Tony Hawk's: Pro Skater 4 (PS2 Spiel) Testbericht

Tony-hawk-s-pro-skater-4-ps2-spiel
ab 37,22
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
5 Sterne
(7)
4 Sterne
(2)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)
Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  sehr gut
  • Sound:  gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  gut

Erfahrungsbericht von [TG]noRb

Skaten,Skaten,Skaten :)

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Jahrelang hatte Activision im Trendsportsektor mit der Tony Hawk-Reihe die Nase vorne. Dann kam allerdings diesen Sommer der Überraschungshit Aggressive Inline auf den Markt und das O2-Label musste nachlegen. Wird es ihnen gelingen? Lest selber:

Das erste, was man von dem Spiel mitbekommt, ist das Intro, sofern man es nicht abbricht ;). Das Anschauen lohnt sich aber auf jeden Fall. Während AC/DC’s „TNT“ aus den Lautsprechern dröhnt, werden die Skater vorgestellt. Dabei fällt sofort auf, dass sich die Skaterzahl im Vergleich zum Vorgänger erhöht hat. So ist zum Beispiel der im 3. Teil der Serie „beurlaubte“ Bob Burnquist wieder dabei. Nach dem Intro gelangt man ins Hauptmenü, das relativ schlicht gestaltet ist. Was mehr oder weniger daran auffällt, ist die im Hintergrund dargestellte Halfpipe, an der Skater Tricks vollführen. Bezüglich der Spielmodi hat sich im Vergleich zum Vorgänger kaum etwas getan, hinzugekommen sind jediglich zwei neue Spielmodi im Multiplayer (dazu später mehr). Abgesehen vom Multiplayer hat man die Auswahl zwischen dem THPS-typischen Karriere-Modus, der Einzelsession und Skate for fun. Bei letztgenannten hat man unendlich viel Zeit um durch die Level zu düsen und Tricks auszuprobieren. In der Einzelsession muss man möglichst viele Punkte in einem vorgegebenen Zeitlimit schaffen. Im Karrieremodus, das Herzstück des Spiels, erfüllt man in verschiedenen Levels verschiedene Aufgaben, kann verschiedene Dinge freispielen und die Stats seines Skaters verbessern.

Als erste, entscheidende Neuerung im Karriere-Modus stellt man fest, dass man von nun an nicht mehr einem lästigen Zeitlimit unterworfen ist, sondern frei durch die Level düsen kann und nach Belieben von quer im Level postierten Personen Aufträge annehmen kann. Gerade die Anzahl dieser Aufgaben hat sich um einiges erhöht und sind auch vor allem sehr viel abwechslungsreicher geworden. So darf man Menschen von Seelöwen retten, 10 mal von einem Paradewagen zum anderen springen und vieles mehr. Lasst euch überraschen ;). Nach erledigter Arbeit winken Stat-Points, Geldscheine und neue Special-Trick-Slots. Mit erstgenannten kann man die Fähigkeiten seines Skaters verbessern, mit zweitgenannten kann man Bonus-Gegenstände wie neue Levels, Skater und Videos freispielen, und mit drittgenannten kann man durch Festlegung und Einsetzen neuer Special-Tricks höhere Trick-Points erreichen. Zudem bekommt man nach dem erfolgreichen Bestreiten ALLER Aufgaben in allen Leveln ein Video des jeweiligen Spielers oder andere Spaß-Videos wie die legendären Sturzvideos ;).

Die Levels sind noch einen Tick größer als im 3. Teil und auch einiges detaillierter. Dabei kann man an allen möglichen Orten rund um die Welt skaten, so z.B. durch London, San Francisco, Chicago oder im legendären Alcatraz. Zudem stehen einige Fun-Locations wie der Zoo, der Jahrmarkt oder das College zur Auswahl. Gerade der Zoo überzeugt durch seine detailverliebten Käfige und Stände. So kann man auf seinen Trip durch den Zoo einen Abstecher durchs Vogel-, und Affenhaus, den Gorilla-, Nilpferd-, Elefanten- und Löwenkäfig sowie durchs Aquarium machen. Natürlich werden diese Attraktionen auch in den Ablauf verschiedener Aufträge eingebunden. Aber auch die anderen Level, die sich, wie nicht anders gewohnt, erneut hervorragend für lange Combos eignen, haben durchaus etwas zu bieten. Zudem bieten sehr viele Level Minispiele an, die sich sehr gut in die Umgebung einfügen (z.B. Eierfangen im Vogelhaus ;))

Neben dem durchaus motivierenden und diesmal auch recht umfangreichen Single-Player steht dem Spieler noch der Multiplayer zur Verfügung. Dieser teilt sich in den Splitscreen- und Online-Modus auf. Letzteres wird allerdings erst mit der geeigneten Online-Unterstützung „brauchbar“. Deshalb komme ich jetzt direkt zum Multiplayer über Splitscreen. Dieser wurde um 2 neue Spielmodi erweitert, die restlichen Modi wurden beibehalten. Im „Combo Mambo“ gewinnt derjenige, der in einem frei wählbaren Zeitlimit die Combo mit den meisten Punkten erzielt. Im anderen Modus legt man ein Punktelimit bis zu 20 Millionen Punkten fest und derjenige, der dies als erstes erreicht, ist der Sieger. Zeit hat man dafür unendlich. Noch kurz zu den anderen Spielmodi: In „Skate for fun“ skatet man ohne Zeitbegrenzung durch die Levels, in „Trick Attack“ gewinnt der Spieler, der in einem Zeitlimit die meisten Punkte errungen hat, in „Lord of the Board“ gewinnt man, indem man eine im Level versteckte Krone länger als der Gegenspieler trägt, in „Slap“ spielt man Fangen und in „Horse“ überbietet man sich abwechselnd mit Trick-Points. Wer weniger Punkte errungen hat, bekommt einen Buchstaben eines vorher definierten Wortes.

In Sachen Gameplay stechen vor allem 2 Neuerungen hervor. Zum einem das Skitchen, mit dem man die Möglichkeit hat, durch Drücken des Dreieck-Buttons, sich an fast allem, was sich bewegt, mitziehen zu lassen. So dienen Autos und Tiere ab nun nicht nur noch zur Dekoration. Die zweite, andere und recht sinnvolle Neuerung ein Trick, mit dem man durch Betätigen von R 2 die Möglichkeit erhält, eine Pipe nach vorne zu verlassen und (wenn möglich) auf der dahinter platzierten Pipe zu landen. Außerdem wurden ein paar neue Special-Tricks eingeführt. Ansonsten hat sich gameplaytechnisch nichts getan, was aber auch daran liegt, dass das Gameplay fast perfekt ist.

Die Grafik bleibt dabei jederzeit ruckelfrei, die Levels sind detailreich und stecken teils voller Überraschungen. Auch die Animationen überzeugen. So denkt man, dass das Board wirklich vom Fuss des entsprechenden Skaters gesteuert wird. Die Skater sind „in Ordnung“, auch wenn ein bisschen mehr Detailverliebtheit nicht geschadet hätte. Das einzige was enttäuscht ist, dass im Spielmodus „Horse“, der ja ohne Splitscreen auskommt, weder Autos auf den Straßen noch Tiere in den Gehegen des Zoos zu sehen sind. Zudem ruckelt die ganze Angelegenheit ein wenig im Multiplayer, was jedoch verkraftbar ist.

Ein riesengroßes Lob geht auch diesmal wieder an den Soundtrack des Spiels. Für richtige Stimmung sorgen Acts wie Iron Maiden, De La Soul, AC/DC, Run DMC, NWA, Goldfinger oder System of a Down. Ansonsten zeigt der Sound des Spiels keine großen Schwächen.

Fazit:

Mit Tony Hawk’s Pro Skater 4 gelingt Activision eine weitere, grundsolide Fortsetzung des erfolgreichsten Trendsporttitels, der allerdings kaum Innovation an den Tag legt. Wer sich langsam an der THPS-Reihe sattgespielt hat, sollte es vielleicht einmal mit Aggressive Inline probieren, allen Fans oder Neueinsteigern kann ich diesen Titel jedoch mehr als empfehlen.

8 Bewertungen