Allgemeines zu Piercings Testbericht

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Erfahrungsbericht von Kenny

Helix und Augenbrauenpiercing

Pro:

Keines der beiden tut weh, sieht prima aus

Kontra:

Kann herauswachsen, bei schlechter Pflege verheilt der Stichkanal nur schwer

Empfehlung:

Ja

Eigentlich war ich nie der Piercing-Freak. Ich fand das Metall in Gesicht oder wo auch immer einfach nur schrecklich. Aber wie man so schön sagt ändert sich eben alles ;). Mein erster Gedanke war ein Zungenpiercing. Doch da ich noch nicht volljährig bin, brauchte ich die Zustimmung meiner Eltern. Meine Mum war leider dagegen, also musste ich mir etwas anderes aussuchen. An zweiter Stelle stand dann ein Helix-Piercing (also an der äußeren Ohrmuschel) und an dritter eines an der Augenbraue. Zu diesen beiden bekam ich dann die erhoffte Erlaubnis, jedoch nur für das Helix, da ich zu diesem Zeitpunkt den Wunsch nach einem Augenbrauenpiercing noch nicht geäußert hatte.
Also machte ich mich dann am Mittwoch mit der Erlaubnis im Geldbeutel ;) auf in das von mir ausgesucht Studio.

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Zur Auswahl des Studios:
Zwei Freundinnen und ich waren an einem langweiligen Nachmittag auf die Idee gekommen, einen Rundruf bei den in der Nähe liegenden Piercing-Studios zu machen. Nicht aus Jux allein, wir wollten uns nach den Preisen erkundigen, um uns die Auswahl des Studios auch auf das Geld bezogen zu erleichtern.
Meine Freundin, die die Anrufe übernommen hatte, erzählte uns dann, dass das zweite Studio, in dem wir angerufen hatten wohl das beste wäre, da die Preise attraktiv waren (der Preis beinhaltete dabei auch das Wechseln des Erstschmucks und die Pflegemittel) und auch der Piercer, der sich am anderen Ende der Leitung meldete kam sehr sympathisch rüber. Etwas anderes war, dass meine Freundin ein leichtes Hallen bemerkt hatte, was doch sehr für Sterilität sprach.
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Als ich dort angekommen war, musste ich erst mal eine ziemlich lange Weile warten, bis ich dran kam. Davor rief er erst noch bei meiner Mutter an, um sich zu vergewissern, dass sie mir das Piercing erlaubte. Nachdem sie dies bestätigt hatte, klärte er sie noch über alles Mögliche auf, was das Piercing betraf.
Dann wandte man sich wieder mir zu *g*. Leider verlief dann nicht alles so, wie ich es mir erhofft hatte. Das von mir gewünschte Piercing war leider nicht machbar, da ich zu der Zeit mein Ohr sehr trocken war und die Haut sich leicht schälte (zumindest sah es so aus, als ob sie das tat :)). Daher schickte mich der Piercer wieder nach Hause und ich solle wiederkommen, wenn mein Ohr wieder „normal“ war. Die Heilung könnte sonst noch länger dauern und so könnten auch noch mehr Komplikationen auftreten.
Daher fand auch ich, obwohl ich so ungeduldig auf mein Piercing gewartet hatte, dass ich lieber warten sollte. Dafür würde mich dann am Ende ein möglichst problemloses Helix erwarten. *freu*
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Und dann war es so weit, einen Tag früher wie gedacht. Und wieder hatte ich so saumäßiges Herzklopfen, dass mir beinahe schlecht vor Aufregung wurde *g*. Also war ich dann im Studio drin und hatte das Glück gleich dranzukommen. Meine Mum und ich füllten Zettel aus und mein Piercer erklärte mir zum zweiten Mal ;) die Pflegehinweise für die Piercings (da ich jetzt zwei wollte *g* Helix u. Augenbrauenpiercing). Uns wurde auch noch gesagt, dass es sein kann, dass das Augenbrauenpiercing herauswächst.
Danach ging es auch schon in ein separates Zimmer, in dem gepierct wurde. Es sah aus wie ein Arztzimmer und ich setzte mich auf eine Liege. Mir wurden an der Augenbraue zwei blaue Punkte aufgezeichnet und auch am Ohr, wo der Piercer durchstechen würde. Doch davor wurde alles gründlich desinfiziert. Mit den Punkten war ich sofort einverstanden und dann ging es auch schon langsam los.
Ich legte mich hin und starb beinahe vor Herzklopfen *g*. Doch glücklicherweise wurde mir gut zugesprochen und dabei vergaß ich auch manchmal, dass ich mir vor Angst beinahe in die Hosen machte *g*. Auf dem kleinen Tischchen neben der Liege lagen die Instrumente, alles einzeln verpackt. Nacheinander wurden die Instrumente ausgepackt. Bevor das Ganze begann, wurde ich noch einmal mit Desinfektionsspray eingesprüht.
Als die Kanüle dann vor mein Ohr gehoben wurde und ich schon die Spitze merkte, wurde ich gefragt, ob ich jetzt bereit sei, da es nun gleich etwas weh tun könnte. Natürlich war ich nie für Schmerz fertig, aber wer schön sein will muss eben leiden *g*. Ich machte meine Augen zu und erwartete weiß Gott wie großen Schmerz. Doch damit wurde ich ziemlich enttäuscht. Es tat wirklich nicht weh. Ich hab zwar gemerkt, wie die Kanüle durch mein Ohr gestochen wurde, jedoch hatte ich wirklich schon schlimmeren Schmerz gehabt. Ich dachte, es würde weh tun, wie noch mal was und dann kam nur so ein Pieks! Gleich danach wurde dasselbe mit meiner Augenbraue gemacht. Dabei war das Schlimmste Die Zange, mit der die Haut zusammengedrückt wurde, damit der Piercer die beiden Punkte auch gleich erwischen würde. Den Stich selbst merkte ich nicht wirklich. Klar spürte ich ein bisschen davon, aber es war noch harmloser wie der Ohr-Stich. Der Schmuck an der Augenbraue wurde sehr schnell eingesetzt und auch das tat nicht sonderlich weh. Wie er reingetan wurde, hab ich leider nicht gemerkt, da ich die Augen zu machen sollte, da mir nicht etwas ins Auge kommt. Das Schmerzhafteste an der ganzen Prozedur des Piercens war das Anbringen des Ringes an meinem Ohr. Da der gebogen ist, konnte er nicht einfach durchgeschoben werden, sondern mit „etwas Probieren“ reingebracht werden. Dabei merkte ich wie es ziepte. Aber auch das war auszuhalten. Und dann war ich schon fertig.
Ich konnte es nicht glauben! Wegen den paar Piekser hatte ich so viel Angst und Herzklopfen und alles!
Ich ging zu dem Spiegel, der an der Wand hing und betrachtete meinen neuen Schmuck. Es sah echt toll aus! Dafür hatte es sich wirklich gelohnt, die 85€ zusammen zu zahlen. Dann wurde ich gefragt, ob mir schwindlig sei, weil das oft der Fall nach dem Piercen war. Ich beneinte dies. Doch leider hielt es nicht an. Schon während ich in den Eingangsbereich des Studios ging, wo meine Mutter schon wartete, merkte ich, wie es doch langsam begann sich zu drehen *g*. Ich setzte mich so lang auf das Sofa und wartete darauf, dass der Schwindel vorbeigehen würde. Dazu bekam ich noch ein Glas Wasser und einen Traubenzucker *g* (und das alles im Preis drin ;-)).

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Abschließend kann ich nur sagen, dass ich mit meinen Piercings echt glücklich bin.
Das Stechen tat überhaupt nicht weh (und das sagt der wehleidigste Mensch der Welt *g*) und die Piercings sehen einfach geil aus *g*
Also sage ich dazu: Gegen das Piercen ist nichts einzuwenden, wenn es professionell gemacht wird und für einen selber schön ist. Man sollte sich auch nur eines machen lassen, wenn man es wirklich will und nicht weil es gerade im Trend ist. Zwar muss das Piercing nicht ein Leben lang drin bleiben, wie das Tattoo. Aber man will es ja nicht schon nach einem Monat oder so wieder rausmachen, sondern auch für länger behalten!

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So, das war jetzt mein erster Bericht. Also Gnade vor Recht bei der Bewertung *g*
Greetz, Kenny

PS: Viel Spaß beim Pieksen, falls ihr euch auch für eines der beiden Piercings entscheidet ;-)

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