die im Direktversand aus dem für den Anbau von Zitrus-Früchten berühmten Tal an den deutschen Verbraucher geliefert werden.
Neben Apfelsinen – über den Unterschied zwischen ‚Orangen’ und ‚Apfelsinen’ an anderer Stelle -, Zitronen, Clementinen und Grapefruits können die schon erwähnten Öle, Salze, Marmeladen, und Weine bestellt und auch erhalten werden.
Was in Spanien nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit ist, also einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Bestellen und Bekommen herstellen zu wollen.
Das Geschäft mit den fruchtigen Vitaminspritzen hat begonnen:
„Die Navelina Orangen-Ernte hat begonnen ! Die Auslieferung erfolgt ab 11.11.2009 !!“
So jedenfalls auf der Übersichtsseite!!
Die ersten Frische-Pakete des Jahres sind also schon auf dem Weg.
‚Fet a Soller’ liefert in Zehn-Kilo-Kisten, wahlweise mit gemischtem Inhalt.
Zu einem Preis, der heruntergerechnet aufs einzelne Kilogramm eher günstig ist.
Der Clou ist die intelligente Logistik:
Der Webshop verspricht die Lieferung der Bestellungen innerhalb weniger Tage nach Order.
„Bei uns gibt es Natur pur, frische Früchte, die eben keine vorgefertigten Lebensmittel sind und doch noch aus natürlichem Anbau stammen!“, sagt der Betreiber des Shops Franz Kraus.
Selbst die Schalen der Orangen könnten getrocknet und im Tee aufgegossen werden, meint er weiter.
Mit dem Laden im Netz hat das Unternehmen die pfiffige Idee der Regionalvermarktung ins Internet übertragen.
‚Fet a Soller’ will solche Kunden ansprechen, die gerade bei Früchten auf naturnahen Anbau achten und zu Alternativen zu solcher Ware suchen, bei der sich die Schlagzeilen über Belastungen mit Giftstoffen häufen wie wir es nun schon aus den überdachten Plantagen in Andalusien gewöhnt sind.
Und um es noch mal zu wiederholen:
Neben Orangen & Co. beschränkt sich der Webshop auf eine kleine Auswahl von originär mallorquinischen Erzeugnissen, zu denen etwa das noch traditionell hergestellte Olivenöl, handgeschöpftes Meersalz und ein Weinsortiment gehören – alles bekannte Spezialitäten auf der Insel.
Wir hoffen, dass diese Meinung ein wenig zum Gelingen des Seite beiträgt und wünschen den Betreibern, dass sie von Euren Bestellungen überrollt werden.
Dass wir ihr alle zur Verfügung stehenden Sterne zuerkennen, nicht ‚verleihen’, denn wir wollen die nicht wiederhaben, sei nur am Rande und der Vollständigkeit wegen erwähnt.
Und auch diesmal weise ich darauf hin, dass dieser Artikel auch auf anderen Plattformen, auch unter dem Namen des mir ehelich anvertrauten Weibs – cunda - erscheinen wird. Ebenfalls – auszugsweise und umformuliert - in etlichen Tageszeitungen,.
Anderslautende Meinungen werden – wie üblich – respektiert, jedoch weitgehend ignoriert.
topfmops bedankt sich fürs Lesen und Bewerten und freut sich auf viele, lesenswerte Kommentare und hofft, Euch eine kleine Anregung gegeben zu haben. weiterlesen schließen
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