Amistad (VHS) Testbericht

Amistad-vhs-drama
ab 13,75
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Erfahrungsbericht von Grittilein

ein prickelndes Geschichtsdrama

Pro:

sehr gute Story gut umgesetzt

Kontra:

etwas lang

Empfehlung:

Ja

Mit Spannung hatte ich kürzlich auf die Ausstrahlung des Spielberg Films \"Amistad\" gewartet, denn das Thema dieses Films interessierte mich brennend. Für mich ist Steven Spielberg ein klasse Regisseur, der selbst vor Themen nicht halt macht, den die amerikanische Bevölkerung am liebsten aus der Geschichte verbannen möchte.


Worum geht es in diesem Film?
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Wir befinden uns irgendwo auf dem Atlantik auf einem vermeintlichen spanischen Sklavenschiff namens Amistad (Freundschaft). Es ist das Jahr 1839, also einige Jahre nach der amerikanischen Unabhängigkeit. Einige Afrikaner werden hier unter schlimmen Bedingungen festgehalten und müssen alle unangenehmen Arbeiten verrichten. Einige Afrikaner können sich eines nachts befreien und bringen das Schiff in ihre Gewalt. Einige spanische Besatzungsmitglieder überstehen den nächtlichen Angriff und bringen die Afrikaner wieder nach Hause. Aber nicht nach Afrika, sondern nach Amerika. Hier werden sie sofort verhaftet und ihnen soll der Prozess gemacht werden. Bei dem Prozess stellt sich natürlich die Frage, wem die Sklaven denn jetzt gehören. Je nachdem, wem Recht zugesprochen wird, ist jeder Ausgang des Prozesses möglich.
Gehören die Sklaven nun den Offizieren, die sie verhaftet haben oder aber ist die spanische Königin der rechtmäßige Besitzer? Immerhin gehörte das Schiff \"Amistad\" der spanischen Königin.
Der junge Anwalt Baldwin wittert die große Chance und versucht die Sklaven vor Gericht zu vertreten. Aber die Aussichten sind eher schlecht. Denn wir befinden uns in einer Zeit, wo in Amerika die Südstaaten dominieren und hier wird Sklavenarbeit für Recht befunden und nur wenige setzen sich für die schwarze Bevölkerung ein. Obwohl Baldwin sich kaum mit seinen Klienten unterhalten kann, weil sie eine andere Sprache sprechen, können sie sich doch mit Händen und Füssen unterhalten.
Alles läuft nach Plan und Baldwin gewinnt den Prozess, aber der amerikanische Präsident legt Berufung gegen die Freilassung der Sklaven ein. Es sieht wirklich nicht gut aus, denn der amerikanische Präsident hatte schon damals sehr großen Einfluss.
Der Anwalt Baldwin bekommt jetzt aber einen Fürsprecher im ehemaligen US-Präsident Adams, der ihn jetzt vor Gericht auch unterstützt. Es kommt zur letzten Gerichtsverhandlung und alle schauen gespannt auf das Urteil .......
Der Film beruht übrigens auf einer wahren Gegebenheit und Steven Spielberg hat sich der schweren Story angenommen, die er sehr gut umgesetzt hat.
Was mich am Film übrigens besonders gefiel, dass in vielen Szenen die Bilder für sich sprechen und man auf Dialoge komplett verzichtete. In einem Film sagen Bilder meist ja auch mehr aus, als nur Worte.


Die Hauptdarsteller
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In den Hauptrollen ist u.a. Anthony Hopkins als ehemaliger US-Präsident zu sehen, der manchmal auch etwas senil ist. Aber er spielt die Rolle sehr gut und mir gefällt er in nahezu jeder Rolle.
Morgan Freeman spielt den amerikanischen Freiheitsrechtler Joadson, der sich für die Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung einsetzt. Auch Morgan Freeman schaue ich mir immer wieder sehr gerne an.
Der Darsteller des Führers der Afrikaner, Djimon Hounsou, dürften einigen Filmfans vielleicht auch aus dem Film \"Gladiator\" bekannt vorkommen.
Der Regisseur Steven Spielberg hat es hier geschafft, mal wieder einen hervorragenden Film zu schaffen, der Geschichte sehr gut aufbereitet. Aber leider wurde diesem Film nicht die Ehre zuteil, die er verdient hatte: Er wurde bei der Oscar-Prämierung trotz vier Nominierungen mal wieder übergangen. Aber dies liegt wohl auch daran, dass das dunkle Kapitel in der amerikanischen Geschichte auch heute noch am liebsten vertuscht werden soll. Aber dies geht leider nicht und ich finde es gut, dass trotzdem dieses ernste Thema in einem Film so gut angesprochen wird. Ich wäre sonst nie auf dieses Thema aufmerksam geworden.


Meine Meinung
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Wie man einen geschichtlichen Film sehr gut darstellt, zeigt Steven Spielberg mal wieder in \"Amistad\". Der Film mit der wahren Begebenheit ist überaus spannend, auch wenn er mit 145 Minuten auch ein wenig zu lang geraten ist. Aber einige Randerscheinungen mussten in diesem Film einfach angesprochen werden, damit man die Gesamtgeschichte auch versteht. Steven Spielberg hat es jedenfalls geschafft, mich für dieses Thema zu interessieren und mir gefiel der Film ausgesprochen gut. Nach dem Film konnte ich meine Empfindungen bei diesem Film auch gut mit meinem Freund noch diskutieren, denn jeder hat ja andere Empfindungen bei diesem Film. Für mich ist auf jeden Fall klar, dass ich mir diesen Film demnächst auch einmal auf DVD zulegen werde.

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