AS Gefrierbeutel Testbericht

As-gefrierbeutel
ab 4,08
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2005
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Summe aller Bewertungen
  • Funktionalität:  sehr gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Handhabung & Komfort:  sehr gut
  • Preis-Leistungs-Verhältnis:  sehr gut

Erfahrungsbericht von topfmops

Vorsicht !! Nicht immer logisch

5
  • Funktionalität:  sehr gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Handhabung & Komfort:  sehr gut
  • Preis-Leistungs-Verhältnis:  sehr gut

Pro:

Alle sind zufrieden

Kontra:

Diese unsägliche Sprache der Werbung

Empfehlung:

Ja

„Was machst Du denn jetzt mit dem vielen heißen Wasser?“ „Och“, meinte die Blondine „das frier’ ich mir ein. Heißes Wasser kann man immer gebrauchen!“
Sicher, man kann nahezu alles einfrieren, nur manchmal macht es keinen Sinn. Es mag effektiv sein, aber so manches Mal ist es nicht effizient. Der Unterschied zwischen ‚effektiv’ und ,effizient’? Ich nehme die Hilfe von Bastian Sick in Anspruch. Das ist der mit ‚Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod’ (siehe auch den Bericht „Pflichtlektüre für Schreiberlinge“ vom 27.12.2005 ):
;Wer zu Weihnachten einen Tischbrand mit einem Glas Champagner löscht, der handelt effektiv: Das Feuer ist aus. Effizient ist diese Handlungsweise jedoch nicht: Ein Glas Wasser hätte es ja auch getan.’

An der Technik des Einfrierens lässt sich sehr schön zeigen wie vermeintlicher Fortschritt und der Glauben daran weitere Industrien schafft und wie Abfallprodukte der chemischen Industrie in Geld verwandelt werden.
Zuerst wird uns die Vorratshaltung ans Herz gelegt. Es macht durchaus Sinn, Nahrungsmittel dann, wenn sie sehr preisgünstig sind, zu kaufen, um sie haltbar zu machen. Das fördert den Verkauf von Tiefkühlgeräten. Die Mehrzahl der bundesdeutschen Haushalte dürfte inzwischen mit einer Tiefkühltruhe ausgerüstet, zumindest mit dem integrierten Tiefkühlfach im Kühlschrank. Allerdings sollte man einzelne Produkte nicht wild über- oder nebeneinander verstauen. Also müssen sie verpackt werden.
Und jetzt schlägt die Stunde der Spezialisten und Wortschöpfer. Denn dazu ‚darf’ der Verbraucher nicht irgendeine Verpackung benutzen. Wir brauchen also eine Begründung, warum tiefgekühlte Nahrung so und nicht anders verpackt werden soll. Kann ein tiefgekühltes Lebensmittel nicht doch verderben?
Jawohl, kann es, denn wir erfinden den ‚Gefrierbrand’. Geschickte Werbefachleute reden dem Verbraucher ein: Wenn die Kälte an ungeschützte Lebensmittel kommt, dann sind diese zwar halt- aber nicht mehr genießbar. Also müssen wir die verpacken. Und jetzt kommt die ‚notleidende’ Erdölchemie ins Spiel. Die haben ein Abfallprodukt, das bei bestimmten chemischen Prozessen anfällt und das sehr arbeitsintensiv und kostenaufwändig entsorgt werden muss: Polyethylen.
Frage an die Vorläufer des Verpackungskünstlers Christo: „Könnt Ihr damit was anfangen?“ Die sagen: „Ja, können wir. Da machen wir Tüten und Beutel draus. Und damit sich das auch lohnt, machen wir für jeden Verwendungszweck eine Extra-Verpackung!“

Damit wir auch alle vom selben Stoff reden, zitiere ich aus ‚wikipedia’:

„Polyethylen wurde 1898 von dem Chemiker Hans von Pechmann entdeckt. Polyethylen wurde am 27. März 1933 zum ersten Mal durch Reginald Gibson und Eric Fawcett in den ICI-Laboratorien in England industriell unter einem Druck von ca.1400 bar und bei einer Temperatur von 170 °C hergestellt, das Polyethylen befand sich auf der Innenwand des Autoklaven es war ein weiß wachsartiger Belag. Erst 1940 konnte ein wirtschaftlich rentables Verfahren entwickelt werden. 1953 entwickelten der Deutsche Karl Ziegler und der Italiener Giulio Natta den Ziegler-Natta-Katalysator, mit dessen Hilfe eine Polymerisation von Ethen auch bei Normaldruck möglich wurde. Die beiden erhielten dafür 1963 den Nobelpreis in Chemie. Kommerziell wird Polyethylen in großen Mengen seit 1957 - vor allem in Rohrleitungssystemen für die Gas- und Wasserversorgung und in Verpackungsmaterialien – eingesetzt.“

Und jetzt ist der Gefrierbeutel geboren und alle sind zufrieden.
Das mir ehelich angetraute Weib benutzt welche von AS, vor allem im Spätsommer, wenn Gemüse preiswert ist, und sie verpackt verschiedene Gemüse in einzelne Beutel, was auch sehr praktisch ist. Wobei das Putzen des Gemüses in die Abteilung ‚niedere Arbeiten’ fällt, also in meinen Aufgabenbereich. Sie portioniert und verpackt mit wahrer Inbrunst und Leidenschaft. Allerdings hauptsächlich aus purem Widerspruchsgeist an meinen Gedankengängen.
Über die weibliche Fähigkeit zur Einsicht in großindustrielle Zusammenarbeit jedoch an anderer Stelle.

Der Vertreiber dieser Beutel - die Drogerie-Kette Anton Schlecker - beschreibt sie uns als:
„- aus hochwertigem Polyethylen
- gefriersicher
- geschmacks- und geruchsneutral
- aromatischer durch starke Spezialfolie
- reißfest, daher keine Gefrierbrand-Gefahr“
Und da geht die Volksverdummung weiter. Was, bitte, ist minderwertiges Polyethylen? Was bedeutet, bitte, „gefriersicher“? Und entweder sind die Beutel ‚geschmacks- und geruchsneutral’ oder sie sind ;aromatischer’! Beides zusammen geht nicht. Dass sie reißfest sind, bestätige ich aus eigener Anschauung.
Diese Beutel können angeblich bis zu 6 l fassen, aber dann bekommt man sie oben nicht mehr zu und die ‚Gefrierbrand-Gefahr’ feiert fröhliche Urständ.
Dennoch stelle ich alle sprachlichen Bedenken bei einem Preis 69 Eurocent für 100 Stück hinten an, vor allem, weil es ihr Spaß bereitet, nach der Eichhörnchen-Methode zu bunkern. Dass Eichhörnchen Nüsse knabbern, darüber auch an anderer Stelle.

Einem vermeintlichen Lob möchte ich noch entgegnen: Von guten Verkäufern wird oft behauptet: „Der kann einem Eskimo einen Kühlschrank verkaufen!“ Dabei ist das eine der einfachsten Übungen. Wer wissen will warum, fragt mich bitte im Gästebuch.

topfmops, der auch auf anderen Plattformen zu Gange ist, bedankt sich für’s Lesen und Bewerten und freut sich auf lesenswerte Kommentare.

58 Bewertungen, 17 Kommentare

  • hendo

    21.01.2006, 15:05 Uhr von hendo
    Bewertung: sehr hilfreich

    wow ,klasse bericht,wie du schreiben kannst ;)

  • Baby1

    20.01.2006, 14:32 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Klasse Bericht LG Anita

  • Connector

    19.01.2006, 17:14 Uhr von Connector
    Bewertung: sehr hilfreich

    Danke für deine Lesung und zur Belohnung folgt auch gleich eine Gegenlesung. LG an Dich!

  • marina71

    18.01.2006, 23:09 Uhr von marina71
    Bewertung: sehr hilfreich

    Die benutz ich auch immer zum Einfrieren von Brot usw. lg

  • mandymom

    18.01.2006, 22:39 Uhr von mandymom
    Bewertung: sehr hilfreich

    Dinge die die Welt nicht braucht.Aber einer find sich immer. :-) L.G.

  • Diva24

    18.01.2006, 11:53 Uhr von Diva24
    Bewertung: sehr hilfreich

    Was wären wir ohne Gefriertruhe?!

  • Miss_Piper

    17.01.2006, 22:34 Uhr von Miss_Piper
    Bewertung: sehr hilfreich

    Die werden bei mir als Ersatz für Butterbrottüten zweckentfremdet ...

  • Barbara01

    17.01.2006, 20:56 Uhr von Barbara01
    Bewertung: sehr hilfreich

    Da bin ich aber froh keine Blondine zu sein. LG Barbara

  • Lidlefood

    17.01.2006, 20:07 Uhr von Lidlefood
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • AngelikaBS

    17.01.2006, 19:05 Uhr von AngelikaBS
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht :-) Würde mich freuen, wenn du bei mir auch mal vorbeischaust ;-) Grüßle von Angelika <br/>

  • waikiki22

    17.01.2006, 18:23 Uhr von waikiki22
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wirklich super Bericht !!! Sehr Hilfreich !!! LG Waikiki22

  • Alusru

    17.01.2006, 18:18 Uhr von Alusru
    Bewertung: sehr hilfreich

    will ich wissen, gruß uschi.

  • Mekki83

    17.01.2006, 18:04 Uhr von Mekki83
    Bewertung: sehr hilfreich

    gruß melanie

  • HiRD1

    17.01.2006, 15:53 Uhr von HiRD1
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH. Gruß, Ralf

  • anonym

    17.01.2006, 15:50 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • bumbo

    17.01.2006, 15:45 Uhr von bumbo
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich, toller Bericht

  • morla

    17.01.2006, 15:44 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich <br/>