A Crow Left Of The Murder - Incubus Testbericht

A-crow-left-of-the-murder-incubus
ab 9,39
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Auf yopi.de gelistet seit 02/2004
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von helden_gesucht

Links eine Krähe, rechts eine Krähe

5
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Pro:

Bradons Stimme, Variationen, tiefgehende Texte, Bonus-DVD bei der Limited Edition

Kontra:

ein schlechtere Track

Empfehlung:

Ja

Vorwort
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Heute war es endlich mal wieder so weit. Ich fand den Weg in den Musicstore. Bei den Neuerscheinungen stöberte ich etwas, bis ich mich durch die ganzen top 100 der Albumcharts durchgeackert hatte. Und da stand sie. Ich glaube Platz 2 oder 3 – die neue Incubus-Platte „A Crow Left Of The Murder“ – zu deutsch „Eine Krähe abseits des Schwarms“ . Klingt zwar auf den ersten Blick und den ersten Denker nicht gerade logisch, doch sicherlich ist das wieder metaphorische gemeint von den Jungs, eben so wie schon bei „Make Yourself“ und „Morning View“. Als alter Incubus-Fan musste ich das Teil einfach haben, da auch noch für 16,89€ (MediaMarkt) eine Bonus-DVD dabei war mit satten 26 Minuten Bonusfilmchen. Jedoch gibt’s die DVD nur in der Limited-Edition. Wer die noch haben möchte, muss sich beeilen. Für mich hieß es Kohle zusammenkratzen und ab nach Hause.

Die Band
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Angefangen hat alles schon in der Grundschulzeit. Brandon Boyd (Gesang) und Jose Pasillas (Schlagzeuger) kannten sich schon seit der Grundschule und lernten in den folgenden Jahren ihres Schülerdaseins auch Mike Einziger (Gitarre) kennen. In der High School stießen die Drei dann auf Fernando Valley (Bass). 1995 lernten sie bei einem Livegig DJ Lyfe kennen. Er meinte Scratches und Schnickschnack würden zu der Musik passen. Vorher veröffentlichen Incubus zwei EPs und ein Album in Eigenregie, bevor die Labels anfangen um die Gunst der Combo zu buhlen. Immortal-Records nimmt die Jungs dann unter Vertrag und im selben Jahr erscheint die EP „Enjoy Incubus“. Im Anschluss produzieren sie zusammen mit DJ Greyboy den Track \"Familiar\" für den Soundtrack zu Spawn. Das führt zu einem Popularitätsschub und sie erhalten die Möglichkeit mit ihren Labelpartnern KORN auf Europatournee zu gehen.
Es folgt „S.C.I.E.N.C.E.“ und eine Auftritt beim Ozz-Fest. DJ Lyfe wird durch DJ Kilmore ersetzt, da dieser rein charakterlich nicht mehr zur band passt. Es erscheint “Make Yourself“, das bis dato erfolgreichste Incubus-Album mit der Hitsingle „Stellar“, welche die Billboard-Charts knackt und in die Top-Ten rutscht. Doch die Clique springt jetzt nicht etwa in ein neues oder abgedroschenes Genre ab, sondern behalten ihr funkiges Ding und ihre Eigensinnigkeit bei und der Erfolg gibt ihnen recht. „Morning View“ ist der bisher größte Erfolg der Gruppe und die 2002er-Tournee wird zum Triumphzug durch Europa in ausverkauften Hallen und Häusern.
2003 trennen sie sich von Bassist Alex \'Dirk Lance\' Katunich. Er wird ersetzt durch Ben Kenney. Im neuen Line-Up spielen Incubus ihr fünftes Studioalbum „A Crow Left Of The Murder“ ein, dass im Frühjahr 2004 erscheint.

Line-Up:
Brandon Boyd (Gesang)
Jose Pasillas (Schlagzeuger)
Mike Einziger (Gitarre)
DJ Greyboy (Turntable)
Ben Kenney (Bass)

Das Album
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Die Limited Edition aus CD und DVD ist gut aufgehoben in einer stabilen Pappschachtel. Das Cover ist ganz im Stile vom Video zur ersten Single „Megalomaniac“ gehalten. Expressionistisches Blumenwerk, Vögel in abstraktem Design und die Band im Schwarz-Weiß-Kontrast – so präsentiert sich die Front. Das 3seiten schwache Booklet ist vollkommen in Schwarz- und Weißtönen gehalten. Natürlich sind alle Texte dabei, hm allerdings scheint es so als habe Brandon sie selbst hineingeschrieben.
Im Kern der Pappe-Paste-Konstruktion findet man die CD und die DVD. Die DVD ist ab 16 Jahren freigegeben, allerdings habe ich bisher noch nichts finden können, dass das rechtfertigt.
Auf der Rückseite findet man in Sonntagsschrift die Tracklist und kurze Infos zur DVD.

Tracklist
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#1 Megalomaniac
#2 A Crow Left Of The Murder
#3 Agoraphobia
#4 Talk Shows On Mute
#5 Beware! Criminal
#6 Sick Sad Little World
#7 Pistola
#8 Southern Girl
#9 Priceless
#10 Zee Deveel
#11 Made For TV Movie
#12 Smile Lines
#13 Here In My Room
#14 Leech

…und die Tracks im Einzelnen
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> Megalomaniac < - Der Opener ist sogleich die erste Singleauskopplung des neuen Albums. Vielleicht hat der Eine oder Andere doch schon mal das Video gesehen. Mich hat es überrascht, dass im deutschen Fernsehen Hitlerbilder laufen dürfen. So nämlich in dem Video. Am besten bei Gelegenheit mal anschauen.
Rein musikalisch glaubt man zunächst, die Disc wäre kaputt nur Rauschen. Dann einer erster kleiner Beat, dann die ersten Gitarrenklänge und die Bassline. Dann bricht die Grundstimmung des Songs los. Heftige Gitarrenriffs und ein harter Beat – alles begleitet von einer passenden Bassline. Megalomaniac deutet so viel wie „Größenwahn“. Im Text geht es um die fast tägliche Propaganda oder besser gesagt Präsenz von Leuten, die meinen Politik machen zu können. Sicherlich hat George W. Bush auch etwas mit dem Song zu tun. „You’re no Jesus! Yeah, you’re no fucking Elvis! Wash your hands clean of yourself baby and step down!”
Einfach geniales Stück. War für mich schon ein riesiges Argument für das Album.
(5/5) -> (4:54)

> A Crow Left Of The Murder < - Gleich der zweite Track ist der Titelsong. Eine Mischung aus ruhigem Gitarrenriff und etwas Gescratche bilden hier die Überleitung zum Track. Dann setzt der Bass und das Schlagzeug schnell ein und die ganze Sache geht ziemlich flott ab. Crossover wie er im Grundprinzip gedacht war. Ruhige Zeile, hammermäßiger Chorus. Rein musikalisch knüpft dieser Song perfekt ans Vorgängeralbum an. Ich kann mich an ähnliche Notenverläufe und Stimmungsriffs erinnern, aber doch ist dieser Song wieder vollkommen anders.
(5/5) -> (3:30)

> Agoraphobia < - Zum ersten Mal ein ruhigerer Schlagzeugbeat und dazu verspielte Gitarrenklänge. Brandon legt sich gleich ins Zeug und philosophiert seine Text über Platzangst ins Mikro. Er beschreibt die körperliche Zerrissenheit, wenn ein Teil lieber drin bleiben möchte, aber ein anderen, angstgeplagter teil nach draußen möchte, wegen der Platzangst. Insgesamt ein sehr ruhiger Song und hätte man den Text nicht da, würde man nie inhaltlich so etwas vermuten.
(5/5) -> (3:52)

> Talk Shows On Mute < - Leise Gitarrenklänge etwas entfernt und dann ein sanfter Beat drunter sowohl vom Bass als auch vom Schlagzeug. Brandon gibt seinen Text wieder mit seiner hammergeilen Stimme zum Besten. Ach ja, wie schön doch Amerika ist, meint er inhaltlich – allerdings eher ironisch. Alles ist mehr oder weniger ein Schauspiel. Viel ist retuschiert und wenig wahr.
(5/5) -> (3:49)

> Beware! Criminal < - Endlich geht es wieder ab. Ein rhythmischer Beat zum Anfang. Dann ein markantes, aber nicht zu aufdringliches Gitarrenriff, dazu eine leichte Bassline. Dieser Song verspricht anfangs mehr als dann wirklich kommt. Man hätte einem härteren Song vermutet, der an die Substanz geht, aber musikalisch ist bis auf einen rockigen Chorus nicht viel zu holen.
(4/5) -> (3:48)

> Sick Sad Little World < - Und wieder so ein verheißungsvoller Auftakt mit Bass, Gitarre und Schlagzeug. Doch diesmal geh es richtig rhythmisch und hart zu Werke. Jedenfalls die ersten Takte. Dann kommt eine kurze langsame Phase und es geht wieder ab. Kranke, traurige, kleine Welt – in schlechten Zeiten wohl die Perspektive die man oftmals nur noch hat. Gut gefällt mir das drastische Gefälle von rockig nach fast stillstehend und ruhig. Durch die lange Spielzeit ein echter Ohrwurm. Super Instrumental.
(5/5) -> (6:23)

> Pistola < - Die gleichen Klänge wie vom Beginn der Scheibe kehren hier wieder. Dann erste kleine und zarkhafte Gitarrenakkorde und Basslines. Erst als das Schlagzeug mit Pauken und Trompeten einsetzt, geht es im Affenzahn durch den Refrain. Gewalt ist nicht der richtige Weg. Die Waffe des Schriftstellers oder Songtexters ist der Bleistift. Der Stift ist seine Pistole.
Wieder ein Track, der einfach nur ins Ohr geht.
(5/5) -> (4:23)

> Southern Girl < - Dieser Track beginnt nun wieder ganz ruhig und besonnen. Könnte die erste Ballade der Platte werden. Und so ist es auch. Sanfte Gitarrenklänge und Bassbegleitung und Drumline beschreiben das Temperament des „Southern Girl“. Ein sehr smoother und grooviger Sound – ganz im Südstatenflair.
(5/5) -> (3:41)

> Priceless < - Heftiges Getöse vom Schlagzeug eröffnet wiedermal den Track. Dann erste rockige Gitarrenklänge und ein Schrei, der bei voller Lautstärke durch Mark und Bein geht. Die Strophe geht ja noch relativ gesehen, doch der Übergang in den Refrain ist ein wildes Rumkloppen auf allem, was gerade in Griffweite war. Das zerstört den Song so dermaßen. Das ist nicht mehr schön. Mit abstand der schlechteste Song, auch wenn hier die Soloansätze im Interlude stimmen.
(3/5) -> (4:07)

> Zee Deveel < - Oder im Untertitel “Beelzebub”. „You should be careful what you wish for ´cause everyone of us has the devil inside.“ Leider zu wahr. Jeder hat eine dunkle Seite, eine aggressive, beängstigende Seite. So beginnt auch der Song recht ruhig, doch dann ist er auf einmal durchzogen mit Dissonanzen, welche aber auch wieder so schnell weg sind, wie sie gekommen waren.
(4/5) -> (3:52)

> Made For TV Movie < - Ruhige Gitarrenklänge geben auch hier die ersten Takt vor. Dazu gesellt sich ein ruhiger Bass und ein sanftes Schlagzeug unter dem Banner der Stimme von Brandon. Wieder dieser klassische, aber bewährte Gegensatz zwischen lauter Verszeile und hartem, durchdringlichem Chorus. Richtig guter, fetter Song mit Ohrwurmcharakter und Mitsingzwang.
(5/5) -> (3:38)

> Smile Lines < - Anschwellende Schlagzeugdrums, welche dann kurz pausieren und ein nettes Gitarrenriff hören lassen, geben die Marschrichtung für diesen Song an. Der Song handelt entgegen dem Titel von Alpträumen, Traumen und schlechten Erinnerungen. „I want you bad! I understand why they say, high school never ends.” Wirklich fetter Song nach einem zwischenzeitlich kurzem Hänger.
(5/5) -> (3:59)

> Here In My Room < - Erste Klavierklänge auf diesem Album. Im Zusammenspiel mit harmonischen Beats im Schlagzeug und der lieblichen Stimme von Brandon gibt der Song die sozusagen zweite Ballade des Albums. Die sanfte Art steht auch Incubus richtig gut. Auch mit Klavier lässt sich hier eine Menge machen. Eindeutig ein Geheimtipp.
(5/5) -> (4:20)

> Leech < - Im guten alten Alternative/Crossover-Stil geht es zur Sache. Dunkle Bassklänge als Untergrund und darüber hohe, stechende Gitarrenklänge. Dazu ein mehr oder weniger wildes Schlagzeug und Brandons Stimme. Das alles gibt einen super Song. Warum sie gerade den Track „Leech“ zu deutsch „(Blut)Egel“ zum Abschluss der Platte genommen haben, wer weiß, aber es ist ein genialer Track, der eigentlich wieder Hunger auf mehr macht. Aber das nächste Studioalbum dauert sicherlich noch etwas. Aber es gibt ja noch die DVD.
(5/5) -> (4:19)

++ DVD ++

Inhalt
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#1 Lollapalooza
#2 Bridge Benefit
#3 While We Were Out
#4 Brandon’s Injury
#5 Short Film

Ein nettes Intro mit sehr schöner Musik führt in diese DVD ein. Zeichnungen von sehr begabten Brandon schmücken das Pre-Intro nach der Sicherheitswarnung. Das Hauptmenü schmückt eine Krähe. Hier kann man zwischen den 5 oben genannten Optionen wählen.

#1 Lollapalooza zeigt wie Incubus erstmals 2 neue Stücke dem Publikum live vorstellen („Megalomaniac“ und „Pistola“)
#2 Bridge Benefit zeigt wie Incubus einige Stücke unplugged (bis auf die Turntables) spielt. Geile Sache.
#3 While We Were Out zeigt, was die Jungs so zwischen „Morning View“ und ihrem neuen Album getrieben haben. Auch sehr lustig.
#4 Brandon’s Injury ist eigentlich ein recht lustiger Kurzfilm darüber wie er sich den Fuß gebrochen hat. Alles nur nachgestellt! Und mit Kommentaren von ihm.
#5 Short Film ist ein lustiger Kurzfilm mit Gitarrist Mike Einziger

Fazit
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„A Crow Left Of The Murder“ ist wieder ein hammerstarkes Album der 5 Jungs. Die Hitsingle „Megalomaniac“ ist ihrem Ruf treu geblieben und spiegelt das Album sehr gut wider. Brandons super geniale Stimme und die musikalischen Ergüsse der Anderen komplettieren die geniale Palette aus Riffs, Noten und Akkorden, welche Incubus mal wieder zu einem genialem Album zusammengewürfelt haben. Das Sahnehäubchen ist die Bonus-DVD allerdings eben nur bei der Limited Edition. Allerdings hat die einen Nachteil: sie geht nicht in den Standard-CD-Ständer. Aber das ist ja wohl das geringste Problem.
Für Freunde des Crossover und hintergründiger Texte eine Empfehlung wert.

weitere Infos unter www.enjoyincubus.com

25 Bewertungen, 3 Kommentare

  • misscindy

    15.12.2008, 16:09 Uhr von misscindy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse geschrieben, lg Sylvia

  • frankensteins

    18.11.2008, 17:11 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, lg ..........................

  • hjid55

    12.07.2008, 13:42 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich und liebe Grüße Sarah