Amityville Horror (DVD) Testbericht

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ab 7,28
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Erfahrungsbericht von DarkBeauty

Catch \'em & Kill \'em

Pro:

Story, Schauspieler, Schockeffekte, Sound, das Ende

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo meine Lieben!

Gestern Abend habe ich meinen Freund wieder einmal in einen Horrorfilm geschliffen, den er eigentlich gar nicht sehen wollte. Dabei handelte es sich um \"The Amityville Horror\". Heute möchte ich euch auch sogleich mit einem Bericht über diesen Film beglücken.

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|| Story ||
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Am Anfang sieht man einen jungen Mann namens Ronald DeFeo, der sich ein Video ansieht, auf dem verschiedene, unheimliche Zeichen zu sehen sind. Auch hört er Stimmen, die ihm befehlen seine Familie zu töten. Daraufhin nimmt er sich eine Schrotflinte, geht von Zimmer zu Zimmer und ermordet seine gesamte Familie. Zu aller letzt ermordet er seine kleine Schwester Jodie.

Die Story springt um, zu einem Jungen Ehepaar - Kathy und George Lutz. Beide sind auf der Suche nach einem Haus für ihre kleine Familie. Sie finden in einer Zeitungsannonce ein Angebot einer Villa in Amityvill auf Long Island. Während des Termins mit der Maklerin, verlieben sich George und Kathy in das Haus und entschließen sich sofort, es zu kaufen. Als sie bald darauf einziehen, geschehen bereits merkwürdige Dinge. Chelsea, die kleine Tochter, hat plötzlich eine imaginäre Freundin namens Jodie. Und während George und Kathy miteinander schlafen, sieht George plötzlich ein kleines Mädchen mit einer Schlinge um den Hals von der Decke hängen. Doch dies ist erst der Anfang. George benimmt sich zusehend seltsamer. Er wird grob und gemein zu seinen Stiefkindern und macht abfällige Bemerkungen über ihren verstorbenen, leiblichen Vater.
Eines Abends, als die Eltern allein weggehen wollen, engagieren sie einen Babysitter. Das Mädchen ist noch ziemlich jung und hat auch ziemlich einen an der Klatsche. So erzählt sie schließlich Billy von den Vorfällen im Haus und, dass die beiden DeFeo Brüder in seinem und Michaels Zimmer ermordet wurden. Die beiden Jungs bekommen zu recht Angst, an der sich der Babysitter allerdings nur noch mehr hoch schaukelt. Zum Schluss wetten die Kinder, dass sich das freche Kindermädchen nicht in den Wandschrank traut, in dem Jodie einst tot aufgefunden wurde. Natürlich geht sie rein und natürlich kommt sie nicht allzu glücklich wieder raus…
Doch es geschehen immer mehr grausige Vorfälle im Haus und die Familie gerät immer mehr in Angst und Schrecken, während sich George immer mehr in ein besessenes Monster verwandelt, dass merkwürdige Stimmen hört…

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|| Technische Daten ||
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Spielzeit: 89 min.
FSK: ab 16
Regie: Andrew Douglas
Drehbuch: Scott Kosar
Nach einem Drehbuch von: Sandor Stern
Nach dem Buch von: Jay Anson
Produzenten: Michael Bay
Andrew Form
Brad Fuller
Besetzung: George Lutz- Ryan Reynolds
Kathy Lutz- Melissa George
Pfarrer Philip Baker Hall
Michal Lutz Jimmy Bennett
Billy Lutz Jesse James
Chelsea Lutz- Chloë Grace Morets

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|| Die Schauspieler & Die Umsetzung ||
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Besonders beeindruckt hat mich eigentlich Ryan Reynolds (bereits bekannt aus \"Blade Trinity). Seine Entwicklung erinnerte mich sehr an die von Jack Torrance aus \"Shining\". Der dreht ja unter dem Einfluss des Overlook Hotels auch zusehends durch. Allerdings ist es bei \"The Amityville Horror\" ja nicht ganz so einfach zu erklären. Denn George ist eigentlich ein freundlicher Mann, der sich auch aller größte Mühe gibt, mit einen Stiefkindern klar zu kommen. Im Prinzip kommen die ersten paar Auswüchse seinerseits sehr überraschend, weil man es von ihm nicht erwartet. Auch ist sehr zu beobachten, dass George sich nur in der Nähe des Hauses so merkwürdig benimmt. Seine Augen werden rot unterlaufen und wird gemein zu den Kindern und sogar zu seiner Frau. An einer Stelle zwingt er seinen Stiefsohn sogar den Holzscheit zu halten, während er ihn mit einer Axt zerschlagen will.

Angenehm fand ich auch die Rolle der Kathy Lutz. Auch bei ihr ist eine deutliche Weiterentwicklung zu spüren. Sie glaubt lange Zeit über, dass mit ihrem Mann eigentlich alles in Ordnung ist. Sie geht sogar noch mit ihm essen und hat einen schönen Abend nachdem er ihren Kindern mit seinen Äußerungen über ihren Vater wehgetan hat. Daran ist zu erkennen, wie sehr sie ihn eigentlich liebt. Doch nachdem sie wieder im Haus sind und das Kindermädchen mit einem Krankenwagen abtransportiert wird, beginnt er sofort wieder, die Kinder anzuschreien und ihnen zu unterstellen, sie hätten das Mädchen verletzt. Auch danach hält Kathy noch zu ihm. Eigentlich wendet sie sich auch an keiner Stelle im Film gegen ihn. Sogar am Schluss (den ich nicht verraten werde) versucht sie noch alles, um ihre gesamte Familie zu retten und bringt sich dabei noch in höchste Gefahr.

Die drei Kinder Chelsea, Michael und Billy finde ich ebenfalls sehr schön dargestellt. Bei Michael wurde so richtig klasse eingefangen, dass er halt eben noch ein kleiner Junge ist und vor den typischen Dingen Angst hat, wie z.B. Dunkelheit. Das bemerkt man daran, dass er, während er zur Toilette geht, über den dunklen Flur rennt und ganz schnell Licht im Bad anmacht. Bei Chelsea ist eigentlich keine große Veränderung zu erkennen. Sie erfindet ihre imaginäre Freundin Jodie, die ja auch wirklich da ist. Nur eben in Form eines Geistes der verstorbenen Jodie. Sie warnt Chelsea vor ihrem Stiefvater, scheint aber auch nicht wirklich lieb zu sein. Zwar sagt sie Chelsea, dass ihre Mutter nicht böse ist sondern \"…der Mann, der in dem Haus lebt…\", aber die bringt sie auch dazu, auf die Spitze des Daches zu klettern um mit ihrem verstorbenen Vater zu spielen. Ich denke, was es damit auf sich hatte, versteht man erst am Ende des Films. Ich würde einfach mal vermuten, dass die Kleine traurig war, über das, was mit ihrer Familie und ihr passiert ist. Es schien auch so, als wäre sie auf ewig dazu verdammt in dem Haus rumzugeistern, ohne jemals Ruhe zu finden. Mir tat die kleine Jodie auf jeden Fall sehr leid.

Zur allgemeinen Umsetzung ist zu sagen, dass die Macher hier auf bewährte Schockeffekte und -methoden gesetzt haben. So ist es z.B. auch hier wieder der Fall, dass die Musik bedrohlicher und stärker wird, bevor etwas passiert. Der geneigte Horrorfan wird sicherlich denken, dass man sich so ja darauf vorbereiten kann. Dem ist nicht so, denn das dachte ich auch. Viele Schocker kommen nämlich auch vollkommen ohne Vorwarnung. So z.B. als sich George, als er schon völlig besessen ist, einen Diafilm ansieht, auf dem seine Familie zu sehen ist. Dort sieht er Billy, dessen Gesicht sich ohne Vorwarnung in das eines Monsters/ Zombies verändert. Da wurde selbst mir ein bisschen anders zumute. Was auch noch aus zig Filmen bekannt, aber hier wieder besonders gut in Szene gesetzt wurde, ist der große Showdown. Eigentlich kann man hier nicht allzu viel verraten, wenn man erwähnt, dass George auf dem Höhepunkt seines Wahnsinns richtig durchdreht und die Familie durch das gesamte Haus jagt. Mehr sei hier aber nicht verraten… ;)

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|| Meinung ||
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Ich hatte irgendwann vor einiger Zeit mal einen der Amityville- Filme im TV gesehen. Dieser Film war okay, aber nicht der Überbringer. Dennoch war für mich klar, dass ich das Remake im Kino sehen muss. Ich hatte lediglich das Filmplakat im Kino hängen sehen. Ich kannte keinen Trailer. Gestern Abend war es also so weit. Ich ging vollkommen ohne irgendwelche Erwartungen in Saal Sechs des Cinemaxx Colloseums in Berlin.
Zuerst war ich ein wenig verwundet, weil nur sehr wenige Leute in dem großen Saal saßen. Nachdem nun also endlich die ellenlange Werbung vorbei war, ging es nun endlich los. Schon der Anfang des Films hat mich sehr nervöse gemacht. Wie oben schon beschrieben, geht es ja mit dem Morden der DeFeo Familie 1974 los. Diese sind nicht einfach nur nacheinander gezeigt, sondern immer eher so abgehackt und mit schwerer und nervenaufreibender Musik unterlegt. Danach war ich erstmal froh, dass alles zunächst wieder ruhig war. Ich hatte auch wirklich mit nichts Bösem gerechnet, bis diese Jodie von der Decke des Schlafzimmers der Lutz\' herunterhing. Da dachte ich mir zum ersten Mal - okay, der Film könnte klasse werden. Aber es kam noch besser. Die nächste Szene, bei der ich mich sehr erschrocken habe, war ausgerechnet eine, während der mein Freund grade auf\'s Klo gegangen war. Bis dahin war mir gar nicht klar, wie gut es eigentlich ist, dass ich nicht alleine im Kino gesessen hatte. Allgemein ist zu sagen, dass ich ja inzwischen schon einen ganzen Haufen an Filme gesehen habe, die sich Horror oder Grusel schimpften. Aber keiner hat jemals weiche Knie und ein flaues Gefühl in meinem Magen hinterlassen. Sehr krass fand ich auch die Szene, als Chelsea auf dem Dach des Hauses steht und man richtig gehend sieht, wie hoch das eigentlich ist. Das war die einzige Szene im Film, wo ich nicht hingucken konnte. Denn ich habe übelste Höhenangst und dieser Film bzw. diese Szene hat meine Phobie noch geschürt.
Mein Freund war mir übrigens nach dem Film mal wieder \"dankbar\", dass ich ihn in einen solchen Film hineingeschleppt habe. Denn eigentlich würde er sich so was nie ansehen. Da ich aber eine ausgesprochener Horrorfilmfan bin, muss meine bessere Hälfte natürlich im Kino neben mir sitzen. Obwohl ich mich wirklich gefürchtet habe, fand ich diesen Film richtig klasse. Aber ich denke, das macht doch einen guten Horrorfilm erst aus. Man muss sich fürchten. Zum Ende hin wurde der Film sogar so nervenaufreibend, dass mein Freund und ich uns über verschiedene Dinge in dem Film versucht haben, lustig zu machen. Dadurch hatten wir irgendwie weniger Angst. ;) Abschließend kann ich noch sagen, dass die Qualität dieses Films in meinen Augen dadurch fest gemacht werden kann, dass die Schocker nicht dadurch angsteinflößend sind, weil sie mit viel Blut arbeiten, sondern eher weil sie wieder mal eher auf der psychischen Schiene fahren. Daher finde ich vom Schocker her auch die 16er Filme krasser als die 18er, wo kein Raum mehr für eigene Visionen bleibt.
Ich kann also eine volle Empfehlung abgeben. Es lohnt sich, diesen Film im Kino zu sehen.
Fünf Sterne also für \"The Amityville Horror\".

Danke, für\'s Lesen und Bewerten
-blessed be-

33 Bewertungen, 4 Kommentare

  • weisseperle

    28.02.2007, 21:48 Uhr von weisseperle
    Bewertung: sehr hilfreich

    Eigentlich hab ich mir den Film nur angeschaut, weil er angeblich auf einer wahren Geschichte basieren sollte. Aber spätestens als dem kleinen Mädchen mit dem Einschussloch im Kopf der Finger genau darein gesteckt wurde... bäh. Als ich deinen Bericht geles

  • hjid55

    26.02.2007, 21:58 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah

  • Elfe1988

    17.03.2006, 16:21 Uhr von Elfe1988
    Bewertung: sehr hilfreich

    super bericht. freue mich immer über gegenlesungen LG

  • follio

    12.09.2005, 21:24 Uhr von follio
    Bewertung: sehr hilfreich

    sind super! Weiter so! Ich bewerte dich dann weiter!