Echte Aloe Testbericht

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Erfahrungsbericht von dreamweb

Kakteenartige Zimmerpflanze und Heilmittel

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Aloe Vera ist seit einigen Jahren mal wieder als Heilmittel in aller Munde. Fast überall erhält man momentan Medikamente bzw. Naturheilmittel, die Aloe Vera enthalten. ich selbst habe diese Pflanze allerdings auch in einem Blumentopf, den sie sich mit zwei Kakteen teilt. Hier mein Beitrag über diese Pflanze.


ALLGEMEIN

Rein äußerlich ähnelt die Aloe Vera einem Kaktus. Allerdings gehört diese Pflanze nicht zu den Kakteen sondern zur Familie der Liliengewächse. Der korrekte botanische Name lautet Aloe barbadensis Miller und diese Pflanze gibt es in ca. 250 verschiedenen Arten. Wild wachsen diese Pflanzen in allen Ländern mit heißen trockenen Sommern und milden Wintern. So findet man sie beispielsweise in Süd- und Mittelamerika, in Afrika, auf den kanarischen Inseln und auch im fernen Australien. In Australien habe ich diese Pflanze übrigens selbst schon gewesen, denn ich hatte das Glück, dieses wundervolle Land schon zweimal zu besuchen.

Die Aloe Vera kann eine Höhe von 60 bis 90 cm erreichen, das sollte man auch beachten, wenn man sich irgendwo einen kleinen Ableger abmacht, wie ich es gerne mache. Die Pflanzen brauchen zwar Jahre, bis sie eine solche Größe erreichen, aber trotzdem kommt irgendwann der Moment, an dem man eben etwas mehr Platz für seine Aloe Vera benötigt.

Die Aloe Vera hat ihr kakteenähnliches Äußere dem trockenen Lebensraum zu verdanken. Und da sie eben so ähnlich wie ein Kaktus zu halten ist, kann man sie auch gut mit Kakteen zusammensetzen. Die Pflanze speichert übrigens das Wasser in ihren dicken fleischigen Blättern. Auch hier ähnelt sie den Kakteen, die auch oft Wasser speichern. Die Flüssigkeit der Aloe Vera ist bitter und dient dem Schutz vor Fressfeinden. Bei uns wird die Flüssigkeit jedoch als Heilmittel genutzt.


HALTUNG

Wie schon in Allgemein angedeutet ist die Aloe Vera eine Pflanze, die man wie Kakteen halten kann. Die Pflanze benötigt wenig Dünger und zumindestens bei mir auch sehr wenig Pflege. Man sollte auch nur wenig Wasser geben. Im Sommer stelle ich die Aloe Vera gerne nach draußen, jedenfalls etwas größeren Pflanzen sollte man diesen Extra-Sonnenschein gönnen. Solange die Pflanzen klein sind, bleiben sie allerdings bei mir geschützt im Zimmer an einem Platz, an dem sie ebenfalls gut Sonne abbekommen.

Zu vermehren ist die Aloe Vera am einfachsten über Ableger. Denn viele Pflanzen bilden, wenn sie älter sind, kleine Nebenpflanzen, die man ganz einfach abdrehen (oder im Ernstfall auch Abschneiden kann) Man sollte die Pflanzen dabei aber nicht verletzen. Den Steckling stecke ich dann in sandige Erde, dort bekommt er auch Wurzeln, sofern noch keine am Ableger waren.

Schön sind übrigens bei älteren Pflanzen auch die Blüten. Aber man muss hier schon meist Jahre warten, bis so ein Ableger endlich soweit ist, dass er blüht. Meine jetzt vierjährigen Pflanzen fangen erst einmal richtig an zu wachsen.

Mit Schädlingsbefall hatte ich bisher keinerlei Probleme und auch meine Mutter, die schon seit Jahren solche Pflanzen hält, konnte mir dieses bestätigen.


NUTZUNG

Fast ist es schon für mich irritierend und bewirkt ein Abwehren, so viel Theater wird momentan um die Aloe Vera als Naturheilmittel gemacht. Auf Internetseiten wird damit geworben, dass man sich mit dem Verkauf von diesen Produkten mittels Nebenerwerb viel Geld machen kann und einige Aloe Vera Anbieter sprechen schon von über 200 Inhaltsstoffen, die für den Menschen nutzbar sind.

Grundbestandteil des Ganzen ist allerdings der herbe Saft, der Aloin enthält, das wiederum ein hochwirksames Abführmittel ist. Sonstige wichtige Inhaltsstoffe sind:

Lignine, Saponine und Anthrachinone (Lignine verwendet man als UV Schutz in Sonnenschutzcremes und Beispielsweise auch als Lösungsmittel in der Chemie). Saponine gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie dienen beispielsweise zum Entschlacken des Körpers. Daher findet man Aloe Vera auch sehr oft in diätischen Naturprodukten. Anthrachinone sind dagegen Stoffe, die als Abführmittel wirken.

Vitamine (z.B. A, B1, B2, B3, B6, B9, C, E, Cholin)

Mineralstoffe (z.B. Calcium, Phosphor, Kalium, Eisen, Natrium, Chlor, Mangan, Magnesium, Kupfer, Chrom Zink)

Mono- und Polysaccharide (z.B. Zellulose, Glukose, Manose, Aldonentose, Uronsäure, Aliinsäure, Rhamnose, Acemannan, Carrysin)

Essentielle Aminosäuren z.B. Isoleuzin, Leuzin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Valin)

Nichtessentielle Aminosäuren (z.B. Asparaginsäure, Glutaminsäure, Alinin, Arginin, Cystin, Glycerin, Histidin, Hydroxyprolin, Prolin, Serin, Tyrosin)

Enzyme, Salizylsäure, Chrysophansäure

Zudem enthält die Pflanze natürlich auch Ätherische Öle, die auch vermarktet werden.


Momentan bekommt man Aloe Vera Produkte in sehr vielen Geschäften und in diversen Preislagen. Einige Anbieter wirken dubios und verlangen überhöhte Preise für ihre Wundermittel. Aber auch im Schlecker und sogar manchmal im Aldi oder Norma erhält man Aloe Vera Produkte, sei es in Tabletten-Form, als Saft oder in Cremes. Die Phantasie der Anbieter scheint hier keinerlei Grenzen zu kennen. Aber auch in Reinigern und Tierpflegeprodukten sind heute schon Aloe-Vera Auszüge enthalten. D

Ich selbst bin zwar der Meinung, dass die Aloe Vera eines von vielen guten Naturheilmitteln ist, allerdings haben auch Naturprodukte oft Nachteile und Nebenwirkungen, was viele Menschen vergessen. Oft bemerkt man erst nach Jahren, dass so ein Naturheilmittel nicht nur Vorteile hat, anstatt das von Anfang an mit einzubeziehen oder auch direkt zu veröffentlichen. Momentan ist jedoch nichts von Nebenwirkungen dieser Pflanze zu finden. Im Gegenteil, sie wird zur Linderung von Nebenwirkungen der Strahlentherapie genannt.

Gewarnt wird übrigens vor der Einnahme von Aloe Vera Produkten ohne medizinische Kontrolle. So kann die langfristige Einnahme des Aloin auf Dauer Darmträgheit verursachen. Ebenfalls wird davor gewarnt, Aloe Vera einzunehmen, sofern man ein transplantiertes Organ hat.

FAZIT

Die Aloe Vera ist zumindest momentan die Kultpflanze schlechthin. Sie gilt als Heilmittel für sehr viele Krankheiten und momentan scheint es so zu sein, als habe man bei regelmässiger Einnahme von Aloe Vera Produkten nichts zu befürchten. Ich selbst habe selbst Naturpräperate, bei denen Aloe Vera enthalten ist. Das sind Entschlackungsmittel und auch Hautpflegeprodukte. Trotzdem bin ich etwas vorsichtig, wenn ein Mittel so als Wundermittel angepriesen wurde. Denn wie beispielsweise bei Kava Kava werden diese Naturpflanzen erst hochgejubelt und dann plötzlich doch schädliche Nebenwirkungen erkannt.

Als Pflanze ist die Aloe Vera einfach zu halten. Und meine Pflanze kommen bestimmt nicht auf meine Haut oder in meinen Magen, dafür gefallen mir diese Lilienartigen und kakteenähnlichen Pflanzen einfach zu gut.

Ich hoffe, ich konnte noch etwas neues zu dieser interessanten Pflanze nennen. Liebe Grüße - Miara

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