About Schmidt (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von linnie
Jack Nicholson auf den Leib
Pro:
Jack Nicholson in einer weiteren Paraderolle, glänzende schauspielerische Leistung von ihm, viel subtiler Witz und versteckte Botschaften
Kontra:
---
Empfehlung:
Ja
Was für ein Kinofilm: Soll man über Schmidt lachen oder eher weinen? Jack Nicholson überzeugt einmal mehr durch überragende schauspielerische Leistung und stellt gekonnt alle Facetten des Charakters von Warren Schmidt dar.
Zum Inhalt des Filmes:
Der Film beginnt mit Warren Schmidts Pensionierung. Er ist 66 Jahre alt und hat jahrelang für ein Versicherungsunternehmen in Omaha/Nebraska gearbeitet. Nun übernimmt ein "junger Spund" seinen Job, dem Schmidt das eigentlich gar nicht zutraut. Auf seiner Pensionierungsfeier kann man Schmidt noch absolut nicht einschätzen. Er macht anscheinend gute Miene zum bösen Spiel, aber was in ihm vorgeht, erfährt man noch nicht.
Am nächsten Morgen begrüßt Warrens Frau Helen ihn mit einem Frühstück in ihrem gemeinsame Winnebago, einem überdimensional großem Wohnmobil, das Warren Schmidt selbst als "Schlachtschiff" bezeichnet. So richtig begeistert erscheint Schmidt nicht zu sein, als Helen ihn darauf hinweist, dass sie nun in Zukunft viel Zeit in diesem Winnebago verbringen können. Als Schmidt dann schließlich vor dem Fernseher sitzt und gedankenlos hin und her zappt, beginnt ein wichtiger Teil der Geschichte. Warren sieht eine Sendung über arme und kranke Kinder in Afrika, für die man für 22 Dollar pro Monat eine Patenschaft übernehmen kann. Und tatsächlich: Warren Schmidt greift zum Telefon und übernimmt die Patenschaft für eines der Kinder.
Schon bald erhält Warren Schmidt Post, in der ein Foto von seinem neuen Patenkind Ndogu ist. Ihm wird mitgeteilt, dass er Ndogu einen Brief schreiben und ihm möglichst persönliche Informationen mitteilen soll, also greift Schmidt zum Stift und beginnt, einen langen Brief zu schreiben. Er teilt Ndogu alles mit, was ihm gerade in den Kopf kommt, z.B., dass er gerade pensioniert worden ist und von einem unfähigen Kerl ersetzt worden ist. Außerdem schreibt er, was ihn alles an seiner Frau Helen nervt und so weiter. Man bekommt den Eindruck, als ob dieser Brief zu einer Art Tagebuch für Schmidt wird.
Als er den Brief samt Scheck über 22 Dollar zur Post bringen will, saugt seine Frau Staub in der Küche. Warren macht noch einen Umweg über einen Schnellimbiss und als er wieder sein Heim betritt, hört man immer noch den Staubsauger, allerdings liegt Helen nun tot daneben.
Dies ist der Wendepunkt in Schmidts Leben. Zur Beerdigung kommt auch seine Tochter Jeannie aus Denver zu Besuch, die ihren Verlobten Randall mitbringt. Schon in einer früheren Szene hat Schmidt sein Missfallen über die Wahl seiner Tochter zum Ausdruck gebracht und als man Randall nun sieht, versteht man ihn auch. Randall wird dargestellt als Prolet, wie er im Buche steht mit Vokuhila-Frisur und hässlicher Krawatte, der eigentlich gar nicht in die Familie Schmidt passt.
Nach der Beerdigung möchte Jeannie so schnell wie möglich wieder nach Hause fliegen, auch wenn Schmidt sie überredet, noch etwas zu bleiben, um ihm bei der Umgewöhnung zu helfen. Hier tut er einem richtig leid, als er morgens das von Jeannie zubereitete Sandwich isst und seine Tochter ihm klarmacht, dass sie nicht bleiben will, er aber in ein paar Wochen zu ihrer Hochzeit nach Denver kommen soll.
Warren Schmidt bleibt also alleine in Omaha zurück und versucht, sein Leben in den Griff zu bekommen, was ihm allerdings überhaupt nicht gelingt.... Wieder schreibt er Ndogu einen Brief und erzählt ihm, wie er versucht, alleine zurechtzukommen. Er behauptet, dass das gut klappen würde, aber bei einem Blick in das völlig verwüstete Haus erkennt man genau das Gegenteil. Schmidt kann nicht selbst putzen und sich auch nicht selbst versorgen. Also geht er einkaufen und besorgt kiloweise TK-Pizza.
Weil er sich so einsam fühlt, beschließt er, mit seinem Winnebago nach Denver zu fahren, um seine Tochter zu besuchen. Unterwegs ruft er sie an, um seine Ankunft anzukündigen, doch Jeannie macht ihm unmissverständlich klar, dass sie ihn nicht sehen will und er erst zur Hochzeit kommen soll. Also macht sich Schmidt auf zu einer Reise durch die USA mit dem Winnebago. Er besucht seine Heimatstadt, in der er geboren wurde, macht Bekanntschaft mit anderen Campern und kommt schließlich auch nach Denver, wo er Randalls "prollige" Familie kennenlernt. Da wäre z.B. Randalls Mutter (gespielt von Kathy Bates), die ziemlich heruntergekommen ist. Beim Abendessen im familiären Kreise merkt man deutlich, wie unangenehm Warren die Anwesenheit dieser komischen Familie ist und so sagt er seiner Tochter nach dem Essen nochmals, dass sie Randall nicht heiraten soll, weil sie einfach etwas Besseres verdient hätte. Doch Jeannie will nicht auf ihn hören. Die Hochzeit findet statt.
Fazit:
Zwischendurch gibt es noch einige Episoden, die ich jetzt nicht verraten möchte und auch das Ende des Filmes ist echt sehenswert. Endlich mal ein ganz anderer Film, nicht der übliche Hollywood-Kitsch, sondern ein Film, in dem eine einzige Person im Mittelpunkt steht, nämlich Warren Schmidt, und in dem sämtliche Nebendarsteller eigentlich völlig egal sind. Der Zuschauer erlebt nach und nach die Gefühle und Verwandlungen von Schmidt mit und dank Jack Nicholsons überzeugender schauspielerischer Leistung wird der Film auch keine Minute langweilig, obwohl eigentlich vom Inhalt her nicht viel passiert.
Der Film schwankt immer zwischen Ironie und Trauer, Schmidt erlebt Höhen und noch mehr Tiefen und der Zuschauer ist mittendrin. Auch die Briefe an Ndogu sind witzig. Schmidt merkt gar nicht, was er da manchmal schreibt.
Ein echt gelungener und absolut sehenswerter Film, für Jack Nicholson Fans ein wirkliches Muss!
Zum Inhalt des Filmes:
Der Film beginnt mit Warren Schmidts Pensionierung. Er ist 66 Jahre alt und hat jahrelang für ein Versicherungsunternehmen in Omaha/Nebraska gearbeitet. Nun übernimmt ein "junger Spund" seinen Job, dem Schmidt das eigentlich gar nicht zutraut. Auf seiner Pensionierungsfeier kann man Schmidt noch absolut nicht einschätzen. Er macht anscheinend gute Miene zum bösen Spiel, aber was in ihm vorgeht, erfährt man noch nicht.
Am nächsten Morgen begrüßt Warrens Frau Helen ihn mit einem Frühstück in ihrem gemeinsame Winnebago, einem überdimensional großem Wohnmobil, das Warren Schmidt selbst als "Schlachtschiff" bezeichnet. So richtig begeistert erscheint Schmidt nicht zu sein, als Helen ihn darauf hinweist, dass sie nun in Zukunft viel Zeit in diesem Winnebago verbringen können. Als Schmidt dann schließlich vor dem Fernseher sitzt und gedankenlos hin und her zappt, beginnt ein wichtiger Teil der Geschichte. Warren sieht eine Sendung über arme und kranke Kinder in Afrika, für die man für 22 Dollar pro Monat eine Patenschaft übernehmen kann. Und tatsächlich: Warren Schmidt greift zum Telefon und übernimmt die Patenschaft für eines der Kinder.
Schon bald erhält Warren Schmidt Post, in der ein Foto von seinem neuen Patenkind Ndogu ist. Ihm wird mitgeteilt, dass er Ndogu einen Brief schreiben und ihm möglichst persönliche Informationen mitteilen soll, also greift Schmidt zum Stift und beginnt, einen langen Brief zu schreiben. Er teilt Ndogu alles mit, was ihm gerade in den Kopf kommt, z.B., dass er gerade pensioniert worden ist und von einem unfähigen Kerl ersetzt worden ist. Außerdem schreibt er, was ihn alles an seiner Frau Helen nervt und so weiter. Man bekommt den Eindruck, als ob dieser Brief zu einer Art Tagebuch für Schmidt wird.
Als er den Brief samt Scheck über 22 Dollar zur Post bringen will, saugt seine Frau Staub in der Küche. Warren macht noch einen Umweg über einen Schnellimbiss und als er wieder sein Heim betritt, hört man immer noch den Staubsauger, allerdings liegt Helen nun tot daneben.
Dies ist der Wendepunkt in Schmidts Leben. Zur Beerdigung kommt auch seine Tochter Jeannie aus Denver zu Besuch, die ihren Verlobten Randall mitbringt. Schon in einer früheren Szene hat Schmidt sein Missfallen über die Wahl seiner Tochter zum Ausdruck gebracht und als man Randall nun sieht, versteht man ihn auch. Randall wird dargestellt als Prolet, wie er im Buche steht mit Vokuhila-Frisur und hässlicher Krawatte, der eigentlich gar nicht in die Familie Schmidt passt.
Nach der Beerdigung möchte Jeannie so schnell wie möglich wieder nach Hause fliegen, auch wenn Schmidt sie überredet, noch etwas zu bleiben, um ihm bei der Umgewöhnung zu helfen. Hier tut er einem richtig leid, als er morgens das von Jeannie zubereitete Sandwich isst und seine Tochter ihm klarmacht, dass sie nicht bleiben will, er aber in ein paar Wochen zu ihrer Hochzeit nach Denver kommen soll.
Warren Schmidt bleibt also alleine in Omaha zurück und versucht, sein Leben in den Griff zu bekommen, was ihm allerdings überhaupt nicht gelingt.... Wieder schreibt er Ndogu einen Brief und erzählt ihm, wie er versucht, alleine zurechtzukommen. Er behauptet, dass das gut klappen würde, aber bei einem Blick in das völlig verwüstete Haus erkennt man genau das Gegenteil. Schmidt kann nicht selbst putzen und sich auch nicht selbst versorgen. Also geht er einkaufen und besorgt kiloweise TK-Pizza.
Weil er sich so einsam fühlt, beschließt er, mit seinem Winnebago nach Denver zu fahren, um seine Tochter zu besuchen. Unterwegs ruft er sie an, um seine Ankunft anzukündigen, doch Jeannie macht ihm unmissverständlich klar, dass sie ihn nicht sehen will und er erst zur Hochzeit kommen soll. Also macht sich Schmidt auf zu einer Reise durch die USA mit dem Winnebago. Er besucht seine Heimatstadt, in der er geboren wurde, macht Bekanntschaft mit anderen Campern und kommt schließlich auch nach Denver, wo er Randalls "prollige" Familie kennenlernt. Da wäre z.B. Randalls Mutter (gespielt von Kathy Bates), die ziemlich heruntergekommen ist. Beim Abendessen im familiären Kreise merkt man deutlich, wie unangenehm Warren die Anwesenheit dieser komischen Familie ist und so sagt er seiner Tochter nach dem Essen nochmals, dass sie Randall nicht heiraten soll, weil sie einfach etwas Besseres verdient hätte. Doch Jeannie will nicht auf ihn hören. Die Hochzeit findet statt.
Fazit:
Zwischendurch gibt es noch einige Episoden, die ich jetzt nicht verraten möchte und auch das Ende des Filmes ist echt sehenswert. Endlich mal ein ganz anderer Film, nicht der übliche Hollywood-Kitsch, sondern ein Film, in dem eine einzige Person im Mittelpunkt steht, nämlich Warren Schmidt, und in dem sämtliche Nebendarsteller eigentlich völlig egal sind. Der Zuschauer erlebt nach und nach die Gefühle und Verwandlungen von Schmidt mit und dank Jack Nicholsons überzeugender schauspielerischer Leistung wird der Film auch keine Minute langweilig, obwohl eigentlich vom Inhalt her nicht viel passiert.
Der Film schwankt immer zwischen Ironie und Trauer, Schmidt erlebt Höhen und noch mehr Tiefen und der Zuschauer ist mittendrin. Auch die Briefe an Ndogu sind witzig. Schmidt merkt gar nicht, was er da manchmal schreibt.
Ein echt gelungener und absolut sehenswerter Film, für Jack Nicholson Fans ein wirkliches Muss!
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