Allwetterzoo Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 10/2003
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Erfahrungsbericht von elfang18
Ene Besuch em Zoo, oh oh oh oh
Pro:
schöne Anlagen, angemessener Preis, Hunde erlaubt
Kontra:
schlechte Akustik im Delphinarium,
Empfehlung:
Ja
Die Familie unseres Patenkindes ist absolut pferdebegeistert und als wir sonntagabends bei „Tiere suchen ein Zuhause“ im WDR einen Bericht über ein Pferdemuseum gesehen haben, war klar, daß wir da hinmüssen. Da dieses Museum, Hippomax genannt, sich im Allwetterzoo Münster befindet, planten wir also einen großen Ferienausflug.
Allgemeines
Als erstes fragt man sich natürlich, woher der Name stammt:
Alle großen Gehege sind über ein 1 km langes, überdachtes Gangsystem verbunden, so dass man auch bei Regen einen geschützten Rundgang durch den Zoo vornehmen kann. Sensibelchen haben nun also keine Ausrede mehr, um den Besuch im Zoo zu verhindern, man kann dort trockenen Fußes durchspazieren. *g*
Der Sonnenweg hat eine Länge von 4,5 km, die man auch beliebig abkürzen kann, was für Familien mit kleineren Kindern sicherlich in Betracht kommen könnte. Auf einer Gesamtgröße von 30 ha werden über 360 Tierarten gezeigt. Soweit ich das als Laie beurteilen kann, werden die Tiere artgerecht gehalten. Was für die Besucher manchmal schade ist, ich aber wichtig finde: Die Tiere haben eine wirkliche Rückzugsmöglichkeit (sind also nicht immer zu sehen). Mir ist aufgefallen, dass die Gehege sehr liebevoll gestaltet sind und viele Beschäftigungsmöglichkeiten bieten. Dieses Prinzip zeigt sich auch auf den Besucherwegen, die mit vielen schattenspendenden Bäumen und liebevoll gestalteten Anlagen aufwarten können. Dabei passen sich oft die Wege den Gehegen an und nicht umgekehrt: Will man die Tiere beobachten, muss man öfter die Wege verlassen und in extra vorbereitete Nischen eintreten.
Der Zoo ist darauf ausgerichtet, wo möglich, den Besucher sehr nah an die Tiere heranzubringen bzw. viel von diesen mitzuteilen. Bei den Fütterungen erzählen die Pfleger sehr viel über den natürlichen Lebensraum, die üblichen Verhaltensweise, zur Anatomie usw., und wie versucht wird, ihnen im Zoo ein wenig diesen Lebensraum nachzugestalten.
Ein Publikumsrenner sind der tägliche Pinguin-Spaziergang durch den Zoo und die begehbaren Tieranlagen.
Einen absoluten Pluspunkt hat sich der Zoo bei mir dadurch verdient, dass man Hunde mitbringen darf! Diese dürfen natürlich nicht in jedes Gebäude, aber wenn man mit mehreren Personen den Tag im Zoo verbringt, ist das nur ein Abspracheproblem. Vor jedem Tierhaus findet man einen Wassernapf, damit Hundi nicht mit hängender Zunge durch die Anlage laufen muss.
Am Zooeingang erhält man übrigens kostenlos einen Wegeplan für den Zoo, auf dem Sonnen- und Regenweg und ganz wichtig (!) die Fütterungszeiten der Tiere vermerkt sind. Allerdings ist der Plan leider ziemlich unübersichtlich gestaltet und die vielen verschnörkelten Wege erleichtern einem auch nicht unbedingt die Orientierung. Fakt ist, dass wir uns trotz Plan einmal verlaufen haben und ich mich dann lieber auf die Orientierung nach den Himmelsrichtun-gen verlassen habe.
Anschrift, Öffnungszeiten und Preise
Den Zoo findet man unter folgender Anschrift
Sentruper Straße 315
48161 Münster
Telefon: +49 251 8904-0
Telefax: +49 251 8904-90
E-mail: [email protected]
Internet: www.allwetterzoo.de
Er ist täglich ab 9:00 Uhr geöffnet und von November - Februar bis 16:00 Uhr, im März und Oktober bis 17:00 Uhr und von April bis September bis 18:00 Uhr geöffnet.
Bei den Eintrittspreise habe ich mich doch erst einmal auf den Hosenboden gesetzt:
Kinder und Jugendliche von 3 – 17 Jahren zahlen 5,75 €, Erwachsene stolze 11,50 €. Wenn man allerdings bedenkt, dass der Eintritt in das Pferdemuseum und das Delphinarium inbegriffen sind und der Zoo sehr schön gepflegt und angelegt ist, fand ich diesen Preis dann doch mehr als angemessen.
Die Anreise
Mit dem Pkw ist der Zoo bequem über die A 1, A 43, B 51 und B 54 zu erreichen. Die Beschilderung ab der Stadtgrenze Münster zum Zoo ist sehr gut, wir gelangten nur einmal an eine Kreuzung, an der die Beschilderung fehlte. Aber weibliche Intuition geleitete uns sicher zum Ziel.
Am Zoo stehen 3000 Parkplätze für 2 €/d zur Verfügung, sollte diese Anzahl an Spitzen-Besuchstagen nicht ausreichen, sind in der Umgebung des Zoos noch einige Parkmöglichkeiten vorhanden. Die Parklücken sind ausreichend groß, nur die Verkehrsführung ist manchmal etwas unübersichtlich.
Mit dem Zug fährt man bis zum Hauptbahnhof Münster und lässt sich dann von der Buslinie 14 direkt bis vor den Zooeingang kutschieren.
Im Sommer gibt es die Möglichkeit den „Wasserbus“ zu nehmen. Man kann von der Stadtmitte aus am Aasee ein Boot besteigen und läuft dann in den Zoohafen ein.
Die Tieranlagen
Ich stelle hier einmal exemplarisch einige Tieranlagen vor:
Das Africaneum
Neben afrikanischen Schweinen kann man hier in einer wunderschön gestalteten Anlage (über 6000 qm groß) Gorillas und Schimpansen beobachten. Interessant (nicht nur für Kinder *g*) ist der Edukationsbereich, in dem man sich auf Affenart durch Klettern und Kriechen austoben darf. Wer müde ist, darf sich in ein „Schimpansennest“ zum Schlafen legen.
In dem Zusammenhang möchte ich auch die begehbaren Affenanlagen erwähnen, wenn man Glück hat, kann man hier hautnahen Kontakt z.B. mit einem Lemuren erleben.
Das Löwenhaus
In diesem Haus leben natürlich neben den Löwen auch Jaguare (Besonderheit: 1 schwarzer Jaguar), Ozelots, asiatische Goldkatzen u.a. Interessant fand ich besonders das Gehege der Nilflughunde. Wie es die Tiere schaffen, keine Platzangst zu kriegen, wenn sie in einem großen Haufen an einem Seil hängen, ist mir immer noch rätselhaft.
Zur Zeit bietet das Löwenhaus eine besondere Attraktion: Eine Löwin hat vor kurzem vier Junge geworfen und hat die von den Pflegern angebotene Box abgelehnt, so dass man dort jetzt hautnah erleben kann, wie die Mutter ihre Jungen aufzieht.
Das Delphinarium
Für mich war das Delphinarium eine DER Attraktionen. 2001 wurde dieses Gebäude umfassend umgebaut und modernisiert. Die Tiere führen hier ein entsprechend ihrer Alters- und Leistungsstufe ausgeklügeltes Beschäftigungsprogramm vor, das aber gleichzeitig z.B. der täglichen Untersuchung des Gesundheitszustandes der Tiere dient. Ich war einerseits natürlich begeistert, von der Möglichkeit diese Tiere mal live zu erleben, andererseits tat es schon weh, wenn man bedenkt, wie begrenzt ihr Lebensraum in einem Delphinarium doch ist. Aber vielleicht immer noch besser, als in einem Thunfischnetz zu enden und dort zu ertrinken. Man darf übrigens Hunde, solange sie sich still verhalten, mit in das Delphinarium nehmen. Ein großer Minuspunkt ist allerdings die schlechte Akustik, es war sehr schwer, die Tiertrainerin zu verstehen.
Das Tropenhaus
Als letzte Tieranlage möchte ich das Tropenhaus kurz vorstellen. In diesem begehbaren Gehege ist es möglich, Vögel, Affen und Kleinkantschils (beeindruckend: Rehe mit einer Größe von max. 30 cm) und viele andere Tropentiere zu erleben. Ich stelle es mir sehr schwierig vor, die Tierarten so auszuwählen, dass sie sich nicht gegenseitig bzw. den Besucherun an den Kragen gehen. Mit allzu feiner Kleidung sollte man das Tropenhaus übrigens nicht betreten, es könnte schon mal sein, dass es ein Vogel nicht mehr rechtzeitig zur Toilette schafft und man dann durch die Luft bombardiert wird.
Das Hippomax
Ziemlich in der Nähe des Zooeingangs gelegen kamen wir schon bald zu unserem eigentlichen Grund des Besuches. Dieses Museum zeigt die Natur- und Kulturgeschichte besonders der westfälischen Pferde. Ausgehend von der Evolution der Pferde zeigt man hier, wie die ersten Menschen mit Pferden in Berührung kamen und diese sich als wertvolle Begleiter herausstellten. Hier erfuhr ich z.B., dass Pferde als Grabbeigaben sehr beliebt waren. Nachdem man einen kleinen Ausritt durch die Anatomie der Pferde (gut dargestellt: die Entwicklung vom 6-Zell-Stadium bis zum geborenen Fohlen und die plastische Gegenüberstellung des Sehvermögens) gelangt man schnell in die „moderne Zeit“ und die Verwendung des Pferdes als Arbeitstier: Eine Sonderausstellung widmet sich der Verwendung von Pferden in Bergbaugruben. Schon die vielen Textdokumente geben einen starken Eindruck vom schweren Leben dieser Tiere, der durch ein ausgestopftes Pferd, was mit einem Geschirr in eine Grube hinabgelassen wird, noch verstärkt wird.
Für kleinere Kinder ist diese Ausstellung ziemlich langweilig, ich gehe mal davon aus, dass diese nicht mit offenem Mund vor dem Sattel stehen, auf dem Hans-Günter Winkler zum Olympiasieger wurde. Erwachsene hingegen dürften sich über die Vielfältigkeit der Exponate freuen. Wenn man sich die Ausstellung ausführlich zu Gemüte führen möchte, sollte man allerdings mindestens 1,5 Stunden einplanen.
Service
Der Allwetterzoo wurde vom Landesverband NRW des Sozialverbandes für seine Behindertenfreundlichkeit ausgezeichnet. Man findet überall Rampen, damit auch Rollstühle Höhenunterschiede durch Treppen überwinden können und am Zooeingang kann man kostenlos Rollstühle leihen.
Der Zoo bietet drei Babywickelräume und an der Zookasse gibt es die Möglichkeit kostenlos Kinderwagen zu leihen. Gegen einen geringen Mietbetrag erhält man dort auch Bollerwagen um nicht nur Kinder, sondern auch die mitgebrachte Verpflegung zu transportieren.
Womit wir schon beim wichtigen Punkt der Verpflegung wären. Natürlich gibt es im Zoo genügend Möglichkeiten, sich etwas essbares zu kaufen und damit die Akkus wieder aufzuladen. Doch im Allwetterzoo wird auch an die vielen Familien gedacht, für die das eine weitere zusätzliche Belastung bedeuten würde. An jedem Kiosk stehen Bierzeltgarnituren, an denen es ausdrücklich erlaubt ist, seine mitgebrachten Lebensmittel zu verzehren. Besonders angenehm: Man findet dort auch Spielplätze (im Sommer mit Sonnenliegen für die Erwachsenen), damit kann man seine Mittagspause in Ruhe geniessen. Ein großer Pluspunkt für diese Familienfreundlichkeit!
Toiletten sind in ausreichender Anzahl vorhanden und in sauberem Zustand.
Fazit
Besonders für Familien eignet sich dieser Zoo, für Erwachsene und Kinder wird viel geboten und die Preise angemessen. Die Tiergehege sind liebevoll und artgerecht gestaltet. Sehr schön ist, dass es viele Möglichkeiten gibt, „hautnah“ mit den Tieren zusammenzukommen.
Einen Minuspunkt insgesamt vergebe ich für die schlechte Akustik im Delphinarium und den unübersichtlichen Lageplan.
Ich freue mich schon auf meinen Besuch im nächsten Jahr, wenn dann hoffentlich weitere Gebäude, z.B. der Pferdepark am Hippomax oder die Aufzuchtstation für Wasserschildkröten fertiggestellt sind.
Zum Schluß möchte ich noch folgende Seiten empfehlen:
www.allwetterzoo.de und
www.zoofans.de
Wie immer: Vielen Dank für’s Lesen, Klicken, Bewerten und Kommentieren!
Allgemeines
Als erstes fragt man sich natürlich, woher der Name stammt:
Alle großen Gehege sind über ein 1 km langes, überdachtes Gangsystem verbunden, so dass man auch bei Regen einen geschützten Rundgang durch den Zoo vornehmen kann. Sensibelchen haben nun also keine Ausrede mehr, um den Besuch im Zoo zu verhindern, man kann dort trockenen Fußes durchspazieren. *g*
Der Sonnenweg hat eine Länge von 4,5 km, die man auch beliebig abkürzen kann, was für Familien mit kleineren Kindern sicherlich in Betracht kommen könnte. Auf einer Gesamtgröße von 30 ha werden über 360 Tierarten gezeigt. Soweit ich das als Laie beurteilen kann, werden die Tiere artgerecht gehalten. Was für die Besucher manchmal schade ist, ich aber wichtig finde: Die Tiere haben eine wirkliche Rückzugsmöglichkeit (sind also nicht immer zu sehen). Mir ist aufgefallen, dass die Gehege sehr liebevoll gestaltet sind und viele Beschäftigungsmöglichkeiten bieten. Dieses Prinzip zeigt sich auch auf den Besucherwegen, die mit vielen schattenspendenden Bäumen und liebevoll gestalteten Anlagen aufwarten können. Dabei passen sich oft die Wege den Gehegen an und nicht umgekehrt: Will man die Tiere beobachten, muss man öfter die Wege verlassen und in extra vorbereitete Nischen eintreten.
Der Zoo ist darauf ausgerichtet, wo möglich, den Besucher sehr nah an die Tiere heranzubringen bzw. viel von diesen mitzuteilen. Bei den Fütterungen erzählen die Pfleger sehr viel über den natürlichen Lebensraum, die üblichen Verhaltensweise, zur Anatomie usw., und wie versucht wird, ihnen im Zoo ein wenig diesen Lebensraum nachzugestalten.
Ein Publikumsrenner sind der tägliche Pinguin-Spaziergang durch den Zoo und die begehbaren Tieranlagen.
Einen absoluten Pluspunkt hat sich der Zoo bei mir dadurch verdient, dass man Hunde mitbringen darf! Diese dürfen natürlich nicht in jedes Gebäude, aber wenn man mit mehreren Personen den Tag im Zoo verbringt, ist das nur ein Abspracheproblem. Vor jedem Tierhaus findet man einen Wassernapf, damit Hundi nicht mit hängender Zunge durch die Anlage laufen muss.
Am Zooeingang erhält man übrigens kostenlos einen Wegeplan für den Zoo, auf dem Sonnen- und Regenweg und ganz wichtig (!) die Fütterungszeiten der Tiere vermerkt sind. Allerdings ist der Plan leider ziemlich unübersichtlich gestaltet und die vielen verschnörkelten Wege erleichtern einem auch nicht unbedingt die Orientierung. Fakt ist, dass wir uns trotz Plan einmal verlaufen haben und ich mich dann lieber auf die Orientierung nach den Himmelsrichtun-gen verlassen habe.
Anschrift, Öffnungszeiten und Preise
Den Zoo findet man unter folgender Anschrift
Sentruper Straße 315
48161 Münster
Telefon: +49 251 8904-0
Telefax: +49 251 8904-90
E-mail: [email protected]
Internet: www.allwetterzoo.de
Er ist täglich ab 9:00 Uhr geöffnet und von November - Februar bis 16:00 Uhr, im März und Oktober bis 17:00 Uhr und von April bis September bis 18:00 Uhr geöffnet.
Bei den Eintrittspreise habe ich mich doch erst einmal auf den Hosenboden gesetzt:
Kinder und Jugendliche von 3 – 17 Jahren zahlen 5,75 €, Erwachsene stolze 11,50 €. Wenn man allerdings bedenkt, dass der Eintritt in das Pferdemuseum und das Delphinarium inbegriffen sind und der Zoo sehr schön gepflegt und angelegt ist, fand ich diesen Preis dann doch mehr als angemessen.
Die Anreise
Mit dem Pkw ist der Zoo bequem über die A 1, A 43, B 51 und B 54 zu erreichen. Die Beschilderung ab der Stadtgrenze Münster zum Zoo ist sehr gut, wir gelangten nur einmal an eine Kreuzung, an der die Beschilderung fehlte. Aber weibliche Intuition geleitete uns sicher zum Ziel.
Am Zoo stehen 3000 Parkplätze für 2 €/d zur Verfügung, sollte diese Anzahl an Spitzen-Besuchstagen nicht ausreichen, sind in der Umgebung des Zoos noch einige Parkmöglichkeiten vorhanden. Die Parklücken sind ausreichend groß, nur die Verkehrsführung ist manchmal etwas unübersichtlich.
Mit dem Zug fährt man bis zum Hauptbahnhof Münster und lässt sich dann von der Buslinie 14 direkt bis vor den Zooeingang kutschieren.
Im Sommer gibt es die Möglichkeit den „Wasserbus“ zu nehmen. Man kann von der Stadtmitte aus am Aasee ein Boot besteigen und läuft dann in den Zoohafen ein.
Die Tieranlagen
Ich stelle hier einmal exemplarisch einige Tieranlagen vor:
Das Africaneum
Neben afrikanischen Schweinen kann man hier in einer wunderschön gestalteten Anlage (über 6000 qm groß) Gorillas und Schimpansen beobachten. Interessant (nicht nur für Kinder *g*) ist der Edukationsbereich, in dem man sich auf Affenart durch Klettern und Kriechen austoben darf. Wer müde ist, darf sich in ein „Schimpansennest“ zum Schlafen legen.
In dem Zusammenhang möchte ich auch die begehbaren Affenanlagen erwähnen, wenn man Glück hat, kann man hier hautnahen Kontakt z.B. mit einem Lemuren erleben.
Das Löwenhaus
In diesem Haus leben natürlich neben den Löwen auch Jaguare (Besonderheit: 1 schwarzer Jaguar), Ozelots, asiatische Goldkatzen u.a. Interessant fand ich besonders das Gehege der Nilflughunde. Wie es die Tiere schaffen, keine Platzangst zu kriegen, wenn sie in einem großen Haufen an einem Seil hängen, ist mir immer noch rätselhaft.
Zur Zeit bietet das Löwenhaus eine besondere Attraktion: Eine Löwin hat vor kurzem vier Junge geworfen und hat die von den Pflegern angebotene Box abgelehnt, so dass man dort jetzt hautnah erleben kann, wie die Mutter ihre Jungen aufzieht.
Das Delphinarium
Für mich war das Delphinarium eine DER Attraktionen. 2001 wurde dieses Gebäude umfassend umgebaut und modernisiert. Die Tiere führen hier ein entsprechend ihrer Alters- und Leistungsstufe ausgeklügeltes Beschäftigungsprogramm vor, das aber gleichzeitig z.B. der täglichen Untersuchung des Gesundheitszustandes der Tiere dient. Ich war einerseits natürlich begeistert, von der Möglichkeit diese Tiere mal live zu erleben, andererseits tat es schon weh, wenn man bedenkt, wie begrenzt ihr Lebensraum in einem Delphinarium doch ist. Aber vielleicht immer noch besser, als in einem Thunfischnetz zu enden und dort zu ertrinken. Man darf übrigens Hunde, solange sie sich still verhalten, mit in das Delphinarium nehmen. Ein großer Minuspunkt ist allerdings die schlechte Akustik, es war sehr schwer, die Tiertrainerin zu verstehen.
Das Tropenhaus
Als letzte Tieranlage möchte ich das Tropenhaus kurz vorstellen. In diesem begehbaren Gehege ist es möglich, Vögel, Affen und Kleinkantschils (beeindruckend: Rehe mit einer Größe von max. 30 cm) und viele andere Tropentiere zu erleben. Ich stelle es mir sehr schwierig vor, die Tierarten so auszuwählen, dass sie sich nicht gegenseitig bzw. den Besucherun an den Kragen gehen. Mit allzu feiner Kleidung sollte man das Tropenhaus übrigens nicht betreten, es könnte schon mal sein, dass es ein Vogel nicht mehr rechtzeitig zur Toilette schafft und man dann durch die Luft bombardiert wird.
Das Hippomax
Ziemlich in der Nähe des Zooeingangs gelegen kamen wir schon bald zu unserem eigentlichen Grund des Besuches. Dieses Museum zeigt die Natur- und Kulturgeschichte besonders der westfälischen Pferde. Ausgehend von der Evolution der Pferde zeigt man hier, wie die ersten Menschen mit Pferden in Berührung kamen und diese sich als wertvolle Begleiter herausstellten. Hier erfuhr ich z.B., dass Pferde als Grabbeigaben sehr beliebt waren. Nachdem man einen kleinen Ausritt durch die Anatomie der Pferde (gut dargestellt: die Entwicklung vom 6-Zell-Stadium bis zum geborenen Fohlen und die plastische Gegenüberstellung des Sehvermögens) gelangt man schnell in die „moderne Zeit“ und die Verwendung des Pferdes als Arbeitstier: Eine Sonderausstellung widmet sich der Verwendung von Pferden in Bergbaugruben. Schon die vielen Textdokumente geben einen starken Eindruck vom schweren Leben dieser Tiere, der durch ein ausgestopftes Pferd, was mit einem Geschirr in eine Grube hinabgelassen wird, noch verstärkt wird.
Für kleinere Kinder ist diese Ausstellung ziemlich langweilig, ich gehe mal davon aus, dass diese nicht mit offenem Mund vor dem Sattel stehen, auf dem Hans-Günter Winkler zum Olympiasieger wurde. Erwachsene hingegen dürften sich über die Vielfältigkeit der Exponate freuen. Wenn man sich die Ausstellung ausführlich zu Gemüte führen möchte, sollte man allerdings mindestens 1,5 Stunden einplanen.
Service
Der Allwetterzoo wurde vom Landesverband NRW des Sozialverbandes für seine Behindertenfreundlichkeit ausgezeichnet. Man findet überall Rampen, damit auch Rollstühle Höhenunterschiede durch Treppen überwinden können und am Zooeingang kann man kostenlos Rollstühle leihen.
Der Zoo bietet drei Babywickelräume und an der Zookasse gibt es die Möglichkeit kostenlos Kinderwagen zu leihen. Gegen einen geringen Mietbetrag erhält man dort auch Bollerwagen um nicht nur Kinder, sondern auch die mitgebrachte Verpflegung zu transportieren.
Womit wir schon beim wichtigen Punkt der Verpflegung wären. Natürlich gibt es im Zoo genügend Möglichkeiten, sich etwas essbares zu kaufen und damit die Akkus wieder aufzuladen. Doch im Allwetterzoo wird auch an die vielen Familien gedacht, für die das eine weitere zusätzliche Belastung bedeuten würde. An jedem Kiosk stehen Bierzeltgarnituren, an denen es ausdrücklich erlaubt ist, seine mitgebrachten Lebensmittel zu verzehren. Besonders angenehm: Man findet dort auch Spielplätze (im Sommer mit Sonnenliegen für die Erwachsenen), damit kann man seine Mittagspause in Ruhe geniessen. Ein großer Pluspunkt für diese Familienfreundlichkeit!
Toiletten sind in ausreichender Anzahl vorhanden und in sauberem Zustand.
Fazit
Besonders für Familien eignet sich dieser Zoo, für Erwachsene und Kinder wird viel geboten und die Preise angemessen. Die Tiergehege sind liebevoll und artgerecht gestaltet. Sehr schön ist, dass es viele Möglichkeiten gibt, „hautnah“ mit den Tieren zusammenzukommen.
Einen Minuspunkt insgesamt vergebe ich für die schlechte Akustik im Delphinarium und den unübersichtlichen Lageplan.
Ich freue mich schon auf meinen Besuch im nächsten Jahr, wenn dann hoffentlich weitere Gebäude, z.B. der Pferdepark am Hippomax oder die Aufzuchtstation für Wasserschildkröten fertiggestellt sind.
Zum Schluß möchte ich noch folgende Seiten empfehlen:
www.allwetterzoo.de und
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