A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn (VHS) Testbericht

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ab 11,13
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Erfahrungsbericht von Tuvok

Filmkritik und Meinung von A beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn


Es ist 1947, eine alte Zeit, Dr. JOHN FORBES NASH JR. ( Russell Crowe ), ist nach Princeton eingetroffen, einer Elite Universität. Er ist arm, etwas über 20, hat nie eine richtige Vorbereitung besucht, kennt keine Vorlesungen, und ist aus Virginia, soll ein Genie sein und ist ein Einzelgänger. Er will in die Ivy League einer Studentenverbindung, hat aber überhaupt keine reichen Eltern, dafür aber das höchste Stipendium bekommen.
Die Leute rundherum sind ihm ziemlich egal, sie reden über belanglosen Dreck, Geplänkel, das keinem interessiert, er lungert herum und will nur eines haben, eine neue Theorie die er aufgestellt hat. Er beschäftigt sich mit Langeweilern wie Reguläre Dynamik, und Analytische Zahlenarithmetik und so ähnliche Sachen die einem dazu bringen, ohne Valium oder sonstige Betäubungsmittel einer Wurzelbehandlung standzuhalten.
Natürlich gibt es auf dieser Fakultät so was wie Leistungsdruck und jeder will der Beste sein, keiner gönnt dem anderen was, nicht mal ne Saugeile Blondine die in der Kneipe auftaucht wo gerade alle beim Bier zusammen sitzen. Sein einziger Freund auf dieser Elite Universität ist CHARLES HARRIS ( Paul Bettany ) der eines Tages hereinschneit, und ein bisschen ein wilder ist. Gemeinsam versuchen sie die harte Zeit durchzuhalten. CHARLES ist auch der Freund, der einem gute Ratschläge gibt, die zwar keiner hören will, weil sie dir die Maske vom Gesicht reißen, die aber stimmen, und CHARLES ist nicht nur ein Freund, sondern vor allem irre nett. JOHN´s andere Freunde, SOL, und HANSEN, müssen noch Freunde werden, sind aber auch ganz OK, nur das sie ihn schneller als die andren akzeptieren. JOHN hat einen Fehler, er redet wirres Zeug, er agiert komisch herum, und verblüfft hie und da die anderen mit Theorien die kein Mensch versteht, schreibt auf Fensterscheiben mathematische Formeln mit unglaublicher Geduld, die auch keine Sau versteht, und ist eigentlich immer der Einzelgänger den niemand leiden kann, bis auf eben seine 3 Kumpanen. CHARLES gibt sich mit Ihm am meisten ab, und er dringt in Ihn ein, in seinen Geist und versucht ihn zu verstehen. Während er die Rivalität unter seinen Mitstudenten beobachtet, nimmt die Idee, die Tag und Nacht in seinem Kopf herumspukt, plötzlich konkrete Formen an. Daraus entsteht seine Forschungsarbeit zum Thema \" Spiel- und Entscheidungstheorie \" über die mathematischen Prinzipien des Wettbewerbs - eine Theorie, die im kühnen Widerspruch steht zur Doktrin von ADAM SMITH, dem Vater der modernen Wirtschaftswissenschaften. 150 Jahre gültiges Gedankengut ist urplötzlich überholt, und Nashs Leben hat sich auf immer verändert. Aber er hat endlich erreicht was er wollte, eine Anstellung, und berühmt zu werden. Er erhält einen Dozententitel, und arbeitet fortan am Wheeler Institut, das ihm gewidmet wurde. Der Krieg ist im Gange, ihm wird zunehmend langweiliger, und wieder wird ihm ein Wunsch von höherer Macht geschenkt. WILLIAM PARCHER ( Ed Harris ) ein undurchsichtiger Schwarzgekleideter Mann trifft ihn im Pentagon, als er einige Codes entschlüsseln muss, für das amerikanische Militär und dem Geheimdienst, weil er zur Zeit der Beste Code Knacker ist, den man kennt.
WILLIAM will ihn als geheimen Code Dechiffrierer anheuern, und NASH geht auf in dem Job. Er unterrichtet weiter, und nach einem kurzen Disput lernt er die hochbegabte Schülerin ALICIA LARDE ( Jennifer Connelly ) kennen, die sich als erste Frau freiwillig mit ihm abgibt. Ein Date ist bald da, und auch eine Verabredung am Seeufer, und dann der Erste Kuss, der erste Fick, nach langem, und fertig ist die Hochzeit. 1952 wird geheiratet, und er hat so ziemlich alles erreicht was er sich vorstellen kann. NASH hat nur noch ein Problem, er darf seiner Frau nichts von dem berichten was er macht, das er mit Hilfe eines Radiumisotopenimplantates im linken Unterarm sich Zugriff jederzeit zu einem geheimen Briefkasten verschaffen kann indem er die geheimen rausgefundenen Informationen jederzeit hineingibt, eine hoch komplizierte geheime Sache, die NASH sehr viel Geistessubstanz kostet. Doch eines Tages muss ihn WILLIAM retten, sie werden verfolgt, angeschossen und fast umgebracht. Die Russen haben rausgefunden was sich abspielt, im Kalten Krieg nichts ungewöhnliches, doch für das ungewohnte schwache Genie, wie NASH eine Katastrophe, und er schließt sich immer mehr ein in seinen Geist. Bei einer Vorlesung passiert es. Sie sind auf einmal da, Männer in Schwarz, die ihn versuchen zu fangen, und ihn in eine Klinik bringen. DR. ROSEN ist dafür verantwortlich gewesen, ein Psychiater, der ihm eröffnet, es gibt keinen CHARLES, keine Verschwörung, er hat sich das alles nur eingebildet. Jetzt beginnt der Horror erst richtig, wer hat recht ?
Seht es euch an, der Film lohnt sich mehr als alles andere. Ein bisschen alt der Film, aber das macht nichts. Endlich habe ich Ihn gesehen. 133 Min. lange. Der Film fängt ganz spontan mit einer dieser Bilder an, kurz nachdem der Titel eingeblendet wurde. Regisseur RON HOWARD wird uns noch mit einigem verblüffen. Schließlich hat der Film 4 Oscars bekommen. Man glaubt es kaum, aber das Leben schreibt die besten Geschichten, und am Anfang zieht sich der Film ziemlich in die Länge. „ Club der toten Dichter „ meets
„ Das Mercury Puzzle „ während „ The Skulls „ ein Gulasch für „ Shine – der Weg ins Licht „ und sieht sich dann „ Rain Man „ an. NASH lebt heute, 73 jährig, immer noch. Anfangs ist ja alles noch etwas langweilig gewesen, aber schon nach kurzer Zeit, also nach ca. 1 Std. maximal stellt sich die Gewohnheit bei diesem Film ein, der sehr langsam versucht Fuß zu fassen. Sehr ruhig wird das alles erzählt, ohne Kitsch, und ohne Pathos.
Also mich hat gewundert das Crowe so gut gespielt hat, er beherrscht das Method Acting irre gut.
Er ist ein wahnsinnig guter Schauspieler und man glaubt es kaum, das es doch noch gute Schauspieler gibt.
Er ist einfach in der Rolle aufgegangen, und hat den so gut gespielt das man wirklich mehr als Mitleid hat, mit einem Menschen wie ihm. Man schließt ihn immer mehr ins Herz ein, und die Geschichte wird immer spannender, und der Schluss wird immer besser. Sehr intelligent ist der Film gemacht, und auch sehr einfühlsam gedreht. Jennifer seine Frau, ist wirklich ein wahrer Steiler Zahn, und so eine Frau zu haben ist wirklich eine besondere Sache. Als Russell Crowe dann auszieht aus Princeton und sein Studium beginnt, fängt der Horror erst so richtig an, und man merkt es ihm richtig an, wie er leidet und wie er sich mit den Menschen schwer tut.
Die Regie ist sehr gut gemacht und die Filmmusik angeblich auch, aber für einen Oscar hätte ich die Filmmusik lieber an Herr der Ringe vergeben. Darsteller und Regie haben den Oscar verdient, alles andere hätte lieber Herr der Ringe bekommen sollen, aber so sind die Jury Mitglieder eben, wahnsinnig unfair. Lustig war er auch teilweise der Film, aber eher auf einer sehr niveauvolle Intellektuelle Art, dafür hab ich aber nachgeholfen, als ich ein Problem mit dem Öffnen eines Gurkenglases hatte, das ich als Picknickproviant mithatte, und das ist dann so blöd aufgesprungen, das einige Gurken sich selbstständig gemacht hatten, und dann im nahe sitzendem Publikum sich verselbstständigten, und einige Kreischende, und leicht wütende Blicke auf mich zuzogen, was nicht so ganz verständlich ist, denn schließlich sind Gurkenflecken auf Armaniblusen ja nicht so schlimm. Eine Gurke ist dann auf eine falsche Stelle gefallen, wo sie hätte nicht hinfallen sollen, und der Mann der Frau wo sie hinfiel ist etwas eifer versüchtigt, und war dann doch etwas echauffiert, als ich die Gurke dort entfernte, wo er normalerweise nur Zugriff hat. Na ja kann ja mal passieren. Man merkt dem Film aber die 133 Min. Länge schon an, nicht weil er so langweilig ist, sondern weil es eine andere Geschichte ist, die man nicht gewohnt ist.
Der ganze Film wäre stinkfade wenn Russell die Rolle nicht spielen würde, und ich habe keine Ahnung wie der Film in Wirklichkeit gewesen ist, also im Buch, oder wie es der echte JOHN NASH erlebte, aber sie ist sehr realistisch rübergekommen. Die Nebendarsteller haben sehr gut gepasst, allen voran Ed Harris, wie immer, der einen sehr erschreckenden Blick hat, und einem wirklich wahrhaft fürchterlich einschüchterndes erzählen kann, und man glaubt es auch. Er hat so richtig den Gemeinen Verschwörerblick auf den Augen drauf. Plummer als Psychiater geht so richtig in seiner Rolle auf und man kann nur hoffen nie so einen zu sehen.

Intellektuelle wahre sich sehr verdienende

87,12 von 100

3 Bewertungen, 1 Kommentar

  • liiiiindaaaaa

    29.03.2006, 14:50 Uhr von liiiiindaaaaa
    Bewertung: sehr hilfreich

    über gegenlesungen würde ich mich freuen;)