Echte Aloe Testbericht

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Erfahrungsbericht von darkunit

Pflanze der Ersten Hilfe oder der Unsterblichkeit?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Aloe Vera? Wo kommt die eigentlich her?
Die Aloe ist eine unserer ältesten Kübelpflanzen und verwandt mit der Agave und trotzdem ein Liliengewächs.
Jeder nach Süden Reisende kennt Aloen, Agaven und hält sie genau wie die Feigenkakteen für dort heimisch. Dabei kommen sie aus den Wüsten und Steppen Mexikos und Südafrika. Heute sind sie in vielen Ländern der Welt verwildert und eingebürgert. Nach Deutschland sollen sie schon 1583 gekommen sein und jedes Mal wenn eine von ihnen blühte war es großes Ereignis, dass in Bildern und schriftlich festgehalten worden ist.

Ich habe mir kleine Stecklinge von unseren Reisen mitgebracht. Wenn ich schon mal das Glück habe so eine Aloe blühen zu sehen, dann nichts wie hin und das genau unter die Lupe nehmen. Mein Mann hat die Samen aufgesammelt, die bis heute nichts geworden sind. Und ich habe kleine Aloen mit unserm Schäufelchen ausgestochen. Dann habe ich Tom´s Strümpfe nass gemacht, damit die Aloen eingeschlagen und noch mal in eine Tüte. Und ob ihr es glaubt oder nicht, ich denke so gefällt es ihnen manchmal sogar wochenlang transportiert zu werden, denn als wir nach Hause kommen, haben sie fleißig durch seine Socken ihre Wurzeln gebohrt so dass ich sie nur noch in die Erde setzen musste.

Wer nicht die Möglichkeit hat sich Aloen aus dem Urlaub mitzubringen und sie kaufen muss, ich schätze sie kosten zwischen 10 und 15 Euro.


(`*•.¸_ Was ist nun das Besondere an Aloen? _¸.•*´)

Es gibt über 250 unterschiedliche Arten, jedoch die Aloe barbadensis ist wohl die wirksamste unter ihnen bei Wundheilung wie Brand- und Schnittwunden, Insektenstichen. Der Saft ihrer sukulentenartigen Blätter hilft die Haut verschönen, verjüngen und straffen indem man ihr Feuchtigkeit zuführt. Nicht umsonst wird die Aloe so oft in der Kosmetikindustrie verwendet.
Blühen können die Pflanzen aber erst wenn sie ein wenig älter sind, so 3 bis 5 Jahre alt. Jedoch sind die Blüten dann was ganz Besonderes in den Farben hellrot oder gelb, auf langen Stielen und dann sieht man auch warum sie zu den Liliengewächsen gehören.
Das aus dem Mark der Blätter stammende Gel wirkt auch bei Verdauungsstörungen und Hautausschlägen. Wir selbst mussten es schon bei kleineren Wunden anwenden, jedoch ist mir diese Medizin oft lieber und humaner als die Schulmedizin da sie keine negativen Nebenwirkungen hat.

Jedoch kann ich ruhigen Gewissens behaupten, dass keine juckenden Hautrötungen nach irgendwelchen Insektenstichen überhaupt erst entstehen, und sie hat schon so manches zerschundene Knie oder täppischen Schnitt im Finger schneller heilen geholfen, wenn man Aloe drauf gestrichen hat.
Nachgewiesen sind im Aloenmark jedenfalls viele reichhaltige Spurenelemente und Vitamine A, C und E. Ebenfalls wird Aloenextrakt oft der Nahrung zugesetzt und soll somit das allgemeine Wohlbefinden steigern.

Die Tiger- oder Papageienaloe ist schon fast eine beliebte Allerweltspflanze geworden. Sie bildet weißgefleckte, wie bei allen Aloen dickfleischige, dreieckige Blätter, die dachziegelartig angeordnet sind.


(`*•.¸_ Pflege _¸.•*´)

Aloen sind sehr genügsam und daher pflegeleicht. Sie mögen als eine der wenigen Pflanzen volle Sonne, deshalb ist sie in südlichen Ländern auch immer in Strandnähe zu finden. Im Mai standen sie übrigens in voller Blüte als wir in Spanien waren. Von Frühjahr bis Herbst wollen sie es mäßig feucht, wollen aber niemals in einer Pfütze stehen!
Im Winter wollen sie es gerne kühler so 6 bis 10° C sonst blühen sie nicht, sie brauchen diese kleine Pause. Und ganz, ganz selten ein Schlückchen Wasser, gerade so das sie nicht vertrocknen.
Die Schnecken haben Aloen zum fressen gern und ist das Herz (der mittlere Teil) erst raus, geht sie leider ein. Alle 2 bis 3 Wochen bekommen sie mit dem Gießwasser ein bisschen Kakteendünger. Auch bei der Erde stellen sie keine Ansprüche, ein Lehm-Sandgemisch und sie sind schon zufrieden.


(`*•.¸_ Vermehrung _¸.•*´)

Am Einfachsten geht es wenn die Pflanze Seitensprosse gebildet hat, die man abtrennt, abtrocknen lässt und dann in sandige Erde steckt. Wenn die Wurzeln noch nicht groß genug sind, sollten sie im Wasser Wurzeln ziehen, dabei ist zu beachten, dass die Blätter auf keinen Fall im Wasser hängen dürfen. Sie gehen sonst sofort kaputt. Überhaupt mögen Aloen nicht viel Regen.
Ohne Seitenspross kann man es auch mit abgeschnittenen Blättern versuchen, In feuchte Erde stecken und am besten nicht gießen, denn sobald es ihr zu feucht wird geht sie einfach kaputt. Es ist deshalb gar nicht so einfach.


(`*•.¸_ Verwendung _¸.•*´)

Das die Aloe in der Kosmetikindustrie und bei so vielen Pflegeprodukten verwendet wird habe ich schon erwähnt, aber dieses Aloenextrakt kann noch viel mehr. Gerade bei Brandwunden, schmerzendem Sonnenbrand, man höre und staune Neurodermitis, Akne und andere Hautkrankheiten bewirkt die äußere Anwendung von Aloenextrakt wahre Wunder.
Bei innerer Verwendung, man nennt sie ja auch Bitterschopf, Medizin muss zwar nicht immer bitter sein, jedoch bei Erkältung, Magenverstimmung, Verstopfung, Aloensaft ist fast ein Allheilmittel!
Es kühlt und heilt Wunden und verschließt sie vor den Umwelteinflüssen.


(`*•.¸_ Fazit _¸.•*´)

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass Aloen nicht nur wunderschön blühen auch sonst sehr dekorativ sind. Sie sind absolut pflegeleicht nur mit Gießwasser, überhaupt mit Wasser sollte man sehr vorsichtig dosieren. Sie sind wenig anspruchsvoll, haben nur ganz selten und bei falscher Pflege Wurzel- oder Wollläuse.
Ganz Besonderes Merkmal der Aloe Vera ist natürlich ihre Heilwirkung und Anwendung in der Kosmetikbranche.
Ich bin froh das ich ein paar davon habe, werde sie hegen und pflegen und wenn die Cellulitis zuschlägt mich balsamieren, nein Quatsch aber zur Hautpflege lasse ich sie schon immer Mal „zur Ader“.
Und dann wollen wir doch mal sehen wie alt man bei stetiger Anwendung damit werden kann....

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