Echte Aloe Testbericht

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Erfahrungsbericht von fishbrain

Die vielseitige Heil-Lilie

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Allgemeines
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Die Aloe vera - oder auch Wüstenlilie - ist schon seit über 6000 Jahren als Naturheilmittel bekannt. Erst in jüngerer Zeit hat man die Pflanze aber hauptsächlich für die Kosmetik wieder entdeckt. Aber auch für Garten und Balkon ist sie gut geeignet wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet.




Botanisches
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Zur Gattung der Liliengewächse gehörend findet man die Pflanze etweder stammlos oder auch mit Stamm, der ca. 25 cm lang sein kann. Die rosettenförmig angeordneten ca. 20 Blätter sind zwischen 40 und 50 cm lang. Die basal bis zu 7 cm breiten Blätter sind recht dick, wasserspeichernd (sie gehört zu den Blattsukkulenten) und ziemlich fleischig.
Die Blätter sind leicht gebogen (an der Oberseite konkav, an der Unterseite konvex), grau-grün und manchmal mit zusätzlicher roter Färbung. Auffällig sind auch die im Abstand von 1-2 cm am Blattrand angeordneten Zähne, die ziemlich schmerzhaft sein können, wenn man daran hängen bleibt.

Ich selbst habe sie noch nicht zum Blühen gebracht, aber wenn sie blüht, dann ist es ein imposantes Schauspiel.
Der Blütenstand wird dann fast einen Meter hoch und bildet bis zu 40cm lange Blütentrauben aus, die leuchtend gelbe bis zu 3 cm große Blüten tragen.
Bestäubt wird sie in den Gebieten in denen sie kultiviert wird und wo sie auch verwildert vorkommt (in Nord-Afrika von Marokko bis Ägypten, im Nahen Osten, in Asien und hier besonders in Indien, im gesamten südlichen Mittelmeerraum, auf Madeira, den Kapverden und den Kanarischen Inseln), von Honigvögeln.
Als Früchte bilden sich dann aufspringende Spaltkapseln aus.

Aber auch die vegetative Vermehrung ist möglich, wobei die Pflanzen zahlreiche Adventivsprossen ausbildet.

An ihren natürlich Standorten sind alle ca. 200 Aloearten durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt.
Ausgenommen davon sind \"einzelne Blätter sowie Teile und Erzeugnisse davon, welche von außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes eingebürgerten oder von künstlich vermehrten Aloen der Art Vera stammen\".

Heil- und Pflegemittel
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Als Heilmittel wirkt Aloe Vera entgiftend und zur Stärkung des Immunsystems. Die über 220 Wirkstoffe, die man gefunden hat, kräftigen den gesamten Organismus.
Nachgesagt wird auch eine schmerzlindernde Wirkung.

Im kosmetischen Bereich schätzt man die pflegende Wirkung bei äußerlicher Anwendung. Die Inhaltsstoffe bewirken eine Heilung, Desinfektion und Beruhigung der Haut.
Die pflegende Wirkung der Aloe habe ich nach einem etwas zu intensiven Sonnenbad selbst schon testen können: Die Rötung ging schnell zurück, die Haut spannte nicht mehr und schon am nächsten Tag war von dem Sonnenbrand schon fast nichts mehr zu sehen.

Das reine Aloe, das innerlich zur Anwendung kommt ist dabei das gelblich, bräunliche Blattharz (Aloin), das im Blattgrün und in der Blattrinde vorkommt. Dieses Aloin riecht sehr streng und schmeckt extrem bitter.
Weiterhin sind die sogenannten Anthrachinon- und Anthrazen-Derivate enthalten, die als Arzneistoffe im Blattgrün und der Blattrinde enthalten sind. Diese Arzneistoffe sind kräftig wirkende Drogen. Ihre Wirkung erstreckt sich auf den Dickdarm. Nach oraler Einnahme von Aloe wurden schon stärkere lokale Reizwirkungen und Krämpfe im Becken und Oberbauch beobachtet.

Das Aloe Vera Gel, das man aus dem Inneren der Blätter gewinnt, ist transparent und etwas schleimig. Blattrinde und Blattgrün werden dabei sorgfältig entfernt, Aloin ist somit nicht mehr enthalten.
In dem Gel sind viel Inhaltsstoffe enthalten, die auf den Organismus positiv wirken, darunter Saccharide, Anthraquinone, Enzyme, Mineralstoffe, Vitamine, Kohlenhydrate, Fettsäuren und Aminosäuren.


Garten und Balkon
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Im heimischen Garten oder Balkon kann man die Pflanze an einem hellen, aber nicht vollsonnigen Standort stehen lassen. Das geht so ca. von April bis Oktober. Im Winter stellt man die Pflanze am besten kühl und etwas hell bei ca. 5-10 Grad. Gut geeignet sind dabei Kellerräume oder das Treppenhaus.
Um den Wechsel von draußen nach drinnen einfach zu bewerkstelligen setzt man die Pflanze natürlich optimalerweise in einen Kübel. Dabei muß man darauf achten, daß die Pflanzen keine Staunässe vertragen, weshalb man unten in den Topf eine Drainageschicht aus Tonscherben oder Blähton gibt (ca. 1 Handbreit).

Pflege
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Pflege braucht die Pflanze sehr wenig. Falsch machen kann man eigentlich kaum was.
Den größten Fehler, den man begehen kann ist zu heftiges Gießen, da Staunässe die Pflanzen zum sicheren Ende bringt.
Je nach Witterung reicht es, wenn man wöchentlich etwas gießt. Aber auch Trockenperioden von bis zu einem halben Jahr sind kein Problem (günstig z.B. im Sommerurlaub), da die Blätter einiges an Wasser speichern können. Solche Trockenzeiten führen dann aber auch dazu, daß die Blätter deutlich an Volumen verlieren.
Während der Wachstumsperiode gibt man einmal im Monat etwas Dünger.


Meine Erfahrung
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Da schon mein Großvater und meine Mutter diese Pflanzen erfolgreich pflegten, habe ich mir von ihnen einen Ableger besorgt, der bei mir auf meiner Terrasse nun seit einiger Zeit gut gedeiht. Im Winter packe ich den Kübel ins Treppenhaus. Da einige Nachbarn das auch mit ihren empfindlichen Balkonpflanzen im Winter tun, gibt das bei uns im Haus keine Probleme. Ich verwende meine Pflanze eigentlich nur zur Zierde, da ich sie nicht aufbrauchen möchte. Ein gutes Aloe-Gel habe ich mir noch beim letzten Urlaub auf den Kanaren mitgebracht.
Wie schon erwähnt, habe ich die Aloe noch nicht zur Blüte gebracht. Sie bekommt aber jedes Jahr neue Blätter und hat auch mittlerweile kleine Ableger bekommen. Die sollte man aber wegnehmen, sobald sie größer als ca. 10cm werden, damit die Mutterpflanze nicht zu sehr geschwächt wird.

Ich kann die Pflanze sehr empfehlen. Vorsicht ist allerdings bei Kindern geboten, die können sich beim Spielen leicht an der Pflanze verletzen.

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