Abitur Testbericht

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Erfahrungsbericht von Jenny1804

ABITUR oder wie Jenny sich 13 Jahre quälte *gg*

Pro:

viele Freunde, Klassenfahrten, viele Lacher

Kontra:

Lernen, Lernen, Lernen

Empfehlung:

Ja

Juhu liebe Yopi Leser,

heute schreibe ich meinen ersten Bericht... Sozusagen der \"Jungfernbericht\"
Ich habe mich entschlossen, über mein gerade bestandenes Abitur zu schreiben.

Dieser Bericht spiegelt einfach nur meine eigene Meinung wider und ist nicht für die Allgemeinheit gleich, denn jeder emfpindet solche Sachen ja anders. Also: Viel Spaß beim Lesen...

13 JAHRE QUAL??
**************
... sind nun vorbei. Jippie, da freue ich mich so doll. Da ich noch zu der \"alten\" Generation gehöre, musste ich noch 13 Jahre die Schulbank drücken und nicht wie es jetzt geregelt ist 12 Jahre. Diese 13 Jahre waren für mich abwechslungsreicher als ein Tapetenwechsel. Auf und Abs, Höhen und Tiefen wie ich sie in keiner anderen Lebenslage erlebt habe...

Die 5. und 6. Klasse waren wirklich noch einfach. Meine Noten waren gut und ich war stolz. Ich sah mich als \"Große\" da ich endlich von der Grundschule unten war. Doch schon damals habe ich die Leute aus den Oberstufen total beneidet... Ich wünschte mir, auch schon so weit zu sein.

Ab der 7. Klasse wurde die Schule dann von Jahr zu Jahr schwerer und verlangte einiges von mir ab. Irgendwann kamen dann noch Physik und Chemie und eine zweite Fremdsprache dazu. Noch mehr lernen. Die Zeit verging für mich sehr schnell. War ich immer dabei, diejenigen zu beneiden, die schon einige Klassen höher als ich waren, merkte ich gar nicht, wie schnell auch ich immer wieder eine Klasse höher kam. Ein schönes Gefühl.

Dann war es soweit. In der 11. ten Klasse betrat ich das \"Heiligtum\" eines jeden Gymnasiums: Die Oberstufe!!!
Dort ist man erwachsen. Dort blicken die Fünftklässler neidisch zu einem hoch. Dort kommt die \"Autoführerschein - Generation,\" dort macht man blau und fängt an, die Schule nicht mehr so ernst zu nehmen... So dachte ich jedenfalls. Doch leider ist in einer Schule nicht immer alles kunterbunt und schön. Sonst würde ja jeder gerne hingehen *g*

Natürlich habe ich viele neue Freunde gewonnen, mit denen man unendlich viel Spaß haben konnte. Das war auch schön. Doch da war auch noch der ganze Unterrichtsstoff, den ich lernen musste, um meine Noten zu halten. Man, war das ein Stress. Manchmal wollte ich schon alles hinschmeißen, weil es mir einfach zu viel war und ich auch endlich mein eigenes Geld verdienen wollte. Klar, das Abitur war mein Traum seit meiner Kindheit, doch es ist auch sehr hart.
Davon später mehr...

Auf jeden Fall waren die 13 Jahre Schule für mich nicht nur Qual und Folter. Jetzt, im Nachhinein, da ich alles hinter mir habe, vermisse ich die Schulzeit richtig. Klar, ich stand nicht gerne jeden Morgen um 6 Uhr auf. Auch machte ich nicht gerne Hausaufgaben und es war auch nicht immer leicht, im Unterricht aufzupassen.

Doch im Großen und Ganzen war die Schule ein Ort, an dem ich mich durchaus wohl fühlte. Die Klassenfahrten waren lustig. Durch meine Freunde wurde der Unterricht oft aufgepeppt und lustig gestaltet. In den Pausen wurde der neueste Klatsch verbreitet. Über jeden und alles wurde abgelästert. In der Oberstufe stellten wir in den Freistunden die verrücktesten Sachen an oder gingen morgens ins Mc Donalds frühstücken. Es war auch eine schöne Zeit. Eine Zeit ohne Zwang und Verpflichtung. Anders wird es nun in der Ausbildung.

Ihr lieben Leute ich kann euch nur eins sagen: Genießt die Schulzeit - denn es ist die schönste Zeit eures Lebens!!!!

DIE ABIZEIT!!!
**************
... war wohl die lustigste meines Lebens. Erstens wird man so langsam erwachsen. Ich habe in der 12. ten Klasse meinen Autoführerschein gemacht. In der Oberstufe wurde ich 18. Ich habe mit meinen ehemaligen Klassenkameraden viele lustige Partys und Stunden erlebt.

Doch die Abizeit war auch ein Vorgeschmack auf den \"Ernst des Lebens\"

In der 12. ten Klasse galt es, die Leistungskurse zu wählen. Bei uns im Saarland heißt das, man muss drei Fächer wählen, in denen man dann im Abitur schriftlich geprüft wird.
Ich wählte Deutsch, Englisch und Geschichte, meine Lieblingsfächer. Dort war ich immer gut gewesen.

Aber wie schwer die Oberstufe werden würde, habe ich schnell gemerkt. In Geschichte fielen meine Noten radikal. Es wurde schwer. Ich war sonst eigentlich der Typ, der nie so viel lernen zu brauchte sondern das meiste immer verstand. Doch hier musste ich mich zuhause plötzlich auf den Hosenboden sitzen und ordentlich lernen. Eine neue Erfahrung für mich.

In der Oberstufe gibt es bei uns das sogenannte 15 Punkte Notensystem, das heißt:

15 Punkte bis 13 Punkte: sehr gut
12 Punkte bis 10 Punkte: gut
09 Punkte bis 07 Punkte: befriedigend
06 Punkte bis 04 Punkte: ausreichend
03 Punkte bis 01 Punkte: mangelhaft
00 Punkte: ungenügend

Wobei beachtet werden muss, dass ab 04 Punkte die Note im \"roten\" Bereich liegt, dass heißt bei zu vielen roten noten auf den Zeugnissen (über 6) kann einem die Zulassung zum Abitur entzogen werden.

Ich kann nur sagen, dass die Abizeit sehr viel zu lernen war. In allen Fächern. Die Noten mussten in Ordnung sein, damit man die Zulassung zum Abi bekam. Ich konnte mich nicht gehen lassen oder nicht lernen. Es war anstrengend, doch rückblickend muss ich sagen, dass sich diese 2 Jahre intensives Lernen ausgezahlt haben. Vor allem gehen sie auch sehr, sehr schnell vorbei.

Und sehr schnell kamen auch die Prüfungen.
Anfang Mai 2003 war es soweit. Ich wurde in Deutsch, Englisch und Geschichte schriftlich geprüft. Da ich ungefähr 9 Wochen vorher schon angefangen hatte, zu lernen, konnte ich den Stoff zwar nicht sehr gut, aber ich beherrschte ihn und war mir sicher, auf jeden Fall etwas zu wissen.

Für das Abitur muss man nämlich den gesamten Stoff von Klasse 12 und 13 wissen, denn in der Prüfung kann davon etwas an die Reihe kommen. Was, das weiß man nicht, deswegen ist es zu empfehlen, alles zu lernen und damit auch frühzeitig anzufangen, damit man keinen Stress hat.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir die Prüfungen schlimmer vorgestellt habe. Da existieren ja voll die Horrorgeschichten. Doch sooo schlimm war es gar nicht. Mit dem kleinen Unterschied, dass da stand: \"Abiturprüfung 2003\", der Stoff etwas schwieriger war und die Prüfungen 5 Zeitstunden dauerte. Das Fach Geschichte stufte, ich ab, dass heißt, ich schrieb da nur 3 1/2 Stunden, es war also etwas einfacher.

Die drei Prüfungen gingen schnell vorbei und ich hatte zu jeder was gewusst und somit kein so super schlechtes Gefühl.
Nun habe ich noch die mündliche Prufüng vor mir... In Mathematik. Doch davor habe ich keine große Angst. Ich werde das schon schaffen. Und da ich vor vier Tagen meine schriftlichen Ergebnisse bekommen habe, brauche ich keine Angst mehr zu haben, denn mein Abitur habe ich auf jeden Fall bestanden, ob ich nun die mündliche Prüfung schaffe oder nicht.

Mein Abischnitt liegt momentan auf 3.3 Das geht noch. Ich bin zufrieden.

Eigentlich wollte ich mit diesem Bericht nur sagen, dass die Abizeit die schönste Zeit aber auch die schwerste ist... Ich habe viel gelacht, aber auch viel gezittert und geweint, weil es oft sehr schwer war und ich auch keine Lust mehr hatte, weiter zu lernen. Doch letztendlich hat es sich gelohnt. ICH HABE MEIN ABITUR.

Ein Kindheitstraum ging in Erfüllung. Und die Zeit geht schneller rum als man denkt. Vor allem denke ich, dass jeder das Abitur schaffen kann. Es ist machbar. Wenn man sich nur ein wenig zusammenreißt und große Lernbereitschaft zeigt. Und zwei Jahre... hey Leute, das ist wirklich keine lange Zeit.

Also: Ran ans Abi - wenn ich es kann - kann\'s jeder *gg*

Liebe Grüße
Eure
Jenny

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