FIF 4214 Testbericht

Fif-4214
Leider kein Preis
verfügbar
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Summe aller Bewertungen
  • Qualität & Verarbeitung:  gut
  • Handhabung & Komfort:  gut
  • Saugkraft:  gut
  • Reinigungswirkung:  sehr gut
  • Lautstärke:  sehr leise
  • Design:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Knupsi

Komm, Fiffi, komm, hier in der Ecke ist noch was!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Heute möchte ich Euch meinen neuen Freund vorstellen: er heißt FIF, genannt Fiffi, sieht gut aus und hat wirklich jede Menge Power! Und das Beste ist: seit er bei mir wohnt, ist meine Wohnung viel sauberer als vorher!

Der Neue an meiner Hausfrauenseite ist ein Dampfreiniger von ALDI. Und wie viele andere Elektroartikel, die man bei ALDI kaufen kann, ist auch hier als Marke oder Hersteller oder was auch immer FIF angegeben. Einfallsreicherweise nannte man das Modell 2002…Da ich schon länger einen Dampfreiniger haben wollte, nach dem Ausprobieren des Kärcher 1501 von einer Freundin aber nicht so zufrieden war, war ich auch nicht bereit, so viel Geld für einen Dampfreiniger auszugeben. Aber als es dann einen bei ALDI für 129Euro gab, der mit 4 bar Arbeitsdruck auch noch 0,8 bar mehr hatte als der Kärcher, hab ich nicht lange gezögert und stand um 9 Uhr bei ALDI auf der Matte, um ihn mir zu angeln!

Natürlich hab ich zu Hause sofort losgelegt! Kind zur Oma und ab die Post! Im Folgenden nun mein Bericht über den blauen Sauser:

Aussehen und Lieferumfang:

Er sieht aus wie ein normaler Schlittenstaubsauger. Dürfte wohl jedem bekannt sein. Erhältlich war er wahlweise in blau oder grau. Meiner ist blau!

Im dem großen Karton, der aber keineswegs so schwer war wie erwartet, befanden sich neben dem eigentlichen Dampfreiniger noch jede Menge Zubehörteile, als da wären:

Zwei Verlängerungsrohre
Eine 120°-Düse (auch Powerdüse genannt) nebst Fugenbürstchen
Zwei Fensterputzaufsätze
Eine kleine Bürste nebst Frotteeüberzug
Eine große Bürste
Ein Baumwolltuch
Ein Trichter

Vorbereitung:

Logischerweise muß man in den Edelstahl-Dampfkessel zunächst einmal Wasser einfüllen. (ACHTUNG: kein destilliertes Wasser benutzen! ALDI hat damals gleichzeitig destilliertes Wasser angeboten und im Prospekt geschrieben, „auch für unseren Dampfreiniger geeignet“. Aber in der Anleitung steht extra drin, dass man kein dest. Wasser benutzen soll!!!) Das Fassungsvermögen beträgt zwar 2,5Liter, man soll ihn aber nur mit maximal 2 Litern befüllen. Dazu hab ich bestimmt mal was in Physik gelernt… Keine Ahnung, aber wenn der Hersteller das sagt, dann hat das wohl seine Richtigkeit… *verschämt grins* Zwar hat das Wassereinfüllloch nur einen Durchmesser von ca. 1cm, durch den mitgelieferten Trichter ist ein Befüllen aber problemlos und ohne Kleckern möglich. Ist das Wasser eingefüllt, dreht man den patentierten Sicherheitsverschluß wieder drauf, der nicht zu öffnen ist, solange der Kessel unter Druck steht. Dadurch wird verhindert, dass der User *g* mit heißem Wasser vollgespritzt werden kann. Danke an den Erfinder!!! Wäre mir nämlich sonst garantiert passiert und ich hätte das Teil nie wieder benutzt.

So, das hätten wir dann schon mal. Nun drücken wir die beiden einzigen Knöpfe, über die das Gerät verfügt: den Heizknopf, damit das Wasser mittels einer Leistung von 1500 Watt auf die richtige Temperatur gebracht wird, und den Dampfknopf. Die zwei Gesellen leuchten dann vor sich hin, bis das Wasser heiß und genug Dampf zum Arbeiten bereit ist. Dann gehen sie aus. Zwischendurch geht der Heizknopf immer mal wieder an, wenn der Kessel nachheizt, um die Temperatur konstant zu halten. Das ist aber normal und man kann beruhigt weiterarbeiten.

Die Wasserschlacht kann beginnen!!!

Ich habe damals zunächst ganz einfach mit dem Boden begonnen. Da wir in der Küche Laminat haben, der bekanntermaßen nicht sonderlich feucht, geschweige denn naß werden soll, habe ich den Dampfaustritt mittels eines Drehregulierers auf die niedrigste Stufe eingestellt. Möglich ist eine Dampfmenge von 0 (macht natürlich keinen Sinn…) bis 80g/min. Auf dem Karton steht zwar was von stufenlos, das versteh ich aber nicht so ganz, da der Schalter an 5 Positionen einrastet. Die Drehrichtung erkennt man an einem dicker werdenen Pfeil, der um das Rädchen herumläuft. Sozusagen idiotensicher ;-)

Zunächst habe ich das mitgelieferte Baumwolltuch um die große Bürste gespannt. Und hier sind wir schon bei einem großen Vorteil des FIF gegenüber seinen Kollengen von z.B. Kärcher: damit man das Tuch um die Bürste spannen kann, hat diese oben drauf Schnapphebel (ich weiß nicht, wie ich die Dinger sonst nennen soll!!!), die man hochdrückt, das Tuch unterschiebt und den Hebel dann wieder loslässt, so dass er das Tuch mittels kleiner Zähne, die auch auf der Bürste sind, einklemmt. Bürsten vieler anderer Hersteller haben auf jeder Seite nur einen solchen Hebel, mein Fiffi hat aber zwei davon auf jeder Seite. Der Vorteil: wenn man eine Seite des Tuches befestigt hat und das Tuch um die Bürste herumschlägt und die andere Seite festklemmen will, rutscht dieses nicht wieder heraus, wenn man den Hebel ein zweites Mal betätigt, wie das bei vielen anderen der Fall ist, da man ja für jede Seite des Tuches einen eigenen Hebel hat. Ich hoffe, Ihr habt verstanden, was ich hier mühsam zu erklären versuche… Ist nicht ganz einfach. Beim Putzen fährt der Kleine übrigens auf 4 Rollen treu hinter Euch her!

Das mitgelieferte Tuch allerdings ist meiner Meinung nach Schrott und wurde von mir nach einigen Wischern durch ein vernünftiges ersetzt. Mittlerweile benutze ich meisten die dicken Bodenputztücher von ALDI (die mit den netten Bildchen drauf), die ich in drei Teile geschnitten habe. Die sind wesentlich dicker als das mitgelieferte Tuch, das einfach ziemlich labberig um die Bürste hing und dementsprechend schlecht Dreck aufnahm.

Boden wischen ist mit dem Dampfreiniger wirklich sehr schnell erledigt. Wenn man keine größeren, klebrigen Flecken auf dem Boden hat, so reicht ein einmaliges Drübergehen, das eigentlich genau so abläuft wie beim Staubsaugen. Bei Flecken muß man natürlich, wie beim normalen Putzen auch, etwas drüberreiben und eventuell auch einmal kurz den Wasserdampf erhöhen. Auf Fliesen kann man natürlich direkt mit mehr Dampf putzen, das klappt dann noch besser.

Anschließend hab ich mir mein Badezimmer vorgenommen. Ich werde Euch jetzt nicht alles genau schildern, das Prinzip kennt ja wohl jeder. Wie an vielen anderen Stellen im Haus gibt es natürlich auch und gerade im Bad viele Stellen, an die man einfach mit einem Lappen kaum rankommt: die Gummileiste und die Scharniere der Duschkabine, die Armaturenränder, den Abfluß usw. Hier sammelt sich der Dreck, und den galt es zu beseitigen. Dazu habe ich die Powerdüse auf die Pistole geschraubt. Die „Pistole“ ist quasi der Griff, der auf einem langen Rohr sitzt und aus der vorne der Dampf rauskommt. Die diversen Zubehörteile werden auf diese aufgesetzt. Damit die Teile nicht wieder rausrutschen können, werden sie mittels kleiner Hebelchen verschlossen. Das finde ich auch sehr gut. Allerdings hab ich ab und an ein bisschen Probleme, die Teile abzubekommen. Aber lieber so als dass sie zu locker sitzen und es zu einem Malheur kommt.

Wenn man mit der Powerdüse arbeitet, empfiehlt es sich, die Dampfmenge auf höchste Stufe zu stellen. Und dann kann man sich ekeln: es ist einfach unglaublich, was sich an bis dato unerreichbaren Stellen so an Dreck ansammelt. Einfach widerlich! Aber das ist jetzt Vergangenheit. Dank seiner Kraft von 4 bar Arbeitsdruck verscheucht er wirklich so gut wie alles. Ich habe z.B. einen normalen Herd mit hochstehenden Platten, die im Laufe der Zeit verkrustet und dunkel an den silbernen Rändern geworden sind. Ich hab sie schon oft gescheuert, aber so gut wie keine Wirkung erzielt. Nach ein paar Anwendungen mit der Powerdüse sieht mein Herd fast aus wie neu! Naja, bis auf den Backofen; gegen die starken Verkrustungen im Backofen ist auch dieses Teil hilflos. Aber man kann ja auch keine Wunder erwarten. Ein Tip: wenn man auf höchster Stufe arbeitet, sollte man auf jeden Fall die Fenster öffnen, sonst steht man bald in einem Dampfbad und sieht nichts mehr (siehe auch mein Bericht Tips und Tricks zum Dampfreinigen).

Als nächstes hab ich die Fenster geputzt. Was ich in der Theorie gut finde, sind die zwei Fensterputzaufsätze in verschiedenen Längen. Einen kleinen für Spiegel, kleiner Fenster etc. und einen großen für große Fenster und so. Allerdings hab ich selber beim Fenster putzen das Problem, dass dieses Teil ja auch auf die „Pistole“ gesetzt wird. Wenn man nun das Fenster zunächst aus einer geringen Entfernung eingedampft hat, soll man anschließend mit dem integrierten Abzieher das Wasser abziehen. Klappt aber so richtig gut nur bis zu einem gewissen Abstand zur Fensterbank bzw. bei Balkontüren z.B. zum Boden. Dann ist einem die Pistole nebst Schlauch im Weg. Deswegen dampfe ich das Fenster nur ein und nehme dann einen „externen“ Fensterabzieher. Das klappt wesentlich besser und gleichmäßiger.

Die kleine Bürste kann man für alles mögliche verwenden, für die die große Bürste zu groß ist. Auch zum Abstauben ist sie gut geeignet. Dazu zieht man ihr einfach das Frotteehäubchen über. Hier klemmt man also nichts fest wie bei der großen Bürste.

Zwischendurch sollte man immer wieder mal schauen, ob der Dampfreiniger Wassernotstand meldet, dann muß man nachfüllen. Es leuchtet ein Licht auf, über dem ein Kessel mit 3 Tröpfchen Wasser abgebildet ist. Wenn man mit der Powerdüse arbeitet, merkt man aber schon vorher, wenn zu wenig Wasser im Kessel ist. Die Kraft des Strahls lässt dann ziemlich nach.

Die Putzzeit ist total unterschiedlich, da sie davon abhängt, was man gerade macht. Wenn man z.B. nur den Boden putzt und auf Stufe 1 oder 2 arbeitet, kommt man natürlich wesentlich länger aus als wenn man nur mit der Powerdüse auf höchster Stufe arbeitet. Von daher gebe ich hier keine Zeit an.

Vom Gewicht her ist er auch gefüllt leicht zu tragen. Man kann ihn also problemlos von einer Etage zur anderen tragen, ohne sich direkt ein Rückenleiden zuzuziehen.

Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit dem Gerät, das Einzige, was noch verbesserungswürdig wäre, ist die Tatsache, dass er kein integriertes Fach für das Zubehör hat. In diesem Punkt hat der Kärcher ausnahmsweise mal die Nase vorn ;-) Außerdem wird der Griff, also die \"Pistole\" obendrauf recht heiß, nicht so, daß man sich verbrennt, aber man muß schon mal von der rechten in die linke Hand wechseln; hier wäre eine bessere Isolierung wünschenswert.

So, ich hoffe, Ihr seid mit diesem Bericht zufrieden. Falls Ihr Fragen oder Anregungen habt: nur zu, ich bin für Alles (auch Kritik) offen!

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