Erfahrungsbericht von SVoigt3000
Meiden Sie Arztbesuche!!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
„Endlich eine Fortsetzung mit den besten Teilen“, heisst es im Kinotrailer zu „Anatomie2“, was schon viel Spannung und eine gehörige Portion Ekel verspricht. Da ich nicht sonderlich auf deutsche Filme stehe (es gibt aber auch da Ausnahmen), besonders wenn sie drohen flach zu sein, wollte ich mir das Sequel zum Erfolgsfilm aus 2000 eigentlich nicht ansehen. Aber letzte Woche rief mich ein Kumpel an und so war ich dann doch auf dem Weg ins Kino...
------STORY:------
Jo (Barnaby Metschurat) ist Arzt im Praktikum an einer Berliner Klinik. An dieser Klinik gibt es einige junge Ärztinnen und Ärzte, die sehr eng mit dem Professor Müller-LaRousse (Herbert Knaup) zusammen arbeiten. Sie scheinen unnahbar und etwas besonderes zu sein. Recht schnell kommt Jo mit dieser Gruppe in Kontakt und wird dort sogar schnell aufgenommen.
Damit bekommt er Einblick in deren Arbeit, von der andere Klinikmitarbeiter eigentlich nichts genaues wissen. Die Gruppe gehört zu den sogenannten Antihippokraten und führt verbotene Selbstversuche durch, mit deren Hilfe der Professor und Kopf der Gruppe den Nobelpreis bekommen soll. Die jungen Ärzte lassen sich künstliche Muskeln implantieren und experimentieren mit Drogen. Doch vor lauter Bewunderung bemerkt die Gruppe viel zu spät, dass der Professor für den Nobelpreis buchstäblich über Leichen geht....
------KOMMENTAR:------
Der Film fängt gleich sehr gut an: Ein junger Mann erscheint auf der Party für die Buchveröffentlichung von Professor Müller-LaRousse, zieht sich sein Hemd aus, sticht sich danach mit einem Skalpell in den Arm, sagt, er wolle nicht mehr leben und schlitzt sich dann den Bauch auf. Nach der Szene blieb mir mein Schokoriegel im Halse stecken und ich wusste, auf was ich mich eingelassen habe. Von der ersten Minute an herrscht in dem Film eine gewisse Grundspannung, aber auch ein gewisses Ekelgefühl lässt einen nicht mehr los. Die Spannung des kompletten Films lebt nämlich durch genau gezeigte Narben, Wunden, Stiche, und literweise Blutströme.
Bei so viel Blut ist natürlich auch die Frage nach den Special Effects schnell gestellt. Und die sind auch nicht sonderlich überragend. Die Operationen, die recht detailliert gezeigt werden, sind zwar nicht gerade appetitanregend, aber wirken auch nicht wirklich überzeugend. Man sieht oft schon, dass die Schauspieler nicht wirklich an einer Wirbelsäule, sondern einem Plastikduplikat rumschnippeln.
Ein Schelm, der nun glaubt, noch irgendeine halbwegs sinnvolle Handlung zu finden. Die Geschichte des Films ist mehr als platt und übertrieben. Und da reden die Schauspieler des Films in vielen Fernsehinterviews davon, dass der Film Fragen nach Ethik aufwirft. Klar, wer sich bei „Stirb langsam“ fragt, ob Bruce Willis nicht lieber mit den Terroristen verhandeln sollte, als zu töten, der wird sich auch hier ethische Fragen stellen. Kurz: Bei solch schwachsinniger Story kommt niemand auf die Idee, selbige nur irgendwie zu hinterfragen. „Anatomie 2“ ist einfach ein Actionfilm mit Ekelfaktor – nicht mehr und nicht weniger.
Schauspielerisch ist der Film aber dann schon einer der besseren. Barnaby Metschurat, Herbert Knaup, Heike Makatsch und alle anderen spielen ihre Rollen super. Besonders hat mir aber Heike Makatsch als total abgedrehte Ärztin gefallen, die vor Liebe für den Professor schon wahnsinnig geworden ist. In „Anatomie 2“ zeigt die junge Schauspielerin, dass sie zu recht dabei ist, den internationalen Durchbruch zu schaffen. Schön finde ich auch, dass Franka Potente – Star des ersten Anatomie-Teils – sich trotz Hollywoodangeboten Zeit genommen hat, im Sequel auch eine kleine Nebenrolle zu übernehmen.
Die FSK16-Angabe halte ich bei „Anatomie 2“ für angemessen. Sie ist weder zu niedrig noch zu hoch. Der Film ist für die jüngeren Generationen sicher viel zu hart, wenn mir schon bei der ersten Szene der Schokoriegel nicht mehr schmeckt. Wer allerdings auch mit 16, 17 oder 18 keinen robusten Magen hat, sollte auch dann lieber das Kino meiden.
------FAZIT:------
Ein Film, den man sich ansehen kann, aber gewiss nicht sehen muss. Ich persönlich wäre in den Film nicht gegangen, wenn meine Freunde mich nicht angerufen hätten und verpasst hätte ich damit auch nicht viel. Popcornkino, das man sich bei extremer Langeweile, schlechtem Wetter und einem Kinotag (wenn die Karten günstiger sind) ansehen kann...
------STORY:------
Jo (Barnaby Metschurat) ist Arzt im Praktikum an einer Berliner Klinik. An dieser Klinik gibt es einige junge Ärztinnen und Ärzte, die sehr eng mit dem Professor Müller-LaRousse (Herbert Knaup) zusammen arbeiten. Sie scheinen unnahbar und etwas besonderes zu sein. Recht schnell kommt Jo mit dieser Gruppe in Kontakt und wird dort sogar schnell aufgenommen.
Damit bekommt er Einblick in deren Arbeit, von der andere Klinikmitarbeiter eigentlich nichts genaues wissen. Die Gruppe gehört zu den sogenannten Antihippokraten und führt verbotene Selbstversuche durch, mit deren Hilfe der Professor und Kopf der Gruppe den Nobelpreis bekommen soll. Die jungen Ärzte lassen sich künstliche Muskeln implantieren und experimentieren mit Drogen. Doch vor lauter Bewunderung bemerkt die Gruppe viel zu spät, dass der Professor für den Nobelpreis buchstäblich über Leichen geht....
------KOMMENTAR:------
Der Film fängt gleich sehr gut an: Ein junger Mann erscheint auf der Party für die Buchveröffentlichung von Professor Müller-LaRousse, zieht sich sein Hemd aus, sticht sich danach mit einem Skalpell in den Arm, sagt, er wolle nicht mehr leben und schlitzt sich dann den Bauch auf. Nach der Szene blieb mir mein Schokoriegel im Halse stecken und ich wusste, auf was ich mich eingelassen habe. Von der ersten Minute an herrscht in dem Film eine gewisse Grundspannung, aber auch ein gewisses Ekelgefühl lässt einen nicht mehr los. Die Spannung des kompletten Films lebt nämlich durch genau gezeigte Narben, Wunden, Stiche, und literweise Blutströme.
Bei so viel Blut ist natürlich auch die Frage nach den Special Effects schnell gestellt. Und die sind auch nicht sonderlich überragend. Die Operationen, die recht detailliert gezeigt werden, sind zwar nicht gerade appetitanregend, aber wirken auch nicht wirklich überzeugend. Man sieht oft schon, dass die Schauspieler nicht wirklich an einer Wirbelsäule, sondern einem Plastikduplikat rumschnippeln.
Ein Schelm, der nun glaubt, noch irgendeine halbwegs sinnvolle Handlung zu finden. Die Geschichte des Films ist mehr als platt und übertrieben. Und da reden die Schauspieler des Films in vielen Fernsehinterviews davon, dass der Film Fragen nach Ethik aufwirft. Klar, wer sich bei „Stirb langsam“ fragt, ob Bruce Willis nicht lieber mit den Terroristen verhandeln sollte, als zu töten, der wird sich auch hier ethische Fragen stellen. Kurz: Bei solch schwachsinniger Story kommt niemand auf die Idee, selbige nur irgendwie zu hinterfragen. „Anatomie 2“ ist einfach ein Actionfilm mit Ekelfaktor – nicht mehr und nicht weniger.
Schauspielerisch ist der Film aber dann schon einer der besseren. Barnaby Metschurat, Herbert Knaup, Heike Makatsch und alle anderen spielen ihre Rollen super. Besonders hat mir aber Heike Makatsch als total abgedrehte Ärztin gefallen, die vor Liebe für den Professor schon wahnsinnig geworden ist. In „Anatomie 2“ zeigt die junge Schauspielerin, dass sie zu recht dabei ist, den internationalen Durchbruch zu schaffen. Schön finde ich auch, dass Franka Potente – Star des ersten Anatomie-Teils – sich trotz Hollywoodangeboten Zeit genommen hat, im Sequel auch eine kleine Nebenrolle zu übernehmen.
Die FSK16-Angabe halte ich bei „Anatomie 2“ für angemessen. Sie ist weder zu niedrig noch zu hoch. Der Film ist für die jüngeren Generationen sicher viel zu hart, wenn mir schon bei der ersten Szene der Schokoriegel nicht mehr schmeckt. Wer allerdings auch mit 16, 17 oder 18 keinen robusten Magen hat, sollte auch dann lieber das Kino meiden.
------FAZIT:------
Ein Film, den man sich ansehen kann, aber gewiss nicht sehen muss. Ich persönlich wäre in den Film nicht gegangen, wenn meine Freunde mich nicht angerufen hätten und verpasst hätte ich damit auch nicht viel. Popcornkino, das man sich bei extremer Langeweile, schlechtem Wetter und einem Kinotag (wenn die Karten günstiger sind) ansehen kann...
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