A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn (VHS) Testbericht

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ab 11,13
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004

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Erfahrungsbericht von Malde23

A beautiful mind - So nah sind sich Genie und Wahnsinn

Pro:

geniale autobiographische filmische Umsetzung mit super Besetzung; regt zum nachdenken an spannend

Kontra:

---

Empfehlung:

Ja

Vorab:

"A beautiful mind" ist ein autobiographischer Film(beriht also auf wahren Gegebenheiten) über das Leben des schizophrenen Nobelpreisträgers John Nash, eines berühmten amerikanischen Mathematikers.
Im Mittelpunkt dieses Films steht jedoch nicht die Mathematik sondern das äußerst faszinierende Leben von diesem interessanten Menschen.


Die Story:

Die Geschichte beginnt in den Fünfzigern, genauer gesagt im Jahre 1947. Schauplatz ist die renommierte Princeton University. Schon zu Beginn des Films entdecken wir, die Zuschauer, Nashs herausragende Intelligenz und mit seinen gleichermaßen unterentwickelten sozialen und gesellschaftlichen Mängeln an Umgangsformen. Denn vor allem durch seine exzentrische und sehr direkte Art findet er kaum Freunde und auch Frauen sind eher verschreckt als angetan von ihm.
Nash ist auf der Suche nach DEM „Clou“, mit dem er sich von seinen Mit-Studenten abheben kann, so betrachtet er beispielsweise Tauben und deren Bewegung und versucht diese Bewegungen in einen mathematischen Zusammenhang zu bringen, während die anderen Studenten Schach spielen. Gerade dies macht ihn bei den anderen Kommilitonen nicht gerade beliebt, sie kümmern sich rein gar nicht um ihn – folglich hat er die ersten Jahre auf der Uni auch keine Freunde und sozialen Bezüge.... bis auf seinen Zimmer-Mitbewohner, Charles, der zu ihm hält und Johns Leistungen zu schätzen weiß.

Sein Streben wird letztendlich auch belohnt: die Weiterentwicklung einer Theorie hat entscheidenden Einfluss auf die Betrachtung der wirtschaftlichen Entwicklung und führt Anfang der 50er zu einer Anstellung an dem Massachusetts Institute of Technology, einer der berühmtesten Universitäten des Landes, wo er als Lehrer tätig sein darf. Hier lernt er recht schnell die attraktive Studentin Alicia (Jennifer Connelly) kennen, die sich trotz seiner seltsamen Verschrobenheit in ihn verliebt, ihn schließlich heiratet und sogar einen Sohn von ihm bekommt.

Tja, bis jetzt klingt ja alles nach einer 1a-Karriere, doch es muss ja noch was Mysteriöses passieren, sonst wäre der Film doch langweilig, oder? ;) – und wie es der Zufall will tritt der seltsame Geheim-Agent William Parcher (Ed Harris) in Johns Leben, der ihn für das Amerikanische Verteidigungsministerium anheuert, wo dieser mit Hilfe seines grandiosen mathematischen Verstandes russische Codes für die Regierung knacken soll. Denn angeblich haben die Russen eine Atombombe in den USA versteckt und wollen diese nun mittels Codes, die nur von Russen zu verstehen seien, und die in allen einschlägigen Boulevard-Magazinen versteckt seien, zünden.
Nash macht sich an die Arbeit, von der keiner wissen darf und dementsprechend sieht dann auch sein Büro aus, zu dem nur er Zutritt hat: Alles voll mit Artikeln, die diese ominösen Codes enthalten. Zerrissene Zeitungen, ausgeschnittene Bilder, alle mit diesen mysteriösen Geheimcodes.
Leider stellt sich heraus, dass es diesen Will Parcher, den Agenten, gar nicht gibt und sich John alles nur einbildete. John ist schizophren.
Als seine Frau letztlich dahinter kommt, sieht sie sich letztendlich gezwungen, einen Psychiater einzusetzen um ihn wieder in die Realität zurückzuholen. Anfangs gelingt der Versuch sogar, jedoch ist der Genesungsprozess lang und emotional anstrengend und stellt Alicias Liebe zu John auf die Probe.
Als er wieder genesen scheint und zumindest mit Tabletten keine Wahnvorstellungen mehr hat, kehrt Nash nach Princeton zurück und geht dort, von einigen Studenten gehänselt – von anderen aber auch aufgrund seiner bisherigen mathematischen Erfolge verehrt, seinen Studien nach.

Doch immer steht John zwischen Genie und Wahnsinn, denn nimmt er seine Tabletten nicht ein, können die Personen, die nur in seiner Fantasie existieren, jederzeit zurückkehren.
Das reicht jedoch erst mal zur Story, schließlich will ich euch ja nicht den Schluss vorwegnehmen!



Fazit:


Der Film bekam insgesamt 4 Oscars, war aber sogar für sage und schreibe 8 Oskars und 4 Golden Globes nominiert - allein das zeigt wie gut der "A beautiful Mind" einfach ist.
Besonders die Spannung in dem Film ist unbeschreiblich: Denn vor allem dadurch, dass ich den Film zwar vom Namen her kannte, jedoch nichts genaueres über den Inhalt wusste, entstand ein Drang, herauszufinden was denn nun real war und was nicht - ist Parcher wirklich Agent und im geheimen Auftrag des Verteidigungsministeriums tätig oder hat John Nash Wahnvorstellungen?
Ich war äußerst bewegt und kann den Film wirklich nur weiterempfehlen. Ich kann mir jedoch immer noch kaum oder schwer vorstellen, wie es ist, schizophren zu sein, wenn man nicht mehr von Realität und Fiktion unterscheiden kann. Ein sehr guter Film, der zum Nachdenken anregt und zurecht den Oscar in der Kategorie "Bester Film" bekommen hat! Unbedingt anschauen!!


DATEN:

Extras der DVD:


- Audio Kommentare von Ron Howard und Akiva Goldsman, die den Handlungsverlauf begleiten.

- Deleted Scenes: Wie bei fast jeder DVD sind auch hier Szenen enthalten, die letztendlich in der offiziellen Kino- oder DVD-Version nicht zu sehen sind.

- Der Drehbuchautor berichtet über die Arbeit das Leben Nashs spannend zu verfilmen

- Die Verleihung des Nobelpreises und Treffen mit Nash, der seine Theorien verständlich zu erläutern versucht.

- Ein Fernsehbericht über die Nobelpreisverleihung von 1994

- über die Schauspieler – Biographien etc.
- Die Maskenbildner die mit der Wandlung von Russell Crowe in einen Greis ein wahres Kunststück vollbrachten.

- Einblick in die Arbeit von James Horner, dem Komponisten der Filmmusik.

- Ein 20 Minuten langes Making of des Films

- Die Oscar – Verleihung mit den Gewinnern von „A Beautiful Mind“.

- Abschließend dann noch einige Kino und Werbetrailer.


Filmdaten
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Laufzeit: 130 Minuten

Bildformat:1,78:1

Audiokanäle: Englisch / Deutsch – Dolby Digital 5.1

Untertitel: Deutsch / Englisch / Hebräisch Deutsch / Englisch für Audiokommentar

Preis: 25 € im Fachhandel

PS: Ich habe grade gemerkt, dass ich unter VHS gerutsch bin, die Daten am Ende gelten für die DVD. Ich bitte um euer Verständnis.

Mfg Malte

11 Bewertungen, 3 Kommentare

  • liiiiindaaaaa

    29.03.2006, 14:44 Uhr von liiiiindaaaaa
    Bewertung: sehr hilfreich

    über gegenlesungen würde ich mich freuen;)

  • Demir

    04.03.2005, 14:19 Uhr von Demir
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich kann dich nur loben...hast den Inhalt von dem Film toll wiedergegeben. ICh habe ebenfalls den Film gesehen und bin auch fasziniert von ihm.

  • anonym

    23.02.2005, 20:39 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    im Fernsehen und den Film will ich mir jetzt endlich anschauen. Schöner Bericht!!lg