Aero Lloyd Testbericht

Aero-lloyd
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Erfahrungsbericht von Ondyx

Was haben wir uns geärgert... hier wird mehr Dampf abgelassen als \"beschrieben\"!

Pro:

Die gibt es nicht mehr...

Kontra:

... hätte man vermeiden können...

Empfehlung:

Nein

Die Gesellschaft gibt es na nicht mehr, denn:

Jetzt sind sie pleite... wie tut mir das leid... sogar nach über zwei Jahren ärgere ich mich noch (nicht die beste Voraussetzung für hochdekorierte Testberichte hier... aber egal!)


Samstag, 02.06.2001, 18.00 Uhr Flughafen Frankfurt:
Check-In am Vorabend ist eine feine Sache, wenn man am Sonntag schon vor sieben Uhr abheben soll. Vorteilhaft auch, dass man im Prinzip über einen halben Urlaubstag am Zielort dazu gewinnt.
Ganz schlecht, wenn man durch beinahe dreistündiges Anstehen am Schalter dafür bestraft wird.
Zu genanntem Termin hatte Aero Lloyd mind. drei Flüge vor sieben Uhr auf dem Flugplan stehen, auf dem Kalender hätte vielleicht auch noch vermerkt sein können, dass die Pfingstferien in diesem oder jenen Bundesland beginnen. Nimmt man nun drei A 320 à 210 Sitze lässt sich das Aufkommen und die Nachfrage am Pre-Night-Check-In in etwas ausrechnen. Und \"Service\" sollte bedeuten, darauf eingerichtet zu sein.
Es bestand nun die beschriebene Möglichkeit, ab 18.00 Uhr des Vorabends für die Flüge in der Herrgottsfrüh des nächsten Tages das Gepäck einzuchecken.
War denn nicht abzusehen, dass davon zahlreiche Personen Gebrauch machen würden. Nach meiner Zählung dürften es annähernd 100% der Passagiere gewesen sein, ein Lindwurm an Gepäckwagen in einer menschenleeren Halle staute sich vor zwei, später drei besetzten Schaltern. Daneben waren zahlreiche weitere Aero-Lloyd-Schalter unbesetzt. Ehepaare, Kinder allen Alters und Erholungssuchende mussten erst diese harte Prüfung in Geduld und Fügsamkeit über sich ergehen lassen, ehe die Fluggesellschaft sie wohl für transportfähig befand.

Das war unnötig und verdient eine \"Sechs Minus\" für den Service.

Was weitere Qualitätsmerkmale betrifft: Der Flug war pünktlich, die Crew freundlich, der Flieger sauber, weil noch recht neu. Aber all das kann den Ärger über die Kurzsichtigkeit beim Einchecken nicht wett machen.

Das nächste Mal besser machen bitte!

Auf vielfachen Wunsch nun noch eine Beschreibung des Fluges: nach dem ärgerlichen Abliefern des Gepäcks am Vorabend fanden wir uns also vor dem Ausgang unseres Fluges ein, ebenso die anderen Passagiere. Auch hier ein Verbesserungsvorschlag: bei vielen Airlines ist es üblich, Passagiere mit kleinen Kindern zuerst einsteigen zu lassen, was u.a. wegen der Behinderungen durch Kinderwägen ja auch Sinn macht. Bei Aerolloyd aber wird stur nach Reihen aufgerufen.

Egal, anschließend steigt man halt ein, eh klar, Besonderheiten lassen sich nicht berichten, im Flieger werden am Einstieg Tageszeitungen, Illustrierte und Magazine zum Mitnehmen angeboten. Wie gesagt, der Flieger neu und sauber, häßlich ist die Außenbemalung in Form des \"trigema\"-Schriftzuges, aber wenn´s Fliegen billiger wird, soll es mir recht sein, von innen sieht man´s nicht.

Die Stewardessen waren allesamt normal hübsch, jung und freundlich, über die Verpflegung bei einem 100-Minuten-Flug ist auch rasch das Wichtigste erzählt: ein Gebäckstücklein, ein Becher probiotischer Joghurt, für die Kleinen ein billiges Aerolloyd-Käppi und wahlweise ein Malbuch oder ein Spielflugzeug zum Zusammenbasteln.

Bei Charterflügen wohl kaum zu vermeiden: Beifall nach der Landung.

Ach ja, wer Glück hatte und rechtzeitig nach vorne ging, konnte für ein paar Augenblicke den Piloten bei der Arbeit zugucken.

Der EU sei Dank, keinerlei Formalitäten bei der Einreise nach Italien, der baggage-claim lief auch recht gut und zügig ab, aber das betrifft ja die Fluglinie nicht mehr.

Gleiches gilt übrigens auch für den Rückflug.

Danke

18 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Mundi

    18.02.2005, 22:10 Uhr von Mundi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Beim Landen: Früher, Beifall von den Rauchern, denn sie dürfen bald wieder... lg