ARMSTRONG Lance Testbericht
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Erfahrungsbericht von peter222
Der beste Sprinter den es gibt!!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Der scheinbar unfehlbare Lance Armstrong hat gepatzt - oder hat er doch nur gepokert? Der große Strahlemann des gestrigen Einzelzeitfahrens der Tour de France von Lanester nach Lorient war jedenfalls nicht der Titelverteidiger aus Texas, sondern der kolumbianische Tagessieger Santiago Botero. Igor Gonzalez de Galdeano (Spanien) verteidigte das Gelbe Trikot des Spitzenreiters.
US-Postal-Kapitän Armstrong war beim ersten direkten Kräftemessen der Favoriten elf Sekunden langsamer als Botero (Kelme), der die 52 Kilometer in 1:02,18 Stunden herunterspulte. Auf den ersten Blick eine doppelte Niederlage für den dreifachen Toursieger: Er zog im Kampf gegen die Uhr den Kürzeren gegen einen Rivalen, der ihm auch in den Bergen Kopfzerbrechen bereiten könnte. Wie gut Botero mit Pyrenäen-und Alpenriesen zurechtkommt, bewies er bereits bei der Tour de France 2001, bei der er den dritten Gesamtrang belegte. Das zweite Ärgernis für Armstrong: Er verfehlte auch das avisierte Gelbe Trikot, mit dem nun wahrscheinlich der für das spanische Once-Team startende Galdeano in die Pyrenäen ziehen wird. Galdeano, im Juni Gewinner der Deutschland-Tour, bewies auch gestern in der Bretagne seine Klasse und war nur 19 Sekunden langsamer als der grandios fahrende Botero. Damit wurde er hinter Sergej Gontschar (Ukraine/Fassa Bortolo) Vierter.
In der Gesamtwertung geht Galdeano jetzt mit 26 Sekunden Vorsprung vor dem zweitplatzierten Armstrong in den ersten von zwei Ruhetagen. Mit seiner Once-Mannschaft hatte er Armstrong bereits beim Team-Zeitfahren am vergangenen Mittwoch 16 Sekunden abgeluchst. Bester deutscher Starter war gestern Galdeanos Teamkollege Jörg Jaksche. Der Ansbacher wurde mit 2:56 Minuten Rückstand 28. Im Gesamtklassement liegt er nun auf dem zwölften Rang.
Seit seinem ersten Toursieg 1999 hatte Armstrong bis gestern sieben von neun Zeitfahren (einschließlich Prologe) bei der Frankreichrundfahrt gewonnen. Insofern ist sein zweiter Platz sicherlich eine Überraschung - die allerdings ins Bild einer ersten Tourphase passt, bei der den Perfektionisten Armstrong einiges wurmen dürfte: Er hatte nicht nur beim Mannschaftszeitfahren wertvolle Sekunden eingebüßt, sondern - nach einem Defekt in der Schlussphase - auch bei der Etappe am Samstag. Dennoch wirkte er beim Überqueren der Ziellinie und im Gespräch mit Journalisten keineswegs \"angefressen\", was einige Beobachter gleich zu der Spekulation veranlasste, der 30-Jährige habe möglicherweise gepokert und baue ganz auf seine Qualitäten am Berg. Tatsächlich kündigte Armstrong nur wenige Minuten nach der Zieldurchfahrt an, dass er seine Taktik ändern werde: \"Ich werde noch aggressiver zu Werke gehen, als ich es geplant hatte.\" Gleichzeitig gab er zu: \"Mir wäre die Situation lieber gewesen, in den Bergen das Gelbe Trikot verteidigen zu können. Nun muss ich es angreifen.\"
Für Telekom-Ass Erik Zabel (1:09,30 /Platz 144) war die neunte Etappe eher etwas zum Ausruhen. Zähler für die Punktwertung, die Zabel knapp vor dem Australier Robbie McEwen anführt, erhielten nur die zehn Schnellsten. Dazu konnten beide nicht gehören - das war von vornherein klar. Die Etappe nach dem Ruhetag am Mittwoch von Bazas nach Pau an den Rand der Pyrenäen wird Aufschluss darüber geben, ob der Weltranglistenerste aus Unna im Grünen Trikot in die Pyrenäen fährt. Der auf dem Papier zurzeit stärkste Telekom-Zeitfahrer Bobby Julich (USA) blieb in enttäuschenden 1:06,14 weiter hinter seinem tollkühnen Plan (\"Ich will unter die ersten fünf\") zurück und wurde 50.
Die 600 Kilometer von Lorient nach Bordeaux legen die 182 Fahrer und ihre Betreuer heute mit dem Flugzeug zurück. Die rund 3000 Männer und Frauen des Begleittrosses haben es weniger bequem: Sie fahren über die Autobahn. Der zehnte Tagesritt führt am Mittwoch über 147 Kilometer von Bazas nach Pau. Am Donnerstag beginnen dann die schweren Pyrenäenetappen.
US-Postal-Kapitän Armstrong war beim ersten direkten Kräftemessen der Favoriten elf Sekunden langsamer als Botero (Kelme), der die 52 Kilometer in 1:02,18 Stunden herunterspulte. Auf den ersten Blick eine doppelte Niederlage für den dreifachen Toursieger: Er zog im Kampf gegen die Uhr den Kürzeren gegen einen Rivalen, der ihm auch in den Bergen Kopfzerbrechen bereiten könnte. Wie gut Botero mit Pyrenäen-und Alpenriesen zurechtkommt, bewies er bereits bei der Tour de France 2001, bei der er den dritten Gesamtrang belegte. Das zweite Ärgernis für Armstrong: Er verfehlte auch das avisierte Gelbe Trikot, mit dem nun wahrscheinlich der für das spanische Once-Team startende Galdeano in die Pyrenäen ziehen wird. Galdeano, im Juni Gewinner der Deutschland-Tour, bewies auch gestern in der Bretagne seine Klasse und war nur 19 Sekunden langsamer als der grandios fahrende Botero. Damit wurde er hinter Sergej Gontschar (Ukraine/Fassa Bortolo) Vierter.
In der Gesamtwertung geht Galdeano jetzt mit 26 Sekunden Vorsprung vor dem zweitplatzierten Armstrong in den ersten von zwei Ruhetagen. Mit seiner Once-Mannschaft hatte er Armstrong bereits beim Team-Zeitfahren am vergangenen Mittwoch 16 Sekunden abgeluchst. Bester deutscher Starter war gestern Galdeanos Teamkollege Jörg Jaksche. Der Ansbacher wurde mit 2:56 Minuten Rückstand 28. Im Gesamtklassement liegt er nun auf dem zwölften Rang.
Seit seinem ersten Toursieg 1999 hatte Armstrong bis gestern sieben von neun Zeitfahren (einschließlich Prologe) bei der Frankreichrundfahrt gewonnen. Insofern ist sein zweiter Platz sicherlich eine Überraschung - die allerdings ins Bild einer ersten Tourphase passt, bei der den Perfektionisten Armstrong einiges wurmen dürfte: Er hatte nicht nur beim Mannschaftszeitfahren wertvolle Sekunden eingebüßt, sondern - nach einem Defekt in der Schlussphase - auch bei der Etappe am Samstag. Dennoch wirkte er beim Überqueren der Ziellinie und im Gespräch mit Journalisten keineswegs \"angefressen\", was einige Beobachter gleich zu der Spekulation veranlasste, der 30-Jährige habe möglicherweise gepokert und baue ganz auf seine Qualitäten am Berg. Tatsächlich kündigte Armstrong nur wenige Minuten nach der Zieldurchfahrt an, dass er seine Taktik ändern werde: \"Ich werde noch aggressiver zu Werke gehen, als ich es geplant hatte.\" Gleichzeitig gab er zu: \"Mir wäre die Situation lieber gewesen, in den Bergen das Gelbe Trikot verteidigen zu können. Nun muss ich es angreifen.\"
Für Telekom-Ass Erik Zabel (1:09,30 /Platz 144) war die neunte Etappe eher etwas zum Ausruhen. Zähler für die Punktwertung, die Zabel knapp vor dem Australier Robbie McEwen anführt, erhielten nur die zehn Schnellsten. Dazu konnten beide nicht gehören - das war von vornherein klar. Die Etappe nach dem Ruhetag am Mittwoch von Bazas nach Pau an den Rand der Pyrenäen wird Aufschluss darüber geben, ob der Weltranglistenerste aus Unna im Grünen Trikot in die Pyrenäen fährt. Der auf dem Papier zurzeit stärkste Telekom-Zeitfahrer Bobby Julich (USA) blieb in enttäuschenden 1:06,14 weiter hinter seinem tollkühnen Plan (\"Ich will unter die ersten fünf\") zurück und wurde 50.
Die 600 Kilometer von Lorient nach Bordeaux legen die 182 Fahrer und ihre Betreuer heute mit dem Flugzeug zurück. Die rund 3000 Männer und Frauen des Begleittrosses haben es weniger bequem: Sie fahren über die Autobahn. Der zehnte Tagesritt führt am Mittwoch über 147 Kilometer von Bazas nach Pau. Am Donnerstag beginnen dann die schweren Pyrenäenetappen.
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