About Schmidt (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Sven79
Leben ist mehr als Arbeit
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Warren Schmidt ist ein amerikanischer Jedermann. Seine Arbeit bedeutet ihm alles, seine Frau mit der er seit 42 Jahren verheiratet ist bedeutet ihm nichts. Folglich bricht eine kleine Welt für ihn zusammen als er mit 66 Jahren in den Ruhestand geschickt wird. Langeweile und das Bewusstsein für niemand wirklich von Bedeutung zu sein bestimmen von nun an sein Leben. Als dann auch noch seine Frau stirbt, gerät sein Leben völlig aus den Fugen. Die ordnende Hand in seinem Leben fehlt nun und Warren vereinsamt und verlottert zusehends.
Erst die bevorstehend Hochzeit seiner geliebten Tochter Jeannie (Hope Davis) reißt Schmidt aus seiner Lethargie. Mit einem \"Schlachtschiff\" von Wohnmobil macht er sich auf den Weg nach Denver. Unterwegs besucht er die wichtigsten Stationen seines Lebens und fasst schließlich den Entschluss, seine Tochter davon zu überzeugen, nicht den selben Fehler wie er zu machen und deshalb die Hochzeit abzusagen.
Mit Jack Nicholson hat Regisseur Alexander Payne die absolute Idealbesetzung für seinen Schmidt gefunden. Mit sparsamer Mimik macht Nicholson die inneren Kämpfe und Schmerzen seiner Figur sichtbar. Er scheint dieser Schmidt zu sein, er wird eins mit dieser Figur, die verunsichert durch ihr Leben stolpert. Den Kunstgriff, dass Schmidt seine Gedanken und Erlebnisse seinem afrikanischen Patenkind schreibt, hätte es also gar nicht bedurft.
Freilich entbehren gerade diese Briefe nicht einer gewissen Komik, denn hier spricht er aus, was er wirklich über einige Personen denkt. Z.B. über seine Frau: \"alles was sie macht, geht mir auf die Nerven.\" Sein darstellerisches komisches Talent kann Nicholson aber auch aufs Neue beweisen: Herrlich, zum Beispiel, seine ungelenken Versuche ein Wasserbett zu erklimmen.
Ganz köstlich wird es dann im Zusammenspiel mit Kathy Bates. Sie lässt als Randalls Hippiemutter nichts unversucht dem Witwer Schmidt auch sexuell näher zu kommen. Dabei schreckt sie selbst vor Nacktheit nicht zurück. So wie Gott sie schuf, rückt sie dem verwirrten und beinah verängstigten Schmidt auf die Pelle.
Sicher machen auch die übrigen Schauspieler, allen voran Dermot Mulroney als leicht prolliger aber herzensguter Schwiegersohn in spe, ihre Sache gut, aber getragen wird der Film von Jack Nicholson und Kathy Bates. Zur Recht sind deshalb beide für den Oscar nominiert. Nicholson zum wiederholten Mal als bester Schauspieler und Bates als beste Nebenrolle. Beide dürften gute Außenseiterchancen haben.
Alexander Paynes ist mit \"About Schmidt\" einer der wundervollsten Filme der letzten Zeit gelungen. Er ist Abgesang auf die kapitalistische Theorie: Arbeit ist alles. Er schickt einen 66jährigen auf die Suche nach dem Sinn des Lebens. Zu spät möchte man meinen. Und er deckt ähnlich wie \"American Beauty\" eine Reihe der häufigsten Lebenslügen auf. Doch bei aller bewegenden Tragik, fehlt auch Hoffnung, warmherziger Humor und erfrischend Komik nicht. Warum dieser Film deshalb nicht auch in der Kategorie \"Bester Film\" nominiert ist, versteht wohl nur Hollywood.
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Pro: tragisch, komisch und bewegend zugleich
Kontra: nichts
Erst die bevorstehend Hochzeit seiner geliebten Tochter Jeannie (Hope Davis) reißt Schmidt aus seiner Lethargie. Mit einem \"Schlachtschiff\" von Wohnmobil macht er sich auf den Weg nach Denver. Unterwegs besucht er die wichtigsten Stationen seines Lebens und fasst schließlich den Entschluss, seine Tochter davon zu überzeugen, nicht den selben Fehler wie er zu machen und deshalb die Hochzeit abzusagen.
Mit Jack Nicholson hat Regisseur Alexander Payne die absolute Idealbesetzung für seinen Schmidt gefunden. Mit sparsamer Mimik macht Nicholson die inneren Kämpfe und Schmerzen seiner Figur sichtbar. Er scheint dieser Schmidt zu sein, er wird eins mit dieser Figur, die verunsichert durch ihr Leben stolpert. Den Kunstgriff, dass Schmidt seine Gedanken und Erlebnisse seinem afrikanischen Patenkind schreibt, hätte es also gar nicht bedurft.
Freilich entbehren gerade diese Briefe nicht einer gewissen Komik, denn hier spricht er aus, was er wirklich über einige Personen denkt. Z.B. über seine Frau: \"alles was sie macht, geht mir auf die Nerven.\" Sein darstellerisches komisches Talent kann Nicholson aber auch aufs Neue beweisen: Herrlich, zum Beispiel, seine ungelenken Versuche ein Wasserbett zu erklimmen.
Ganz köstlich wird es dann im Zusammenspiel mit Kathy Bates. Sie lässt als Randalls Hippiemutter nichts unversucht dem Witwer Schmidt auch sexuell näher zu kommen. Dabei schreckt sie selbst vor Nacktheit nicht zurück. So wie Gott sie schuf, rückt sie dem verwirrten und beinah verängstigten Schmidt auf die Pelle.
Sicher machen auch die übrigen Schauspieler, allen voran Dermot Mulroney als leicht prolliger aber herzensguter Schwiegersohn in spe, ihre Sache gut, aber getragen wird der Film von Jack Nicholson und Kathy Bates. Zur Recht sind deshalb beide für den Oscar nominiert. Nicholson zum wiederholten Mal als bester Schauspieler und Bates als beste Nebenrolle. Beide dürften gute Außenseiterchancen haben.
Alexander Paynes ist mit \"About Schmidt\" einer der wundervollsten Filme der letzten Zeit gelungen. Er ist Abgesang auf die kapitalistische Theorie: Arbeit ist alles. Er schickt einen 66jährigen auf die Suche nach dem Sinn des Lebens. Zu spät möchte man meinen. Und er deckt ähnlich wie \"American Beauty\" eine Reihe der häufigsten Lebenslügen auf. Doch bei aller bewegenden Tragik, fehlt auch Hoffnung, warmherziger Humor und erfrischend Komik nicht. Warum dieser Film deshalb nicht auch in der Kategorie \"Bester Film\" nominiert ist, versteht wohl nur Hollywood.
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Pro: tragisch, komisch und bewegend zugleich
Kontra: nichts
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