A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Nietzsche
Ein mathematischer Geist
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Für 8 Oscars nominiert wurde der neue Film mit Russell Crowe bereits. Eine Tatsache, die mich zumeist eher abschreckt als neugierig macht. Dennoch habe ich mir „A beautiful Mind“ angesehen.
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Die Story:
°°°°°°°°°
Schon in jungen Jahren ist John Nash (Russell Crowe) ein eher verschrobener Einzelgänger. Er hat keine Freunde, weil Menschen ihn nach eigener Aussage „nicht mögen“.
Seine Welt ist die Mathematik, die er studiert. Doch im Gegensatz zu seinen Komilitonen besucht er keine der Vorlesungen, da sie ihn nur vom Wesentlichen ablenken und hat bisher auch noch nichts veröffentlicht, obgleich seine Mitstudenten mit unterschiedlichen Veröffentlichungen glänzen und ihr Fortkommen so gesichert scheint.
Doch dann entwickelt er eine Theorie zur Selbstorganisation in Systemen, die ihm den Durchbruch bringt. Fortan kann er sich seine Stellen aussuchen.
Zur Zeit des Krieges wird er in Geheimprojekte einbezogen, bei denen man seinen mathematischen Geist zur Entschlüsselung geheimer Mitteilungen nutzt.
Der einsame Sonderling lernt in einer seiner Vorlesungen schließlich eine Frau kennen: Alicia (Jennifer Connelly). Beide verlieben sich ineinander und heiraten schließlich. Doch dann erfolgt der Zusammenbruch: Nash erkrankt an Schizophrenie. Er wird in ein Krankenhaus eingeliefert, mit Elektroschocks behandelt und muß fortan Medikamente nehmen. Da diese aber seinen Geist lähmen beschließt er, nachdem er entlassen wurde, diese wieder abzusetzen, obwohl dadurch seine Halluzination wieder einsetzen.
Sein Ziel ist es die Krankheit nur durch seinen geistigen Willen zu bezwingen. Seine Frau hilft ihm dabei.
Schließlich gelingt es ihm, sich im Leben wieder zurechtzufinden. Er arbeitet in der Universitätsbibliothek an mathematischen Problemen und wird 1994 sogar mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
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Meine Meinung:
°°°°°°°°°°°°°
Ich habe mir den Film quasi aus „beruflichen“ Gründen angesehen, da ich gerade eine Hausarbeit verfasse, bei der ich auch auf die „Spieltheorie“ eingehe. John Nashs Forschungen haben auf diesen Bereich großen Einfluß ausgeübt, wie z.B. das sogenannte „Nash-Gleichgewicht“ (das im Film tatsächlich erwähnt wird), welches beim sogenannten „Gefangendilemma“ eine wichtige Rolle spielt. Was das alles im einzelnen ist, würde hier zu weit führen.
Nun ja, zu seinen Theorien wurde im Film weniger gesagt, womit ich aber auch nicht wirklich gerechnet habe. Dennoch wäre es speziell für mich interessant gewesen.
Der Film legt sein Gewicht eher auf die Person Nash und seine Krankheit. Eindrucksvoll wird die Krankheit aus seiner Perspektive dargestellt.
Russell Crowe spielt überraschend gut die Rolle des unsicheren Eigenbrödlers, der in allen seinen Handlungen irgendwie verstockt und ungelenk wirkt. Er scheint sich gut in die Rolle eingefunden zu haben – geistig. Körperlich betrachtet war mir ein John Nash, der gerade aus dem Krankenhaus kam, nachdem er einige Elektroschocks durchlebt hat, doch zu muskulös geraten. Gespielte Person und das Erscheinungsbild kollidierten hier doch etwas zu arg... .
Der Film ist durchaus besser, als ich es für möglich gehalten hatte. Zum Ende hin flacht er allerdings doch leider etwas ab und wird zu rührselig. Das, was mich dabei am meißten störte ist, daß der Aufhänger des gesamten letzten Teiles – der Kampf gegen die Krankheit mit Hilfe seiner Frau – nicht stimmt. Im wahren Leben hat diese ihn verlassen, als er erkrankte. Das wahre Leben ist nun mal kein Hollywood-Film!
John Nash lebt heute noch und unterrichtet regelmäßig an der Fakultät in Princeton Mathematik
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Fazit:
*****
„A beautiful Mind“ ist ein solider Film, der sogar die eine oder andere Überraschung parat hält. Russell Crowe verkörpert äußerst glaubwürdig die Rolle des verunsicherten Eigenbrödlers, wenn auch etwas zu muskulös! ; )
Der Film lohnt sich in gewisser Weise, doch leider bleibt nicht viel von ihm zurück. Man kann ihn sich ansehen und wird sich nicht langweilen, doch man muß ihn auch nicht wirklich sehen.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
USA 2001
Länge: 124 Minuten
Darsteller: Russell Crowe (John Nash), Ed Harris (Parcher), Jennifer Connelly (Alicia Nash), Christopher Plummer (Dr. Rosen), Paul Bettany (Charles), Adam Goldberg (Sol), Josh Lucas (Hansen), Vivien Cardone (Marcee), Anthony Rapp (Bender), Jason Gray-Stanford (Ainsley)
Regie: Ron Howard
Stab:
Produzenten: Brian Grazer, Ron Howard
Drehbuch: Akiva Goldsman
Musik: James Horner
Kamera: Roger Deakins
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Die Story:
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Schon in jungen Jahren ist John Nash (Russell Crowe) ein eher verschrobener Einzelgänger. Er hat keine Freunde, weil Menschen ihn nach eigener Aussage „nicht mögen“.
Seine Welt ist die Mathematik, die er studiert. Doch im Gegensatz zu seinen Komilitonen besucht er keine der Vorlesungen, da sie ihn nur vom Wesentlichen ablenken und hat bisher auch noch nichts veröffentlicht, obgleich seine Mitstudenten mit unterschiedlichen Veröffentlichungen glänzen und ihr Fortkommen so gesichert scheint.
Doch dann entwickelt er eine Theorie zur Selbstorganisation in Systemen, die ihm den Durchbruch bringt. Fortan kann er sich seine Stellen aussuchen.
Zur Zeit des Krieges wird er in Geheimprojekte einbezogen, bei denen man seinen mathematischen Geist zur Entschlüsselung geheimer Mitteilungen nutzt.
Der einsame Sonderling lernt in einer seiner Vorlesungen schließlich eine Frau kennen: Alicia (Jennifer Connelly). Beide verlieben sich ineinander und heiraten schließlich. Doch dann erfolgt der Zusammenbruch: Nash erkrankt an Schizophrenie. Er wird in ein Krankenhaus eingeliefert, mit Elektroschocks behandelt und muß fortan Medikamente nehmen. Da diese aber seinen Geist lähmen beschließt er, nachdem er entlassen wurde, diese wieder abzusetzen, obwohl dadurch seine Halluzination wieder einsetzen.
Sein Ziel ist es die Krankheit nur durch seinen geistigen Willen zu bezwingen. Seine Frau hilft ihm dabei.
Schließlich gelingt es ihm, sich im Leben wieder zurechtzufinden. Er arbeitet in der Universitätsbibliothek an mathematischen Problemen und wird 1994 sogar mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
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Meine Meinung:
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Ich habe mir den Film quasi aus „beruflichen“ Gründen angesehen, da ich gerade eine Hausarbeit verfasse, bei der ich auch auf die „Spieltheorie“ eingehe. John Nashs Forschungen haben auf diesen Bereich großen Einfluß ausgeübt, wie z.B. das sogenannte „Nash-Gleichgewicht“ (das im Film tatsächlich erwähnt wird), welches beim sogenannten „Gefangendilemma“ eine wichtige Rolle spielt. Was das alles im einzelnen ist, würde hier zu weit führen.
Nun ja, zu seinen Theorien wurde im Film weniger gesagt, womit ich aber auch nicht wirklich gerechnet habe. Dennoch wäre es speziell für mich interessant gewesen.
Der Film legt sein Gewicht eher auf die Person Nash und seine Krankheit. Eindrucksvoll wird die Krankheit aus seiner Perspektive dargestellt.
Russell Crowe spielt überraschend gut die Rolle des unsicheren Eigenbrödlers, der in allen seinen Handlungen irgendwie verstockt und ungelenk wirkt. Er scheint sich gut in die Rolle eingefunden zu haben – geistig. Körperlich betrachtet war mir ein John Nash, der gerade aus dem Krankenhaus kam, nachdem er einige Elektroschocks durchlebt hat, doch zu muskulös geraten. Gespielte Person und das Erscheinungsbild kollidierten hier doch etwas zu arg... .
Der Film ist durchaus besser, als ich es für möglich gehalten hatte. Zum Ende hin flacht er allerdings doch leider etwas ab und wird zu rührselig. Das, was mich dabei am meißten störte ist, daß der Aufhänger des gesamten letzten Teiles – der Kampf gegen die Krankheit mit Hilfe seiner Frau – nicht stimmt. Im wahren Leben hat diese ihn verlassen, als er erkrankte. Das wahre Leben ist nun mal kein Hollywood-Film!
John Nash lebt heute noch und unterrichtet regelmäßig an der Fakultät in Princeton Mathematik
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Fazit:
*****
„A beautiful Mind“ ist ein solider Film, der sogar die eine oder andere Überraschung parat hält. Russell Crowe verkörpert äußerst glaubwürdig die Rolle des verunsicherten Eigenbrödlers, wenn auch etwas zu muskulös! ; )
Der Film lohnt sich in gewisser Weise, doch leider bleibt nicht viel von ihm zurück. Man kann ihn sich ansehen und wird sich nicht langweilen, doch man muß ihn auch nicht wirklich sehen.
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USA 2001
Länge: 124 Minuten
Darsteller: Russell Crowe (John Nash), Ed Harris (Parcher), Jennifer Connelly (Alicia Nash), Christopher Plummer (Dr. Rosen), Paul Bettany (Charles), Adam Goldberg (Sol), Josh Lucas (Hansen), Vivien Cardone (Marcee), Anthony Rapp (Bender), Jason Gray-Stanford (Ainsley)
Regie: Ron Howard
Stab:
Produzenten: Brian Grazer, Ron Howard
Drehbuch: Akiva Goldsman
Musik: James Horner
Kamera: Roger Deakins
22 Bewertungen, 3 Kommentare
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29.03.2006, 15:00 Uhr von liiiiindaaaaa
Bewertung: sehr hilfreichüber gegenlesungen würde ich mich freuen;)
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18.03.2002, 21:11 Uhr von melannium
Bewertung: sehr hilfreichIch muss sparen - deshalb warte ich bis zum DVD-Start...
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09.03.2002, 15:08 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichschöner bericht, vielleicht liest man sich ja mal 8-)
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