Aldi Apfelstrudel Testbericht
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- Geschmack:
- Geruch:
- Zubereitung:
Erfahrungsbericht von modschegibbchen
9KÖPFIGE RAUPEN HABEN MIR DIE HAARE VOM KOPF GEFRESSEN
Pro:
lecker, lecker, lecker
Kontra:
leider, leider, leider
Empfehlung:
Ja
ich glaube den Spruch „Hätt ich euch heut erwartet, hätt ich Kuchen gemacht…“, mit dem vor einiger Zeit mal ein Gebäckhersteller die Verbraucher in der Werbung genervt hatte, kennen die meisten von uns noch. Aber die kluge Frau baut vor und lässt sich nicht überraschen, sondern hat immer mal ne kleine Reserve im Tiefkühlfach. Am vergangenen Wochenende habe ich mir voll Stolz wieder selbst Hornhaut auf die Schulter geklopft, weil ich ein so unwahrscheinlich vorausschauendes und zudem noch überaus intellentes Schlaugibbchen war.
Zur schönsten Kaffeezeit fiel ein Schwarm Heuschrecken – meine Verwandtschaft – überfallartig über Fräulein Müller und mich her und lud sich einfach selbst zum Kaffee ein. Dolle Wurst! Aber Gott sei Dank rechne ich ja immer mit der Verfressenheit meiner Mitspieler und hatte einen
Original Tiroler Apfelstrudel
von Aldi
im Tiefkühlfach. Den musste ich nur noch fertigbacken und 45 Minuten Smalltalk durchstehen. Und weil der Strudel immer wieder schmeckt und immer ziemlich unscheinbar in der Tiefkühltheke von Aldi auf Käufer vor sich hin wartet, will ich heute mal über diesen Klassiker schreiben.
Zunächst erst einmal der
PREIS:
Für leckere 600 g. pure Schlemmerlust bezahlt man gerade mal 99 Cent. Da kann man nicht meckern. Selber backen oder selber beim Bäcker kaufen ist wesentlich kostenintensiver.
So nachdem wir wissen, was der Spaß kostet, arbeiten wir uns wieder von außen nach innen zum Strudel vor und beginnen mit der
VERPACKUNG:
Der Strudel meines Vertrauens befindet sich in einem langen Pappkarton, für die ganz großen Pedanten unter uns hier die Maße: ca. 40 x 10 x 4 cm. Der Karton ist natürlich rückführbar ins Duale System Deutschland und wandert leer und alleine in die blaue Tonne.
Die Vorderseite zeigt einen wunderbaren Original Tiroler Apfelstrudel mit Puderzucker bestäubt, fertig und goldgelb gebacken, so dass einem schon beim Hinschauen das Wasser im Munde zusammen fließt - und das Ganze auf schwarzem Grund. Und um die Qual des Betrachters noch zu steigern ist natürlich auch ein Stück vom Strudel schon abgeschnitten und lässt einen heißhungrigen Blick auf das „Innenleben“ eines solchen Meisterwerkes zu. Apfelfüllung mit Rosinen in dünnen Strudelteig – herrlich!!!
Die gesamte Kartonage ist in schwarz gehalten. Auf den übrigen Seiten des Kartons befinden sich, wie üblich, die Produktinformationen des Herstellers. Fein säuberlich notiert und gut zu lesen. Hier erfährt auch der Backanfänger wie man den leckeren Strudel zu einer dampfenden Wohltat zaubert – die Zubereitung steht also auch mit drauf.
DAS PRODUKT
Wer es nicht selbst merkt, den weist der Hersteller darauf hin, dass es sich hier um einen Strudel aus hochwertigen und erlesenen Zutaten handelt. Wem aber noch nicht alle Geschmacksnerven abgestorben sind, der kommt auch nach dem ersten Bissen selbst ganz gut drauf.
Gut sichtbar sind die Zutaten, für den der kontrollieren will was er gegessen hat, auf dem Karton verewigt. Die lauten wir folgt:
- 47% beste Tafeläpfel aus Italien, die manuell geschält und gewürfelt worden sind
- verfeinert mit Zucker, Rosinen und Zimt
- Blätterteig aus Weizenmehl, Pflanzenmargarine, Wasser, Brotbrösel, Salzt und Magermilchpulver
Auch die Nährwerte sind auf dem Karton verzeichnen – jaja, erst schlemmen lassen und dann ein schlechtes Gewissen erzeugen. Sie lauten je 100 g. Apfelstrudel wie folgt:
Brennwert = 963 kJ/ 230 kcal
Kohlehydrate = 29,5 g.
Der Apfelstrudel sieht bevor man ihn in den Ofen schiebt etwas blas um die Nase aus. Ein langer Teigschlauch, der alle 1,5 – 2 cm einen Einschnitt hat. Natürlich liebt er Backöfen und deshalb blüht er in der Hitze auf und sieht nach dem Herausnehmen aus dem Ofen schon wesentlich gesünder aus – goldgelb und knusprig. Eine Schönheit geradezu.
Der Geschmack des Apfelstrudels ist schnell erklärt. Nachdem man in den knusprigen Blätterteig gebissen hat, bekommt man erst einmal eine wundervoll Menge „Apfelkompott“ in den Mund. Nicht zu süß trotz des Zuckers und auch nicht zu sauer von den Äpfeln her. Eine leichte, nicht aufdringliche Zimtnote rundet den Geschmack noch ab.
Wer kennt das nicht? In Cafés bekommt man den Apfelstrudel gern mit Vanillesoße gereicht, aber auch mit frisch geschlagener Sahne. Da ich am Wochenende keine Vanillesoße hatte, aber frische Schlagsahne im Kühlschrank – habe ich meinen Mixer schnell angeschmissen und noch eine Schüssel Schlagsahne zusammengemixt. Wenn´s nicht immer gleich so kaloriengewaltig wäre, würde ich ja immer für die Schlagsahne plädieren…
DIE HERSTELLUNG
noch mal übersichtlich für alle, denen der Strudel jetzt zu schnell fertig war. Bevor der Strudel aufs Backblech in den Ofen kommt, heize ich diesen bei 220° vor. Das Backblech habe ich vorher mit Backpapier ausgelegt. Meine Oma sagte immer, dass man Blätterteig nicht auf ein gefettetes Blech legen sollte, weil er sonst anbäckt. Wer kein Backpapier im Haus hat kann es mit einem angefeuchteten Backblech versuchen. Aber garantieren kann ich das nicht, weil ich es lange nicht mehr ausprobiert habe und immer Backpapier vorrätig habe.
Kommen wir wieder zurück zum Apfelstrudel. Der wird auf die mittlere Schiene in den Ofen geschoben und ca. 40 Minuten gebacken. Was dann aus dem Ofen kommt ist unbeschreiblich. Schon der Duft – Klasse!!!
Damit man sich nicht sein zartes Mündchen oder eben die große Klappe verbrennt, empfiehlt es sich den Strudel noch ca. 15 Minuten sich selbst zu überlassen. Nach der gewerkschaftlichen Ruhepause wird der Strudel dann mit Puderzucker bestreut und kann in Stücke geschnitten werden. Dann ist servieren angesagt. Da der Strudel aber noch immer warm ist, empfiehlt es sich nicht sofort die frische Schlagsahne auf den Strudel zu garnieren. Jeder sollte sich am Tische diesbezüglich selbst bedienen.
Zwei Nachteile gab es, wenn man so will: der Blätterteig benahm sich so wie er heißt – erblätterte und krümelte ganz schön. Aber geschmeckt hat er trotzdem und damit sind wir beim 2. Nachteil: er schmeckte viel zu gut!!! Kein Krümelchen hat mir die verfressene Verwandtschaft übrig gelassen. Damit hätte sich eigentlich das Thema
HALTBARKEIT
erledigt. Aber dennoch will ich hier darauf eingehen. Aufbewahrt kann der Apfelstrudel wie folgt werden:
*** Fach bei – 18° mindestens 18 Monate
** Fach bei -12° zwei Wochen
* Fach bei -6° eine Woche und
im normalen Kühlschrank nur 1 Tag.
Bei dieser Gelegenheit muss ich darauf hinweisen, dass der Strudel sich im aufgetauten Zustand mitunter schlecht aus der Verpackung nehmen lässt – er klebt. Das sollte man wissen, wenn man ihn nur in den Kühlschrank legt. Auch verringert sich die Backzeit beim auf- oder angetauten Strudel entsprechend.
WER HAT´S ERFUNDEN? DER HERSTELLER
Nein, nicht die Schweizer, sondern die Firma
Pan Tiefkühlprodukte GmbH
Franklinstr. 1/a
39055 Leifers/Bozen
Wie jede Firma, die heutzutage was auf sich hält, haben auch die eine Homepage im Internet unter
www.pan.it.
MEINE MEINUNG:
Ich kann den Original Apfelstrudel nur wärmstens weiter empfehlen. Ich habe schon verschiedenen Tiefkühlstrudel der verschiedenen Discounter getestet und bin zu dem Ergebnis gekommen, bei diesem Produkt hat Aldi einfach die Nase ganz weit vorn.
Hier stimmt das Preis-Leistungsverhältnis in jedem Fall und man hat immer eine leckere Notration zu einem kleinen Preis für unangemeldete Schleckermäuler in der Reserve. Allerdings haben wir den Strudel zu viert gegessen. Da war er relativ schnell alle. Bei 4 neunköpfigen Raupen empfiehlt es sich ein Strudelchen mehr in Reserve zu haben.
Der Strudel ist vom Geschmack her einwandfrei, die Apfelfüllung schmeckt noch nach Apfel und nicht nach künstlichem Aroma, er ist nicht zu süß und mit Schlagsahne wird er zu einem Gedicht.
Aldi bietet neben dem Original Tiroler Apfelstrudel auch noch einen Quarkstrudel an. Dieser trifft nicht ganz so meinen Geschmack, was aber daran liegt, dass mir fruchtige Sachen besser schmecken als mit Quark.
Ich werde mir auch in Zukunft immer wieder gern 1 oder 2 Strudelchen ins Tiefkühlfach legen um bei Überfällen immer gut gewappnet zu sein. Dieser Strudel bekommt von mir alle Sterne, auch wenn er den Nachteil hat, in freier Wildbahn nicht lange zu überleben, und natürlich eine volle Kaufempfehlung.
Euer Modschegibbchen
P.S.: Für die, die es überlesen haben: Meine Verwandten haben mir fast die Haare vom Kopf genascht und natürlich nicht einen Krümel für euch übriggelassen, daher sind Bestellungen und Anfragen von vornherein zum Scheitern verurteilt. Schade, schade, schade – ich weiß! :o)
AN ALLE; DIE AUCH GERN EIN STÜCK HÄTTEN: BESCHWERDEN SIND SCHRIFTLICH UND IN DREIFACHER AUSFERTIGUNG AN TANTE MAGDA UND ONKEL KLAUS ZU ROICHTEN. AUS DATENSCHUTZREHTLICHEN GRÜNDEN GIBT ES DIE GENAUE ADRESSE NUR AUF ANFRAGE...
40 Bewertungen, 5 Kommentare
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11.05.2006, 22:46 Uhr von April
Bewertung: sehr hilfreichBei dem werde ich auch schwach! Sehr lecker! LG April
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02.05.2005, 11:06 Uhr von beruwe4
Bewertung: sehr hilfreichtante magda und onkel klaus - heuschrecken haben einen namen :o)
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19.03.2005, 21:58 Uhr von anett68
Bewertung: sehr hilfreichda doch nicht immer Rosinen drin sein müssten. Ich mag die schlüpfrigen, schrumpligen Dinger absolut nicht. Und deshalb verzichte ich dankend auf alles, wo die drin sind.
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16.03.2005, 16:27 Uhr von kruemel02
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht. Ich esse den auch sehr gern. Aber für insgesamt 10 Leute und nen Hund wird der wohl net reichen*hihi*. Knuddel mal dein Fräulein Müller und LG von kruemel und mir.
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15.03.2005, 03:05 Uhr von ironmaiden
Bewertung: sehr hilfreichSehr ausführlich. Toll!
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