Air India Testbericht

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Erfahrungsbericht von schraddel

Air India - Ein Abenteuerurlaub

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Vielleicht ist diese Geschichte ein Einzelfall. Vielleicht hat sich bei Air India auch Einiges geändert, denn die Geschichte, von der ich hier berichten möchte, ist schon ein paar Jahre her. Aber beides bezweifle ich, nachdem ich diese Fluglinie kennen gelernt habe.

Meine Freundin und ich waren in Indien. Es war ein wunderschöner Urlaub, aber auch die schönste Zeit hat einmal ein Ende. Wir hatten unseren Rückflug bei der Air India ab Bombay gebucht. Also rief ich von unserem Urlaubort pünktlich zwei Tage vor Abflug dort an, bestätigte unsere Ankunft, und ließ mir zur Sicherheit noch einmal die Abflugszeit bestätigen: 11 Uhr morgens Ortszeit ab Bombay.

10 Uhr morgens, Bombay International Airport: Unser Flieger ist weg. Aus Gründen, die sich nicht klären ließen, war die Abflugszeit vorverlegt worden. Nun gut, kein Beinbruch: Nach einigen Wochen Indien hat man sich eine gewisse Gelassenheit zugelegt. Also ab ins booking office, Ersatzflug besorgen.

Mehrere Tassen Tee später: Zwei Ersatzplätze sind gefunden, allerdings in zwei verschiedenen Fliegern, mit einer Ausweichroute über Italien und einer über Großbritannien. Indiskutabel; wir wollen zusammen fliegen. Der Airport Manager muss also ran.

Der bittet mich dann auch freundlich in sein Büro. Inzwischen ist es nachmittags fünf Uhr, Zeit also für den Five-o-clock-tea. Noch mehr Tee? Nein, danke. Zwei Flugtickets will ich, und zwar sofort.

Nachdem er sieht, dass ich langsam sauer werde, lassen sich die Tickets recht rasch organisieren. Ein kleiner Umweg zwar über Delhi, die Vereinigten Arabischen Emirate, und Rom, aber man ist da ja nicht so kleinlich. Nur: Ankunft Rom um 6 Uhr morgens Ortszeit, Weiterflug um 13 Uhr - Da muss die Air India schon mindestens ein üppiges Frühstück springen lassen. Das sei im Computer vermerkt, sagt man mir, und die Gutscheine bekämen wir im Büro in Rom. Sicherheitshalber bestehe ich auf einem Ausdruck.

14 Stunden Flug und zwei Zwischenlandungen später in Rom: Natürlich ist nichts im Computer. Ich wedle mit den Ausdrucken, und wir erhalten unsere Gutscheine. Nach einigen Gläsern italienischen Rotweins - die frühe Uhrzeit ist mir nach dem langen Flug und wegen der Zeitverschiebung relativ egal - fühle ich mich fast wie zuhause und würde eigentlich gerne ein paar Tage in Italien bleiben, aber seitens meiner Freundin hagelt es Protest.

Also einchecken bei der Al Italia. Auf dem Rollfeld steht - oh Schreck! - eine Fokker F70, so eine fliegende Heuschrecke. Und mit der sollen wir über die Alpen? Aber die sehen bei klarem Himmel von oben wirklich beeindruckend aus, und beeindruckt von unserer abenteurlichen Rückreisegeschichte lässt uns der Pilot auch einen Blick ins Cockpit werfen.

Ende der Odyssee dann also mit rund 45 Stunden Verspätung in Berlin-Tegel.

Abgesehen davon, dass man mit der Air India relativ preiswert nach Indien und zurück kommt, fallen mir nach dieser unfreiwilligen Reise keine Worte mehr zu dieser Airline ein, außer: besser meiden!

Aber vielleicht haben andere Leute ja auch gute Erfahrungen mit der Air India gemacht; es wäre schön, sie hier zu lesen.

12 Bewertungen, 4 Kommentare

  • modschegibbchen

    23.03.2005, 22:45 Uhr von modschegibbchen
    Bewertung: sehr hilfreich

    interessanter bericht. lg heike

  • anonym

    08.04.2002, 22:15 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Eine sehr interessant Geschichte, und fast ein Stück unglaublich, aber dann sagt sie doch recht wenig über die Air India aus. Gruß, nosianai

  • Sweetylilly

    05.03.2002, 11:37 Uhr von Sweetylilly
    Bewertung: sehr hilfreich

    Welch einen Horror Trip!

  • owesen

    05.03.2002, 11:23 Uhr von owesen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Zwar günstig, aber .... ! *g* Gruß, Sönke ( owi13 )