Afrikanischer Affenbrotbaum Testbericht
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Erfahrungsbericht von amrum
Nicht tod zu kriegen
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Beim Aufklicken bei Ciao stelle ich dann fest, das dort als lateinischer Name Crassula portulacea auftaucht, die kenne ich! Natürlich eine Sukkulente, aber der deutsche Name ist (je nach Region) Geld-, Taler- oder Pfennigbaum und NICHT Affenbrotbaum. Ja, wenn irgendeiner mal Fehler abschreibt...
Damit ich für die Kategorie alles richtig mache schreibe ich jetzt mal über beides.
1. Crassula portulacea (die soll hier ja wohl gemeint sein)
Die Pflanzen der Gattung Crassula haben ihre Heimat in südlichen Breiten rund um den Globus. Das Hauptverbeitungsgebiet mit über 90% liegt jedoch im südlichen Afrika (wie schön für mich, da habe ich so einige im Urlaub an den heimatlichen Standorten gesehen). Die Gattung umfaßt über 300 Arten, von denen jedoch die meisten nur für den Sukkulentenspezialisten geeignet sind. Einige Arten sind jedoch auch für den normalen Fensterbrettpfleger geeignet, und dazu gehört die Crassula portulacea.
Die Pflanze bildet ein reichverzweigtes, kleines Bäumchen , das sogar im Zimmer bis 1,5 m hoch werden kann (dann aber wohl nicht mehr auf der Fensterbank, an den heimatlichen Standorten wird die Pflanze bis 3 m hoch und ist dann wirklich ein Baum). Die Blätter sind rundlich, fleischig, glänzendgrünen und oft rotgerändert. Diesen wasserspeichernden Blättern verdankt die Gattung Crassula auch ihren deutschen Gattungsnamen "Dickblattgewächse".
Ab einer Pflanzenhöhe von ca. 50 cm kann man mit Blüten rechnen. Die Blüten sind sternenförmig und weiß, nicht besonders spektakulär ca. 15 mm groß . Sie sitzen an den Spitzen der Triebe.
Nur zwei Dinge gibt es, die den pflegeleichten Geldbaum bedrohen können: Überwässerung und Wollläuse. Der Wasserbedarf ist wie bei allen Sukkulenten begrenzt. Also nur vorsichtig gießen. Und die Wollläuse können in solchen Mengen auftreten, daß die Blätter abfallen und die Pflanze schlaff wird. Bei einigen wenigen Schädlingen hilft ein Q-Tip, in Spiritus tauche und damit die Tierchen betupfen.
2: Pflegehinweise
Erde:
keine Ansprüche, es wird alles akzeptiert
Düngen:
Von April bis Mitte September einmal im Monat sparsam düngen
Gießen:
Den Sommer über benötigen die Pflanzen 1 mal die Woche Wasser, Staunässe muß wie bei allen Sukkulenten unbedingt vermieden werden, denn sie verursacht schnell Wurzelfäule.
Pflege:
keine besonderen Pflegeansprüche.
Standort:
Der beste Standort im Sommer ist der Garten, der Balkon oder die Terrasse. Dann blühen (ältere) Geldbäume auch willig. Im Winter stellt man sie an einem kühlen Platz und gießt von November bis Anfang März am besten gar nicht . Die Ruhezeit von November bis März honorieren die Pflanzen dann durch ein gutes und gesundes Wachstum.
Vermehrung:
Dazu verwendet man etwa 10 cm lange Triebspitzen, diese einige Tage antrocknen lassen, dann in Erde stellen und feucht halten bei >20 Grad. Geht im Prinzip auch mit jedem einzelnen Blatt (aus einem Bäumchen mache 100), das dauert aber wesentlich länger bis die "neuen" Pflanzen dann ein ansehnliches Bäumchen gebildet haben.
Überwinterung:
Wie bei allen Sukkulenten ist die Winterruhe ein wesentlicher Aspekt für die Blühwilligkeit (kein Winter = woran soll die Pflanze merken, das es Frühjahr ist und sie gefälligst zu blühen hat!!, gilt im besonderen auch für Kakteen). Natürlich hell (damit die Pflanze nicht vergeilt = unerwünschtes Längenwachstum), bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad. .Kühles aber helles Zimmer oder Treppenhaus. Gegossen werden soll dann nicht, durch ihren sukkulenten Charakter hat die Pflanze genug Wasser für Monate gespeichert.
Das erstemal gesehen habe ich die Pflanze bei meiner Oma vor ca. 45 Jahren. Die Pflanze ist auch bei schweren Pflegefehlern kaum Tod zu kriegen, und damit auch denen zu empfehlen, die keinen grünen Daumen haben.
Bezugsquelle z.B.: www.uhlig-kakteen.com
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2. BAOBAB (Affenbrotbaum)
Der Affenbrotbaum (mit 15 Arten auf Madagaskar und in der südlichen Hälfte von Afrika) ist das typische Wahrzeichen der Savanne. In jedem besseren Naturfilm taucht der Baum auf, in dessen Schatten Löwen oder andere Tiere die Tageshitze verdösen.
Die bis zu 20 m hohen Bäume haben bis 10 m dicke, säulen- /flaschenförmige wasserspeichernde Stämme. Manche Exemplare haben mehr Durchmesser als Höhe und sehen aus wie von einem anderen Stern.
Die Rinde ist silbergrau und oft rissig. Nicht nur Tiere stillen ihren Hunger (und Durst) an diesem Baum, Teile des Baobabs werden auch vom Menschen genutzt. Die jungen Sprösslinge lassen sich als Gemüse oder als Soße zum Hirsebrei zubereiten, das Vitamin-C-haltige säuerliche Mark der Früchte (die Früchte sind gurkenförmig und bis zu 50 cm lang mit einer holzartigen, harten Ummantelung), wird ausgelutscht oder zu einem erfrischenden Getränk verarbeitet. Die Samen werden zu Öl gestampft bzw. ergeben geröstet einen Kaffeeersatz. Die Naturmedizien verwendet die Blätter gegen Durchfall und Fieber. Die Asche des verbrannten Stammes ergibt ein Würzsalz.
Als Anpassung an die extremen Umweltbedingungen verliert der Baobap in der Trockenzeit die Blätter. Dadurch wird die Verdunstung des kostbaren Wasser zu vermindern, wobei große Bäume bis zu 5 Tonnen Wasser speichern!
Da er recht langsam wächst, aber gigantische Ausmaße haben kann, wird manchen Bäumen ein biblisches Alter von mehreren tausend Jahren nachgesagt, da gehen die Meinungen der Experten aber auseinander. Auf jeden Fall sind große Exemplare viele hundert Jahre alt.
Der Baobap spielt in der afrikanischen Mythologie eine herausragende Rolle, er gilt als Baum des Lebens. In vielen Sagen und Märchen spielt er eine Rolle. In seinem willkommenen Schatten trifft sich die Landbevölkerung und palavern miteinander.
Der Versuch, diesen Baum bei uns (z.B. im Wintergarten) zu halten ist kein Problem, Samen und Jungpflanzen gibt es zu erwerben. ABER = die typische und ansehnliche dicke Form erreichen die Bäume erst wenn unsere Enkel mal im Rentenalter sind, in der Jugendform ist der Baum erst mal schlank und rank. Den Versuch kann man sich sparen, große Bäume sind dann nur etwas für botanische Gärten mit entsprechenden riesigen Gewächshäusern und Krananlagen.
Wer mal nach Madagaskar kommt, dort gibt es eine sehenswerte, angepflanzte Baobap-Allee, habe ich bisher zwar viele Fotos von gesehen, war aber selber noch nicht dort (kann ja noch kommen).
Obwohl wasserspeichernd, gehört der Baobap leider nicht im engeren Sinne zu den Sukkulenten (ein Glück, in mein Gewächshaus paßt der sowieso nicht). Gesehen haben wir einige in Südafrika, Pflegeerfahrungen habe ich (und auch wohl sonst keiner in der Community, außer er arbeitet in einem bot. Garten) nicht.
38 Bewertungen, 6 Kommentare
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08.04.2002, 16:49 Uhr von sidhe
Bewertung: sehr hilfreichDen kriegt echt nix tot - klingt ja nach ner Pflanze für mich! (-;
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08.04.2002, 15:30 Uhr von Panda
Bewertung: sehr hilfreich*lol*, ne 20m hohe Zimmerpflanze
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08.04.2002, 12:16 Uhr von LoMei
Bewertung: sehr hilfreichIch habe bei Reisen im Norden von Ghane staunend vor diesen Riesen gestanden. Gruß, LoMei.
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08.04.2002, 10:08 Uhr von greinha
Bewertung: sehr hilfreichbrauch kaum Pflege ??? Super: dann kann sowas auch bei mir überleben !!
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06.04.2002, 11:49 Uhr von Alusru
Bewertung: sehr hilfreichSchöner bericht hab auch einen warte nur noch auf den geldregen lieben gruß uschi.
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05.04.2002, 10:40 Uhr von Duffy_2000
Bewertung: sehr hilfreichsehr ausführlich
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