Acer Aspire 1692WLMi Testbericht

Acer-aspire-1692wlmi
ab 214,04
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Summe aller Bewertungen
  • Verarbeitung:  gut
  • Ergonomie & Bedienung:  gut
  • Akkulaufzeit:  lang
  • Festplatten-Kapazität:  groß
  • Gewicht:  durchschnittlich
  • Software-Ausstattung:  gut

Erfahrungsbericht von Amtsschimmel

Das munter pfeiffende Ausstattungswunder

3
  • Verarbeitung:  durchschnittlich
  • Ergonomie & Bedienung:  durchschnittlich
  • Akkulaufzeit:  lang
  • Festplatten-Kapazität:  groß
  • Gewicht:  durchschnittlich
  • Software-Ausstattung:  gut
  • Besitzen Sie das Produkt?:  ja

Pro:

Hardware-Ausstattung, Performance, Konnektivität, Display bedingt.

Kontra:

Geräusch-Kulisse, Portabilität, Ergonomie, Audio-Ausgang, Verarbeitung, chauvinistische Touchpad-Software, bedingt Display

Empfehlung:

Nein

Ausstattung
Intel® Centrino™ Mobiltechnologie mit Intel® Pentium® M Prozessor 740 (2MB L2 Cache/ 1.73GHz/ 533MHz FSB), Microsoft® Windows® XP Home Edition, Intel® 915PM Chipsatz - Intel® PRO/Wireless 2200BG, 15.4" Acer CrystalBrite WXGA TFT Display, ATI Mobility™ Radeon® X700 mit 128 MB PCIe, 512 MB PC 333 Ram, 80GB HDD, DVD-Dual Double Layer, 56Kbps Modem, 10/100/1000 LAN, WLAN 802.11g, 4-in-1 Card-Reader

Verarbeitung
Das Plastik-Gehäuse scheint auf den ersten Blick durchschnittlich solide verarbeitet, gibt jedoch unter Druck (z.b. beim umhertragen) nach. Selten knarzt es dabei ein wenig z.B. beim Anheben des Handballens wärend dem tippen. Das Keyboard ist leichtgängig und bietet trotz leicht einknickenden Tasten guten Druckpunkt - bei allzuschnellem Schreiben bleibt man jedoch öfters mit den Fingerkuppen an der Unterkante der Nachbartaste hängen. Die Tasten um das Gehäuse sind solide, die Bluetooth an/aus und W-Lan an/aus Taste an der Vorderseite zudem blau und orange beleuchtet – wenn der jeweilge Dienst aktiviert ist. Das DVD-Laufwerk ist in geöffnetem Zustand notebooküblich klapprig, sitzt geschlossen jedoch bombenfest. Sein Öffnungs-Mechanismus spricht nur langsam aber zuverlässig an, eine unbeabsichtigte Öffnung ist meiner Erfahrung nach ausgeschlossen.
Das Display wackelt gut im Wind und bei Erschütterungen, bei schnellem tippen minimal. Die Scharniere machen einen guten Eindruck, lediglich der Deckel selbst wirkt wie der Rest des Gehäuses etwas nachgiebig und unsteif. Nach 3 Monaten täglichem Gebrauch macht sich noch kein Verschleiss bemerkbar. Die Ecken unten im Bild sind bei meinem Modell leicht abgedunkelt, es scheint als wäre das (in meinem Fall auch pixelfehlerfreie) Display an diesen Stellen zu stark in den Rahmen gepresst worden.
Der VGA-Ausgang bot im Windows Betrieb ein exzellentes Bild auf meinem BenQ-TFT, bei dem Spiel Jets’n’Guns flackerte jedoch das Menü - ein Problem das ich am Desktop mit dem gleichen TFT nicht hatte.
Eine der 4 Gumminoppen der Unterseite, die für den guten Grip auf dem Tisch sorgen, ist in den Akku eingelassen. Möchte man diesen zum arbeiten im Netzbetrieb herausnehmen fehlt nicht nur eine ganze Ecke Laptop, es wackelt dann auch wie ein Kuhschwanz. Akku-Schoner kommen bei diesem Gerät also nicht auf ihre Kosten. Kuhschwanz-Fetischisten hingegen schon.
Das hartgummiartige, abschaltbare Touchpad spricht gut und selten unerwünscht an, bremst bei feuchten Fingern jedoch gerne aus. Das pad lässt sich mit sehr vielen Einstellungen über den mitgelieferten Treiber regulieren.

Akkustik
Die Lüfter sind erträglich laut. Die Unregelmässigkeit mit der sie im Netzbetrieb jedoch beim surfen, Office-Anwendungen und auch in Umgebungen mit wenig Performancebedarf zu oft anspringen, stören. Bei Vollast (meiner Erfahrung nach nur in aufwendigen 3D Spielen) blasen sie dann durchgehend und hochfrequent laut - auf einem Niveau das sich für empfindliche Ohren eigentlich nur noch mit entsprechender Hintergrundmusik / Action ertragen lässt. Am Spitzenpunkt macht sich ein störendes, flatterndes Geräusch bemerkbar das ich jedoch noch nicht 100% den Lüftern zuordnen kann.
Laut einigen Internetforen lassen sich die Lüfter mit zusätzlicher Centrino-Software durch das Heruntertakten des Prozessors bzw dessen Spannung und Einstellungsoptionen in den ATI Grafiktreibern wohl länger ruhig stellen. In wie weit das Laptop darunter jedoch leidet ist mir nicht bekannt.
Ohne Belüftung produziert das Laptop normalerweise nur sporadisch ein leises, gurgelndes Festplattengeräusch. Generell und sehr häufig macht sich jedoch ein extrem störendes, hochtöniges Fiep- bzw Sirrgeräusch bemerkbar, das nur durch die lese- oder schreibaktivitäten der Festplatte unterbrochen wird - und meiner Vermutung nach durch ihre Leerlaufrotation entsteht. In etlichen Internetforen habe ich inzwischen schon von diesem Problem gelesen. So weit verbreitet es zu sein scheint, nicht alle User scheinen sich auch daran zu stören. Für mich ist es jedoch der mit Abstand größte Nerv-faktor an diesem Book. Beim Musikhören ist das Geräusch normalerweise ganz verschwunden, doch wer möchte schon die ganze Zeit Gedudel im Hintergrund?
Schliesst man das Laptop an die Anlage an, hört man dieses eigentlich eher mechanische Geräusch im Leerlauf dann leider auch noch verstärkt über die externen Boxen! Kein gutes Zeichen für den Audioausgang, der auch durch die schlechte Rauschunterdrückung auffällig wird.
Die Notebook-Speaker an sich machen einen befriedigenden Eindruck. Obwohl der Bass fehlt, klingt die Musik nicht allzu blechern. Die persönlichen Lieblingssongs lassen sich damit im Notfall abspielen, auf Dauer ist es jedoch keine Lösung, wie beispielsweise die den Lautsprecher der Sony Vaio S-Serie, oder dem Harman/Kardon System mancher Toshiba-Notebooks.
Die Geräuschentwicklung des DVD Laufwerks hängt von der Pressung der Scheibe ab – von sehr laut bis sehr leise ist hier alles drin.

Performance
Die Anwendungsperformance im Office-Bereich, bei der Grafikbearbeitung und Bildbetrachtung, ist angenehm schnell - auch bei aktuellen 3D-Spielen. Das weitverbreitete World-of-Warcraft läuft beispielsweise nahezu durchgängig flüssig auf der höchster Detailstufe bei 1280 x 800 pixeln (widescreen). Doch ein Benchmark sagt mehr als tausend Worte (in meinem Fall mit 2x512 mb PC 400 Ram):
3D Mark 2005: 2256
Beim Brennen einer DVD oder CD friert das Gerät in anderen Anwendungen nahezu ein. Ein Arbeiten ist dann kaum noch möglich, denn der Wechsel zwischen den Anwendungen dauert dann eine kleine Ewigkeit. Der Brenner ist verglichen mit aktuellen Dekstop-PCs recht träge, für eine 700 mb große CD benötigt er knappe 6 Minuten. Eine 4,7 gb volle DVD beschreibt er in etwa 15 Minuten.
Die im mobilen Bereich sehr seltene Gigabit (sprich 1000 mbit statt 100) Lan-Anbindung klingt vielversprechend, wird in der Praxis jedoch oftmals am Flaschenhals der Festplatte / des Rams (?) ihre Grenzen finden. Ein Geschwindigkeitstest konnte ich nicht durchgeführen, das Lan funktioniert jedoch problemlos.

Software-Ausstattung
Neben dem Privatkunden-Betriebsystem Windows XP Home Edition (SP2) werden eine für mich zu umständliche Acer-Software-Suite zum Betrachten von Bildern, DVDs und dem Brennen von CDs/DVDs namens Arcade mitgeliefert, sowie das lowcost Office-Paket Microsoft Works 7.0 und PowerProducer Gold, einer DVD Authoring-Software von Cyberlink, dem Hersteller des bekannten PowerDVD (das ebenfalls beiliegt). Die Softwareausstattung ist zu diesem Preis akzeptabel, was mir fehlte konnte ich dann auch mit etwas freier Software aus dem Netz füllen bzw ersetzen.
Die Software ist vorinstalliert, und liegt inkl Windows XP Home in 4 Backup-CDs vor (eine Backup-DVD lässt sich (von Acer empfohlen) zu Beginn brennen. Die einzig beigelegte Software-CD ist die Trial-Version des Virenscanners und separat, Works. Und „die blaue Seuche“ AOL, die sogar in die Installationsroutine von Windows XP (optional) mit eingearbeitet wurde.
Die Energieeinstellungen und in Teilen auch das Bios-Setup sind mit einer bunten Acer Anwendung vom Desktop aus leicht zu bedienen.
Die mitgelieferte Software des Touchpads lässt sich mit sehr vielen nützlichen und unnützlichen Einstellungen konfigurieren. Leider verkrüppelte sie die Logitech Mouseware meines MX 510 Nagers. Sie lies sich zwar reibungslos installieren und starten, die Tastenbelegung wollte jedoch auf den Standart festgelegt - und kann nicht verändert werden. So harre ich derzeit bei nun 6 für mich nahezu überflüssigen Tasten ohne ein Substitut für die Doppelklick- oder Fensterschliess-Taste.
Das Gerät ist sonst alles in allem gut vorkonfiguriert, die 4 Sondertasten am oberen rechten Fuß des Displays lassen sich per Software frei belegen.
Das Wiederherstellen des werkseitigen Backups mit der zuvor angefertigten DVD verlief für mich viel zu umständlich. Wichtige Systemprogramme wie das Energiemanagment wurden nicht mitinstalliert, sämtliche Funktionstasten (Wlan/Email/etc) waren dadurch nutzlos. Sogar der Grafikkarten-Treiber fehlte und verhinderte die vorgesehene Auflösung. Alle Tools und Treiber konnten jedoch mit hilfe der DVD über mehrere Etappen nachinstalliert werden.

Display
Die neue CrystalBrite Technik von Acer versucht die farbenfrohe Darstellungsqualität durch eine stark spiegelnde Oberfläche (Glossy bzw Glare genannt) zu erkaufen.
Bei schwarzem, eingeschaltetem Schirm hinterlässt das Acer durch die Beleuchtung einen größeren weissen Rand unten. Wolkenbildung in weissem Bild ist bis auf die Ränder (minimal) nicht zu erkennen. Die Schärfeleistung ist ordentlich. Das Display hat jedoch ein starkes Blickwinkel Problem: schon bei perfekt justiertem Schirm meint man ab der Hälfte des Bildes eine minimale Verdunklung bzw Farbverfälschung auszumachen. Damit könnte man sich abfinden, doch das Acer lässt so gut wie keinen vertikalen als auch horizontalen Blickwinkel-Spielraum zu, ohne dass eine Verfärbung eintritt. Der Gesamteindruck des Displays wird dadurch erheblich getrübt – Icons beispielsweise scheinen dadurch manchmal minimal zu „schwimmen“.
Über die Vorzüge des 16:10 Widescreen Formats des 15,4“ Displays, das bei 1280 x 800 Pixeln arbeitet, lässt sich streiten. In Anwendungen erzielt man dadurch in aller Regel nach meinen Erfahrungen kaum einen Übersichts-Vorteil: in Word Dokumenten mus man abgesehen von der subjektiv sehr angenehm empfundenen Bildbreite doch zu oft nach oben & unten scrollen. In Websiten ebenso, doch hier relativiert sich der Breiten-Vorteil auch schnell durch die meist freiskalierbaren Webinhalte. Doch das ist sicherlich eine Glaubens-, bzw Gewohnheitsfrage. Filme wird man auf dem vergleichsweise kleinen Schirm vermutlich seltener schauen, doch im Urlaub bzw Schlafzimmer kann es sicherlich einen kleinen Fernseher ersetzen – sofern der Schirm zuvor akribisch justiert wurde. Alles in allem ist das Format für den mobilen Einsatz ein für mich unbrauchbares, hinderliches Feature, nicht zuletzt auch auf Kosten der Laufzeit.
Das Display hat für ein Laptop eine gewohnt hohe Latenz. Das bedeutet: schnelle Action-Spiele, Filme oder das flinke Ziehen von Fenstern ziehen stellenweise ihre Schatten nach sich. Doch hier steht Acer nicht alleine da: auch der Branchen-Primus Sony mit seinen X-Black Displays der 2. Generation (FS-Serie) scheint keinen Deut schneller zu sein. Wer kein schelles externes TFT bzw Monitor sein Eigen nennt, wird beim spielen von 3d-Shootern definitiv nicht auf seine Kosten kommen.
Acer-Displays wurden in den Tests die ich gelesen habe oft als zu dunkel bezeichnet. Ich kann diese Meinung prinzipiell teilen, doch im Haus war mir die Helligkeit immer ausreichend.
Alles in allem ein Display mit –in der notebookmasse vergleichsweise- akzeptabler Darstellungsqualität, die es sich jedoch durch die kaum entspiegelte „Glossy“/„Glare“-Oberfläche erkauft, die einem beim Arbeiten im Freien oft das Haus im Hintergrund oder das Gesicht wiederspiegelt.

Mobilität
Der Akku hält mit der sparsamsten Einstellung angeblich bis zu 4 Stunden, bei Office/Surf-Betrieb mit voller Leistungsfreigabe (Display 100%, Prozessor 100%, etc) etwa 2,5.
Das Gerät ist für mich aufgrund der Größe nur bedingt portabel. Die 3 Kilo häufig in der Gegend herumzuschleppen macht auf Dauer keinen Spaß. Auch der im Wind sehr leicht wackelnde Displaydeckel verhindert gekonnt den mobilen Outdooreinsatz.
Zur Ehrenrettung der starken Display-Spiegelung im Freien mus gesagt werden: Ein mattes Display wird wohl in aller Regel draussen keinen Deut besser sein. Im Gegenteil: die mir bekannten Displays streuen das gebrochene Licht sehr stark und werden dadurch in aller Regel insgesamt sehr schnell unleserlich. Bei einer Spiegelung kann man immer noch drum herum schauen oder versuchen die Lichtquelle aus dem Display zu buxieren.

Ergonomie
Die Schnittstellen wurden bis auf den VGA-Anschluss der Rückseite konsequent unsinnig plaziert. So stehen dem Anwender der Infrarotport, der Audio Aus-, und Mikrofon-Eingang sowie einer der 3 USB-Ports an der Vorderseite im Weg, die 2 weiteren USB-, eine Firewire (bzw i-Link)-, Netzwerk-, S-Video- und Modem-Schnittstelle und der zugehörige Kabelsalat stehen in ständiger Rivalität zur Rechtshänder-Maus. Auf der linken Seite findet sich letztendlich das in der Regel selten genutzte DVD-Laufwerk und der PCMCIA Steckplatz.
Die Tastatur liegt bedingt durch die Bauweise des Laptops für mich zu hoch, Tastenfeld und Handballenauflage sind eben. Bild auf- und ab-, Entf-, Einfg- und Ende-Tasten sind sehr gewöhnungsbedürftig untereinander am rechten Rand des Tastenfelds platziert. Die Cursortasten die unten rechts im Abseits des Layouts zu stehen scheinen zu klein und blind zu schwer zu treffen. Benutzt habe ich deswegen im überwiegenden Gebrauch (Zuhause) nur das externe X500 USB-Keyboard von BenQ.
Dem Touchpad gehört ein etwas unergonomischer 4-Richtungs-Scrollbutton an, dem (bei der eher seltenen) links/rechts Betätigung die beiden anliegenden Klicktasten im Weg stehen.
Wärmeentwicklung
Die Erhitzung hält sich im Rahmen. Die Mitte des Bodens kann nach längerer Arbeit sehr warm werden, man kann es dann zwar noch auf dem Schoss halten, angenehm ist es es auf Dauer jedoch nicht. Die Handballenauflagen und das Touchpad erwärmen sich leicht, wodurch die glitschigen Finger gerne durch die hartgummiartige Beschichtung auf dem Pad ausgebremst werden.
Der Hauptlüfter blässt auf der rechten Seite hinten heraus. Je nach Sitz und Mausposition befindet sich die Hand dadurch im warmen Luftstrom.

10 Bewertungen, 1 Kommentar

  • wirnhier

    29.09.2005, 01:16 Uhr von wirnhier
    Bewertung: sehr hilfreich

    aber was ist Akkustik, ist das ein Absatz in dem die Akkulaufzeit und der Geräuschpegel beschrieben werden sollte, dann ist dir das nicht gelungen, den Akku hast du in einem anderen Absatz abgehandelt. ;o)