Alcatel One Touch Club Testbericht

Alcatel-one-touch-club
Leider kein Preis
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Summe aller Bewertungen
  • Design:  gut
  • Qualität & Verarbeitung:  gut
  • Ausstattung:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von eistee

Nichts für Nokia-Verwöhnte

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Hallo :o).

Heute wage ich mich mal wieder an ein Bericht über ein Handy, und das hat folgenden Grund: Mein heißgeliebtes Nokia war kaputt, und bei der Reparatur. Damit aber achsowichtige Leute wie ich *g* erreichbar sind, stecken sie einfach ihre Karte in ihr allererstes Handy, welches in der Regel ein Einsteigermodell mit einer Prepaid- Karte ist.

So ist es eben auch nun bei mir, also kam kurzerhand die Karte in mein Alcatel One Touch Club DB (Simlock nach 2 Jahren weg), und bin froh, dass das nur eine notgedrungene Übergangslösung war.

Alcatel rühmt sich damit, dass ihre Handys einfach, logisch und quasi mit einem Griff alles bedienbar ist. Aber bevor ich überhaupt zu dem allem komme, möchte ich kurz das Handy vorstellen:

Gerät + Ausstattung
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*Das Handy gibt es, meines Wissens nach, wenn dann nur noch im Prepaid-Paket mit einer D2 Call-Ya Karte.

*Angeblich wird es in fünf verschiedenen Farbtönen angeboten, ich selber hab bis jetzt nur die silbergraue und die blaugraue Version gesehen. Ich selber hab die blaugraue Version, was ganz edel und chick aussieht, finde ich.
Ein Austausch von Oberschalen wie bei Nokia oder Siemens ist leider nicht möglich.

*Mit einem stolzen Gewicht von 150 g, einer Länge von 12,5 cm, und einer Vertiefung von 2,6 mm an der dünnsten Stelle, kann man das Handy in der heutigen Zeit von Mini-Piepern fast schon zur Kategorie \"Totschlägern\" einordnen. Als ich es allerdings vor 2 Jahren bekommen habe, zählte es noch zu den kleineren Handys. Aber wie heißt es so schön, die Größe macht\'s nicht aus, wichtiger ist, was drinnen steckt....

*In diesem Fall ist das Gerät standardmäßig mit einem Nickel-Metal-Hydrid-Akku ausgestattet, welches dem Besitzer 130 Stunden Standby und eine Sprechzeit von 4- 5 h verspricht. Nachkaufen kann man allerdings ein Lithium- Ionen- Akku, welche leistungsstärker sind. Der Preis ist mir allerdings nicht bekannt.
Die Standybyzeit von 130 Stunden kann ich leider nicht bestätigen, einmal Aufladen reichte bei mir das 3 Tage, und das obwohl ich nicht soviel telefoniert habe. Ob die Sprechzeit von 4- 5 Stunden erreichbar ist, weiss ich nicht, welcher Irre telefoniert schon mit Call-Ya Tarifen 4-5 Stunden..?!!?
Sehr schön finde ich, dass, falls man das Ladegerät vergessen hat und Akku leer ist, man 3 Batterien anstelle des Akkus in das Gerät einsetzten kann, und munter telefonieren kann. Dies kann man allerdings wirklich nur als Notlösung ansehen, denn die Sprechzeit mit solchen Batterien beträgt nach meinen Erfahrungen höchstens 2 Stunden, und das würde auf Dauer teuer werden.

*Vielversprechend ist auch die integrierte Freisprechanlage, das heißt, man könnte beim Autofahren ohne das Knopf im Ohr telefonieren und hat beide Hände trotzdem am Steuer.
Allerdings empfinde ich die Sprachqualität als nicht sehr hochwertig, es rauscht ganz schön. Komischerweise kann man aber ein Headset mit Knopf im Ohr und Mikro nachkaufen *g*.

*Das Design ist eigentlich recht ansprechend. Schlicht schön, ohne viel schnickschnack. Aber so ein Handy erregt wiederum nicht sehr viel Aufsehen.

*SCHADE IST: Das Handy hat serienmäßig kein Vibrationsakku. Will man dezent vibrieren, muss man sich das gute Stück mit einem Vibrationsakku nachrüsten. Auch hierzu ist mir leider der Preis unbekannt, weil die Bedienungsanleitung mir dies nicht verratet.

*DISPLAY: Diese besteht aus 3 Zeilen...verdammt klein also, verglichen mit einem Nokia-Display. So können zum Beispiel von Freunden mühsam kreierte Bildchen mit Zeichen und Zahlen etc. gar nicht gelesen werden. Auch strengt dieses kleine Display die Augen beim SMS-Lesen ziemlich an, weil man für eine Nachricht von 160 Zeichen bestimmt 4-5 mal blättern darf.
Angezeigt werden Akkustand, Empfang, Uhrzeit...diese sind aber ziemlich eng beieinander, so wirkt das Display ziemlich voll. Kommen noch die Symbole dazu, die erscheinen, wenn man eine Nachricht oder einen unbeantworteten Anruf erhalten hat, dazu, dann wirkt das Display regelrecht überladen.

*Klingeltöne: Davon gibt es immerhin 15 Stück. Allerdings keine bekannten Kompositionen wie bei Nokia. Und klingen tun diese auch nicht gerade melodisch, sondern größtenteils blechern, schrill und aufdringlich. Runterladen kann man auch keine Töne, weil dieses Gerät über keinen Toneditor verfügt.

*Wem mal in der Vorlesung langweilig ist, der spielt gerne ein Spielchen auf seinem Handy... geht mit diesem leider nicht, weil er kein einziges besitzt :o(. Ist jetzt nicht unbedingt so superwichtig, aber manchmal doch ein netter Zeitvertreib.

*Nummernspeicher: stark von der SIM-Karte abhängig. Die Call-YA Karte speichert in der Regel 100 Nummern ab.

*Versagt mal der häusliche Wecker, macht das nichts, denn dieses Gerät besitzt eines. Nett ist, dass man als eine Art Erinnerungsfunktion ein Stichwort mit dazu notieren kann, warum der Wecker um diese Zeit klingeln muss. Dieses Stichwort erscheint dann wie gesagt, wenn der Weckalarm ausgelöst wird, auf dem Display. Der Weckton ist ziemlich monoton, nervig und aufdringlich. Man wacht damit also wirklich auf, weil man brutal aus dem Schlaf gerissen wird.

Nun komme ich zu dem Punkt, an dem ich mein Nokia- Handy wirklich sehr stark vermisse, und das ist die

Bedienung + Menüführung
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Bedient wird das Handy prinzipiell (neben den Zahlentasten natürlich) mit 4 verschiedenen Tasten:
Mit der Taste mit nem Telefonhörer als Symbol telefoniert man logischerweise oder nimmt eingehende Anrufe entgegen.

Mit der C- Taste mache ich einen Schritt rückgängig oder schalte das Handy aus.

Über die Taste mit dem Adressbuch als Symbol gelange ich ins Telefonverzeichnis, oder nach langem Drücken dieser Taste ins Kurzmitteilungsverzeichnis

Dann gibt es noch die Bestätigungstaste, mit der ich Menüpunkte oder eine Aktion bestätige.

Durch die einzelnen Menüpunkte oder Aktionen navigiert man sich mit den zwei kleinen Tasten an der Seite des Gerätes, oder man kann auch die Tasten 2 und 8 verwenden.

Drückt man nun also die Bestätigungstaste, gelangt man ins Menü. Diese setzt sich aus den Unterpunkten
*Ton (Klingenton, Lautstärke, Modus einstellen)
*Uhr (Datum, Uhrzeit, Wecker einstellen)
*Nummern (Eigene Nummer anzeigen, Tastenfeld, Sprachbox, Vorwahl einstellen)
*Dienste (Sicheheit, Pin ändern, Kosten anzeigen, Umleitung, Unterdrückung der Rufnummer, Sperren von Anrufen, Netze einstellen)
*Einstellen (Anzeige, wie Beleuchtungsstärke vom Display; Sprachen, ein Willkommenstext, wenn man Handy einschaltet; und eine Zeit, nach der sich das Gerät automatisch ausschalten soll)

Das navigieren in den einzelnen Menüpunkten ist jetzt nicht unbedingt kompliziert oder schwer nachvollziehbar. Man scrollt sich zu dem gewünschten durch, und bestätigt dann die jeweilige Aktion mit der Bestätigungstaste.

Warum aber extra für das Nummernverzeichnis und für den Menüpunkt Kurznachrichten nicht ein eigener Menüpunkt, sondern eine extra Taste eingeführt wurde, ist für mich schwer nachvollziehbar.
Will ich mit Alcatel z.B. eine Kurznachricht schreiben, muss ich erst mal lange die Taste mit dem Adressbuch drücken. Weiß man das nicht, sucht man Menüpunkt Nachrichten lange. Dann kommt ein seltsamer Punkt \"Ab: Vordef.?\".. einer der noch nie ein Alcatel besessen hat, und keine Bedienungsanweisung hat, kann damit nix anfangen. Gemeint ist, ob man eine vorgefertige Nachricht, wie einfach eine Kurze SMS mit der Telefonnummer, verschicken will. Da man dies aber meistens nicht will, muss man weiter scrollen: Siehe da, da kommt \"Ab:Neu?\"... hier kann mal also endlich eine eigene Nachricht verfassen, diese Bestätigen, Nummer über Adressbuch eingeben und verschicken. Ach ja, eine T9- unterstützte Texteingabe der Nachricht gibt es leider nicht...man drückt sich also auf den relativ harten Tasten die Finger wund.
Das Abrufen von eingegangenden Nachrichten wurde recht human gestaltet, man muss wieder lange oben erwähnte Taste drücken, und die neusten Nachrichten erscheinen automatisch.
Gespeichert werden insgesamt 10 Kurznachrichten, und es wird leider kein Unterschied gemacht, welche man verschickt, oder bekommen hat. Man muss sich, also als Nostalgiker, der seine Nachrichten aufhebt und gerne mal nachliest, durch diese durchblättern, bis man diese gefunden hat.

Kompliziert wird es erst recht, wenn man eine Nummer über eine SMS mit bis dato unbekannter Nummer eingeben will. Bei Nokia hab ich die Option, nachdem ich die Nummer habe, dass ich diese in mein Telefonbuch sofort einspeichern kann, und nur noch einen entsprechenden Namen eingeben muss. Bei Alcatel wird\'s richtig knifflig: zuerst muss ich die Nummer ins Anrufspeicher speichern, dann ins Telefonverzeichnis und dann kann ich dazu einen Namen eingeben. Ganz schön viele Schritte, um eine simple Nummer aufnehmen zu können. Da lobe ich mir doch Nokia!
Die Menüpunkte bei sind teilweise so unlogisch aufgebaut, denn warum man zum Beispiel die Unterdrückung der Rufnummer bei \"Dienste\" und nicht bei \"Einstellen\" einstellt, ist für mich nicht nachvollziehbar.


Was will ich also sagen?
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Das Alcatel ist sicher ein gutes Einsteigerhandy, wenn man vorher keines besessen hat. Es hat gute Funktionen, mit denen man, wenn man die Betriebsanleitung durchgegangen ist, und diese auch kapiert hat, gut zurechtkommt.
Ist man allerdings Nokia- oder Siemensverwöhnt, bringt der Gebrauch dieses Gerätes einen schnell zum schwitzen. Kommt Nokia mit noch zwei Tasten aus, um sich durch das Menü hindurchzunavigieren, braucht dieses Gerät satte 6 Tasten. Damit ich mein Nokia kapiert habe, musste ich mich nicht 3 Stunden mit der Betriebsanleitung hinsetzen und das ganze durchüben. Die Menüführung bei diesen Handys ist also wirklich idiotensicher.


Also... ich bin froh, dass Nokia wieder heil ist. Denn dieses Gerät hätte mich bald um den Verstand gebracht...und das muss echt nicht sein ;o).

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