200 Km/H in the Wrong Lane - Tatu Testbericht

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ab 17,96
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  gut

Erfahrungsbericht von obi43

Erotik und Erfolg aus dem Osten

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Heute nun einmal ein Bericht über eine CD die mir in der kurzen Zeit, in der ich sie besitze, ziemlich ans Herz gewachsen ist.

Sicher habt Ihr schon von der Band t.A.T.u. gehört. Es sind zwei Mädels aus Russland, die mit ihrem Song „All the things she said“ die Charts stürmen.

Ich fand den Song beim 1. Hören im Radio richtig klasse. Ich glaube ich habe im Moment wieder meine Phase wo ich solide Musik brauche und nicht am Computer erstellte Stücke zum heftigen abtanzen. Auch mein Schatz war ehr begeistert, als sie den Song im Radio hörte und da beschloss ich mich auf den Weg zu meiner Mega Company zu machen. Es war Montag und kalt und ich fuhr durch die ganze Stadt. Ich stürmte in das Geschäft und steuerte zielstrebig auf die CD-Abteilung zu. Ich durchsuchte alles, wo ich die CD vermutete. Aber irgendwie fand ich sie nicht. Ich gab mich natürlich nicht geschlagen und fragte an der Info nach. Dort bekam ich sie gleich in die Hand gedrückt. Ich bedankte mich mit einem Grinsen auf dem Gesicht und bezahlte dann 17,95 € für das gute Stück.
Im Auto sitzend, schaute ich sie mir richtig an.
Auf dem Cover sind Lena und Julia zusehen. Es erscheint wie ein altes Schwarz-Weiß-Foto mit einem Gelbstich. In roten Buchstaben steht dann im unteren linken Bereich „t.A.T.u. 200km/h in the wrong lane“

Auf der Scheibe sind 12 Songs und ein Multimedia-Track.
Folgend möchte ich euch etwas über die einzelnen Songs erzählen, damit ihr einen Eindruck bekommt.

1. Not gonna get us
Dieser Song soll meines Wissens nach als nächster aus dem Album ausgekoppelt werden. Es geht um die Flucht von zwei Menschen. Sie fliehen, nachdem ein Versprechen gegeben wurde über leere Straße. Beide haben das Gefühl von ihrer Umgebung nicht verstanden zu werden und wollen deshalb nie wieder kommen.

We’ll run away, keep everything simple
night will come down, your guardian angel
we rushed ahead, the crossroads are empty
our spirits rise, they’re not gonna get us

My love for you, always forever
just you and me, all else is nothing
not going back, not going back there
they don’t understand
they don’t understand us

Der Song ist vordergründig mit einem Schlagzeug ausgestattet. Während der Strophen ist die Begleitung relativ im Hintergrund, das ändert sich aber bei dem Refrain, an der Begleitung von Keyboard und Drums spürt der Hörer die Aggressivität und die Wut, die die beiden zur Flucht treibt. Wenn ihr den Song beim Radfahren hört, passt auf, das ihr nicht automatisch schneller tretet.

2. All the things she said

Was soll ich zu diesem Song sagen.
Es geht hier um das Verliebt sein. Eindeutig ist hier, das es um das Verliebt sein in eine Frau geht. Das die Gruppe nun aus Mädels besteht, kann muss aber nicht ein Zeichen sein, das die beiden grundsätzlich auf Frauen stehen. Es gibt noch viele Theorien ob das stimmt oder nicht. Warten wir’s ab.

And I’m all mixed up
feeling cornered and rushed
the say it’s my fault but I want her so much

Auch hier wieder die Drums und das Keyboard. Da der Song im Radio rauf und runter läuft brauch ich ja nix weiter dazu sagen


3. Show me love

Der Anfang dieses Liedes ist ruhig und steigert sich im Refrain in laute Drums und auch hier wieder deutlich das Keyboard.

Staring at your photograph
everything now in de past
never felt so lonely I
wish that you cold show me love

Liebe auch in diesem Song wieder Liebe zu einem Mädel. Hmm, hat es vielleicht doch etwas zu bedeuten? Sehr schön ist hier des Gefühl der Sehnsucht zu spüren.
Am Ende hört man den Satz „Mama, Papa forgive me.“

4. 30 minutes

Ich glaube das ist die einzige Ballade auf der CD. Begleitet von Streichern und Klavier Geht es hier um 30 Minuten die man mit einem Menschen verbringt und wie kurz das doch eigentlich ist. Auch hier ist wieder Liebe im Spiel.

Can we fly?
Do I stay?
We cold lose

We could fail
Ether way
Options change
Chances fail
Trains derail

5. How soon is now

Zu diesem Song möchte ich nichts weiter sagen, außer das ihr diesen von der Pro7-Serie “Charmed” als Titel-Song kennt. Eine na ja sehr eigene Ausführung. Trotzdem hörenswert.
Die weiteren Songs auf dieser CD sollen nicht extra aufgeführt werden, da der Bericht sonst sehr lang wird. Nur soviel sei gesagt, es gibt das Original von „Not gonna get us“ in Russisch, sowie eine weitere Version von „All the things she said“ und „30 minutes“ Auf jeden Fall sollte man sich die auch anhören.

Ausserdem findet ihr auf der CD den heutzutage schon fast obligatorischen Multimedia-Track. Wenn ihr die CD in das Laufwerk eures Rechners schmeißt geht’s schon gleich. Ihr kommt zu einer Auswahl. Einmal könnt ihr euch das Video zu „All the things she said“ anschauen oder hinter die Kulissen schauen (Behind the scence) bzw. hören. Bei mir klappt es zwar mit den Bildern nicht dafür aber um so besser mit dem Ton. Es lohnt sich dort trotzdem zumindest einmal rein zu hören. Von Mindestanforderungen an den Rechner ist auf der Hülle und dem Booklet nix zu finden, aber es ist ja klar das ihr mindestens ein CD-Laufwerk besitzen solltet. *gg*


Fazit:
Auf jeden Fall rein hören. Nicht nur guter Pop-Rock sondern auch schöne Balladen. Ausserdem sind die beiden Mädels ein gutes Beispiel, das auch nicht gecastete Bands aus dem Osten des Kontinents mit ihrer Musik Erfolg haben können. Ich hoffe, das die beiden noch viele Platten machen und ihrem Stil treu bleiben.
Ob sie nun lesbisch sind oder nicht sollte nicht zum Hauptkaufkriterium werden. Denn wenn ihr der Meinung seid ihr kauft es nicht, weil die beiden nicht mit einander schlafen, verpasst ihr eine tolle Platte mit Musik zum immer wieder an hören.

© obi43 2003

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