A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn (VHS) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Kayti_e
Gefährliche Gratwanderung
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
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"A Beautiful Mind" – zum Film
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John Forbes Nash, Junior (Russel Crowe) ist ein junger, brillianter Student. Als er sein Aufbaustudium an der Universität Princeton beginnt, ist er besessen von der Mathematik und getrieben vom seinem Ehrgeiz endlich Anerkennung zu gewinnen. Seine Kommilitonen haben alle schon sehr viel veröffentlich nur ihm selber fehlt noch die zündende Idee... Er analysiert alles – vom alltäglichen zum banalsten (statistische Verteilung hinsichtlich des Laufverhaltens von Tauben, Bewegungsmuster einer Frau deren Handtasche gestohlen wurde) und schreibt eine Fensterscheibe nach der anderen voll mit mathematischen Formeln.
Was die sozialen Aspekte des Studiums angeht, so vernachlässigt er diese eher. Außer seinem Mitbewohner Charles hat er eigentlich nicht sonderlich viele Freunde, so hat schon seine Grundschullehrerin im gesagt, dass er bei der Geburt 2 Portionen Gehirn und nur eine halbe Portion Herz abbekommen habe. Er sieht dies jedoch gelassen, "Menschen mögen mich nicht sonderlich".
Letztlich schafft er jedoch den Durchbruch, er veröffentlicht eine bahnbrechende Arbeit über Spieltheorie, welche die Wirtschaftspolitik der letzten 150 Jahre auf den Kopf stellt, wird zum Leiter eines wichtigen Instituts berufen, er wird wiederholt zum Pentagon gerufen um wichtige Codes zu knacken, hält Vorlesungen an der Uni und hat auch die Bekanntschaft der Liebe gemacht. Sein Leben mit Alicia scheint perfekt, wären da nicht die top-secret Arbeit die er für "Big Brother" (Ed Harris) macht, um bei der Entschlüsselung geheimer Nachrichten der Russen zu helfen. Die Verschwörung gerät aus den Fugen, Nash beginnt unter Verfolgungswahn zu leiden und die Grenzen von Wahnsinn und Genie verwischen immer mehr...
Mehr will ich hier gar nicht über sein Verschwinden im Wahnsinn und seine Wiederkehr erzählen, sonst macht der Kinobesuch ja nur noch halb so viel Spaß.
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Die wahre Story von John Nash
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Der Film basiert auf biographischem Material und einem Roman über John Forbes Nash, Jr. einem angesehenen amerikanischen Wissenschaftler, dessen Theorien großen Einfluss auf internationale Handelsstrategien, den Arbeitsmarkt und sogar die Evolutionsbiologie. Aufbauend auf die von Melvin Dresher und Merrill Flood entwickelte Spieltheorie, entdeckte der 21-jährige John Nash im Alter in Arbeiten über die Gleichgewichtsanalyse in der Theorie nicht-kooperativer Spiele das "Nash Equilibrium". Seine bahnbrechenden Leistungen wurden 1994 mit dem Nobelpreis für Ökonomie gewürdigt.
John Nash wurde geboren am June 13, 1928 in Bluefield, West Virginia. Noch in seiner High School Zeit las er "Men of Mathematics" von E. T. Bell und bewies Fermat's Satz. Seine universitäre Karriere begann mit einem Vollstipendium auf der Carnegie Tech (heute Carnegie Mellon University) im Fachbereich Chemieingenieurwesen. Erst nach einem Wechsel zu Chemie landete er letztendlich bei der Mathematik. Noch at Carnegie schrieb er seine erste Veröffentlichung "The Bargaining Problem" über Verhandlungsstrategien. Nach Abschluss des Colleges wurden ihm mehrere Stipendium angeboten. Nash entschied sich für Princeton um dort seinen graduate studies nachzugehen. Seine Doktorthese schrieb er dann über die Spieltheorie.
Nach Abschluss seines Studiums lehrte er mehrer Jahre am renommierten M.I.T. Während dieser Zeit vernachlässigte er seine Forschung nicht und löste mehrere mathematische Probleme. 1956 heiratete er Alicia. 1959, als seine Frau mit ihrem ersten gemeinsamen Kind (er selber hatte schon 1953 einen Sohn unehelichen Sohn mit Eleanor Stier, die er aber nicht heiraten wollte) schwanger war, begannen die ersten Symptome seiner Krankheit nach außen zu treten. Nach 50 Tagen Krankenhaus und Insulinschocktherapie wurde er geheilt entlassen, was freilich nicht lange anhielt. Die nächsten Jahre waren ein ständiger Kampf gegen seine Wahnvorstellungen und Halluzinationen bis er Ende der 60er Jahre endlich die Überhand gewann. Langsam fing er an sich aus seiner Isolation zu befreien und sich wieder intensiv mit der Mathematik zu beschäftigen.
Nash selbst betrachtet die "25-jährige Interimsperiode teilweiser Verwirrung" als "eine Art Urlaub". Er lebt heute noch mit seiner Frau in New Jersey und unterrichtet seit einigen Jahren wieder in Princeton.
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Fazit
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Wie ich schon oben erwähnte haben mich die Vorschauen und das was ich bisher über den Film gelesen habe, ungemein neugierig gemacht, so dass ich mich wirklich freute, diesen gestern zu sehen. Und ich kann ganz ehrlich sagen – meine Erwartungen waren nicht zu hoch gesteckt.
"A Beautiful Mind" ist ein sehr ruhiger Film, gespickt mit langsamen Bildern, die zum Teil jedoch sehr beklemmend wirken. Auch die musikalische Untermalung passt perfekt zur jeweiligen Stimmung des Films.
Das Drehbuch basiert auf einem Roman von Sylvia Nasar (siehe unten) sowie biographischem Material über den Nobel-Preis-Gewinner. Einige Details wurden ausgelassen, zum Teil die Handlung etwas verändert, im Großen und Ganzen ist der Film jedoch eine ehrliche Biographie John Nash's. Trotz der unbestreitbaren Intelligenz des Wissenschaftlers ist der Film nicht abgehoben. Er lässt erkennen, dass Nash ein genialer Mathematiker ist, der Zuschauer lernt ihn dann jedoch als einen normalen Menschen kennen und fühlt mit ihm und seiner Frau in der schweren Zeit, die sie durchleben müssen. Dennoch wird Nash durch Film nie entwürdigend, dieser ist vielmehr ihm Ganzen eine Hommage an diesen bemerkenswerten Menschen, der "die Welt auf eine Art sah, die niemand sich vorstellen konnte".
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Links
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Über John Nash:
~ http://www-groups.dcs.st-and.ac.uk/~history/Mathematicians/Nash.html
~ http://www.nobel.se/economics/laureates/1994/nash-autobio.html
Über den Film:
~ http://movies.uip.de/abeautifulmind/main.html
~ http://www.abeautifulmind.de
Die literarische Grundlage für den Film:
~ Sylvia Nasar, »Auf den fremden Meeren des Denkens. Das Leben des genialen Mathematikers John Nash«. Aus dem Amerikanischen von Cäcilie Plieninger und Anja Hansen-Schmidt, München, Zürich, Piper 1999, ISBN 3-492-03800-X, 575 S., 26 Abb. gebunden, DM 68,-/öS 496,-/sFr 62,-.
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Harte Fakten zum Schluss:
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Kinostart: 28.02.2002
Schauspieler: Russel Crowe (Gladiator)
Ed Harris (Pollock, Apollo 13)
Jennifer Connelly (Requiem for a Dream)
Paul Bettany (A Knight's Tale)
Regie: Ron Howard
Produktion: Brian Grazer
Drehbuch: Akiva Goldman
Co-Produktion von Universal Pictures und Dreamworks Pictures
Oskar Nominierungen:
~ Bester männlicher Hauptdarsteller
~ Beste weibliche Nebendarstellerin
~ Beste Regie
~ Bestes Drehbuch
~ Bester Schnitt
~ Beste Filmmusik
~ Beste Produktion
~ Bestes Make-up
Im Januar wurde der Film bereits mit vier «Golden Globes» ausgezeichnet.
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So, ich hoffe, ich konnte Euch diesen wunderschönen Film jetzt ein wenig schmackhaft machen. Also: besser nichts wie ran ans Telefon und gleich Karten reservieren.
Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Spaß und gute Unterhaltung.
Liebe Grüße,
K.
9 Bewertungen, 4 Kommentare
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29.03.2006, 14:59 Uhr von liiiiindaaaaa
Bewertung: sehr hilfreichüber gegenlesungen würde ich mich freuen;)
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23.03.2002, 11:10 Uhr von gga71
Bewertung: sehr hilfreichich habe mir den film gestern im kino aungeachaut und war "begeistert". nun kann ich nur hoffen, dass man den film bei der oscarnacht mit seinen verdienten 4-5 oscars auszeichnet (der für russel vrowe steht für micht fest!) cu gga71
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22.03.2002, 12:30 Uhr von Gluehsternchen
Bewertung: sehr hilfreichHab den Film noch nicht gesehn, will ihn mir aber unbedingt noch ansehen!!!! Gruß Gluehsternchen
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22.03.2002, 12:25 Uhr von Maeuschen21
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht ich fand den Film auch super gut ;o)
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