Erfahrungsbericht von dodger
ANATOMIE 2
Pro:
guter Grundgedanke
Kontra:
schlechtes Drehbuch, nicht spannend, kein horror
Empfehlung:
Nein
Ich war gestern im Cine Star Dortmund und habe mir Anatomie 2 angeschaut. Gekostet hat mich der Spaß 4,20 Euro + 1,50 Euro für das Parkhaus. Für das Geld bekam ich einen Logenplatz und 101 Minuten Unterhaltung im Lichtspielhaus vom Regisseur Stefan Ruzowitzky.
Inhalt
Ich fasse mich kurz, da ich nicht zu viel vom Inhalt verraten möchte.
Wie in Anatomie 1 geht es wieder um Antihypokraten, die illegale Forschungen in einem Berliner Krankenhaus anstellen. Sie erforschen künstliche Muskeln, die leistungsstärker als normale Muskeln sind und testen alles am eigenen Leib. Der AIP (Arzt im Praktikum) Jo gerät in diese Gruppe, erkennt später jedoch die Gefahren. Die Gruppe ist sehr skrupellos, möchte mit ihren Forschungen unbedingt erfolgreich sein und geht dafür über Leichen. Welche Nachteile künstliche Muskeln haben und wie Jo die ganze Geschichte übersteht (oder auch nicht) müsst ihr schon selber herausfinden. Also ab ins Kino.
Man muss übrigens nicht Anatomie 1 gesehen haben, um diesen Film zu verstehen.
Die Darsteller
Es spielen unter anderem Heike Makatsch, Barnaby Metschurat und Franka Potente (in einer Gastrolle) mit. Alle spielen ihre Rollen nicht Oscarreif und auch nicht immer überzeugend. Die Schauspielerischen Leistungen sind aber immerhin besser als in deutschen Soaps. Doch mich hat das nicht sehr gestört, da ich eh nicht mit großen Erwartungen in diesen Film gegangen bin. Ich schau mir lieber Hollywoodfilme, als deutsche Filme an.
Spannung
So super spannend fand ich den Film nicht, an den meisten Stellen war das Geschehen vorhersehbar. Man sitzt nicht die ganze Zeit im Kinosessel und schaut vor Spannung gebannt auf die Leinwand. Die Musik hat die Spannung auch nicht sehr unterstützt. Ich bin kein mal im Sessel aufgeschreckt. Nicht mal meine Freundin ist zusammengezuckt, obwohl sie sehr schreckanfällig ist.
Horror
Als Horrorfilm würde ich diesen Film nicht bezeichnen. Sonst wäre ja jedes Krankenhaus eine Horrorklinik. Man sieht viel Blut, Operationen, Arbeiten mit dem Endoskop und Skalpell, offene Wunden. Halt das übliche, was man im Krankenhaus auch sieht. Ansonsten war da nichts horrormäßiges. Wer kein Blut und keine Wunden sehen kann, der sollte sich den Film besser nicht anschauen. Schon direkt am Anfang schlitzt sich einer mit einem Skalpell selber auf. Meine Freundin musste jedenfalls weggucken und fand das sehr eklig.
Logik
Auf die Logik sollte man bei diesem Film besser nicht achten. So lässt sich Jo die Kunstmuskeln z.B. in die Wade einsetzen. Der Wadenmuskel ist jedoch überhaupt nicht für das Beugen des Knies zuständig. Spannt man den Wadenmuskel an, merkt man wie sich der Fuß bewegt. Wieso beugt sich dann bei den Tests der Wadenmuskeln das Knie bei Jo?
Ein anderer hat seine Kunstmuskeln in die Finger implantieren lassen. Wieso konnte er dann seine Finger drehen und weit nach hinten beugen? Haben die seine Knochen durch Gummiknochen ersetzt? Denn normale Knochen hätten die Bewegung nicht zugelassen.
Doch das schlimmste kommt noch:
Einer hat Kunstmuskeln in sein bestes Stück implantieren lassen und konnte so jederzeit eine Erektion bekommen. Leider hat Mann da unten keine Muskeln, sondern eher Schwellkörper. Wenn Mann da unten Muskeln hätte, würde das im Fitnessstudio bestimmt sehr lustig aussehen...
Romantik
Ein wenig Romantik gibt es in diesem Film. So läuft irgendwas zwischen Jo und einer philippinischen Krankenschwester. Außerdem macht er mit Heike Makatsch rum (weiß ihren Filmnamen nicht mehr), was aber nicht sehr romantisch war, weil sie ihm Hormone gespritzt hat, die ihn ganz heiß machten und er am nächsten Morgen kaum laufen konnte. Der romantische Anteil des Films ist sehr gering. Bei einem Horrorfilm sollte man aber auch nicht mehr erwarten. Ich fand die Szene mit Heike Makatsch total überflüssig. Die hat im Handlungsverlauf des Filmes überhaupt nichts gebracht.
Bild und Ton
An der Kameraführung, dem Bild und Ton habe ich nichts negatives feststellen können. Ein brillantes Bild und ein klarer Ton sind heute sowieso selbstverständlich. Hier hat der Regisseur gute Arbeit geleistet und das beste aus dem Drehbuch gemacht.
Fazit
Jeder Film ist nur so gut, wie sein schlechtestes Element. Hier sind es leider das Drehbuch und die Schauspieler. Die Story ist einfach nicht spannend und horrormäßig genug. Dafür wurden romantische und lustige Elemente eingebaut. Meiner Meinung nach hätte man sich entscheiden sollen. Entweder spannend und horrormäßig, ODER romantisch und lustig. Vielleicht wurde versucht den Film etwas aufzulockern. Leider ist das nach hinten losgegangen.
Ich fand den Film durchschnittlich und vergebe daher 3 Sterne. Ich hab schon schlechteres gesehen. Man sollte sich den Film entweder am billigsten Kinotag ansehen, oder später auf VHS oder DVD ausleihen. Er ist durchaus sehenswert, man sollte jedoch nicht zu viel Geld dafür ausgeben.
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Ich danke allen Lesern, Bewertern und Kommentarschreibern. Bei schlechten Bewertungen bitte eine Begründung als Kommentar hinterlassen, damit ich den Bericht verbessern kann.
© Feb. 2003 by Dodger a.k.a. Sternenglanz @ ciao.com
Inhalt
Ich fasse mich kurz, da ich nicht zu viel vom Inhalt verraten möchte.
Wie in Anatomie 1 geht es wieder um Antihypokraten, die illegale Forschungen in einem Berliner Krankenhaus anstellen. Sie erforschen künstliche Muskeln, die leistungsstärker als normale Muskeln sind und testen alles am eigenen Leib. Der AIP (Arzt im Praktikum) Jo gerät in diese Gruppe, erkennt später jedoch die Gefahren. Die Gruppe ist sehr skrupellos, möchte mit ihren Forschungen unbedingt erfolgreich sein und geht dafür über Leichen. Welche Nachteile künstliche Muskeln haben und wie Jo die ganze Geschichte übersteht (oder auch nicht) müsst ihr schon selber herausfinden. Also ab ins Kino.
Man muss übrigens nicht Anatomie 1 gesehen haben, um diesen Film zu verstehen.
Die Darsteller
Es spielen unter anderem Heike Makatsch, Barnaby Metschurat und Franka Potente (in einer Gastrolle) mit. Alle spielen ihre Rollen nicht Oscarreif und auch nicht immer überzeugend. Die Schauspielerischen Leistungen sind aber immerhin besser als in deutschen Soaps. Doch mich hat das nicht sehr gestört, da ich eh nicht mit großen Erwartungen in diesen Film gegangen bin. Ich schau mir lieber Hollywoodfilme, als deutsche Filme an.
Spannung
So super spannend fand ich den Film nicht, an den meisten Stellen war das Geschehen vorhersehbar. Man sitzt nicht die ganze Zeit im Kinosessel und schaut vor Spannung gebannt auf die Leinwand. Die Musik hat die Spannung auch nicht sehr unterstützt. Ich bin kein mal im Sessel aufgeschreckt. Nicht mal meine Freundin ist zusammengezuckt, obwohl sie sehr schreckanfällig ist.
Horror
Als Horrorfilm würde ich diesen Film nicht bezeichnen. Sonst wäre ja jedes Krankenhaus eine Horrorklinik. Man sieht viel Blut, Operationen, Arbeiten mit dem Endoskop und Skalpell, offene Wunden. Halt das übliche, was man im Krankenhaus auch sieht. Ansonsten war da nichts horrormäßiges. Wer kein Blut und keine Wunden sehen kann, der sollte sich den Film besser nicht anschauen. Schon direkt am Anfang schlitzt sich einer mit einem Skalpell selber auf. Meine Freundin musste jedenfalls weggucken und fand das sehr eklig.
Logik
Auf die Logik sollte man bei diesem Film besser nicht achten. So lässt sich Jo die Kunstmuskeln z.B. in die Wade einsetzen. Der Wadenmuskel ist jedoch überhaupt nicht für das Beugen des Knies zuständig. Spannt man den Wadenmuskel an, merkt man wie sich der Fuß bewegt. Wieso beugt sich dann bei den Tests der Wadenmuskeln das Knie bei Jo?
Ein anderer hat seine Kunstmuskeln in die Finger implantieren lassen. Wieso konnte er dann seine Finger drehen und weit nach hinten beugen? Haben die seine Knochen durch Gummiknochen ersetzt? Denn normale Knochen hätten die Bewegung nicht zugelassen.
Doch das schlimmste kommt noch:
Einer hat Kunstmuskeln in sein bestes Stück implantieren lassen und konnte so jederzeit eine Erektion bekommen. Leider hat Mann da unten keine Muskeln, sondern eher Schwellkörper. Wenn Mann da unten Muskeln hätte, würde das im Fitnessstudio bestimmt sehr lustig aussehen...
Romantik
Ein wenig Romantik gibt es in diesem Film. So läuft irgendwas zwischen Jo und einer philippinischen Krankenschwester. Außerdem macht er mit Heike Makatsch rum (weiß ihren Filmnamen nicht mehr), was aber nicht sehr romantisch war, weil sie ihm Hormone gespritzt hat, die ihn ganz heiß machten und er am nächsten Morgen kaum laufen konnte. Der romantische Anteil des Films ist sehr gering. Bei einem Horrorfilm sollte man aber auch nicht mehr erwarten. Ich fand die Szene mit Heike Makatsch total überflüssig. Die hat im Handlungsverlauf des Filmes überhaupt nichts gebracht.
Bild und Ton
An der Kameraführung, dem Bild und Ton habe ich nichts negatives feststellen können. Ein brillantes Bild und ein klarer Ton sind heute sowieso selbstverständlich. Hier hat der Regisseur gute Arbeit geleistet und das beste aus dem Drehbuch gemacht.
Fazit
Jeder Film ist nur so gut, wie sein schlechtestes Element. Hier sind es leider das Drehbuch und die Schauspieler. Die Story ist einfach nicht spannend und horrormäßig genug. Dafür wurden romantische und lustige Elemente eingebaut. Meiner Meinung nach hätte man sich entscheiden sollen. Entweder spannend und horrormäßig, ODER romantisch und lustig. Vielleicht wurde versucht den Film etwas aufzulockern. Leider ist das nach hinten losgegangen.
Ich fand den Film durchschnittlich und vergebe daher 3 Sterne. Ich hab schon schlechteres gesehen. Man sollte sich den Film entweder am billigsten Kinotag ansehen, oder später auf VHS oder DVD ausleihen. Er ist durchaus sehenswert, man sollte jedoch nicht zu viel Geld dafür ausgeben.
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Ich danke allen Lesern, Bewertern und Kommentarschreibern. Bei schlechten Bewertungen bitte eine Begründung als Kommentar hinterlassen, damit ich den Bericht verbessern kann.
© Feb. 2003 by Dodger a.k.a. Sternenglanz @ ciao.com
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