A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn (VHS) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Dialya
Genie und Wahnsinn liegen nahe beieinander
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Inhalt
Die Story beginnt 1947, als John Nash eines von zwei Stipendien für die Princeton University erhält und dort sein Studium beginnt. John ist ein genialer Mathematiker, der auf der Suche nach einer absolut bahnbrechende Theorie ist. Deswegen verpasst er alle Vorlesungen und versucht eine geniale Theorie zu entwickeln. Dabei wird schnell deutlich, dass er einfach nur ein geniales Genie ist.
Menschlich ist er allerdings nicht so auf der Höhe. Ihm scheint jede Fähigkeit zur Konversation zu fehlen, was zu manchen komischen und oft auch unhöflichen Bemerkungen seinerseits führt. Deswegen wird er auch sehr oft zum Gespött seiner Kommilitonen und fasst auch mal eine Ohrfeige von einer Frau. Vor allem sein Denken und Fühlen ist mathematisch geleitet. Für ihn gibt es für jede Handlung und jedes Gefühl eine mathematische Erklärung.
Eines Abends in einem Café kommt ihm auch sein genialer Einfall und er stellt seine Theorie auf. Mit dieser Theorie wirft er das ganze bisherige Wirtschaftsmodell über den Kopf, wodurch er zuerst mal skeptische Stimmen erntet. Sein Professor ist jedoch sehr begeistert von seiner Theorie und so schliesst er sein Studium dann auch erfolgreich ab und bekommt einen Job im Sicherheitsministerium.
Zu seinem Job gehört jedoch auch das Unterrichten. Nash ist aber nach wie vor unfähig, mit seinen Mitmenschen normal umzugehen, so dass sein Unterricht ziemlich weltfremd wirkt. So wirkt er durchwegs kratzbürstig und ist ein absolut schlechter Lehrer. Eine seiner Studentinnen lässt sich dadurch jedoch nicht beeindrucken, sondern sie versucht den Menschen John Nash kennenzulernen. Diese Studentin ist Alicia, welche er später dann heiratet.
Eines Tages wird er wegen seinem Job ins Pentagon gerufen, wo er einen Code knacken soll. Dabei wird er von einem mysteriösen Mann beobachtet. Dieser taucht dann am gleichen Abend noch bei Nash auf und bietet ihm einen geheimnisvollen Job an...
So, mehr möchte ich jetzt nicht mehr auf die Story eingehen. Einige von Euch werden vielleicht die Lebensgeschichte von John Nash schon kennen, andere aber noch nicht, und denen will ich um keinen Fall die Spannung nehmen.
Charaktere
John Nash
Der Inhalt des Filmes ist seine Lebensgeschichte. John Nash war ein brillanter Mathematiker, welcher 1994 den Nobelpreis für seine Theorie, die er als Student erstellt, erhält. Auch ist er wohl der beste Code-Knacker auf der Welt.
Allerdings leidet John Nash unter Schizophrenie. Viele wichtige Personen in seinem Leben waren nur imaginär. Als seine Schizophrenie entdeckt wird, lässt er sich zuerst von der Krankheit unterkriegen, doch mit der Zeit beginnt er die Krankheit zu akzeptieren und dagegen zu kämpfen, wobei er vor allem von seiner Frau unterstütz wird.
John Nash selber war übrigens zusammen mit seiner Frau auch an der Oskar Verleihung und beide hatten Tränen in den Augen, als Jennifer Connelly für die Rolle der Alicia (Nash’s Frau) einen Oskar bekam.
Alicia Nash
Alicia ist ein starker, unverwüstlicher Charakter. So macht sie sich als junge Studentin an Nash ran, obwohl er total kratzbürstig ist und auch keinen Sinn für Romantik hat. Allerdings scheint sie Nash wohl auch gerade deshalb zu lieben.
Ihre Liebe ist so gross, dass sie auch während der schlimmen Zeit, als seine Krankheit entdeckt wird, zu ihm steht und versucht, den Mann in ihm zu sehen, den sie mal geliebt hatte. Dabei stösst sie oftmals an ihre eigenen Grenzen.
Auch unterstützt sie ihren Mann, als dieser sich entschliesst, ohne Hilfe der Psychologen gegen die Krankheit anzukämpfen. Und ich wage mal zu behaupten, dass ihm das ohne seine Frau kaum gelungen wäre.
Schauspieler
Russel Crowe
Russel Crowe spielt die Hauptrolle in diesem Film, was sicherlich nicht einfach war. Crowe ist wahrscheinlich jedem ein Begriff, da er schon in Gladiator die Hauptrolle spielte, wofür er auch den Oskar kriegte. In diesem Film gelingt es ihm einfach genial, die ganze Lebensgeschichte Nash’s darzustellen und das bei den 47 Jahren, die der Film insgesamt umfasst. Russel Crowe spielt einfach in jeder Szene sehr überzeugend, vor allem auch diejenigen, in denen Nash unter Halluzinationen leidet. Meiner Meinung nach hat der die Nomination für den Oskar wirklich verdient, wie er auch den Oskar, den er leider nicht bekommen hatte, verdient hätte.
Jennifer Connelly
Sie spielt Alicia, Nash’s Frau. Jennifer Connelly war mir bis zur diesjährigen Oskar-Verleihung kein Begriff. Allerdings gewann sie den Oskar für eben genau diese Rolle (beste Nebenrolle) und sie hat ihn auch wirklich verdient. Sie hat in diesem Film wirklich eine grandiose Leistung geboten und überzeugte mich vom Anfang bis zum Ende.
Der echte John Nash
John Nash wurde 1928 geboren. Schon früh machte sich seine Genialität bemerkbar. Schon in den 50er Jahren entwickelte er seine revolutionären Überlegungen zur Spiel- und Entscheidungstheorie.
Als dann jedoch seine Krankheit (Schizophrenie) entdeckt wird, unter der er schon längere Zeit leidet, endet sein Aufstieg schlagartig. Er wird in eine Psychiatrie eingeliefert, wo er von seiner Krankheit erfährt und Medikamente verschrieben bekommt.
Nun verschwindet er für Jahrzehnte aus der Wissenschaft und besiegt mit Hilfe seiner Frau die Krankheit. Seine Wirtschaftswissenschaften, die er als Student aufstellte, beeinflussen inzwischen vor allem die amerikanische Wirtschaft sehr stark.
1994 erhält John Nash, der inzwischen wieder in Princeton unterrichtet, den Nobelpreis für die oben erwähnten Wirtschaftswissenschaften. Heute unterrichtet er immer noch in Princeton, wo er auch zusammen mit seiner Frau lebt.
Meine Meinung
Der Film ist wirklich absolut sehenswert. Mir war es auf jeden Fall keine Minute langweilig. Auch ergreift dieses Drama so sehr, wohl vor allem auch darum, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt.
Die Story jedoch ist sehr anspruchsvoll, man sollte sich also auf keinen Fall auf ein leichtes Filmvergnügen gefasst machen. Auch kommen oft viele mathematischen Sachen vor, die man aber für das Verständnis des Filmes nicht zu verstehen braucht.
Der Film besitzt auch so ein typischer Hollywood-Happy-End, welches vielleicht mal ein wenig kitschig wirkt, aber ausnahmsweise basiert es mal auf der Wahrheit, weshalb es auch absolut zum Film gehört. Alles andere wäre vielleicht weniger kitschig, aber bloss eine Verfälschung, die wohl völlig fehl am Platz wäre.
Während des ganzen Filmes bewegte mich die Frage, wie nahe Genie und Wahnsinn wirklich beieinander liegen. Muss man ein Wahnsinniger sein, um ein Genie zu sein oder ist jedes Genie wahnsinnig?
Am Ergreifesten fand ich aber die Nash’s Rede an der Nobelpreis-Verleihung. In dieser Rede bedankt er sich bei seiner Frau, ohne deren Liebe er nie so weit gekommen wäre. Nash hat erkannt, dass die Liebe die treibende Kraft im Universum ist.
37 Bewertungen, 6 Kommentare
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29.03.2006, 14:55 Uhr von liiiiindaaaaa
Bewertung: sehr hilfreichüber gegenlesungen würde ich mich freuen;)
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01.05.2002, 23:21 Uhr von nazmiu
Bewertung: sehr hilfreichgut recherchiert - bin schwer beeindruckt
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24.04.2002, 15:11 Uhr von ChrisLanger
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht zu einen guten Film! ciao Chris
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20.04.2002, 22:54 Uhr von Calistra
Bewertung: sehr hilfreichVielen Dank für Deinen Hinweis zu meinem Bericht "Niquitin". Er ist jetzt vollständig!!! (Keine Ahnung wie das passieren konnte). :-))
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19.04.2002, 23:37 Uhr von Manuela_1978
Bewertung: sehr hilfreichna dann mal ab ins Kino
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19.04.2002, 23:19 Uhr von unauffaellig007
Bewertung: sehr hilfreichhi, hast mein vertraue jetzt auch bei ciao.com
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