A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Shamane
Die Geschichte eines genialen Wahnsinnigen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Die Geschichte eines genialen Wahnsinnigen
In diesen Film bin ich nur mit Wiederwillen gegangen, eigentlich nur weil ihn meine Freundin unbedingt gleich sehen wollte, mir hätte es gereicht den Film irgendwann mal in Premiere zu sehen, den nach der Story erwartete ich ein langweiliges Drama, das ich mir wirklich nicht im Kino antun musste.
John Nash (Russel Crowe) ist ein begabter Mathematiker, der 1947 ein Stipendium der Princeton University erhält. Ständig auf der Suche nach einer Bahnbrechenden neuen Theorie, seine Gedankengänge sind stets von der Logik bestimmt und so ist es nicht weiter verwunderlich, das er sich im Umgang mit Menschen recht schwer tut und als Außenseiter gilt, so richtig verstanden wird er eigentlich nur von seinem Freund und Zimmergenossen Charles (Paul Bettany). Auch seine Art, stets alles auf einen Punkt zu bringen macht es ihm nicht leichter und besonders der Umgang mit dem anderen Geschlecht, führt in da des öfteren ins Chaos und auch mal zu einer Ohrfeige, als er einer Dame die er gerade mal fünf Minuten kennt erklärt „das diese ganze Konversation nur das Ziel hätte, Körpersäfte auszutauschen“.
Als er eines Abends mit seinen Freunden in einem Cafe sitz, fällt ihm plötzlich der Ansatz zu seiner Theorie ein , die einmal die gesamte Wirtschaft über den Haufen werfen wird. Als er diese Theorie seinem Professor vorlegt ist dieser begeistert davon und John Nash
erntet Lob und Anerkennung, bekommt sein eigenes Büro und erscheint auf einigen Titelblättern.
Allerdings hat sein Job auch einen großen Nachteil für ihn, den er muss jungen Studenten Unterricht geben. Immer noch unfähig normale zwischenmenschliche Konversation zu führen, ist ihm diese Unterbrechung seiner Arbeit sehr lästig und so geht er eines Tages an die Tafel und schreibt eine fast unlösbare Gleichung auf, die von den Studenten gelöst werden soll und verlässt den Unterricht. Zu seiner großen Verwunderung gelingt dies Alicia (Jennifer Connelly) recht schnell und als sie ihn auch noch zu einem Date einlädt, kommen sich die beiden näher und später heiraten die beiden und bekommen einen Sohn.
Während dieser Zeit (der kalte Krieg ist in vollem Gange) wird er ins Pentagon gerufen um dabei zu helfen einen Code zu knacken, den man hinter einigen aufgefangenen Funksprüchen der Russen vermutet. Durch seine Fähigkeit Muster zu erkennen gelingt ihm dies auch recht schnell und er findet heraus das es sich bei dem Code um Koordinaten in den USA handelt.
Dort begegnet er dann auch dem Agenten William Parcher (Ed Harris), der ihn zum Spion macht und ihm erzählt, das die Russen eine tragbare Atombombe in den USA platzieren wollen. Johns Aufgabe ist es nun, in verschiedenen Zeitschriften nach diesen Koordinaten, die dort in einem Code versteckt sind herauszufinden und in einem geheimen Briefkasten zu deponieren...........
Moment mal ????? Russen tragbare Atombombe??? Der Film sollte doch eine Biographie einer real existierenden Person sein ????? So einen Plan gab es doch nie.....oder ???
....und spätestens dann, als John bei einer Vorlesung von mysteriösen schwarzen Männer gefangengenommen wird, die sich als Ärzte einer Psychiatrischen Klinik entpuppen, wird einem klar das dies nur die paranoiden Phantasien des Schizophrenen John Nash waren. Es gab nie einen Agenten Parcher, nie einen Zimmergenossen Charles und auch nicht dessen kleine Nichte, all diese Personen hatte sich Johns krankhafter Geist nur eingebildet.
Nun beginnt der lange mühevolle Kampf gegen diese heimtückische Krankheit. Mit Elektroschocks und Medikamenten gelingt es langsam die Krankheit soweit einzudämmen das John Nash nach monatelangem Klinikaufenthalt nach Hause darf. Als John allerdings merkt das die Medikamente seine Denkfähigkeit einschränken, setzt er diese ab und erleidet einen schweren Rückfall. Seine Frau, des öfteren selbst an ihren Grenzen, steht trotzdem zu ihm und hilft ihm dabei, langsam wieder ein „normales Leben“ führen zu können. John merkt nach einem Anfall, als er fast seine Frau verletzt, das seine Gestalten nicht existieren können. Mit großer Willenskraft lernt er seine Phantasiefiguren zu ignorieren und schafft es sogar wieder Unterrichten zu können.
Am Ende erhält er sogar einen Novellepreis für die bahnbrechende Theorie, die er während seiner Studentenzeit entwickelt hat. Bei seiner Ansprache während der Preisverleihung richtet er die Worte an seine Frau und dankt ihr für ihren Beistand und ihre Liebe und bekennt das neben der Logik eine weitaus größere Kraft das Leben beherrscht.....die Liebe.
Nun, nachdem ich den Film gesehen habe muss ich zugegeben, das er mich schon beeindruckt hat, ja streckenweise war der Film sogar unterhaltend, bleibe jedoch bei meiner Meinung das dies keiner der Filme ist, die man unbedingt im Kino gesehen haben muss, denn wenn die Geschichte nicht „zufällig wahr“ wäre, könnte man den Film getrost in die Schublade „Hollywood-Schnulze“ stecken, da fand ich z.B. Forest Gump um längen besser.
Ich will aber natürlich nicht die Leistungen der Schauspieler schmälern, den die haben wirklich eine klasse Arbeit abgeliefert und Jennifer Connelly hat ihren Oscar als „beste Nebendarstellerin“ sicher auch zu recht bekommen.
Der Film macht recht deutlich was für eine geistige Hölle diese Krankheit ist (plötzlich wacht man auf und stellt fest, das es den besten freund nie gab) und ab dem Zeitpunkt, da John den Kampf mit der Krankheit aufnimmt, wird der Film auch recht gut, aber insgesamt fand ich ihn einfach zu langatmig.
Mein Fazit deshalb, ein Film der nachdenklich macht und Anlass zu vielen Diskussionen gibt (steckt in jeder Genialität auch ein wenig Wahnsinn oder muss man ein klein wenig wahnsinnig sein um genial sein zu können ???), der mir mit seinen ca.130 Minuten einfach zu lang war und der ein paar Oscars zuviel bekommen hat, aber auch ein Film den man sich schon einmal ansehen sollte, um zu verstehen was es heißt Schizophren zu sein. Kein Film für einen gemütlichen Kinoabend, eher ein hartes Stück arbeit, dessen Belohnung es ist, einen wunderbaren Menschen kennen gelernt zu haben, den genialen Mathematiker John Nash.
In diesen Film bin ich nur mit Wiederwillen gegangen, eigentlich nur weil ihn meine Freundin unbedingt gleich sehen wollte, mir hätte es gereicht den Film irgendwann mal in Premiere zu sehen, den nach der Story erwartete ich ein langweiliges Drama, das ich mir wirklich nicht im Kino antun musste.
John Nash (Russel Crowe) ist ein begabter Mathematiker, der 1947 ein Stipendium der Princeton University erhält. Ständig auf der Suche nach einer Bahnbrechenden neuen Theorie, seine Gedankengänge sind stets von der Logik bestimmt und so ist es nicht weiter verwunderlich, das er sich im Umgang mit Menschen recht schwer tut und als Außenseiter gilt, so richtig verstanden wird er eigentlich nur von seinem Freund und Zimmergenossen Charles (Paul Bettany). Auch seine Art, stets alles auf einen Punkt zu bringen macht es ihm nicht leichter und besonders der Umgang mit dem anderen Geschlecht, führt in da des öfteren ins Chaos und auch mal zu einer Ohrfeige, als er einer Dame die er gerade mal fünf Minuten kennt erklärt „das diese ganze Konversation nur das Ziel hätte, Körpersäfte auszutauschen“.
Als er eines Abends mit seinen Freunden in einem Cafe sitz, fällt ihm plötzlich der Ansatz zu seiner Theorie ein , die einmal die gesamte Wirtschaft über den Haufen werfen wird. Als er diese Theorie seinem Professor vorlegt ist dieser begeistert davon und John Nash
erntet Lob und Anerkennung, bekommt sein eigenes Büro und erscheint auf einigen Titelblättern.
Allerdings hat sein Job auch einen großen Nachteil für ihn, den er muss jungen Studenten Unterricht geben. Immer noch unfähig normale zwischenmenschliche Konversation zu führen, ist ihm diese Unterbrechung seiner Arbeit sehr lästig und so geht er eines Tages an die Tafel und schreibt eine fast unlösbare Gleichung auf, die von den Studenten gelöst werden soll und verlässt den Unterricht. Zu seiner großen Verwunderung gelingt dies Alicia (Jennifer Connelly) recht schnell und als sie ihn auch noch zu einem Date einlädt, kommen sich die beiden näher und später heiraten die beiden und bekommen einen Sohn.
Während dieser Zeit (der kalte Krieg ist in vollem Gange) wird er ins Pentagon gerufen um dabei zu helfen einen Code zu knacken, den man hinter einigen aufgefangenen Funksprüchen der Russen vermutet. Durch seine Fähigkeit Muster zu erkennen gelingt ihm dies auch recht schnell und er findet heraus das es sich bei dem Code um Koordinaten in den USA handelt.
Dort begegnet er dann auch dem Agenten William Parcher (Ed Harris), der ihn zum Spion macht und ihm erzählt, das die Russen eine tragbare Atombombe in den USA platzieren wollen. Johns Aufgabe ist es nun, in verschiedenen Zeitschriften nach diesen Koordinaten, die dort in einem Code versteckt sind herauszufinden und in einem geheimen Briefkasten zu deponieren...........
Moment mal ????? Russen tragbare Atombombe??? Der Film sollte doch eine Biographie einer real existierenden Person sein ????? So einen Plan gab es doch nie.....oder ???
....und spätestens dann, als John bei einer Vorlesung von mysteriösen schwarzen Männer gefangengenommen wird, die sich als Ärzte einer Psychiatrischen Klinik entpuppen, wird einem klar das dies nur die paranoiden Phantasien des Schizophrenen John Nash waren. Es gab nie einen Agenten Parcher, nie einen Zimmergenossen Charles und auch nicht dessen kleine Nichte, all diese Personen hatte sich Johns krankhafter Geist nur eingebildet.
Nun beginnt der lange mühevolle Kampf gegen diese heimtückische Krankheit. Mit Elektroschocks und Medikamenten gelingt es langsam die Krankheit soweit einzudämmen das John Nash nach monatelangem Klinikaufenthalt nach Hause darf. Als John allerdings merkt das die Medikamente seine Denkfähigkeit einschränken, setzt er diese ab und erleidet einen schweren Rückfall. Seine Frau, des öfteren selbst an ihren Grenzen, steht trotzdem zu ihm und hilft ihm dabei, langsam wieder ein „normales Leben“ führen zu können. John merkt nach einem Anfall, als er fast seine Frau verletzt, das seine Gestalten nicht existieren können. Mit großer Willenskraft lernt er seine Phantasiefiguren zu ignorieren und schafft es sogar wieder Unterrichten zu können.
Am Ende erhält er sogar einen Novellepreis für die bahnbrechende Theorie, die er während seiner Studentenzeit entwickelt hat. Bei seiner Ansprache während der Preisverleihung richtet er die Worte an seine Frau und dankt ihr für ihren Beistand und ihre Liebe und bekennt das neben der Logik eine weitaus größere Kraft das Leben beherrscht.....die Liebe.
Nun, nachdem ich den Film gesehen habe muss ich zugegeben, das er mich schon beeindruckt hat, ja streckenweise war der Film sogar unterhaltend, bleibe jedoch bei meiner Meinung das dies keiner der Filme ist, die man unbedingt im Kino gesehen haben muss, denn wenn die Geschichte nicht „zufällig wahr“ wäre, könnte man den Film getrost in die Schublade „Hollywood-Schnulze“ stecken, da fand ich z.B. Forest Gump um längen besser.
Ich will aber natürlich nicht die Leistungen der Schauspieler schmälern, den die haben wirklich eine klasse Arbeit abgeliefert und Jennifer Connelly hat ihren Oscar als „beste Nebendarstellerin“ sicher auch zu recht bekommen.
Der Film macht recht deutlich was für eine geistige Hölle diese Krankheit ist (plötzlich wacht man auf und stellt fest, das es den besten freund nie gab) und ab dem Zeitpunkt, da John den Kampf mit der Krankheit aufnimmt, wird der Film auch recht gut, aber insgesamt fand ich ihn einfach zu langatmig.
Mein Fazit deshalb, ein Film der nachdenklich macht und Anlass zu vielen Diskussionen gibt (steckt in jeder Genialität auch ein wenig Wahnsinn oder muss man ein klein wenig wahnsinnig sein um genial sein zu können ???), der mir mit seinen ca.130 Minuten einfach zu lang war und der ein paar Oscars zuviel bekommen hat, aber auch ein Film den man sich schon einmal ansehen sollte, um zu verstehen was es heißt Schizophren zu sein. Kein Film für einen gemütlichen Kinoabend, eher ein hartes Stück arbeit, dessen Belohnung es ist, einen wunderbaren Menschen kennen gelernt zu haben, den genialen Mathematiker John Nash.
17 Bewertungen, 2 Kommentare
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29.03.2006, 14:52 Uhr von liiiiindaaaaa
Bewertung: sehr hilfreichüber gegenlesungen würde ich mich freuen;)
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28.04.2002, 11:55 Uhr von DrDuke
Bewertung: sehr hilfreichIch fand den Film nicht so besonderst
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