Alter Elbtunnel Testbericht

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Erfahrungsbericht von Asmodina

Der Alte und der Neue Elbtunnel in Hamburg

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

In Hamburg gibt es zwei Tunnel die hier die Elbe unterqueren.

Der Alte Elbtunnel (St. Pauli Elbtunnel):

Von außen ist der Alte Elbtunnel ein markanter quadratischer Kuppelbau an den St. Pauli Landungsbrücken.
Zur Zeit seines Baues galt der Alte Elbtunnel als eine technische Sensation.
1907 – 1911 wurde er von den Architekten L. Raabe und O. Wöhlecke zur Entlastung des Hafenfährverkehrs entworfen und gebaut.
Er verläuft von den Landungsbrücken unter der Norderelbe durch bis zu der Werftinsel Steinwerder im Hamburger Freihafen. Hier steht auch das Kraftwerk und Batteriehaus welches den Tunnel, mit drei Dieselmotoren, mit Strom versorgt.
In jüngerer Zeit musste er noch mal mit einer Stahlbetonplatte an der Sohle der Elbfahrrinne gesichert werden, hat aber seinen Dienst bis zum Bau des Neuen Elbtunnels immer ohne große Zwischenfälle gemacht.
Zum Bau des Tunnels wurden rund 4.400 Arbeiter eingesetzt. Es gab im verlaufe der Bauarbeiten 5 Todesfälle. Die Baukosten betrugen rund 10,7 Millionen Goldmark.
Erwähnt sei noch das der Tunnel, trotz der Gefahr eines Wassereinbruchs, im 2. Weltkrieg von vielen Menschen als Luftschutzraum genutzt wurde. Dafür war er allerdings weder vorgesehen noch geeignet. Es gab zwar leichte Schäden und auch wurde das Kopfgebäude an den Landungsbrücken 1944 schwer beschädigt, aber seinen unfreiwilligen „Schutzdienst“ hat er gut getan.
Auch heute noch kann man ihn mit dem Auto oder auch zu Fuß durchqueren.
Für Fußgänger und Radfahrer ist die Durchquerung kostenlos und ganztägig zugängig. Pkws haben nur montags bis Freitag von 5:30h bis 20:00h Durchfahrt und das gebührenpflichtig.
Die Pkws werden in vier großen Aufzugskörben zu den beiden Tunnelröhren nach unten befördert. Zwei haben eine Leistung von 10 Tonnen Zuladung und die beiden weiteren von 6 Tonnen.
Der Tunnel hat in etwa eine Gesamtlänge von 426,50m.
Jede der zwei Tunnelröhren einen Durchmesser von 6,06m und eine Tiefe von 3m.
Die Fahrbahn ist in jeder Röhre nur 1,92m breit und bereitet den heutigen Pkws teilweise echte Probleme.
(Ist aber lustig mit anzusehen wenn die Leute mit hochroten Ohren in einem Schneckentempo da durch fahren weil sie eine Heidenangst um ihre Radkappen haben *grins*.)
Er liegt etwa 23,50m unter Straßenniveau und somit etwa 12 Meter unterhalb des Mittleren Hochwassers. Drei Meter Elbschlick liegen auf der Tunneldecke.
Für die Personenbeförderung gibt es zwei Personenaufzüge und normale Treppen.
Laut der Betreiber durchqueren im Jahr etwa 350.000 Pkws, ca. 600.000 Fußgänger und 20.000 Fahrräder und Kleinkrafträder den Alten Elbtunnel.
Ich kann den Weg zu Fuß nur empfehlen! Da er sich so gut wie im Originalzustand befindet ist er wirklich ein beeindruckendes Beispiel für ehemalige Baukunst. Er steht nebenbei unter Denkmahlschutz.
Von der Seite Steinwerder aus hat man nebenbei noch einen genialen Blick auf die Landungsbrücken. Auch die Rickmer Rickmers ist sehr schön so zu sehen.
Vor allem abends ist es nur schön da drüben zu sitzen!

Der Neue Elbtunnel:

1968 – 1975 baute man etwa 3km westlich des Alten Elbtunnels den Neuen Elbtunnel.
Dieser hat insgesamt etwa eine Länge von 3325m.
Er erstreckt sich von dem Hamburger Stadtteil Othmarschen unter der Elbe durch bis zum Hafenbezirk Waltershof (Containerhafen) und ist eine Teilstrecke der Autobahn A7. Somit ist hier nur der Autoverkehr zugelassen.
Auf einer Länge von 1056m liegt er etwa 28m unter der Wasseroberfläche, bei mittlerem Tidehochwasser.
Ehemalig hatte er 3 Röhren mit 6 Fahrspuren. Inzwischen wurde aber noch eine 4. Röhre mit weiteren 2 Spuren, aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der ständigen Staus, dazu gebaut. Eröffnung dieser 4. Röhre war am 27. Okt. 2002, die Bauzeit betrug 5 Jahre und hatte Kosten von rund 550 Millionen Euro.
Er ist einer der längsten Unterwasserstraßentunnel der Welt!
Täglich durchqueren ihn in etwa 150 000 Fahrzeuge.

Die alternativen Wege ÜBER die Elbe sind die „Köhlbrandbrücke“ oder die Elbbrücken.
Eben wenn man keine Tunnel mag :o)
Ist aber meist ein Umweg wenn man nicht unbedingt nach Harburg will, sondern auf der A7 Richtung Süden.

Ich hoffe ich konnte einen kleinen Einblick geben.
Gruß
Asmodina