Burnout 2 - Point Of Impact (PS2 Spiel) Testbericht

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ab 14,63
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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  sehr gut
  • Sound:  gut
  • Bedienung:  einfach
  • Wird langweilig:  nie
  • Suchtfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von denjuandemarco

Faszinierende Crash-Orgie

Pro:

Überragend hübsche und sehr flüssige Optik, Höllentempo, Action ohne Ende, sauberes Handling, großer Funfaktor, sehr motivierend und abwechslungsreich, deutlich weniger Zufalls-Crashs, Spieldauer

Kontra:

Etwas zu zahme Soundkulisse, Multiplayer kann mit Solomodus nicht mithalten, immer noch vereinzelt zu geniale CPU-Gegner und daraus resultierender Frust

Empfehlung:

Ja

Rasante Rennspiele sind aus meiner Sicht naturgemäß kein Fehler, als etwas störend empfand ich jedoch die Tatsache, dass innerhalb der letzten Jahre eher die Masse stimmte als die Klasse. Klar gab es den ein oder anderen herausragenden Titel, aber viele Racer entpuppten sich schon sehr schnell als 08/15-Titel bar jeglicher Innovation. Insbesondere Letzteres kann man dem Entwicklerteam Criterion im Hinblick auf „Burnout 2, Point of Impact“ wahrlich (Hersteller ist im Übrigen Acclaim, auch an diese geht mein Kompliment) nicht vorwerfen. Ganz im Gegenteil, diese konnten den Vorgänger sogar noch deutlich toppen, letztlich haben wir es in der Tat mit einem absoluten Mega-Hit für die Sony Playstation 2 zu tun, dem ich wirklich jedem nur halbwegs am Rennspiel-Genre Interessierten von Euch wärmstens empfehlen kann. Die vereinzelten Patzer des ersten Teils wurden nahezu komplett ausgemerzt, es fällt wirklich schwer, an diesem zweiten Teil gravierende Mängel entdecken zu können, ja dies ist nahezu unmöglich. Hier stimmt wirklich praktisch alles: Action, Tempo, Handling, Umfang, Präsentation und auch Langzeitmotivation. Mit einem Wort: Wow!


Fasten your seat belts, please

Spielmodi gibt es reichlich und tatsächlich unterscheiden sich diese dabei erheblich voneinander. Im Splitscreenmodus dürfen wir zu zweit gegeneinander antreten, was dann auch wirklich für wochen- und eventuell sogar für monatelangen Fahrspaß sorgen kann. Zudem kann natürlich in den anderen Modi das Joypad hin- und hergereicht werden, der Schwerpunkt liegt hier jedenfalls eindeutig im Einzelspielerspaß. Die Auswahl der Fahrzeuge ist mit über zwanzig grundverschiedenen Karossen angenehm groß, selbstverständlich lassen sich auch in diesem zweiten Teil weitere Spezialfahrzeuge freischalten. Limousinen, Sportwagen, Oldtimer und hochgezüchtete PS-Monster geben sich hier die Ehre. Die Rennstrecken bestehen größtenteils aus Stadtkursen aber auch auf Autobahnen, einem Flughafengelände, an Küstengebieten und hoch oben in den Bergen lassen wir die Reifen qualmen. Damit das Ganze auf Dauer nicht zu eintönig wird, halten uns wechselnde Rahmenbedingungen auf Trab, das Wetter wechselt mitunter öfter als es uns möglicherweise lieb ist (Sonnenschein, Gewitter und auch Schneefall) und natürlich sind wir auch zu unterschiedlichen Tageszeiten (im Sonnenaufgang, Sonnenuntergang oder auch mitten in der Nacht) unterwegs. Nur in einem Punkt gibt es kaum Unterschiede: wir rasen permanent in einem Affenzahn durch den öffentlichen Straßenverkehr, vornehmlich im Gegenverkehr und flüchten vor der Polizei. Heftige Unfälle lassen sich nicht andauernd vermeiden, selbst die eingefleischten Profis unter uns sind davor nicht immun, speziell an Straßenkreuzungen wird es richtig haarig. Etwas Positives sei aber deutlich erwähnt: die auf Dauer doch nervigen Dauercrashs des Vorgängers sind hier nahezu passé. Ihr werdet somit nicht alle paar Meter unverschuldet in Unfälle verwickelt, Glück und Zufall spielen demzufolge eine weniger dominante Rolle als noch im ersten Teil. Wenn es in „Burnout 2“ ordentlich knallt, dann seid Ihr es in den meisten Fällen auch wirklich selber schuld. Das ist ein enorm wichtiger Aspekt und trägt erheblich zu einem gesteigerten Spielspaß bei.


Wer bremst, verliert

In „Point of Impact“ kommen Simulationsfans definitiv nicht auf ihre Kosten, hier soll fast unentwegt Vollgas gegeben werden und blitzschnell auf Unvorhergesehenes reagiert werden. Ein unglaublich rekordverdächtig hohes Tempo und ein heftig hoher Actiongehalt sind dabei ganz große Stärken dieses Raserspektakels. Um vermehrt auftretende frustrierende Situation gleich zu Beginn des Spiels zu vermeiden, ist ein Besuch in der Fahrschule quasi Pflicht. Zahlreiche Übungen müssen absolviert werden und machen schon nach ziemlich kurzer Zeit klar, was auf Euch zukommt. Wichtig ist es, nicht nur rasend schnell unterwegs zu sein und den Hindernissen reaktionsschnell ausweichen zu können, sondern so ganz nebenbei auch noch imposante Stunts zu vollführen. Leichter gesagt als getan, kein Zweifel, hier sind Talent und Ausdauer Grundvoraussetzung, um langfristig bestehen zu können. Angsthasen oder sonstigen Weichflöten haben hier nichts zu suchen, kein Zweifel. Je waghalsiger Eure Aktionen ausfallen, umso schneller füllt sich die Boost-Leiste, die Euch noch schneller macht beziehungsweise dafür sorgt, einen Extraturbo zünden zu können. Zu empfehlen sind somit längere Ausflüge auf die Gegenfahrbahn, riskante Drifts in langgezogenen Kurven, waghalsige Überholmanöver und weite Sprünge. Das Handling ist dabei nicht sonderlich komplex ausgefallen, nach wenigen Minuten sollte jeder von Euch geschnallt haben, was verlangt ist, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Ausführung ist dann allerdings noch eine ganz andere Geschichte, nichtsdestotrotz wird uns der Einstieg nicht besonders schwer gemacht, die Kamera ist netterweise immer voll auf der Höhe. Anfänger, Fortgeschrittene und auch Profis werden sich nicht langweilen, die Zielgruppe ist demzufolge wirklich groß.


Ellbogen-Mentalität

Im Meisterschaftsmodus rasen wir in einem 4er-Starterfeld gegen die Konkurrenz aus dem CPU-Lager. Ziel ist es hier, möglichst viele Punkte zu ergattern, um dann die Qualifikation für den nächsthöheren Wettbewerb zu packen. Gelingt es uns sogar, in einer Meisterschaftsserie jedes Rennen zu gewinnen, winken nette Extras in Form von zusätzlichen Trials, was primär ein Duell gegen einen CPU-Fahrer (Face Off) oder das Einsacken eines Verkehrsrowdies als Polizist bedeutet. Diesen gilt es solange zu rammen, bis dessen Karre sprichwörtlich auseinander bröselt. Sinn und Zweck des Ganzen? Neue Fahrzeuge natürlich. Des Weiteren existiert der spaßige Crash-for-Cash-Modus, indem der Name eigentlich schon verrät, worum es geht. Baut so viele mega Crashs wie nur irgendwie möglich, Ziel ist es, einen mächtig hohen Versicherungsschaden zu verursachen. Zielorte sind hierbei neuralgische Verkehrsknotenpunkte, in die Ihr - mit Vollgas, versteht sich – lustig hineinbrettert. Die sich anschließende Kettenreaktionen wird sehr anschaulich präsentiert, wobei Ihr mit der Zeit merkt, dass in diesem Fall schon etwas nachgedacht werden sollte. Na ja, zumindest etwas. Zahlreiche Versuche dürften vergehen, bis Ihr bei der entsprechenden Aufgabe wisst, mit welchem Tempo Ihr eine bestimmte Stelle erreicht, um es dann ordentlich krachen zu lassen, zarte taktische Elemente kommen hier (überraschenderweise) zur Geltung, man soll es kaum glauben. Scharf sind wir dabei in erster Linie auf die Medaillen, welche es für entsprechend gute beziehungsweise sehr gute Leistungen zu ergattern gibt. Ich schätze jedenfalls, dass dieser Spielmodus Euch am Längsten vor den Bildschirm fesseln wird.


Spielfluss pur

Neben dem atemberaubend hohen Tempo, den angenehm selten vorkommenden unfairen Passagen, der blitzsauberen Steuerung und der spektakulären Kameraführung beeindruckt vor allem eines: die erstaunlich konstant superflüssige Optik. Für mich war es unfassbar, wie wenig hier gepatzt wird. Unmengen an schön modellierten Fahrzeugen, sehr viele Randobjekte, detaillierte Texturen im Hintergrund und dies in Verbindung mit dem Höllentempo und der enorm hohen Auflösung und trotzdem kein Ruckeln weit und breit. Das ist fantastisch und kann gar nicht mächtig genug gelobt werden. Zusätzlich gibt es einige sehr schöne Lichteffekte zu bestaunen, welche für eine noch dichtere Spielatmosphäre sorgen. Es ist einfach großartig, was wir hier in „Burnout 2, Point of Impact“ für die Sony Playstation 2 erblicken dürfen. Die sehr gelungene Kameraführung gibt uns nicht nur das Gefühl, mittendrin in der Action zu sein, sondern sorgt für eine erstaunlich gute Übersicht, trotz des gewollten Chaos, welches sich permanent auftut. Selbstverständlich sind die Crashs quasi das Salz in der Suppe, hier darf sich nicht nur bei der Betrachtung der prächtig in Szene gesetzten Unfälle einige Sekunden zurückgelehnt werden, sondern es wird der Adrenalinspiegel zusätzlich konstant oben gehalten. Langeweile ist hier definitiv ein Fremdwort. Für unsere Technikfreaks: 16:9 wird ebenso unterstützt wie auch der 60-Hertz-Modus, dies noch als kleine Info am Rande. Der Soundtrack kann mit der exorbitant guten Grafikperformance leider nicht ganz mithalten, dieser muss sich mit einem (nur) gut zufrieden geben. Die Musikstücke sind zwar völlig okay, die englische Sprachausgabe gelungen und auch die Soundeffekte sind abwechslungsreich und klingen durchweg authentisch, doch insgesamt wirkt das Ganze auf mich einen Tick zu unspektakulär, als dass ich von einer mitreißenden Soundkulisse sprechen könnte. Trotzdem ist der Sound zweifelsohne „nett“, aber eben nicht überragend gut. Das tut der allgemein faszinierenden Atmosphäre aber keinen Abbruch, nach wenigen Minuten werdet Ihr in den Bann gezogen und legt in der Folgezeit sicherlich öfter einmal viel später das Joypad aus der Hand als Ihr es ursprünglich (Stunden zuvor) eigentlich vorhattet. Ein starker Suchtfaktor macht sich breit und dafür ist primär die Top-Grafik verantwortlich.


Allerdings

Kleine aber feine Kritikpunkte gibt es aber auch hier aufzuzeigen: einige Unfälle passieren immer noch, ohne dass Ihr auch nur den Hauch einer Chance hattet, immer noch spielen Glück und Zufall eine nicht unwesentliche Rolle. Doch immerhin sind diese nicht mehr so nervig dominant wie noch beim Vorgänger. Natürlich ist dieses Rennspektakel auch enorm unrealistisch, auch dies will ich weiß Gott nicht unter den Teppich kehren. Die ein oder andere Herausforderung ist zweifelsohne zu happig ausgefallen, an dem ein oder anderen Punkt werdet Ihr aller Voraussicht nach Euch länger aufhalten müssen, als es Euch eigentlich lieb ist, hier nerven etwas zu geniale CPU-Gegner. In solchen Momenten ist es leider Pflicht, eine nahezu perfekte Vorstellung abzugeben, soll heißen ein mehrere Minuten andauerndes Rennen im Höchstgeschwindigkeitstempo ohne auch nur einen einzigen Fehler. Das ist starker Tobak, kein Zweifel. Die logische Konsequenz ist, dass Ihr an jenen Stellen, oft eine halbe oder gar ganze Stunde verharren müsst, einfach nicht weiterkommt und zarte Frustgefühle aufkommen. Doch das ist mir immer noch wesentlich lieber als ein zu leichtes Rennspiel, gar keine Frage. Lieber verzweifele ich zwischendurch ein bisschen und hadere mit meinem Schicksal als dass ich ein Game quasi im Spaziergang durchpflügen kann, was auch bei einem noch so hübschen Racer einen faden Nachgeschmack hinterlassen würde. „Burnout 2“ für die PS2 ist fordernd aber nur selten richtig unfair, kein Vergleich zum teils frustigen ersten Teil. Wem das Ganze im Übrigen aber trotzdem zu leicht sein sollte (die Racer-Halbgötter unter uns dürften sich nun angesprochen fühlen), der darf sich auch gerne mit Lenkrad an dieses Spektakel wagen, ich selber habe das aber lieber sein gelassen.


Fazit

Wer den ersten Teil von Burnout mochte, wird diesen zweiten Teil lieben. Fast alle Patzer wurden ausgemerzt, so dass wir es im Fall von „Burnout 2, Point of Impact“ tatsächlich mit einem Rennspiel-Hit für Sonys 128-Bit-Konsole zu tun haben. Optik, Speed, Handling, Actiongehalt, ein (größtenteils) ausgewogener Schwierigkeitsgrad und die niemals zu unterschätzende Langzeitmotivation sorgen für ein herausragendes Spielerlebnis. Einmal allerdings komplett durchgezockt (bis dahin ist es allerdings ein weiter Weg), ist es schon etwas fraglich, ob man das Ganze noch einmal von vorne angehen möchte. Ich schätze eher nicht, so dass der Wiederspielwert nicht ganz so hoch einzuschätzen sein dürfte. Ich verneige mich (fast) in Demut vor diesem Meisterwerk. Meine Spielspaßwertung in Höhe von satten 84% macht deutlich, was ich von dieser Raserorgie halte.




Inhalt: 8,5 / 10
Grafik: 9,0 / 10
Sound: 7,0 / 10
Steuerung: 8,5 / 10
Schwierigkeitsgrad: 6,5 / 10
Langlebigkeit: 7,5 / 10
Solospielerspaß: 9,0 / 10
Mehrspielerspaß: 7,5 / 10

Spielspaß insgesamt: 84%

34 Bewertungen, 12 Kommentare

  • tanja2003

    12.11.2006, 16:41 Uhr von tanja2003
    Bewertung: sehr hilfreich

    ~~~ sh ~~~ und einen schönen Sonntag wünscht....Tanja

  • Baby1

    12.11.2006, 13:33 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    ~~ LG Anita~~

  • morla

    14.10.2006, 00:08 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • LilaLisa

    13.10.2006, 17:16 Uhr von LilaLisa
    Bewertung: sehr hilfreich

    ECHT, TOP-Bericht! Nur weiter so! ;-) Liebe Grüsse Lisa :-)

  • swissflyer

    13.10.2006, 15:11 Uhr von swissflyer
    Bewertung: sehr hilfreich

    :-)) SH ((-:

  • HiRD1

    13.10.2006, 14:48 Uhr von HiRD1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Handschuhe & Helm

  • naila

    13.10.2006, 14:34 Uhr von naila
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht ! Fränzy

  • waltraud.d

    13.10.2006, 13:35 Uhr von waltraud.d
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Sommergirl

    13.10.2006, 13:24 Uhr von Sommergirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    toller Bericht

  • anonym

    13.10.2006, 12:04 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    ☼ Sehr Hilfreich und ein schönes Wochenende ☼

  • Gozo-Bernie

    13.10.2006, 12:04 Uhr von Gozo-Bernie
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruss aus Sizilien

  • Magicfinger

    13.10.2006, 11:56 Uhr von Magicfinger
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich ! man liest sich ! CU Magicfinger