Alzheimer Testbericht

No-product-image
ab 18,42
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(1)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(1)
0 Sterne
(3)

Erfahrungsbericht von augsburg

Alzheimer geht uns alle an

Pro:

im Umgang mit Alzheimer-Kranken lernen was Menschwürde heisst

Kontra:

alles an der Krankheit

Empfehlung:

Nein

Bei der Mutter meiner besten Freundin ist vor 5
Jahren Alzheimer diagnostiziert worden.
Meine beste Freundin und ich wohnten Tür an Tür und jeder ging bei jedem ein und aus und auch heute noch haben wir intensiven Kontakt obwohl uns inzwischen 500 km trennen.
Ihre Mutter jedoch erkennt mich nicht mehr, weiss meinen Namen nicht mehr.

+++Deshalb Alzheimer geht uns alle an+++
Niemand kann sagen, wen es treffen wird. Gerade deshalb braucht man alle Informationen die man bekommen kann.
Vielleicht machen wir uns Sorgen um uns selbst oder um einen Angehörigen. Vielleicht tritt die Krankheit im Freundeskreis auf.
Mit Alzheimer können wir alle jederzeit als Berufspersonen konfrontiert werden, z.B. am Schalter einer Behörde, an der Ladenkasse oder im Pendlerzug.
Alzheimer ist nicht übertragbar und dennoch leben viele Betroffene oft isolierter als Träger einer ansteckenden Krankheit.

+++Altern ist nicht generell eine Erkrankung+++
Jedem und jeder passiert es, dass einem ein Name entfällt oder dass man Mühe hat, sein Auto im Parkhaus wieder zu finden.
Vergisst man hingegen Absprachen, die man am Morgen mit dem Nachbarn getroffen hat, oder weiss man plötzlich nicht mehr, wie die Waschmaschine funktioniert: Dann kann das ein Anzeichen von Alzheimer sein.
Die Häufung solcher Ausfälle hat nichts zu tun mit dem natürlichen Alterungsprozess. Demenz-Erkrankungen führen zu langsamem Abbau der geistigen Fähigkeiten und machen die Betroffenen von ihrer Umgebung abhängig.
Diese Entwicklung wird verursacht durch die fortschreitenden Zerstörung des Gehirns.

+++Alzheimer, eine neurologische Erkankung unter anderen+++
Die Früherkennung ist sehr schwierig, aber von zentraler Bedeutung. Sie erlaubt bei gewissen heilbaren Krankheiten die rechtzeitige Behandlung. Bei Alzheimer-Krankheit ermöglicht sie den Einsatz von Behandlungen zum besten Zeitpunkt.
Die Schwierigkeit liegt jedoch im Detail.
Es sind mehr als fünfzig Erkrankungen bekannt, die sich sehr ähnlich wie Alzheimer äussern.
\"Demenz\" lautet die generelle Bezeichung für solche Krankheiten.
Bei allen treten Verluste des Erinnerungsvermögens zusammen mit anderen Funktionsstörungen des Gehirns auf.
Beides zusammen führt zum Verlust der Selbständigkeit.
Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Am zweithäufigsten ist die vakuläre Demenz, verursacht durch eine Verkettung kleiner und kleinster Hirnschläge.

+++Zerfall der Hirnzellen+++
Typisch für die Alzheimer-Krankheit ist der massive und fortschreitende Verlust von Zellen des Gehirns.
Zugleich findet ein Abbau von körpereigenen chemischen Substanzen statt, die den Austausch von Informationen unter den Gehirnzellen aufrechterhalten.
Weshalb und wie diese krankhaften Veränderungen ausgelöst werden, ist noch nicht bekannt.
Die Wissenschaft geht davon aus, dass es eine grosse Zahl von Risikofaktoren gibt, die das Auftreten begünstigen. aber nicht bei jedem gleichermassen zu Alzheimer führen müssen.

+++Der Verlauf: Ein Prozess von Jahren+++
Der Verlauf der Alzheimer-Krankheit unterscheidet sich von Fall zu Fall.
Das Alter, die Lebensumstände und der gesundheitliche Allgemeinzustand spielen eine grosse Rolle.
In der Regel entwickelt sich die Krankheit über zehn Jahre.
Am Anfang braucht der Betroffene nur punktuelle Hilfe. Ihm bereiten erst kompliziertere Tätigkeien Mühe, z.B. die Abwicklung der monatlichen Zahlungen oder das organisieren einer Reise.
Nach und nach wird auch Alltägliches zum Problem, z.B. Einkaufen oder die Morgentoillette.
Das Zeitempfinden geht verloren und selbst im eigenen Wohnquartier wird die Orientierung unmöglich.
Im fortgeschrittenen Stadium sind rund um die Uhr Betreuung und Aufsicht erforderlich.

+++Das Denken gerät durcheinander aber die Gefühle bleiben erhalten+++
Der Verlust des Gedächtnisses ist das bekannteste Symptom. Aber auch alle weiteren geistigen Fähigkeiten bauen langsam ab.
Vornamen der Kinder werden vergessen, Erinnerungen an den eigenen Beruf usw.
Die Sprachschwierigkeiten beginnen mit Wortfindungsschwierigkeiten bis am Ende ein vollständiger Verlust der Fähigkeit sich wörtlich auszudrücken steht.
Andere Symptome sind die zunehmenden Schwierigkeiten in der räumlichen Orientierung und der Handhabung von Gegenständen und der Urteilsfähigkeit.
Aber im Gegenteil zu früheren Annahmen spüren die Alzheimer Kranken, dass sie ihren Alltag immer weniger meistern können.
Manche sind traurig oder depressiv und andere werden agressiv.
In jeder Phase der Krankheit nimmt der Betroffene wahr, wie die Umgebung ihm gegenüber eingestellt ist und hat das Recht auf seine Menschenwürde.

+++Medikament heilen nicht , sie verzögern den Verlauf+++
Bis heute gibt es keine Behandlung, welche Alzheimer heilen oder aufhalten könnte.
Die verfügbaren Medikamente mildern die Auswirkungen der Krankheit und hemmen die Zerstörung der chemischen Substanzen, welche Informationen zu den Gehirnzellen transportiern.
Die Behandlung erlaubt eine spürbare Verlangsamung des Verlustes der intellektuellen Fähigkeiten und das wirkt sich positiv auf die Selbständigkeit der Betroffenen aus.

+++Die Krankheit wirkt sich auf die ganze Familie aus+++
Meine Freundin und ihre ganze Familie brauchen unendlich viel Geduld und das ist nicht immer einfach, wenn man selbst Familie und Beruf hat.
Sie muss sich ihre Freizeit gönnen um Energie und Kraft zu tanken und ist um jeden froh der sich als wirklicher Freund beweist und sich nicht zurückzieht sondern trotzdem den Kontakt aufrecht erhält und ihr damit Gelegenheit gibt für kurze Zeit Abstand zu gewinnen und sich wieder auf sich selbst und nicht nur auf die Pflege ihrer Mutter zu konzentrieren.

17 Bewertungen