Irland: Aer Lingus Teoranta Testbericht

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Erfahrungsbericht von suppengirl

Die Kleeblatt-Flieger

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Entscheidung / Der Preis:
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Nachdem die irische Fluggesellschaft Aer Lingus endlich auch Direktflüge von München nach Dublin anbietet, haben wir uns vor unserer Reise in den Osterferien letztes Jahr für die Kleeblatt-Flieger entschieden. Das hatte noch einen weiteren Grund: Im Reisebüro informierte man uns darüber, dass es kombinierte Angebote mit Flug und Mietauto (Sixt) gibt. Da wir ohnehin vorhatten, unsere Rundreise mit einem gemieteten Wagen zu bestreiten, nahmen wir dieses verlockende Angebot natürlich wahr. Der Preis belief sich auf 1376 DM für zwei Flugtickets und einen Mietwagen der kleineren Klasse (es war ein FIAT Punto) für insgesamt zehn Tage. Enthalten waren darin außerdem die Versicherung für das Auto (allerdings nur für einen Fahrer, der ich sein sollte) und die Anfahrt zum Flughafen per Bahn (auch nicht schlecht, da uns diese ansonsten ca. 150DM gekostet hätte!). Ein guter Preis also, denke ich, nicht das übermäßige Schnäppchen, aber da wir anscheinend ein wenig spät mit Buchen dran waren (in den Osterferien wollen einfach alle weg!), konnten wir noch ganz zufrieden sein.


Das Flugzeug:
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Geflogen sind wir sowohl bei An- als auch bei Abreise mit einer Boeing 737-500, die praktisch voll besetzt war. Die Maschine machte einen gepflegten und vertrauenserweckenden Eindruck. Die Sitze sind übrigens grün oder blau bezogen und mit Sätzen in englischer aber auch gälischer Sprache übersäht, was einen schon irgendwie auf das zu besuchende Land einstimmt. Das Platzangebot ist nicht gerade überwältigend. Ich als kleiner Mensch hatte zwar keine Probleme, aber 1,90m große Zeitgenossen werden wohl Probleme haben ihre Beine unterzubringen. Verglichen mit den Linien, die mich bisher ihren Gast nennen durften, schneidet die Aer Lingus in dieser Beziehung aber sicher auch nicht schlechter ab. Wenn man sich kein Erste-Klasse-Ticket leisten kann, dann muss man sich damit wohl abfinden. Bei Interkontinentalflügen von kurzer Dauer ist das aber auch erträglich.
Nicht so begeistert war ich von der Toilette, die nicht nur extrem eng, sondern auch wenig einladend ausgestattet ist. Toiletten in einem Zug der DB sind vom Ambiente her etwa damit vergleichbar.


Die Crew:
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Die Stewardessen sind in saftiges Irland-Grün gekleidet und sehr freundlich und zuvorkommend. Stets ein nettes Lächeln auf den Lippen, versuchen sie das Catering und sonstige Wünsche der Passagiere möglichst schnell zu erledigen.
Mit den Piloten konnte man auch zufrieden sein, sie brachten uns sicher nach Dublin und wieder zurück nach München (klar, sonst würde ich das hier sicher nicht schreiben!). Vor allem beim Rückflug war ich begeistert, denn er bescherte mir die wohl sanfteste Landung meinen Flugpassagier-Daseins. * Applaus *


Das Catering:
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Bei einem Zweistunden-Flug kann man keine kulinarischen Hochgenüsse in Form eines Vier-Gänge-Menus erwarten. Statt dessen besaß das Catering beim Hinflug eher Snack-Charakter, was so ganz in Ordnung ist. Bereits kurz nach dem Start (ziemlich pünktlich um ca. 13.00 Uhr Ortszeit) wurden Sandwiches mit Prawn & Lettuce oder mit Chicken & Stuffing serviert. Das Brot war etwas labbrig, aber das ist man ja von den Inseln gewöhnt. Geschmacklich waren beide Sorten in Ordnung (hab ein wenig mit meiner Begleitung getauscht!). Dazu gab es Mineralwasser und ein weiteres Getränk nach Wahl. Als Nachtisch Tee oder Kaffee (etwas dünn) und Short-Bread, also auch typisch englisch-schottisch-irische Kost.

Beim Rückflug (Start um 9.15 Uhr Ortszeit in Dublin, also eine halbe Stunde zu spät (wofür aber sich nicht die Fluggesellschaft verantwortlich gemacht werden kann), durften wir nach zehn Tagen Irland noch einmal ein echtes "cooked breakfast" genießen ("fried" würde eigentlich besser passen!): 2 Sausages, eine Scheibe ziemlich hart gebratener Schinken, zwei oder drei klitzekleine Scheibchen Kartoffeln, die ich zufällig unter den Würstchen entdeckte und Black Pudding (falls jemand nicht weiß, was das ist: bitte nachfragen, ich will euch nicht unaufgefordert den Appetit verderben). Dazu Orangensaft, Kaffee oder Tee, zwei Brötchen (die leider noch nicht ganz aufgetaut oder zumindest in der Mitte ziemlich kalt waren), Butter und Orangenmarmelade. Über dieses Frühstück war ich ehrlich gesagt nicht so besonders erfreut. Gut, Aer Lingus ist eine irische Fluggesellschaft, von daher ist es klar, dass auch typisch Irisches serviert wird. Da aber sicherlich sehr viele Kontinental-Europäer ihre Dienste in Anspruch nehmen, sollte vielleicht auf "Hardcore"-Sachen wie Black Pudding verzichtet werden, die ganz bestimmt von mehr als 50% der Passagiere verschmäht werden.

Noch ein Kritikpunkt ist das Besteck: Ich verstehe ja irgendwie, dass Einwegbesteck verwendet wird, da ansonsten sicherlich zahlreiche Teile als Reisesouvenir in den Schränken der ehemaligen Fluggäste verstauben (...auch ich bekenne mich schuldig * schäm *). Wie viel Müll bei einem Flug dieser Art produziert wird, möchte ich ohnehin nicht wissen... Wie auch immer, ich will jetzt gar nicht den Umweltschutz-Moralapostel raushängen lassen. Aber wenn gebratener Schinken und Sausages mit zäher Haut (woraus ist die eigentlich?) serviert werden, dann wäre ein schneidfähiges Messer schon ungemein hilfreich! Klingt jetzt pedantisch, oder? Tja, so bin ich nun mal... ;o))


Und sonst?
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Beim Inflight-Shopping-Service wurden vor allem Parfums und Aer-Lingus-Merchandising-Artikel angeboten. Es gab auch ein äußerst schnuckeliges T-Shirt und eine allerliebste Uhr, aber leider nur in Kleinkinder-Größen. (Uahhhh!!! Weiß denn keiner bei Aer Lingus, was das Suppilein für ein Kindskopf ist). Besonders reizvoll ist diese Art des Einkaufs aber wohl nicht mehr, soweit man die Euro-Zone nicht verlässt. Wohl auch deshalb wurden weder Alkohol noch Zigaretten angeboten.

Beide Flüge verliefen sehr ruhig, die Sicht war durchwachsen (wofür aber weder der Kapitän noch das Flugbegleitpersonal - so heißt das doch offiziell, oder? - etwas konnten), das Gepäck landete jeweils vollständig und offensichtlich gut behandelt wieder bei uns.

Und die Onboard-Show war wieder einmal einsame Klasse: Synchron-Schwimmwesteanlegen, -Sauerstoffmaskeaufsetzen und -Notausgängedeuten. Sehr schöne Choreographie... ;o))


Fazit
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Alles in Allem war ich mit der Aer Lingus sehr zufrieden. Alle Kritikpunkte beziehen sich auf relative kleine Nebensächlichkeiten. Wenn sich die Gelegenheit bietet und der Preis günstig bleibt, dann werde ich sicher wieder einmal mit dieser Fluggesellschaft in den Urlaub starten....

© 21.04.2001 Suppengirl
für YoPi 9.4.2002

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