FIF 4214 Testbericht

Fif-4214
Leider kein Preis
verfügbar
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Summe aller Bewertungen
  • Qualität & Verarbeitung:  gut
  • Handhabung & Komfort:  gut
  • Saugkraft:  gut
  • Reinigungswirkung:  sehr gut
  • Lautstärke:  sehr leise
  • Design:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Allegra

Brennt es? .... Nein, es dampt nur ;) ....

Pro:

Gute Reinigungswirkung bei Fenstern, Fliesen

Kontra:

kein Aufbewahrungsfach für Zubehör, Kabelaufwicklung

Empfehlung:

Ja

So, Ihr Lieben,

nach einem anstrengenden Rundum-Test, verbunden mit einem ausgiebigen Frühjahrsputz, der jetzt Gott sei Dank erledigt ist, sitze ich nun schweißgebadet vor der Tastatur und werde versuchen, Euch meine Erfahrungen mit diesem Dampfreiniger nahe zu bringen.

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Preis und Händler
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Diesen Haushaltshelfer gab\'s bei Aldi Süd für 129 Euro, verpackt in einem Karton in den Abmessungen 60 x 40 x 30 cm - also durchaus gut zu transportieren.

Die Garantiezeit beträgt 36 Monate ab Kaufdatum.

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Inhalt des Kartons
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Der Dampfreiniger - klar; an Zubehör das Griffstück, das auch als Dampfpistole dient (zur Verwendung der einzelnen Teile später mehr), eine große, eine kleine Bürste, ein Düsenaufsatz, 120 Grad drehbar, mit abnehmbarer Bürste, ein Dampf-Schlauch, ein Verlängerungsrohr, ein Fülltrichter.

Dazu kommen ein kleiner Überzug, ein großes Putztuch (beides aus Baumwolle, kochfest) sowie ein Fensterreiniger mit kleinem und großem Wischer. An Kleinteilen Ersatzdichtungen für Zubehör, Entkalker (zwei an der Zahl) und die Bedienungsanleitung

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Aussehen
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Der Dampfer kommt relativ unspektakulär daher - nicht so wie seine kleine Verwandte, die Ente, die allein schon durch ihr Aussehen Staub aufwirbelt. Grau, leicht ei-förmig, wie ein Bodenstaubsauger halt, mit zwei Doppelrollen am hinteren dicken Ende, an dem sich auch die Kabelaufwicklung (dazu mehr unter \"Kritik\") befindet. Schalter für die Dampfbereitung, Schalter für Kleiderpflege, Kontrollleuchte für den Wasserstand (wenn die blinkt: Wasser nachfüllen!), Dampfmengenregulierer und sicherheitsverschluss an der Oberseite, vorn, dort wo der Schlauch samt Pistole und Zubehörteilen aufgesteckt wird, die Systemkupplung, die - wenn sie nicht benutzt wird, einen spritzwassergeschützten Deckel hat.

Sowohl Kabellänge als auch die Länge des Anschluss-Schlauches sind ausreichend bemessen; bisher kam ich ohne Probleme auch an fast deckenhohe Fenster.

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Fassungsvermögen/Inbetriebnahme
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Der Edelstahltank, der nach 3 - 5 Anwendungen gereinigt werden sollte, fasst ca. 2 Liter normales Leitungswasser. \"Der Dampfreiniger reinigt ausschließlich mit normalem Leitungswasser\" steht in der Bedienungsanleitung; die Ausgaben für destilliertes Wasser kann man sich also sparen.

Nach Schließen des Sicherheitsverschlusses und Einstöpseln in eine Steckdose braucht es ungefähr 10 Minuten, bis die Dampftemperatur (120 °C) erreicht ist. Die Dampfmenge kann je nach Bedarf (0 - 80 g/Min über ein Drehrädchen) reguliert werden; der maximale Druck beträgt 4 bar.

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Arbeiten mit dem Gerät
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Am Anschluss-Schlauch, ca. 2 cm im Durchmesser, wird die Dampfpistole angebracht. Hier befindet sich auch der Schalter für Dampf an/aus, und zwar durch eine sogenannte Null-Volt-Schaltung; man kann also keinen Schlag bekommen, wenn man mit der Pistole oder dem Schlauch versehentlich in Wasser gerät. Auf die Pistole können die Bürsten und Fensterwischer aufgesetzt werden.

Braucht man einen größeren Aktionsradius, helfen die Verlängerungsstücke weiter.


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Sicherheitshinweise
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Man soll den heißen Dampf nicht auf Personen oder Tiere richten; dies könnte zu Verbrennungen führen (darauf wäre ich jetzt nicht gekommen; danke, dass ich gewarnt werde).

Empfindliche Oberflächen sollten nur vorsichtig \"bedampft\" werden, um Schäden zu vermeiden.

Bei Textilien sollte an verdeckter Stelle erst einmal probiert werden, ob sie den Dampf aushalten.

Holzflächen sind sehr problematisch; Wachs, Politur oder Farbe könnten durch den heißen Dampf gelöst werden.

Natürlich darf das Gerät nicht von Kindern benutzt werden (Verbrühungsgefahr).

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Meine Erfahrungen
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Teppichboden:
Für die Reinigung von Auslegeware und Teppichböden benutzt man am besten die große Bürste. Diese hat ziemlich harte Borsten, so dass man das mitgelieferte große Baumwolltuch darum spannen sollte, ehe man den Teppich dampfreinigt. Dieses Bespannen stellt sich als durchaus umständlich heraus, möchte man das Tuch so befestigen, dass es auch während des Reinigungsvorgangs fest bleibt. Durch die Bedampfung kann es sein, dass sich kleine Wellen in der Auslegeware bilden; diese sind jedoch nur temporär.

Die Reinigungswirkung entspricht nicht ganz einem Profi-Reinigungsgerät, das man sich in Dogerie- und Baumärkten ausleihen kann, bei nicht zu groben Verschmutzungen ist die Reinigungswirkung jedoch zufriedenstellend.

Meine echten Perser würde ich jedoch nicht mit dem Strahler reinigen (weder die Katzen noch die Teppiche).

Flecke können intensiver mit der Dampfpistole bearbeitet werden; dazu nimmt man die Bürste einfach ab, dampft den Fleck gezielt ein und wischt mit einem sauberen Baumwolltuch nach.

Fliesen und Fugen:
Je nach Fläche und Erreichbarkeit habe ich hier die große oder kleine Bürste mit dem Verlängerungsstück benutzt. Auch die 120°-drehbare Power-Dampfdüse leistet hier gute Dienste.

Gerade nach der Frühjahrsrenovierung hatten sich Farbreste (wasserlöslich) in Fugen und auf Fliesen festgesetzt; mit relativ wenig Kraftaufwand hat der Dampf der Farbe den Garaus gemacht

Fenster:
Ich habe sehr große Fensterflächen (teilweise 4 qm), die beim üblichen Putzen sehr viel Arbeit machten, insbesondere, was die Abdeckung des Teppichs betraf, um ihn vor herabtropfendem Wasser zu schützen.

Hier bin ich von dem Dampfreiniger vollends begeistert: mit der Dampfpistole komme ich auch in die Ecken, die ich bisher mit einem Putztuch kaum erreicht habe (die Ritzen der Gleitschienen von Fenster und Rollo, Griffe etc.) - unglaublich, welch Dreck sich dort festsetzt!

Auch auf dem Scheiben befanden sich nach der Renovierung Farb- und Silikonreste; bisher musste ich diese mühsam mit einer Rasierklinge entfernen. Mit dem Dampfreiniger habe ich einfacheres Spiel: Vorreinigen mit der großen oder kleinen Bürste (jeweils mit einem Tuch bezogen), kurz abziehen, danach mit dem Fensterreiniger nochmals bedampfen, abziehen, fertig.

Ein Abdecken des Teppichs ist nicht nötig, da nur geringe Mengen Wasser auf der Scheibe haften bleiben, die abgezogen werden müssen und problemlos mit einem Tuch weggewischt werden, ehe sie den Teppich erreichen. Ränder wieder mit einem fusselfreien Tuch nachwischen (ich nehme da gern Haushaltspapier) - und fertig ist die Scheibe, ganz ohne Streifen.

Kleider:
Hab ich noch nicht getestet, und ich muss zugeben, ich werde es auch nicht extra wegen eines Jacketts oder eines Rockes tun; das wär zu viel Aufwand.


Was die Nachbarn dazu sagen, dass plötzlich Dampfschwaden aus einer Wohnung steigen, weiß ich nicht; die Feuerwehr haben sie bisher nicht gerufen.

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Kritikpunkte
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Wie schon erwähnt, ist das Festzurren des Tuchs auf der großen Bürste nicht ganz so einfach, trotz der anfänglich sehr praktisch aussehenden vier Klappen, in die das Tuch verhakt wird; insbesondere dann nicht, wenn man mit Widerstand beim Reinigen rechnen muss, wie dies bei Teppichböden naturgemäß der Fall ist.

Der Bezug für die kleine Bürste ist auch etwas fummelig aufzuziehen, sitzt dafür aber auch sehr gut.

Die Kombination Fensterbedampfer/Fensterwischer gefällt mir überhaupt nicht; ich habe den Wischer sofort abgeschraubt, dampfe die Scheiben quasi \"pur\" ein und ziehe mit meinem gewohnten Abzieher ab. Mag sein, dass das Gewohnheitssache ist - vielleicht kommt ihr besser damit klar.

Dann die Kabelaufwicklung - frühzeitlich, kann ich da nur sagen. um eine \"Spindel\" muss man das Kabel mühsam per Hand wickeln; da gibt\'s heutzutage schon bessere Lösungen.

Aufbewahren? Bei dem ganzen Krimskrams braucht man schon eine Menge Stauraum. Bei meinem Staubsauger ist das ganz anders, da kann ich Düsen und Bürsten einfach im Innern verstauen. Mal schaun, wann ich die ersten Kleinteile vermisse (die Mini-Tüte mit den Dichtungen ist schon mal fast im Abfluss verschwunden).

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Fazit
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Nicht für jedes Fenster werde ich mir die Mühe machen, den Dampfreiniger in Aktion zu setzen. Aber für große Fenster, die zudem unzugängliche Stellen wie Scharniere oder Gleitprofile haben, ist der Dampfreiniger optimal.

Auch für die Terrasse (Klinker mit Vertiefungen, die kein Schrubber sauber bekommt) und die Balkonmöbel werde ich ihn immer wieder gern benutzen.

In diesen Fällen wiegt die Arbeitserleichterung meine beschriebenen Mängel durchaus auf.

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