Angststörungen Testbericht

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Erfahrungsbericht von Feelein

Angst vor der Angst

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Es ist jetzt fast drei Jahre her als ich zum ersten Mal diese fürchterlichen \"Anfälle\" hatte, die ich meinem schlimmsten Feind nicht wünschen würde - aber ich beginne jetzt mal am Anfang...

Beruflich Stress, Umzug nebenbei, Ärger mit der Familie und dann noch Streit mit meinem Mann. Ich hatte ständig das Gefühl, es einfach nicht mehr zu schaffen, einfach aus den Schuhen zu kippen. Und dann als ich fast fertig mit dem Einräumen der Schränke und das Abendessen hinter mir hatte, wollte ich mir einen schönen Liebesfilm im Fernsehen anschauen.

Plötzlich spürte ich eine Übelkeit in mir aufsteigen und merkte das mir schwarz vor Augen wurde. Ich legte mich sofort auf den Fußboden und die Füße nach oben - aber es half nichts. Die Übelkeit wurde zunehmend schlimmer, dazu kamen noch Herzrasen, Schweißausbrüche, Erstickungsgefühle, Bauchkrämpfe und Taubheitsgefühle in Armen und Beinen.

Ich rief nach meinem Mann, der ziemlich sprachlos vor mir stand und nicht wußte was er tun sollte. Meine Angst wurde schlimmer - mir war klar, wenn ich jetzt nicht sofort in ein Krankenhaus komme, würde ich sterben. Ich flehte meinen Mann unter Tränen an mich in ein Krankenhaus zu bringen, da ich mir sicher war eine ganz schlimme Krankheit zu haben und gleich zu sterben.

Wir fuhren in die Uniklinik nach Giessen - der Weg war unendlich lang, obwohl es nur knapp 20 km waren und mein Mann sich wirklich beeilte. Dort angekommen wurde ich mit Verdacht auf Herzinfarkt in die innere Medizin gebracht.

Alle möglichen Untersuchungen - die wie ein Film an mir vorbeizogen - wurden gemacht, aber NICHTS. Ich war gesund - kerngesund?!

Wir durften wieder nach Hause fahren, obwohl es mir immer noch nicht gut ging. Und es war auch noch Wochenende und kein Arzt greifbar, wenn es mir wieder schlechter ginge.

Tage und Wochen in diesem Zustand, der Hilflosigkeit folgten. Ärzte die Untersuchungen für Untersuchungen machten und alle mit dem Resultat, das ich gesund sei. Aber es ging mir schlecht und ich war nicht fähig irgend etwas zu tun, als in meinem Bett zu liegen und auf den nächsten Anfall zu warten.

Endlich schickte mich mein Hausarzt zu einem Psychater, der mir dann Tabletten verschrieb und zu einer Therapie riet. Die Tabletten halfen, wenn auch nicht sofort - aber es ging bergauf. Natürlich war das nur der Anfang und ich würde in ein paar Wochen völlig genesen sein, so dachte ich - aber weit gefehlt.

Heute nach 3 Jahren kann ich mit dieser Krankheit umgehen. Habe Therapie gemacht (stationär und ambulant) und nehme immer noch brav meine Medikamente (Seroxat, Oxazepam, Edronax und und und...). Ab und zu kommt es noch zu einem schlimmeren Anfall, dann muß ich die Tabletten erhöhen und mir sagen, dass das nicht mein Ende ist - aber es ist wirklich schwierig, daran zu glauben.

Ich weiß heute, dass ich \"Angst vor der Angst\" habe und ich werde dieses Erlebnis wohl nie vergessen, aber ich versuche damit umzugehen.

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