Tony Hawk's: Underground (PS2 Spiel) Testbericht

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ab 8,50
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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  gut

Erfahrungsbericht von japanoel

THUG: Tony Hawks Underground

Pro:

Umfangreich, Toller Onlinemodus

Kontra:

Lauf- und Fahrmissionen schlecht gemacht, zu viele Suchaufgaben

Empfehlung:

Ja

Tony Hawk’s Underground heisst der neuste Teil der THPS-Reihe. Am Namen merkt man, schon dass man es mit keinem gewöhnlichen Tony Hawk-Teil zu tun hat, denn sonst würde das Game ja THPS 5 heissen. Vielmehr dreht sich jetzt alles um den namensgebenden Underground-Modus. In diesem Modus, der gleichzeitig auch eure Karriere darstellt, müsst ihr euch vom Hinterhofskater zum Superstar hocharbeiten, indem ihr verschiedene Ziele erfüllt. Neuerdings erfüllt ihr diese nicht nur mit dem Skateboard. Einige Missionen müsst ihr auch zu Fuss erledigen oder ihr müsst mit dem Auto fahren.

Zum Karriere-Modus an sich: Neuerdings fährt man nicht mehr mit einem Profi-Skateboarder durch die Gegend, sondern gestaltet seinen eigenen, individuellen Skater. Man kann sogar ein Foto an die E Mail-Adresse von Neversoft schicken, damit man dem Charakter sein eigenes Gesicht geben kann. Es gilt 128 Ziele in 8 Levels zu erfüllen. Es gibt auch noch einen Bonus-Level, den ihr nach Beendigung des Story-Modus’ freischaltet. Ihr müsst allerdings nicht jedes Ziel schaffen, um weiter zu kommen. Die Skate-Aufgaben sind traditionell gut gelungen, allerdings nerven die Suchereien. In jedem Abschnitt der Karriere müsst ihr Sachen finden bzw. einsammeln. Diese Aufgabenstellung wurde leider viel zu viel wiederverwendet, und so sinkt nach einiger Zeit die Motivation, auch noch das letzte Musikinstrument, das letzte Kleidungsstück oder das letzte Teil des Skateboards zu finden. Neu zu den Skate-Missionen hinzugekommen sind die Lauf- und Fahrabschnitte: Diese gestalten sich durchwegs öde. Die Fahrphysik der Autos ist echt miserabel, man kommt sich vor wie in einem schnell zusammengeschusterten Billigspiel. Zudem sehen die Autos selber auch extrem hässlich aus. Die Missionen zu Fuss sind zwar ein klein wenig besser, aber auch nicht wirklich gut. Sie sind viel zu wenig anspruchsvoll, und machen keinen Spass. Durch das Absteigen vom Board ist eine neue Kombomöglichkeit hinzugekommen: Man kann kurzzeitig vom Board absteigen, eine Uhr läuft mit. Wenn man vor Ablauf der Zeit wieder auf das Board aufsteigt, geht die Kombo weiter.

Zu den anderen Modi: Wie immer gibt es Skate For Fun, bei dem man einfach ohne Zeidruck in einem Level herumbrettern kann, hier kann man auch mit den bekannten Skategrössen wie Tony Hawk oder Bob Burnquist auf Punktejagd gehen, einen Multiplayermodus mit den bekannten Modi, zu denen allerdings noch das „Feuergefecht“ hinzugekommen ist, bei dem man Feuerbälle durch Flips abfeuert, um so hoffentlich den Gegner zu treffen, und noch einen formidablen Online-Modus: Hier kann man sich eine Freundesliste anlegen, sofern man sich vorher bei Gamespy angemeldet hat. Es sind immer viele Server mit verschiedenen Modi offen, so dass jeder ein Spiel, das ihm gefällt, findet. Manchmal ist auch etwas auf dem deutschen Server los.

Neben dem Charakter-Editor gibt es auch noch einen Deck-Editor, bei dem man sich sein eigenes Deck für das Board basteln kann, dieser ist allerdings nicht sehr umfangreich. Umso grösser ist dafür der Parkeditor: Man kann wirklich jeden erdenklichen Park bauen, so dass sicher jeder seinen persönlichen Liebling kreieren kann. Der Charakter und die Parks können auch online gestellt werden, so dass andere Gamer sie herunterladen können. Einen besonderen Anreiz dies zu tun, bietet Neversoft selbst: Angeblich werden die fähigsten Parkdesigner bald bei ihnen arbeiten können.
Bei den Stats des Skaters wurde eine Änderung vorgenommen: Man gewinnt neue Statpunkte nicht durch Einsammeln derselbiger, oder Lösung bestimmter Levelaufgaben, sondern man muss einen ganz bestimmten Trick, bzw. ganz bestimmte Tricks in einer Kombo, zeigen, damit sich die Stats im jeweiligen Fachbereich, z. B. Drehung, erhöhen. Einige Aufgaben werden aber erst nach einer gewissen Zeit freigeschaltet.

Zur Grafik und zum Sound: Die Grafik ist wie gewohnt gut, ausser, wie gesagt, die Autos, die sehen nämlich miserabel aus. Beim Sound hat man im Vergleich zu den vorherigen Teilen noch eine Schippe draufgelegt: Es gibt nun ca. 70 Songs aus den Sparten Rock, Hip Hop und Punk von Interpreten wie Kiss, Hot Water Music, Supernatural, Bad Religion und NOFX. Die einzelnen Songs sind genauso wie eine gesamte Sparte abschaltbar.
Insgesamt ein solider Tony Hawk-Titel, auch wenn die Neuerungen nicht ganz zünden.