Alice: American McGee's (Adventure PC Spiel) Testbericht

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ab 27,85
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Erfahrungsbericht von MeisterGolka

Lust nach Blut...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

American McGee\'s Alice - ist das eines der brutalsten Computerspiele des Jahres 2001? Oder ist es einfach nur eine kranke perverse Fantasie eines auf kleine Mädchen stehender Sado-Typ, der zudem noch ein genialer Computerspielentwickler ist?

Das Computerspiel \"American McGee\'s Alice\" von EA Games besiert auf dem uns allen wohlbekannten Bestseller \"Alice im Wunderland\" von Lewis Caroll. Und wer das Buch nicht gelesesn hat, der hat unter Garantie die Disney-Verfilmung gesehen, hab ich nicht recht?

Nun, einer der vielen Unterschiede zwischen den Spiel und dem Buch ist z.B. auch der, dass in dem Buch Alice wirklich ins Wunderland geht, indem sie ja dem Hasen folgt. Das Spiel ist sozusagen die Fortsetzung, nachdem Alice wieder aus dem Wunderland zurückkehrte, schlief sie eines Nachts ruhig in ihren Zimmerchen, als eine Katze - war es die Grinsekatze...? - in ihren Zimmer runschlich und dabei versehens eine Kerze umstürzte. Sofort brannte alles lichterloh und Alice wachte auf. Schnell den Anweisungen ihrer wegen des Rauches hustenden Eltern folgtend stürzte sich die kleine Alice aus dem Fenster in die Freiheit. Und liegt seit dem im Koma.
Im Krankenhaus wird sie untersucht, doch der leitende Arzt hat keine Ahnung, wie er ihr helfen könnte. Er versuchte alles, doch er kann aus der mittlerweile ziemlich älter gewordenen Alice nicht viel herausbringen als düster gemalte Bilder und verworrene Gedichte. Alice erzählt ihrem Arzt in dem Wachkoma in dem sie liegt von ihrer Reise durch das Wunderland, die sie just in diesen Momenten, in denen sie im Koma liegt, durchlebt. Alice ist im Geist im Wunderland und muss dort die Wunderlandbewohner vor der bösen Herzkönigin retten. Schafft sie es...?

Nun übernehmen wir Alice. Mit der Maus und der Tastatur bewegen wir die nun schon ziemlich teenagermäßig aussehende Alice durch die Gefahren des düsteren Wunderlands. Uns begleitet eine wunderbar passende Musik von Nine Inch Nails Gründungsmitglied Chris Vrenna und der Totenkopf auf der Schleife, die hinten Alice\' Schürze zusammenhält, grinst uns das ganze Spiel über zu.

Am Anfang besitzt man noch gar keine Waffe, doch durch die Hilfe der Grinsekatze finden wir bald unser Messer, das wir auf Gegener schleudern können oder mit dem wir unsere Gegner einfach blutspritzend aufschlitzen können.
Bald haben wir auch noch andere Waffen errungen, nämlich
- Spielkarten, die wir entweder einzeln oder auf einmal werfen können (am besten, wenn die Gegner noch weiter weg sind oder fliegen können)
- ein Cricket-Schläger, mit dem wir unsere Gegner mit Cricket-Bällen bewerfen können oder einfach drauf los schlagen können
- einen Eis-Werfer, der unsere Gegner für eine gewisse Zeit einfach einfriert oder uns einen Schutzschild aus Eis beschert
- eine kleine lustige Kiste, aus der eine netter Jecke an einer Sprungfeder raushüpft, der entweder alles umliegende (auch Dich!) in die Luft sprengt oder anzündet
- Würfel, die einen unterstützenden Dämon herbeirufen, der uns bei der Gegner-Bekämpfung eine Zeitland hilft (Vorsicht: Ist kein Gegner da, geht der Dämen einfach auf dich los!)
- Wurfsterne, die uns einen Feind suchen oder die wir wie der Name schon sagt auf einen mittlerweile gefundenen Feind schleudern können
- eine Uhr, die uns eine seeeehr kurze Verschnaufpause könnt, indem wir die Zeit für die Gegner stoppen können
- eine Art Kanone, die unsere Gegner mit Kometen besprenkelt
- und sowas ähnliches wie ein Blaster aus Star Wars, der unsere Gegner mit einem Laserstrahl in einen Schweizer Käse verwandelt.

Ja doch, die Waffenauswahl ist nicht schlecht, aber man braucht schon Ewigkeiten, bis man alle zusammenhat und versteht, wie sie funktionieren. Die liebe Grinsekatze versucht uns zwar zu helfen, aber die redet in Rätseln.

Das Spielen an sich ist anfang gewöhnungsbedürfig, die Maus und die Tastatur müssen gleich gut betätigt werden, nicht geht ohne das andere.

Die Grafik ist einfach einsame Spitze! Es macht verdammt Spaß, einfach nur sich umzusehen und das aufwenig gestaltete Wunderland anzustarren! Ich habe selten so eine gute Grafik in einem Videospiel gesehen! Die Gestaltung der Levels ist ein wahrer Augenschmaus und wenn Alice vor einer Wand steht, dann tut sie das auch und steht nicht halb drin wie beispielsweise bei Tomb Raider.

Der Spielspaß ist ziemlich hoch, da die Gegner strunzdoof sind und einfach draufdreschen ohne nachzudenken - was erwartet man aber auch anderes von Schachfiguren oder Spielkarten mit Köpfen?

Die Schwierigkeitsstufe ist schon nicht gerade niedrig würde ich sagen, ein Anfänger sollte lieber die Finger von diesem Spiel lassen. Die normalen Gegner hat man zwar schnell besiegt, aber die Endgegner der jeweiligen Levels sind verdammt schwer!
Ein Profi wird aber keine Probleme bei diesem Spiel haben, doch auch er wird es lieben, denn hat einen erst mal das Alice-Fieber gepackt ist es wie mit Harry Potter - man kann nicht mehr aufhören ;o)

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