Echte Aloe Testbericht

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Erfahrungsbericht von Haggia

Wunder der Natur oder hässliche Topfpflanze?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich hier über eine Pflanze oder ein Medikament schreiben
soll! Da ich aber von der Medikamentenherstellung keine Ahnung habe, werde ich das Thema
nur kurz (soweit möglich) anschneiden und ansonsten meinen eher hässlichen \"Kaktus\"
beschreiben.

Arten:
*****

Die Aloe oder auch Bitterschopf ist anders als vermutet ein Liliengewächs. Es gibt über 300
bekannte Arten der in Afrika, Kuba, Mexiko, Brasilien, Madagaskar und Südarabien
beheimateten Pflanze, die ich aber nicht alle aufzählen kann.

Variegata:
Die Pflanze, die auf meiner Fensterbank beherbergt ist, ist eine Aloe variegata und ich finde
sie eher hässlich. Sie hat dunkelgrüne \"Blätter\" mit kleinen weißen Streifen, eine Blüte habe
leider noch nicht gesehen.

Barbadensis:
Die wohl bekannteste Art ist die Aloe barbadensis, deren Wirkstoffen heilende Wirkung
nachgesagt wird. In ihren Blättern wurden bisher die Wirkstoffe

Vitamine
Vitamin A. B1, B2, B3, B6, B12, C, PP, E, Folsäure, Niacin, Beta Carotin, Cholin

Mineralien
Calcium, Kalium, Magnesium, Natrium, Kupfer, Eisen, Zink, Mangan

Aminosäuren
Lysin, Threonin, Valin, Methionin, Isoleucin, Phenylalanin, Thryptophan, Arginin,
Asparaginsäure, Serin, Glutaminsäure, Glycin, Alanin, Cystin, Tyrosin, Histidin, Prolin,
Hydroxyprolin, Leucin

Enzyme
Oxidase, Katalase, Amylase, Bradykinase, Cellulase, Lipase, Alliinase, Phosphatase,
Creatine-Phosphokinase, Dehydrogenase, SGO-Transaminase, SGP-Transaminase

Mono- und Polysaccharide
Acemannan, Arabinose, Galactose, Glucose, Mannose, Rhamnose, Xylose, Hexuronsäure,
Glucuronsäure, Galacturonsäure, Cellulose

Steorole
Campesterol, Lupeol, Beta-Sitosterol

Aminozucker
Glucosamine, Galactosamine

Außerdem
Äpfelsäure, Lignin, Sapogenine
gefunden.

Diese Pflanze hat eher hellgrüne Blätter und bildet eine gelbe, quastenähnliche Blüte.
Sie sieht in Prinzip aus wie eine Agave.

Ich will nur kurz anreißen für welche medizinischen Zwecke sie verwendet werden kann sonst
würde das den Rahmen sprengen.

Unter den Haupteigenschaften der Aloe-Vera kann man folgende aufzählen:
Entzündungshemmend, Linderungsmittel, schont das Epithelgewebe, Immunmodulator.

Pharmakologische Versuche im Labor ergeben, dass die Aloe-Vera gut für die Vernarbung,
für die Geweberegenerierung und gegen die Geschwürbildung ist.

Aloe-Vera beugt die Hautischämie vor, heilt Dermatitis durch Brandwunden aller Art
(Sonnenbrand, chemische Brandwunden, Brandwunden durch Bestrahlung, Extremkälte,
Elektrizität usw.) und die Nekrose.

Aloe-Vera beschleunigt auch die Heilprozesse, in dem sie die Tätigkeit der Bakterien verringert.
Sie hat auch eine Anti-Ageing-Wirkung, denn durch die Erhöhung der Kollagen- und
Elastinfasersynthese, stellt die Aloe-Vera das Regenerierung - Degenerierung Gleichgewicht
der Haut wieder her.

Aloe-Vera verringert die Schmerzen und hemmt die Melaninbildung, so dass sie die
Erscheinung von Hautflecken dank ihres Tyrosinasengehalt vermeidet. Zugleich beschleunigt
sie die Regenerierung des Zellgewebes.

Die innerliche Anwendung der Aloe-Vera wird bei Gastritis und Geschwüren empfohlen,
denn sie hemmt die Magenschmerzen, die Azidität und die Dispepsie, erleichtert die Verdauung,
bekämpft die Verstopfung, reinigt das Blut und reguliert den Blutdruck.

Standort und Pflege:
****************
Die Pflanze kommt ursprünglich aus Trockengebieten. Was zur Folge hat, dass sie hier auch
einen trockenen, warmen Standort bevorzugt. Am besten eine Fensterbank zur Sonnenseite
hin. Nur gelegentlich gießen und immer viel Licht anbieten.

Die Winterzeit beginnt für die Pflanze etwa im Oktober und dauert bis Februar. In dieser Zeit
sollte man die Aloe bei Temperaturen zwischen 12 und 16°C überwintern. Sie sollte jedes Jahr
umgetopft werden am besten in lehmigem Boden mit grobem Sand.

Vermehrung:
***********
Man kann die Aloe durch Aussaat vermehren, aber es bietet sich an, einen der zahlreichen
Seitenspösslinge dazu zu verwenden. Man schneidet sie mit dem Messer ab und lässt sie
einige Tage liegen bis die Schnittstelle abgetrocknet ist.
Dann erst einpflanzen.

Fazit:
*****
Die Aloe ist eine eher pflegeleichte Pflanze, die mit recht wenig von allem auskommt, außer
mit Licht. Dafür finde ich sie aber auch nicht besonders schön. Ich hab sie mal geschenkt
bekommen. Vielleicht war das ein Wink mit dem Zaunpfahl, denn sie sieht ja kaktusähnlich
aus. Aber darüber will ich gar nicht nachdenken.

Ich habe schon von vielen gehört, dass sie selbst die Pflanze aufschneiden und den Saft für
Einreibungen benutzen. Ich denke, dass sollte man wohl eher nicht tun, wenn man keine
Ahnung davon hat. Außerdem habe ich ja auch keine Barbadensis.

Ich habe noch ein paar Befürworter der Aloe gefunden und möchte sie euch nicht vorenthalten:
Von Hippokrates, dem berühmten Arzt der Antike, stammt der kluge Satz: \"Der Arzt hilft, aber
die Natur heilt\". Christopher Kolumbus trat keine Schiffsreise ohne Aloe Vera an. Er bezeichnete
sie als \"Arzt im Blumentopf\". Mahatma Ghandi nutzte Aloe Vera nicht nur als Nahrung während
seiner langen Fastenperioden, sondern auch zur Entschlackung.

In diesem Sinne!

Bis bald!

23 Bewertungen, 1 Kommentar

  • anonym

    29.02.2008, 12:55 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg rettchen