ARMSTRONG Lance Testbericht

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Erfahrungsbericht von Marcel12

Auf zum Tour-Sieg Nummer 4!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Das hat es bei der Tour de France immer wieder gegeben: einen Mann, der völlig unangreifbar scheint und der den Sieg beim wichtigsten und härtesten Radrennen der Welt schon in der Tasche hat, ehe auch nur ein einziger Meter gefahren wurde. Der Letzte, dem so etwas nachgesagt wurde, war Miguel Indurain. Fünf Mal in Folge gewann er die Tour de France, ein Rekord, den Lance Armstrong einstellen könnte. Der vierte Titel scheint ihm so gut wie sicher, und dass im nächsten Jahr ein Fahrer vom Himmel fällt, der Armstrong von seinem fünften Sieg abhalten könnte, gilt als höchst unwarscheinlich.

Der 30-jährige Amerikaner ist in diesem Jahr noch früher in Form als im vergangenen Jahr, als er die Tour de Suisse gewann. Diesmal kommt er mit Siegen bei Midi Libre und Dauphine Libere zur Tour de France. Einen kleinen Makel hatten beide Erfolge jedoch: Armstrong wurde beide Male im Einzelzeitfahren geschlagen, was eigentlich seine Stärke ist.

In den Alpen hingegen entledigte sich der Texaner noch schnell eines Traumas, als er während der Dauphine Libere den Col de Joux Plane stürmte. Dort hatte Armstrong bei der Tour 99 seinen einzigen Schwachpunkt gehabt und die Konkurrenten Heras, Virenque und Ullrich ziehen lassen müssen.

Aus solchen Erfahrungen zieht Aumstrong ganz konsequent seine Lehren. Seitdem hatte er während der Tour keine sichtbaren Schwächen mehr. Höchstens beim Mannschaftszeitfahren 01, als zwei Kollegen stürzten und US Postal ins Hintertreffen geriet. Doch Armstrong zeigte in diesem Moment absolute Führungsqualitäten, wie man sie sich von anderen Fahrern
auch öfter mal wünschen würde.

Aumstrong ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und das Rennen selbst zu bestimmen. Im entscheidenden Moment tritt er an und lässt die Konkurrenz stehen. So verschafft er sich einen immer größere Vorsprung, der die anderen Fahrer relativ schnell demoralisiert. Umso trauriger für alle Fans, aber auch für den Texaner, dass der kampfbereit Jan Ullrich nicht am Start der Tour sein wird. So fehlt ein echter Konkurrent, und auch einer, der Armstrongs Leistung weiter aufwertet. In diesem Jahr fährt Aumstrong zur Tour, um vor allem gegen sich selbst zu gewinnen.

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