Air Via Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2004
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Erfahrungsbericht von miss_varna
Air Via - immer wieder!
Pro:
nettes Personal an Bord, günstige Preise, in Deutschland werden sehr viele Städte angeflogen, junge Flotte
Kontra:
keine Unterhaltung an Bord, Sitzverhältnisse, Vorbehalte gegen Tupolevs
Empfehlung:
Ja
Sommerzeit, Ferienzeit! Die bulgarische Schwarzmeerküste steigt ja immer mehr in der Gunst der deutschen Urlauber und nachdem ich den Flughafen Varna schon in einem Bericht vorgestellt habe, will ich Euch auch nicht vorenthalten, wie Ihr nach Varna kommt.
AIR VIA ( ICAO – Code ist „VIM“) ist die erste private bulgarische Fluggesellschaft, die 1990 gegründet wurde. Die Flotte besteht aus 5 Flugzeugen des Typs Tupolev 154 M, die allesamt relativ neu sind – meist Baujahr Anfang 1990er Jahre.
Leider haben viele Leute Vorurteile gegenüber den russischen Fliegern – meiner Meinung nach sind diese jedoch unbegründet. Die Tupolevs gelten als eine der sichersten Flieger und statistisch gesehen haben sie weniger Unfälle als z.B. Boeings. Sie sind zudem auch sehr schnell mit einer Fluggeschwindigkeit von 900 km/h.
Die Maschinen der Air Via sind, wie die meisten dieses Modells, mit 154 Sitzen bestückt, die sich auf je 2 x 3 Sitze pro Reihe aufteilen und mit Stoff bezogen sind. Die hinteren Reihen im Flugzeug sind für Raucher vorgesehen. An Bord befinden sich 3 Toiletten. Über den Sitzen befinden sich verschließbare Handgepäckfächer, die jedoch nicht all zu viel Stauraum bieten.
Air Via ist eine reine Charterfluggesellschaft, die in den Sommermonaten Touristen an die bulgarische Küste bringt, und in den Wintermonaten Charterflieger für bulgarische Touristen, Sportmannschaften oder Geschäftsleute ist. Darüber hinaus werden auch Maschinen im Sub-Charterverkehr eingesetzt.
In Deutschland hat die Air Via mit der TUI einen starken Vertragspartner gefunden, für den sie von April/Mai bis Oktober viele deutsche Städte anfliegt: München, Düsseldorf, Frankfurt, Nürnberg, Leipzig, Hannover, Berlin, Münster, Dresden, Bremen, Köln, Frankfurt-Hahn, Saarbrücken, Paderborn, Rostock, Erfurt und Hamburg.
Außerhalb Deutschlands werden z.B. Lille und Paris in Frankreich, Zürich und Basel in der Schweiz, oder Wien und Brüssel angesteuert.
Tickets kann man bei der TUI buchen – in der Hauptsaison kostet ein Hin- und Rückflug von Deutschland an die Schwarzmeerküste um die 300 €, im Last-Minute-Bereich auch schon um die 100€.
Ich selber bin in den letzten Jahren schon mehrmals mit der Air Via geflogen:
In Deutschland verfügt die Fluggesellschaft über kein eigenes Bodenpersonal, so dass die Flugabfertigung durch das Servicepersonal des Flughafens erledigt wird. Dabei ist man bezüglich der 20kg Freigepäck pro Reisenden durchaus auch etwas großzügiger. Kinderbuggies, Rollstühle und gewisse Sportausrüstungen können zusätzlich zu den 20kg aufgegeben werden.
Die Begrüßung an Bord ist meist sehr freundlich gewesen, das Bordpersonal spricht neben Bulgarisch auch meist Deutsch oder wenigstens Englisch, so dass ich nie Zeuge von großen Verständigungsproblemen geworden bin.
Die Maschinen machen einen ordentlichen Eindruck und sind relativ sauber. Da der Stauraum über den Sitzen etwas knapp bemessen ist, sollte man auch nicht all zu viel Handgepäck mit sich führen. Die Sitze sind mäßig bequem (Holzklasse eben) aber der Sitzabstand ist nicht der größte. Oftmals spürte ich gut die Knie meines Hintermanns im Rücken... Spaß macht es auch, wenn der Hintermann seinen Tisch wieder hochklappt oder der Sitztasche etwas entnimmt. Da die Flüge aber nur gute zwei Stunden dauern, kann man über die beengten Sitzverhältnisse hinweg sehen.
Die Toiletten an Bord sind nicht ganz so hell und modern eingerichtet, wie man es von westlichen Fliegern gewohnt ist – und auch die Sauberkeit lässt nach einer gewissen Flugzeit meist zu Wünschen übrig. Das darf man aber nicht allein dem Personal ankreiden, sondern natürlich den lieben Mitreisenden, die nicht so rücksichtsvoll „bei der Sache sind“.
Die Flugbegleiter machen die Passagiere mangels Monitore selbst vor Abflug mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut. Da es keine Monitore gibt, gibt es während den Flug auch keine visuelle Bordunterhaltung. Lediglich ein paar bulgarische Zeitungen werden ab und zu verteilt, aber die Auswahl an deutscher Lektüre ist gleich null – hier sollte sich also jeder vor Abflug selbst drum kümmern.
Kurz nachdem die Reisehöhe erreicht wird, wird dann auch ein Essen gereicht, je nach Tageszeit kalt oder warm – für Kinder gibt es ein separates Menü. Das Essen war meist gut, es gab z. B. beim Frühstück Brot, Brötchen, verschiedene Sorten Käse und Aufschnitt, etwas Salat und Joghurt. Als warmes Essen hatte ich z.B. einmal Schweinefleisch mit Gemüse und Kartoffeln, dazu etwas Salat und Brot und ein Stück Kuchen als Nachtisch. Kein Gourmet-Essen, aber durchaus genießbar. Alkoholfreie Getränke, Tee und Kaffee werden beim Essen umsonst gereicht, nur für Alkoholika muss man löhnen.
Nachdem das Essen abserviert wurde, steht auch schon bald der Duty Free Verkauf auf dem Programm: Die Flugbegleiter scheinen am Umsatz beteiligt zu sein, jedenfalls widmen sie sich dem Verkauf mit einer besonderen Hingabe. Sie werden nicht müde, einem verschiedene Düfte zu präsentieren. Die Preise sind hierbei jedoch auch okay.
Als störend empfinde ich jedoch den Rauch, der aus den letzten Reihen unweigerlich auch bis in die vorderen Reihen dringt. Aber – des einen Leid, des anderen Freud.
Ansonsten ist das Kabinenpersonal der Air Via immer sehr freundlich und zuvorkommend gewesen.
Die Piloten der Air Via haben bei mir bisher auch immer einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Auch bei widrigen Wetterverhältnissen hatten sie die Maschinen immer im Griff und ich fühlte mich zu keiner Zeit unsicher oder ängstlich. Und so zarte Landungen wie mit der TU-154 gibt es sowieso selten.
FAZIT:
Es gibt keinen Grund, diese Fluggesellschaft zu scheuen – die Maschinen sind weder veraltet, noch unsicher, und der Service ist sehr nett. Einzig die Sitzverhältnisse sind verbesserungswürdig, ebenso wie die Hygieneverhältnisse auf dem stillen Örtchen. Auch in Sachen Bordunterhaltung kann die Air Via noch aufholen – dafür ziehe ich in meiner Bewertung auch zwei Punkte ab. Aber dies sind alles Punkte, mit denen man während der 2 Stunden an Bord gut leben kann und dies ändert auch nichts daran, dass ich die Air Via weiterempfehle.
AIR VIA ( ICAO – Code ist „VIM“) ist die erste private bulgarische Fluggesellschaft, die 1990 gegründet wurde. Die Flotte besteht aus 5 Flugzeugen des Typs Tupolev 154 M, die allesamt relativ neu sind – meist Baujahr Anfang 1990er Jahre.
Leider haben viele Leute Vorurteile gegenüber den russischen Fliegern – meiner Meinung nach sind diese jedoch unbegründet. Die Tupolevs gelten als eine der sichersten Flieger und statistisch gesehen haben sie weniger Unfälle als z.B. Boeings. Sie sind zudem auch sehr schnell mit einer Fluggeschwindigkeit von 900 km/h.
Die Maschinen der Air Via sind, wie die meisten dieses Modells, mit 154 Sitzen bestückt, die sich auf je 2 x 3 Sitze pro Reihe aufteilen und mit Stoff bezogen sind. Die hinteren Reihen im Flugzeug sind für Raucher vorgesehen. An Bord befinden sich 3 Toiletten. Über den Sitzen befinden sich verschließbare Handgepäckfächer, die jedoch nicht all zu viel Stauraum bieten.
Air Via ist eine reine Charterfluggesellschaft, die in den Sommermonaten Touristen an die bulgarische Küste bringt, und in den Wintermonaten Charterflieger für bulgarische Touristen, Sportmannschaften oder Geschäftsleute ist. Darüber hinaus werden auch Maschinen im Sub-Charterverkehr eingesetzt.
In Deutschland hat die Air Via mit der TUI einen starken Vertragspartner gefunden, für den sie von April/Mai bis Oktober viele deutsche Städte anfliegt: München, Düsseldorf, Frankfurt, Nürnberg, Leipzig, Hannover, Berlin, Münster, Dresden, Bremen, Köln, Frankfurt-Hahn, Saarbrücken, Paderborn, Rostock, Erfurt und Hamburg.
Außerhalb Deutschlands werden z.B. Lille und Paris in Frankreich, Zürich und Basel in der Schweiz, oder Wien und Brüssel angesteuert.
Tickets kann man bei der TUI buchen – in der Hauptsaison kostet ein Hin- und Rückflug von Deutschland an die Schwarzmeerküste um die 300 €, im Last-Minute-Bereich auch schon um die 100€.
Ich selber bin in den letzten Jahren schon mehrmals mit der Air Via geflogen:
In Deutschland verfügt die Fluggesellschaft über kein eigenes Bodenpersonal, so dass die Flugabfertigung durch das Servicepersonal des Flughafens erledigt wird. Dabei ist man bezüglich der 20kg Freigepäck pro Reisenden durchaus auch etwas großzügiger. Kinderbuggies, Rollstühle und gewisse Sportausrüstungen können zusätzlich zu den 20kg aufgegeben werden.
Die Begrüßung an Bord ist meist sehr freundlich gewesen, das Bordpersonal spricht neben Bulgarisch auch meist Deutsch oder wenigstens Englisch, so dass ich nie Zeuge von großen Verständigungsproblemen geworden bin.
Die Maschinen machen einen ordentlichen Eindruck und sind relativ sauber. Da der Stauraum über den Sitzen etwas knapp bemessen ist, sollte man auch nicht all zu viel Handgepäck mit sich führen. Die Sitze sind mäßig bequem (Holzklasse eben) aber der Sitzabstand ist nicht der größte. Oftmals spürte ich gut die Knie meines Hintermanns im Rücken... Spaß macht es auch, wenn der Hintermann seinen Tisch wieder hochklappt oder der Sitztasche etwas entnimmt. Da die Flüge aber nur gute zwei Stunden dauern, kann man über die beengten Sitzverhältnisse hinweg sehen.
Die Toiletten an Bord sind nicht ganz so hell und modern eingerichtet, wie man es von westlichen Fliegern gewohnt ist – und auch die Sauberkeit lässt nach einer gewissen Flugzeit meist zu Wünschen übrig. Das darf man aber nicht allein dem Personal ankreiden, sondern natürlich den lieben Mitreisenden, die nicht so rücksichtsvoll „bei der Sache sind“.
Die Flugbegleiter machen die Passagiere mangels Monitore selbst vor Abflug mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut. Da es keine Monitore gibt, gibt es während den Flug auch keine visuelle Bordunterhaltung. Lediglich ein paar bulgarische Zeitungen werden ab und zu verteilt, aber die Auswahl an deutscher Lektüre ist gleich null – hier sollte sich also jeder vor Abflug selbst drum kümmern.
Kurz nachdem die Reisehöhe erreicht wird, wird dann auch ein Essen gereicht, je nach Tageszeit kalt oder warm – für Kinder gibt es ein separates Menü. Das Essen war meist gut, es gab z. B. beim Frühstück Brot, Brötchen, verschiedene Sorten Käse und Aufschnitt, etwas Salat und Joghurt. Als warmes Essen hatte ich z.B. einmal Schweinefleisch mit Gemüse und Kartoffeln, dazu etwas Salat und Brot und ein Stück Kuchen als Nachtisch. Kein Gourmet-Essen, aber durchaus genießbar. Alkoholfreie Getränke, Tee und Kaffee werden beim Essen umsonst gereicht, nur für Alkoholika muss man löhnen.
Nachdem das Essen abserviert wurde, steht auch schon bald der Duty Free Verkauf auf dem Programm: Die Flugbegleiter scheinen am Umsatz beteiligt zu sein, jedenfalls widmen sie sich dem Verkauf mit einer besonderen Hingabe. Sie werden nicht müde, einem verschiedene Düfte zu präsentieren. Die Preise sind hierbei jedoch auch okay.
Als störend empfinde ich jedoch den Rauch, der aus den letzten Reihen unweigerlich auch bis in die vorderen Reihen dringt. Aber – des einen Leid, des anderen Freud.
Ansonsten ist das Kabinenpersonal der Air Via immer sehr freundlich und zuvorkommend gewesen.
Die Piloten der Air Via haben bei mir bisher auch immer einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Auch bei widrigen Wetterverhältnissen hatten sie die Maschinen immer im Griff und ich fühlte mich zu keiner Zeit unsicher oder ängstlich. Und so zarte Landungen wie mit der TU-154 gibt es sowieso selten.
FAZIT:
Es gibt keinen Grund, diese Fluggesellschaft zu scheuen – die Maschinen sind weder veraltet, noch unsicher, und der Service ist sehr nett. Einzig die Sitzverhältnisse sind verbesserungswürdig, ebenso wie die Hygieneverhältnisse auf dem stillen Örtchen. Auch in Sachen Bordunterhaltung kann die Air Via noch aufholen – dafür ziehe ich in meiner Bewertung auch zwei Punkte ab. Aber dies sind alles Punkte, mit denen man während der 2 Stunden an Bord gut leben kann und dies ändert auch nichts daran, dass ich die Air Via weiterempfehle.
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