Am Wasser Gebaut - Fettes Brot Testbericht

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  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von MissKultig

Fettes Brot rocken Erfurt

5
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Heute möchte ich ein Testbericht über die Fettes Brot Tour "Am Wasser gebaut 2005" schreiben, da ich beim Konzert in Erfurt war und es mega geil fand. Die Tour ist zwar jetzt bald vorbei, aber es wird ja noch eine geben und Fettes Brot ist auf jeden Fall empfehlenswert. Also, widme ich ihnen heute meinen 13 Bericht!! Und das am Sonntagmorgen *g* (Ich muss den Tourbericht leider in dieser Kategorie schreiben, da ich keine andere gefunden habe = Und wenn ich über die Tour schreibe, bedeutet das ja auch das ich über das Album schreibe *g*)


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DIE VORGESCHICHTE
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Eigentlich bin ich nicht so´n richtig verschärfter Fan von Fettes Brot, eher so´n Gelegenheitshörer, der einige CD´s zu Hause hat, aber auch nicht bei jedem Zeitungsartikel oder TV Sendung mit Fettes Brot, aufschreit und ein Herzinfarkt bekommt.
Als ich aber gehört habe, dass Fettes Brot in Erfurt spielt, war klar, da muss ich hin! Doch meine Freude wurde sofort getrübt, als ich das Datum erfahren habe: 3. Mai, dass ist doch mitten in der Woche ... Aber dann ist mir wieder eingefallen, dass ich ja glückliche Abiturientin bin und bis zu den Prüfungen nicht mehr zur Schule muss, sondern nur Konsultationen habe.
Also, auf zu Fettes Brot.



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DIE HINFAHRT NACH ERFURT
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Da ich aus Thüringen komme, war die Hinfahrt nach Erfurt weniger problematisch. Rein ins Auto, Motor an und los düsen. Zu unserem erschrecken aber, kannten wir Erfurt dann wohl doch nicht so gut. Wir sind eine Stunde durch Erfurt gefahren um den Veranstaltungsort zu suchen. Immer wieder sind wir in der Straße gelandet, die auf der Eintrittskarte stand ... Aber das war eine kleine Gasse und nirgends eine "Centrum" zu sehen. So hieß nämlich der Club wo sie gespielt haben.
Dann sind wir irgendwann auf die Idee gekommen, vielleicht haben die ja die falsche Straße auf die Karte gedruckt. Und so war es dann auch tatsächlich. Nach einigem Hin und Her haben wir das "Centrum" dann doch gefunden und waren glücklich.



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DER EINLASS
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Beginnen sollte das Konzert so gegen halb neun, keiner wusste es so genau, da überall was anderes stand. Ab um Acht wurde Einlass gemacht, und es zog sich eine riesen Schlange über die ganze Straße. Fettes Brot ist ja nicht unbekannt. Trotzdessen das wir ziemlich weit hinten standen, kamen wir recht flott in den Club. Natürlich wurde man wieder von Security Menschen, zwecks Kameras und Waffen und so kontrolliert und ich muss sagen die haben ihre Arbeit wirklich gut gemacht. Also, die nette Frau packt mich, so schnell konnte ich gar nicht mitdenken, fasst mir an die Brüste, dann tastet sie denn Oberkörper ab, dann an Arsch und Richtung Schritt und dann Beine und so. Danach stand ich da, und wusste gar nicht was ich sagen bzw. machen sollte. Was macht die nette Frau denn, wenn man wirklich mal eine Kamera dabei hat. Ich möchte es mir gar nicht vorstellen.



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DAS ENDLOSE WARTEN
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Natürlich lässt sich eine Band wie Fettes Brot Zeit und es müssen ja auch erstmal die vielen Fans in den Club hinein. Ich schätze mal das es etwa 500 Leute waren.
Als wir uns einen ziemlich guten Platz rechts von der Bühne ergattert haben (einen ziemlich guten Platz wie wir später feststellen werden), mit schönen kalten Luftzug und angenehm viel Platz, da es sich weiter vorne gestaut hatte und somit keiner bis zu uns vordringen konnte. Das Problem war allerdings: Ich wollte bevor es losgeht noch mal auf Toilette, so dass ich nicht während dem Konzert gehen muss. Also, sag zu meinen Leuten, schön da stehen bleiben und mach mich auf die Socken!
Der Hinweg ging noch, ich musste zwar schon ein bissel drängeln, aber ich bin gut durchgekommen. Dann endloses Warten vor der Toilette, nebenbei habe ich beobachtet wie immer mehr Menschen in den Club strömten und ich mich jetzt schon fragte wie ich jemals wieder an meinen Platz kommen soll. Es gab anscheinend nur ein Klo, denn es hat wirklich ewig gedauert, obwohl die Schlange nicht so lang war. Und meine Angst, nicht zurück zukommen wurde immer größer. Dann schließlich konnte ich meine Blase entleeren und machte mich schließlich auf den Weg. Und meine Angst war berechtigt. Alles voll, ich kam noch nicht mal so weit, dass ich die Bühne sehen konnte. Na dann kämpfen. Ich schrie irgendwelche Sachen, dass ich unbedingt durch muss und blablabla und zu meinen Erstaunen öffnete sich ein Gang und ich konnte gemütlich durchmarschieren. Jetzt war ich wenigstens so weit vorne, dass ich meine Leute schon sehen konnte, aber jetzt war wirklich alles dicht. Dann habe ich an der Wand einen Balken entdeckt und ohne das es kaum einer mitbekam, hangelte ich mich an ihm entlang und schwubs, war ich wieder da.
Dann musste ich erstmal eine rauchen und meinen Leuten alles erzählen und dann ging ganz plötzlich das Licht aus und Menschen kamen auf die Bühne.



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DIE VORBAND
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Die Vorband bestand aus einer jungen (mitte 20) Sängerin/Rapperin und einem DJ. Ich habe leider nicht verstanden wie sie heißen, da es so laut war und sie auch immer ein bissel undeutlich gesprochen hat.
Ich kannte die Band bis dato auch nicht, hab also ein bissel mit dem Kopf genickt und mich auf Fettes Brot gefreut. Aber die Vorband war recht gut. Die Sängerin hat immer im Wechsel ein Lied vom Album vorgestellt und auf einen Beat einen Freestyle Rap getextet. Eigentlich war es richtig cool, und nach einiger Zeit habe ich nicht mehr nur mit dem Kopf genickt, sondern mein ganzer Körper hat sich bewegt.
Die Band hatte natürlich sofort die Sympathien von den Fans, den Fettes Brot Fans sind die besseren Fans.

Und dann haben wir den Vorteil unseres Platzes entdeckt. Da der Getränkestand ziemlich weit weg war und es für uns unmöglich war, dorthin zu kommen, versorgte uns ein netter Sanitäter mit kalten Wasser. Ein Augenzwickern reichte *g*
Und wir stellten fest, dass wir am Eingang zur Bühne standen, der nur mit einem lächerlich "Zaun" abgetrennt war. Sprich wir konnten sehen, wann Fettes Brot kam und was sie hinter der Bühne gemacht haben und wie sie auf die Bühne liefen. Nachteilig war aber, dass wir sofort die hysterischen Fans im Rücken hatten.



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FETTES BROT
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Die Superband schlecht hin ließ sich natürlich Zeit. Erst ca. eine halbe Stunde nachdem die Vorband die Bühne verlassen hatte, kamen die drei Jungs auf die Bühne und fingen sofort an zu singen/rappen.
Ich muss jetzt kurz erwähnen, da ich ja kein riesen Fan bin, kannte ich auch nicht alle Lieder, und ich hab auch nicht die Reihenfolge der gespielten Songs mitgeschrieben, wie viele das machen. Naja, sie rockten halt mit ihrem ersten Song vollkommen das Haus und alle Köpfe nickten.
Dann stellte jeder von Fettes Brot seine persönliche Solonummer vor und auch hier rockte es. Eigentlich rockte es die ganze Zeit. Während der eine den Solopart übernahm (Sorry, ich weiß die Namen nicht so richtig ... Also, eigentlich schon: Dr.Lenz und Boris und so, aber ich kann sie nicht zuornden, und bevor ich was falsch machen, sag ich lieber nix) gingen die andern beiden hinter die Bühne und sahen ganz böse aus. Als würde ihnen dass nicht gefallen hier, aber wie sich rausstellte, war der Boris (da bin ich mir sicher) nicht so auf´m Damm, deshalb wurde das Programm irgendwie geändert.

Die erste halbe Stunde spielte sie größtenteils aus den neuen Album und da kannte ich keine Lieder, weil ich bis dato das ALbum noch nicht hatte. Aber die Lieder beweisen mal wieder, dass Fettes Brot eine absolut geniale Band ist, und dass sie absolut geniale Songs schreiben. Sehr positiv an dem neuen Album ist, dass es nicht mehr nur reiner HipHop ist, sondern dass sie jetzt auch tolle Backgroundsänger haben und Gitarrenklänge und so ein bißchen Soul mit HipHop vermischt haben.

Das erste mal ist das Publikum vollkommen ausgerastet, als die Anfangsklänge von "Emanuela" eingespielt wurden. Sowas geiles habe ich noch nie erlebt gehabt. Alles tobte, alles sang mit und Fettes Brot freute sich. Danach war ich tot und ich habe geschwitzt, so geschwitzt habe ich noch nie.

Nachdem die meisten Lieder vom neuen Album gespielt wurden, kamen die Klassiker wie "Schwule Mädchen", "Welthit", "Jein" und die anderen tollen Lieder, die ich jetzt aber nicht mit Namen kenne.
Das Publikum stand kurz vor´m explodieren und die Stimmung war endlos geil. Fettes Brot war gut drauf, wir waren gut drauf.

Nach drei Zugaben (natürlich haben sie auch da wieder auf sich warten lassen) und Glückshormonen, haben wir total verzaubert den Club verlassen und uns erst mal vor´s Auto gesetzt und ganz viel Wasser getrunken und geraucht. Natürlcih waren wir alle heiser und bekamen unser Grinsen nicht mehr aus dem gesicht.



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FAZIT
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Obwohl es mir so vor kam, als hätte Fettes Brot nur ne Stunde gespielt und obwohl die falsche Adresse auf der Eintrittskarte stand und obwohl mir die Security Frau an die Brüste gefasst hat - das Konzert war einsame spitze. Es war zwar dann doch ein bißchen eng, aber alle Menschen waren nett, und keiner hat böse rumgestunken oder andere böse Sachen gemacht.
Fettes Brot ging so ab auf der Bühne und ich konnte mich nur freuen.
Ich empfehle euch auf jeden Fall, besucht diese Tour oder eine der nächsten, die hundertprozentig folgen werden - Ihr verpasst sonst was!!!



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INFORMATIONEN
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Homepage - www.fettesbrot.de

Preis Konzert - 20,95 €

Preis Album - ca. 16,00 €

36 Bewertungen, 2 Kommentare

  • froes

    13.11.2006, 11:25 Uhr von froes
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich bin zwar aus Erfurt, aber ein Centrum kenne ich nicht. Shine On, Frank

  • Zuckerwatte

    20.05.2005, 12:27 Uhr von Zuckerwatte
    Bewertung: sehr hilfreich

    wirklich sehr ausführlicher Bericht! :)