Echte Aloe Testbericht
ab 12,20 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von jabberwocky666
Ein Wunder? Ein Wunder!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
1.) Vorwort
2.) Die Pflanze
3.) Die medizinische Wirkung
4.) Persönliche Erfahrungen
5.) Fazit
1.) Vorwort:
In den letzten Wochen wurde mein Lieblingsforum Ciao plötzlich mit Berichten zu Pflanzen überschüttet, was offensichtlich an der erhöhten Vergütung für diese Kategorien lag. Unter anderem gab es auch zahlreiche Berichte zu einer Pflanze zu lesen, die mir sehr ans Herz gewachsen ist, die Aloe. Leider war jedoch der Großteil der Berichte für wirklich am Thema interessierte Menschen nicht lesenswert, da sich viele nur auf die Pflanze an sich beschränkt hatten und selbst dabei noch unzählige Fehler machten. Ein sehr bekannter Autor behauptete da z.B., daß die Aloe eine sehr anspruchsvolle Pflanze wäre, die in Deutschland kaum gedeiht, andere wußten von Stacheln wie Kakteen zu berichten und gaben ähnliche Geschichten zum besten. QUATSCH!
Die enorme medizinische Bedeutung wird ebenfalls in den meisten Berichten nur kurz angerissen und sehr oberflächlich abgehandelt, obwohl gerade dieser Punkt wesentlich ist.
Das in meinen Augen größte Manko war jedoch in fast allen Berichten das völlige Fehlen von eigenen Erfahrungen. Da wurden diverse Quellen wie Internet-Seiten, Talkshows und Hörensagen einfach zu einem ausführlichen Bericht zusammengekleistert und die User honorierten das...
2.) Die Pflanze
Zur Pflanze gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, da sie optisch wenig spektakulär ist und eigentlich keinerlei Ansprüche stellt. Der Vollständigkeit halber jedoch trotzdem ein paar Worte dazu:
Aloe Vera Barbadensis (= Artbezeichnung) ist in den Randgebieten der Wüstenregionen auf der ganzen Welt beheimatet. Große Anbaugebiete finden sich in den USA, Afrika, China, jedoch auch in Spanien und auf Madeira.
Die Pflanze selbst erinnert optisch an eine Agave oder eine Kaktee, gehört jedoch zu den Lilienarten. Ihre grünen Blätter haben weiße Sprenkel und sind sehr dick (bis zu einem Zentimeter). Befühlt man diese Blätter, spürt man gleich, daß darin eine Flüssigkeit gespeichert sein muß.
Blühen tut diese Pflanze recht selten und wenn sie es einmal tut, übersieht man es leicht, da die weißen oder orangenen Blüten nur sehr klein und unscheinbar sind. Doch wegen der Blüten wird sich auch niemand für diese Pflanze interessieren.
Auch wenn die Pflanze ein warmes Klima liebt, so gedeiht sie doch auch in Deutschland problemlos, wenngleich auch recht langsam. Daher macht es wenig Sinn, die mancherorts vertriebenen Samen zu erwerben und auf einen schnellen Erfolg zu hoffen, eher sollte man versuchen, einen Ableger zu erhalten oder sich gleich eine ganze Pflanze beim Gärtner zu kaufen. In einem anderen Bericht werden hierfür Preise von 25,00 - 70,00 Euro genannt, die jedoch völlig utopisch sind. Bei Ebay bekommt man kleine Pflanzen (bis 7 Blätter) für einen Preis von 2,00 - 3,00 Euro, beim Gärtner muß man dafür selten mehr als 10,00 Euro anlegen.
Hat man die Pflanze im Haus, reicht es, sie in einen möglichst großen Topf (was bei Pflanzen ja immer so ist) einzupflanzen (ob in Erde oder in Seramis spielt keine Rolle) und dann - je nach Jahreszeit - draußen oder drinnen hinzustellen. Der Standort selbst ist relativ egal; die Pflanze fühlt sich in der direkten Sonne ebenso wohl wie im Schatten. Sollten die Temperaturen dauerhaft unter 10°C fallen, ist ein Umzug ins Haus angesagt (wo die Pflanze dann in den Wintermonaten jedoch recht hell stehen sollte). Temperaturen unter 0°C führen in der Regel zum Tod der stark wasserhaltigen Pflanze.
3.) Die medizinische Wirkung
Wenn man der Fachliteratur bzw. den Werbeversprechen der Aloe-Verkäufer glauben darf, handelt es sich bei der Aloe um DIE Heilpflanze überhaupt. Verschiedene Tests untermauern diese Aussagen noch. So wurden beispielsweise in der Zeitschrift „Stern“ viele Naturheilmittel gründlich unter die Lupe genommen, teils mit erschreckenden Ergebnissen (so führt z.B. das weitverbreitete Teebaumöl jedes Jahr zu 400 Todesfällen bei Säuglingen). Völlig bedenkenlos waren gemäß diesem Test lediglich 2 Mittel: Kamille und Aloe.
Medizinisch interessant ist an der Aloe der Saft ihrer Blätter. Dieser Saft erinnert von Aussehen und Konsistenz ein wenig an Sperma, manchmal jedoch mit einem gelblichen Stich. 96 % dieses Glibbers bestehen aus Wasser, doch die restlichen 4 % haben es in sich:
Acemannan: Stärkt das Immunsystem ungemein.
Aminosäuren: Um zu funktionieren, benötigt der Körper insgesamt 22 verschiedene Aminosäuren. 14 davon kann der Körper selbst bilden, die restlichen 8 müssen durch Nahrungsaufnahme zugeführt werden. Die Aloe beinhaltet 20 der notwendigen Aminosäuren, davon 7, die der menschliche Körper nicht bilden kann.
Mineralstoffe: Chrom, Kalium, Kalzium, Kupfer, Mangan, Natrium, Selen, Zink und weitere.
Vitamine: A (Betacarotin), B1, B2, B12, C, D, E
Weitere Bestandteile: Lipide und Proteine (Verdauungsfördernd), Bradykinase (gegen Entzündungen und Schmerzen der Haut), Slicydsäure, Saccharide (für Immunsystem und Entgiftung), Aloin + Emodin (antibakteriell), Lingin (macht die Haut aufnahmebereit), Saponis (antiseptisch), Fettsäuren.
So, das waren nun viele Fremdwörter, mit denen die wenigsten etwas anfangen können, daher nun auf gut deutsch die Punkte, bei denen man über eine Verwendung von Aloe nachdenken sollte:
- sämtliche Hautprobleme wie Sonnenbrand, Ausschlag, Insektenstiche, Neurodermitis, Schuppenflechte, Entzündungen, Verletzungen etc.
- Verdauungsprobleme wie Durchfall, Blähungen, Verstopfung
- Knochenprobleme wie Verstauchungen, Zerrungen, Sehnscheidenentzündung, Arthrose
- Hepatitis, Asthma, Krebs, Multiple Sklerose, Pilzerkrankungen, schwaches Immunsystem
Anwendung:
Aloe kann man - je nach Anwendungsgebiet - entweder einnehmen oder auftragen. Bei unzähligen Pflegeprodukten für Haut und Haar wird mittlerweile damit geworben, daß sie Aloe enthalten. Ob die enthaltene Menge jedoch dazu geeignet ist, eine Wirkung zu entfalten, mag ich nicht beurteilen. Daher würde ich prinzipiell eher zu Aloe-Produkten raten, in denen der tatsächliche Aloe-Anteil über 95 % liegt. Doch auch hier gibt es noch gewaltige Unterschiede:
Aloe für die Haut: Es gibt mittlerweile mannigfaltige Cremes und Lotionen, die hauptsächlich aus Aloe bestehen. Die Wirksamkeit ist meiner Erfahrung nach überall in etwa gleich, weshalb jeder für sich individuell entscheiden mag, welches Produkt für ihn das richtige ist. Der Unterschied besteht in der Regel lediglich in der Konsistenz des Produkts (flüssig bis cremig). Eine Eigenheit der Aloe ist die starke Klebrigkeit, die lediglich bei Cremes etwas gemildert wird.
Aloe zum Trinken: Auch hier werden mittlerweile verschiedene Produkte angeboten, die sich in drei Kategorien einteilen lassen:
- Reiner Aloe-Saft: Dieses Produkt wirbt u.a. mit seinen Ballaststoffen, die ganz toll sein sollen. Tatsächlich enthält ein Liter Aloe jedoch weniger Ballaststoffe als ein Apfel, weshalb man diese getrost außer acht lassen kann. Der große Nachteil an den Ballaststoffen ist jedoch der damit verbundene Geschmack, den man problemlos als ungenießbar bezeichnen könnte und der die Trinkkur zur Tortour macht.
- Gefilterter Aloe-Saft: Keine Ballaststoffe, dadurch wesentlich angenehmer im Geschmack, flüssiger und klarer.
- Aloe + Honig: Geringerer Aloe-Anteil, dafür angenehmer Geschmack
Welches Produkt einem am besten zusagt, muß man einfach probieren, mein Favorit ist die gefilterte Version.
Persönliche Erfahrungen:
Vor vier Jahren war ich in Texas zu Besuch bei einem Freund. Schon nach wenigen Tagen hatte ich einen Sonnenbrand, der mich fast zu einem Krankenhausbesuch veranlaßt hätte, da die Verbrennungen wirklich bedenklich waren. Doch statt mich ins Krankenhaus zu fahren brachte mir mein Freund eine Flasche „Aloe-Jelly“, was mir dann von meiner damaligen Freundin liebevoll aufgetragen wurde. Nach zwei Tagen und ca. 10 Eincremeaktionen später war der Sonnenbrand vergessen - restlos! Meine Haut fühlte sich glatt und geschmeidig an und schälte sich nicht, was für mich noch heute ein Wunder ist. Natürlich befand sich beim Heimflug das erste Fläschchen Aloe in meinem Gepäck.
In der Folgezeit entwickelte sich dieses Produkt zu meinem Allheilmittel bei allen Hautproblemen. Zu lange in der Sonne? Kein Problem, Aloe drauf und gut ist’s! Schnackenstiche? Aloe drauf und der Juckreiz verschwindet, die Entzündung klingt schnell ab! Rattenbisse? Mit Aloe nur halb so schlimm! Und seit ich mein Gesicht einmal pro Woche mit Aloe eincreme, hat sich kein Pickel mehr blicken lassen.
Vor über zwei Jahren trat dann meine derzeitige Freundin in mein Leben und mit ihr ein neues Hautproblem: Neurodermitis. Leider waren meine Vorräte zu diesem Zeitpunkt weitgehend erschöpft und so machte ich mich in den Weiten des Internets auf die Suche nach einer Bezugsquelle in Deutschland. Hierbei machte ich dann die interessante Entdeckung, daß man Aloe wohl nicht nur äußerlich anwenden könne sondern auch innerlich.
Bei Ebay wurde ich fündig und ersteigerte 6 Liter Aloe-Trink-Gel zu einem Preis von damals 180.- DM. Auf den ersten Blick mag dieser Preis sehr hoch erscheinen, doch da man für die Trinkkur lediglich morgens und abends ein Schnapsglas voller Saft zu sich nehmen muß, kommt man mit einem Liter fast einen Monat aus. Und 30,00 DM (bzw. 15,00 Euro) sollte einem seine Gesundheit pro Monat ja schon wert sein.
Seither trinkt meine Freundin täglich Aloe und ist mehr als begeistert: Ihre Neurodermitis kommt nur noch alle paar Monate zum Vorschein, dann jedoch in stark abgeschwächter Form und nur kurzzeitig. Ihre Akne an Stirn und Kinn gehört völlig der Vergangenheit an, die beginnende Orangenhaut an den Beinen hat sich wieder zurückgebildet. Außerdem hat sie den Eindruck, daß sich ihre allgemeine Gemütslage gehoben hätte.
Nachdem die erzielten Erfolge wirklich beeindruckend waren, beschloß ich, selbst eine richtige Pflanze zu erwerben um mir dieses Wunder der Natur auch mal vor Augen zu führen. Bei Ebay habe ich einen Ableger ersteigert, der seither wächst und gedeiht. In diesem Jahr mußte erstmals ein Blatt der Pflanze daran glauben, als ich nach einer Angelnacht wesentlich mehr Schnakenstiche als Fische hatte. Zur Behandlung muß man lediglich ein (möglichst altes) Blatt abschneiden und die austretende Flüssigkeit auf die Stiche schmieren. Danach kann man das Blatt einfach in den Kühlschrank legen und noch bis zu einem Monat verwenden. Die Wirkung der frischen Aloe ist meines Erachtens wesentlich besser als die Wirkung von handelsüblichen Mitteln wie Fenistil und ähnliches. Über Schnakenstiche lache ich nur noch.
Mittlerweile sind Aloe-Produkte in meinem Bekanntenkreis weitverbreitet, da ich (und vor allem die Pflanze) überzeugend war. Hervorragend geeignet ist das Gel auch, um Babys von einem wunden Po zu befreien (und Erwachsene von Hämorrhoiden).
Fazit:
Ich kenne keine Pflanze, die ein ähnlich breites Spektrum von Erkrankungen behandeln kann. Vor allem kenne ich kein Naturprodukt, das so überzeugend hält, was es verspricht. Der hohe Preis ist etwas nachteilig, doch wohl gerechtfertigt. Wer die Möglichkeit zum kostengünstigen Bezug in den USA hat, sollte diese nützen.
Bei äußerer Anwendung wirkt die Aloe sofort nach dem Auftragen juckreizlindernd, schmerzstillend und entzündungshemmend. Sonnenbrand und Insektenstiche werden wirksam bekämpft. Gemäß Fachliteratur zeigen ca. 1 % der Bevölkerung leichte allergische Reaktionen auf die Pflanze, die jedoch schnell abklingen.
Bei innerer Anwendung wird man die ersten Erfolge nach ca. 2-3 Monaten feststellen. Wer unter Hautkrankheiten leidet, wird zuerst einen starken Schub seiner Krankheit bemerken, der dann nach 2-3 Wochen abklingt - in manchen Fällen von Schuppenflechte und Neurodermitis sogar völlig ausheilt. Wichtig ist hierbei die regelmäßige Einnahme (morgens und abends je ein Schnapsglas), damit der Erfolg auch anhält. Eine Reduzierung der Dosis hat recht schnell das Auftreten der alten Probleme zur Folge. Geschmacklich sinnvoll ist der Kauf eines gefilterten Saftes. Allerdings schmeckt auch dieser nicht gerade so, daß man danach süchtig werden könnte, weshalb es sich empfiehlt, den Saft in einem anderen Getränk zu verdünnen. Hervorragend geeignet hierfür ist naturtrüber Apfelsaft oder auch Red Bull.
Bei eventuellen Fragen dürft Ihr Euch gerne an mich wenden!
Carpe Noctem (zum Aloe züchten), Euer Jabber
2.) Die Pflanze
3.) Die medizinische Wirkung
4.) Persönliche Erfahrungen
5.) Fazit
1.) Vorwort:
In den letzten Wochen wurde mein Lieblingsforum Ciao plötzlich mit Berichten zu Pflanzen überschüttet, was offensichtlich an der erhöhten Vergütung für diese Kategorien lag. Unter anderem gab es auch zahlreiche Berichte zu einer Pflanze zu lesen, die mir sehr ans Herz gewachsen ist, die Aloe. Leider war jedoch der Großteil der Berichte für wirklich am Thema interessierte Menschen nicht lesenswert, da sich viele nur auf die Pflanze an sich beschränkt hatten und selbst dabei noch unzählige Fehler machten. Ein sehr bekannter Autor behauptete da z.B., daß die Aloe eine sehr anspruchsvolle Pflanze wäre, die in Deutschland kaum gedeiht, andere wußten von Stacheln wie Kakteen zu berichten und gaben ähnliche Geschichten zum besten. QUATSCH!
Die enorme medizinische Bedeutung wird ebenfalls in den meisten Berichten nur kurz angerissen und sehr oberflächlich abgehandelt, obwohl gerade dieser Punkt wesentlich ist.
Das in meinen Augen größte Manko war jedoch in fast allen Berichten das völlige Fehlen von eigenen Erfahrungen. Da wurden diverse Quellen wie Internet-Seiten, Talkshows und Hörensagen einfach zu einem ausführlichen Bericht zusammengekleistert und die User honorierten das...
2.) Die Pflanze
Zur Pflanze gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, da sie optisch wenig spektakulär ist und eigentlich keinerlei Ansprüche stellt. Der Vollständigkeit halber jedoch trotzdem ein paar Worte dazu:
Aloe Vera Barbadensis (= Artbezeichnung) ist in den Randgebieten der Wüstenregionen auf der ganzen Welt beheimatet. Große Anbaugebiete finden sich in den USA, Afrika, China, jedoch auch in Spanien und auf Madeira.
Die Pflanze selbst erinnert optisch an eine Agave oder eine Kaktee, gehört jedoch zu den Lilienarten. Ihre grünen Blätter haben weiße Sprenkel und sind sehr dick (bis zu einem Zentimeter). Befühlt man diese Blätter, spürt man gleich, daß darin eine Flüssigkeit gespeichert sein muß.
Blühen tut diese Pflanze recht selten und wenn sie es einmal tut, übersieht man es leicht, da die weißen oder orangenen Blüten nur sehr klein und unscheinbar sind. Doch wegen der Blüten wird sich auch niemand für diese Pflanze interessieren.
Auch wenn die Pflanze ein warmes Klima liebt, so gedeiht sie doch auch in Deutschland problemlos, wenngleich auch recht langsam. Daher macht es wenig Sinn, die mancherorts vertriebenen Samen zu erwerben und auf einen schnellen Erfolg zu hoffen, eher sollte man versuchen, einen Ableger zu erhalten oder sich gleich eine ganze Pflanze beim Gärtner zu kaufen. In einem anderen Bericht werden hierfür Preise von 25,00 - 70,00 Euro genannt, die jedoch völlig utopisch sind. Bei Ebay bekommt man kleine Pflanzen (bis 7 Blätter) für einen Preis von 2,00 - 3,00 Euro, beim Gärtner muß man dafür selten mehr als 10,00 Euro anlegen.
Hat man die Pflanze im Haus, reicht es, sie in einen möglichst großen Topf (was bei Pflanzen ja immer so ist) einzupflanzen (ob in Erde oder in Seramis spielt keine Rolle) und dann - je nach Jahreszeit - draußen oder drinnen hinzustellen. Der Standort selbst ist relativ egal; die Pflanze fühlt sich in der direkten Sonne ebenso wohl wie im Schatten. Sollten die Temperaturen dauerhaft unter 10°C fallen, ist ein Umzug ins Haus angesagt (wo die Pflanze dann in den Wintermonaten jedoch recht hell stehen sollte). Temperaturen unter 0°C führen in der Regel zum Tod der stark wasserhaltigen Pflanze.
3.) Die medizinische Wirkung
Wenn man der Fachliteratur bzw. den Werbeversprechen der Aloe-Verkäufer glauben darf, handelt es sich bei der Aloe um DIE Heilpflanze überhaupt. Verschiedene Tests untermauern diese Aussagen noch. So wurden beispielsweise in der Zeitschrift „Stern“ viele Naturheilmittel gründlich unter die Lupe genommen, teils mit erschreckenden Ergebnissen (so führt z.B. das weitverbreitete Teebaumöl jedes Jahr zu 400 Todesfällen bei Säuglingen). Völlig bedenkenlos waren gemäß diesem Test lediglich 2 Mittel: Kamille und Aloe.
Medizinisch interessant ist an der Aloe der Saft ihrer Blätter. Dieser Saft erinnert von Aussehen und Konsistenz ein wenig an Sperma, manchmal jedoch mit einem gelblichen Stich. 96 % dieses Glibbers bestehen aus Wasser, doch die restlichen 4 % haben es in sich:
Acemannan: Stärkt das Immunsystem ungemein.
Aminosäuren: Um zu funktionieren, benötigt der Körper insgesamt 22 verschiedene Aminosäuren. 14 davon kann der Körper selbst bilden, die restlichen 8 müssen durch Nahrungsaufnahme zugeführt werden. Die Aloe beinhaltet 20 der notwendigen Aminosäuren, davon 7, die der menschliche Körper nicht bilden kann.
Mineralstoffe: Chrom, Kalium, Kalzium, Kupfer, Mangan, Natrium, Selen, Zink und weitere.
Vitamine: A (Betacarotin), B1, B2, B12, C, D, E
Weitere Bestandteile: Lipide und Proteine (Verdauungsfördernd), Bradykinase (gegen Entzündungen und Schmerzen der Haut), Slicydsäure, Saccharide (für Immunsystem und Entgiftung), Aloin + Emodin (antibakteriell), Lingin (macht die Haut aufnahmebereit), Saponis (antiseptisch), Fettsäuren.
So, das waren nun viele Fremdwörter, mit denen die wenigsten etwas anfangen können, daher nun auf gut deutsch die Punkte, bei denen man über eine Verwendung von Aloe nachdenken sollte:
- sämtliche Hautprobleme wie Sonnenbrand, Ausschlag, Insektenstiche, Neurodermitis, Schuppenflechte, Entzündungen, Verletzungen etc.
- Verdauungsprobleme wie Durchfall, Blähungen, Verstopfung
- Knochenprobleme wie Verstauchungen, Zerrungen, Sehnscheidenentzündung, Arthrose
- Hepatitis, Asthma, Krebs, Multiple Sklerose, Pilzerkrankungen, schwaches Immunsystem
Anwendung:
Aloe kann man - je nach Anwendungsgebiet - entweder einnehmen oder auftragen. Bei unzähligen Pflegeprodukten für Haut und Haar wird mittlerweile damit geworben, daß sie Aloe enthalten. Ob die enthaltene Menge jedoch dazu geeignet ist, eine Wirkung zu entfalten, mag ich nicht beurteilen. Daher würde ich prinzipiell eher zu Aloe-Produkten raten, in denen der tatsächliche Aloe-Anteil über 95 % liegt. Doch auch hier gibt es noch gewaltige Unterschiede:
Aloe für die Haut: Es gibt mittlerweile mannigfaltige Cremes und Lotionen, die hauptsächlich aus Aloe bestehen. Die Wirksamkeit ist meiner Erfahrung nach überall in etwa gleich, weshalb jeder für sich individuell entscheiden mag, welches Produkt für ihn das richtige ist. Der Unterschied besteht in der Regel lediglich in der Konsistenz des Produkts (flüssig bis cremig). Eine Eigenheit der Aloe ist die starke Klebrigkeit, die lediglich bei Cremes etwas gemildert wird.
Aloe zum Trinken: Auch hier werden mittlerweile verschiedene Produkte angeboten, die sich in drei Kategorien einteilen lassen:
- Reiner Aloe-Saft: Dieses Produkt wirbt u.a. mit seinen Ballaststoffen, die ganz toll sein sollen. Tatsächlich enthält ein Liter Aloe jedoch weniger Ballaststoffe als ein Apfel, weshalb man diese getrost außer acht lassen kann. Der große Nachteil an den Ballaststoffen ist jedoch der damit verbundene Geschmack, den man problemlos als ungenießbar bezeichnen könnte und der die Trinkkur zur Tortour macht.
- Gefilterter Aloe-Saft: Keine Ballaststoffe, dadurch wesentlich angenehmer im Geschmack, flüssiger und klarer.
- Aloe + Honig: Geringerer Aloe-Anteil, dafür angenehmer Geschmack
Welches Produkt einem am besten zusagt, muß man einfach probieren, mein Favorit ist die gefilterte Version.
Persönliche Erfahrungen:
Vor vier Jahren war ich in Texas zu Besuch bei einem Freund. Schon nach wenigen Tagen hatte ich einen Sonnenbrand, der mich fast zu einem Krankenhausbesuch veranlaßt hätte, da die Verbrennungen wirklich bedenklich waren. Doch statt mich ins Krankenhaus zu fahren brachte mir mein Freund eine Flasche „Aloe-Jelly“, was mir dann von meiner damaligen Freundin liebevoll aufgetragen wurde. Nach zwei Tagen und ca. 10 Eincremeaktionen später war der Sonnenbrand vergessen - restlos! Meine Haut fühlte sich glatt und geschmeidig an und schälte sich nicht, was für mich noch heute ein Wunder ist. Natürlich befand sich beim Heimflug das erste Fläschchen Aloe in meinem Gepäck.
In der Folgezeit entwickelte sich dieses Produkt zu meinem Allheilmittel bei allen Hautproblemen. Zu lange in der Sonne? Kein Problem, Aloe drauf und gut ist’s! Schnackenstiche? Aloe drauf und der Juckreiz verschwindet, die Entzündung klingt schnell ab! Rattenbisse? Mit Aloe nur halb so schlimm! Und seit ich mein Gesicht einmal pro Woche mit Aloe eincreme, hat sich kein Pickel mehr blicken lassen.
Vor über zwei Jahren trat dann meine derzeitige Freundin in mein Leben und mit ihr ein neues Hautproblem: Neurodermitis. Leider waren meine Vorräte zu diesem Zeitpunkt weitgehend erschöpft und so machte ich mich in den Weiten des Internets auf die Suche nach einer Bezugsquelle in Deutschland. Hierbei machte ich dann die interessante Entdeckung, daß man Aloe wohl nicht nur äußerlich anwenden könne sondern auch innerlich.
Bei Ebay wurde ich fündig und ersteigerte 6 Liter Aloe-Trink-Gel zu einem Preis von damals 180.- DM. Auf den ersten Blick mag dieser Preis sehr hoch erscheinen, doch da man für die Trinkkur lediglich morgens und abends ein Schnapsglas voller Saft zu sich nehmen muß, kommt man mit einem Liter fast einen Monat aus. Und 30,00 DM (bzw. 15,00 Euro) sollte einem seine Gesundheit pro Monat ja schon wert sein.
Seither trinkt meine Freundin täglich Aloe und ist mehr als begeistert: Ihre Neurodermitis kommt nur noch alle paar Monate zum Vorschein, dann jedoch in stark abgeschwächter Form und nur kurzzeitig. Ihre Akne an Stirn und Kinn gehört völlig der Vergangenheit an, die beginnende Orangenhaut an den Beinen hat sich wieder zurückgebildet. Außerdem hat sie den Eindruck, daß sich ihre allgemeine Gemütslage gehoben hätte.
Nachdem die erzielten Erfolge wirklich beeindruckend waren, beschloß ich, selbst eine richtige Pflanze zu erwerben um mir dieses Wunder der Natur auch mal vor Augen zu führen. Bei Ebay habe ich einen Ableger ersteigert, der seither wächst und gedeiht. In diesem Jahr mußte erstmals ein Blatt der Pflanze daran glauben, als ich nach einer Angelnacht wesentlich mehr Schnakenstiche als Fische hatte. Zur Behandlung muß man lediglich ein (möglichst altes) Blatt abschneiden und die austretende Flüssigkeit auf die Stiche schmieren. Danach kann man das Blatt einfach in den Kühlschrank legen und noch bis zu einem Monat verwenden. Die Wirkung der frischen Aloe ist meines Erachtens wesentlich besser als die Wirkung von handelsüblichen Mitteln wie Fenistil und ähnliches. Über Schnakenstiche lache ich nur noch.
Mittlerweile sind Aloe-Produkte in meinem Bekanntenkreis weitverbreitet, da ich (und vor allem die Pflanze) überzeugend war. Hervorragend geeignet ist das Gel auch, um Babys von einem wunden Po zu befreien (und Erwachsene von Hämorrhoiden).
Fazit:
Ich kenne keine Pflanze, die ein ähnlich breites Spektrum von Erkrankungen behandeln kann. Vor allem kenne ich kein Naturprodukt, das so überzeugend hält, was es verspricht. Der hohe Preis ist etwas nachteilig, doch wohl gerechtfertigt. Wer die Möglichkeit zum kostengünstigen Bezug in den USA hat, sollte diese nützen.
Bei äußerer Anwendung wirkt die Aloe sofort nach dem Auftragen juckreizlindernd, schmerzstillend und entzündungshemmend. Sonnenbrand und Insektenstiche werden wirksam bekämpft. Gemäß Fachliteratur zeigen ca. 1 % der Bevölkerung leichte allergische Reaktionen auf die Pflanze, die jedoch schnell abklingen.
Bei innerer Anwendung wird man die ersten Erfolge nach ca. 2-3 Monaten feststellen. Wer unter Hautkrankheiten leidet, wird zuerst einen starken Schub seiner Krankheit bemerken, der dann nach 2-3 Wochen abklingt - in manchen Fällen von Schuppenflechte und Neurodermitis sogar völlig ausheilt. Wichtig ist hierbei die regelmäßige Einnahme (morgens und abends je ein Schnapsglas), damit der Erfolg auch anhält. Eine Reduzierung der Dosis hat recht schnell das Auftreten der alten Probleme zur Folge. Geschmacklich sinnvoll ist der Kauf eines gefilterten Saftes. Allerdings schmeckt auch dieser nicht gerade so, daß man danach süchtig werden könnte, weshalb es sich empfiehlt, den Saft in einem anderen Getränk zu verdünnen. Hervorragend geeignet hierfür ist naturtrüber Apfelsaft oder auch Red Bull.
Bei eventuellen Fragen dürft Ihr Euch gerne an mich wenden!
Carpe Noctem (zum Aloe züchten), Euer Jabber
Bewerten / Kommentar schreiben