Anne-Frank Haus, Amsterdam Testbericht

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Erfahrungsbericht von newsboard
Ein Mädchen wie alle ANNE FRANK in ihrer Zeit
Pro:
ein einfaches Durchschnittsmädchen in schlimmer Zeit, beklemmende Erinnerungen werden wach gehalten,
Kontra:
nicht jedermanns Sache, teurer Eintritt, Holländisch-Englisch, kein Deutsch,
Empfehlung:
Ja
Das Haus wo Anne Frank lebte, was ist daran so besonderes?
Wer war diese Anne Frank? Was ist das besondere an Anne Frank?
Erst einmal war sie ein ganz einfaches, durchschnittliches Mädchen, so wie viele Millionen 9- bis 15-jähriger anderer Mädchen auch. Und dieses Mädchen lebte in Amsterdam, in einem hübschen kleinen Haus an einer großen alten Gracht, wir kamen ja mit dem Boot schon vorbei.
Doch da gab es zwei Besonderheiten, die Zeit, in der sie lebte, das war die Zeit des 3. Reiches und der Deutschen Besetzung Hollands, und die Tatsache, dass sie Jüdin war, was in dieser Zeit problematischer war, und bekanntermaßen schon an und für sich zu echten Problemen führen konnte.
Erst einmal müssen wir feststellen, dass daran heute kaum noch jemand erinnert werden will, es also eine guten Sinn macht, wenn das Haus heute als Museum daran erinnern soll, dass es diese schlechten Zeiten gab.
Doch versuchen wir der Sache etwas näher zu komme. Die Anne hieß eigentlich Annelies Marie Frank, und war keine Amsterdamerin, wie man hätte vermuten können, sondern eigentlich eine Deutsche, oder sollte ich sagen ein deutsches Mädchen, das auch Jüdin war, geboren 1929 im Rhein-Hessischen Frankfurt, eigentlich würden wir heute sagen ein Frankfurter Mädchen. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen emigrierte ihre Familie nach Amsterdam, weil sie glaubten dort in Sicherheit und Ruhe leben zu können. Als 1940 die Deutschen Holland besetzten und auch nach Amsterdam kamen zog die Familie sicherheitshalber in ihr eigenes Hinterhaus und versteckte sich rein vorsorglich dort. Über die heute noch unverändert vorhandenen schmale Stiege ging es in dieses berühmteste Hinterhaus Amsterdams, wo von 1942 bis 1944 neben den vier Franks (Eltern und Schwester) auch noch eine Familie van Pels (3 Personen) und ein Zahnarzt Fritz Pfeffer, allesamt jüdische deutsche Emigranten, lebten und überlebten.
Erstaunlicherweis für diese Verhältnisse ging alles gut bis August 1944. Da wurde das Versteck wohl an die SS verraten und die verhaftete die Bewohner.
Tragik und Ironie des Schicksals, inzwischen waren die Alliierten schon in der Normandie gelandet, und die Familien wussten, dass es nun nur noch einige wenige Monate dauern konnte bis alles überstanden war.
Doch was half es, für die Bewohner dieses Hauses kam das alles zu spät. Sie wurden in verschiedene Konzentrationslager deportiert, und kamen dort zu Tode.
Hermann van Pels wurde Oktober 1944 in Auschwitz vergast, zwei Monate später sterben Fritz Pfeffer und Edith Frank krank und entkräftet. März 1945 stirbt Margot Frank in Bergen-Belsen an Typhus, nur einige Tage später unser Mädchen Anne. Auguste van Pels stirbt April 1945 und Peter van Pels Mai 1945. Das Kriegsende erlebt nur Otto Frank, der Vater von Anne, der wie durch ein Wunder Auschwitz übersteht.
Später kann er nach Amsterdam zurückkehren. Dort veröffentlicht er das Tagebuch seiner Tochter Anne. Wie Kinder so träumen, so hatte Anne davon geträumt einmal eine große, berühmte Schriftstellerin zu werden.
So wollte es die Ironie des Schicksals, dass sie, nach ihrem grausamen Tode, durch ihr schlichtes, sachlich-gefühlvolles Tagesbuch, Weltruhm erlangte, und als dieses auch noch erfolgreich verfilmt wurde und Millionen Menschen zum Weinen und zum mitfühlenden Verstehen brachte, da war, quasi posthum ihr Lebensziel doch erreicht, - mit ihrem Tagebuch hatte sie erfolgreich dazu beigetragen dass dieser Teil der Vergangenheit so einfach mir nichts dir nichts vergessen wird.
Dass es auch dabei bleibt, dafür sorgt das Haus noch heute, als Museum und durch die aus dem Vermögen gebildete Anne-Frank-Stiftung.
Das Museum erstreckt sich über 3 Stockwerke. Im ersten Stockwerk befindet sich die Firma des Vaters.
Der Rundgang ist gut angezeichnet, mit Hilfe von auf dem Fußboden angebrachter Füßen kann man sic nicht verlaufen.
Im ersten Stock, hinter einem Bücherregal versteckt, durch einen nur 1,20 m hohen, ziemlich engen Durchgang, geht es in das eigentliche Versteck. Da geht es weiter. Hier finden wir drei Räume, genauer zwei Räume und ein Badezimmer. Der größere Raum wurde von Familie Frank und der Schwester bewohnt, der kleinere von Anne und Fritz Pfeffer. Wenn wir dort auch keine Möbel mehr vorfinden, so kann man sich doch die Enge gut des ganzen gut vorstellen. Im oberen Stock befinden sich zwei weitere Räume, wo Familie van Pels lebte. Da ist die Enge, die Bedrücktheit, deutlich spürbar.
Danach verlässt man das eigentliche Versteck und geht weiter in das Museum, wo Zeit-Dokumente ausgestellt werden. So gibt es zahlreiche Bilder und Tafeln mit Texten. Hinter Glas sehen wir original Illustrationen von Anne. Hat man das Haus besichtigt, so kommt man in Räume mit Videos und ausgestellten Bildern und Büchern. Im nächsten Raum stehen mehrere Computerbildschirme, auf denen man sich eine Anne Frank CD anschauen kann, die uns einen virtuellem Gang durch das Haus bietet, durch die viele kleinen Räume, den Wandschrank, jede Treppe enger und steiler als die vorige. Hier sind die Räume noch bzw. wieder möbliert, so dass die drückende Enge noch mehr zum Ausdruck kommt. In dieser Computersimulation kommt einem das ganz fast so vor, wie in einem Gefängnis, man begreift, was es heißt, dass man weder ein Fenster öffnen, noch Licht machen darf, nur ganz leise laufen darf, sich versteckt halten muss, und das nicht eine Stunde, einen Tag oder einen Monat, sondern ganze geschlagene vier Jahre. Man kann nachempfinden, wie schrecklich das gewesen sein muss.
Wie dem auch sei, es war das Tagebuch der Anne Frank und der Kampf ihres überlebenden Vaters, der ein solches Leben für die Nachwelt dokumentarisch machte und für immer konserviert hat. Dieses Werk gibt es inzwischen, wie ich hörte, in 55 Sprachen, inter anderem in das die Völker verbindende Esperanto, das ein anderer, die Welt und die Menschen liebender Jude, Dr. Zamenhof, entwickelte, und das auch hier in Amsterdam, zur fraglichen Zeit viele Anhänger hatte, nicht zuletzt diejenigen, welche der Familie halfen, sich so lange erfolgreich versteckt zu halten. Dafür auch diesen einen recht herzlichen Dank für ihre Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft.
Was soll ich Euch raten?
Wenn Ihr für so etwas ein Gefühl, eine Antenne habt, dann wird es Euch sicherlich dort gefallen, wem so etwas weniger gefällt, der sollte einfach wegbleiben.
Wer war diese Anne Frank? Was ist das besondere an Anne Frank?
Erst einmal war sie ein ganz einfaches, durchschnittliches Mädchen, so wie viele Millionen 9- bis 15-jähriger anderer Mädchen auch. Und dieses Mädchen lebte in Amsterdam, in einem hübschen kleinen Haus an einer großen alten Gracht, wir kamen ja mit dem Boot schon vorbei.
Doch da gab es zwei Besonderheiten, die Zeit, in der sie lebte, das war die Zeit des 3. Reiches und der Deutschen Besetzung Hollands, und die Tatsache, dass sie Jüdin war, was in dieser Zeit problematischer war, und bekanntermaßen schon an und für sich zu echten Problemen führen konnte.
Erst einmal müssen wir feststellen, dass daran heute kaum noch jemand erinnert werden will, es also eine guten Sinn macht, wenn das Haus heute als Museum daran erinnern soll, dass es diese schlechten Zeiten gab.
Doch versuchen wir der Sache etwas näher zu komme. Die Anne hieß eigentlich Annelies Marie Frank, und war keine Amsterdamerin, wie man hätte vermuten können, sondern eigentlich eine Deutsche, oder sollte ich sagen ein deutsches Mädchen, das auch Jüdin war, geboren 1929 im Rhein-Hessischen Frankfurt, eigentlich würden wir heute sagen ein Frankfurter Mädchen. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen emigrierte ihre Familie nach Amsterdam, weil sie glaubten dort in Sicherheit und Ruhe leben zu können. Als 1940 die Deutschen Holland besetzten und auch nach Amsterdam kamen zog die Familie sicherheitshalber in ihr eigenes Hinterhaus und versteckte sich rein vorsorglich dort. Über die heute noch unverändert vorhandenen schmale Stiege ging es in dieses berühmteste Hinterhaus Amsterdams, wo von 1942 bis 1944 neben den vier Franks (Eltern und Schwester) auch noch eine Familie van Pels (3 Personen) und ein Zahnarzt Fritz Pfeffer, allesamt jüdische deutsche Emigranten, lebten und überlebten.
Erstaunlicherweis für diese Verhältnisse ging alles gut bis August 1944. Da wurde das Versteck wohl an die SS verraten und die verhaftete die Bewohner.
Tragik und Ironie des Schicksals, inzwischen waren die Alliierten schon in der Normandie gelandet, und die Familien wussten, dass es nun nur noch einige wenige Monate dauern konnte bis alles überstanden war.
Doch was half es, für die Bewohner dieses Hauses kam das alles zu spät. Sie wurden in verschiedene Konzentrationslager deportiert, und kamen dort zu Tode.
Hermann van Pels wurde Oktober 1944 in Auschwitz vergast, zwei Monate später sterben Fritz Pfeffer und Edith Frank krank und entkräftet. März 1945 stirbt Margot Frank in Bergen-Belsen an Typhus, nur einige Tage später unser Mädchen Anne. Auguste van Pels stirbt April 1945 und Peter van Pels Mai 1945. Das Kriegsende erlebt nur Otto Frank, der Vater von Anne, der wie durch ein Wunder Auschwitz übersteht.
Später kann er nach Amsterdam zurückkehren. Dort veröffentlicht er das Tagebuch seiner Tochter Anne. Wie Kinder so träumen, so hatte Anne davon geträumt einmal eine große, berühmte Schriftstellerin zu werden.
So wollte es die Ironie des Schicksals, dass sie, nach ihrem grausamen Tode, durch ihr schlichtes, sachlich-gefühlvolles Tagesbuch, Weltruhm erlangte, und als dieses auch noch erfolgreich verfilmt wurde und Millionen Menschen zum Weinen und zum mitfühlenden Verstehen brachte, da war, quasi posthum ihr Lebensziel doch erreicht, - mit ihrem Tagebuch hatte sie erfolgreich dazu beigetragen dass dieser Teil der Vergangenheit so einfach mir nichts dir nichts vergessen wird.
Dass es auch dabei bleibt, dafür sorgt das Haus noch heute, als Museum und durch die aus dem Vermögen gebildete Anne-Frank-Stiftung.
Das Museum erstreckt sich über 3 Stockwerke. Im ersten Stockwerk befindet sich die Firma des Vaters.
Der Rundgang ist gut angezeichnet, mit Hilfe von auf dem Fußboden angebrachter Füßen kann man sic nicht verlaufen.
Im ersten Stock, hinter einem Bücherregal versteckt, durch einen nur 1,20 m hohen, ziemlich engen Durchgang, geht es in das eigentliche Versteck. Da geht es weiter. Hier finden wir drei Räume, genauer zwei Räume und ein Badezimmer. Der größere Raum wurde von Familie Frank und der Schwester bewohnt, der kleinere von Anne und Fritz Pfeffer. Wenn wir dort auch keine Möbel mehr vorfinden, so kann man sich doch die Enge gut des ganzen gut vorstellen. Im oberen Stock befinden sich zwei weitere Räume, wo Familie van Pels lebte. Da ist die Enge, die Bedrücktheit, deutlich spürbar.
Danach verlässt man das eigentliche Versteck und geht weiter in das Museum, wo Zeit-Dokumente ausgestellt werden. So gibt es zahlreiche Bilder und Tafeln mit Texten. Hinter Glas sehen wir original Illustrationen von Anne. Hat man das Haus besichtigt, so kommt man in Räume mit Videos und ausgestellten Bildern und Büchern. Im nächsten Raum stehen mehrere Computerbildschirme, auf denen man sich eine Anne Frank CD anschauen kann, die uns einen virtuellem Gang durch das Haus bietet, durch die viele kleinen Räume, den Wandschrank, jede Treppe enger und steiler als die vorige. Hier sind die Räume noch bzw. wieder möbliert, so dass die drückende Enge noch mehr zum Ausdruck kommt. In dieser Computersimulation kommt einem das ganz fast so vor, wie in einem Gefängnis, man begreift, was es heißt, dass man weder ein Fenster öffnen, noch Licht machen darf, nur ganz leise laufen darf, sich versteckt halten muss, und das nicht eine Stunde, einen Tag oder einen Monat, sondern ganze geschlagene vier Jahre. Man kann nachempfinden, wie schrecklich das gewesen sein muss.
Wie dem auch sei, es war das Tagebuch der Anne Frank und der Kampf ihres überlebenden Vaters, der ein solches Leben für die Nachwelt dokumentarisch machte und für immer konserviert hat. Dieses Werk gibt es inzwischen, wie ich hörte, in 55 Sprachen, inter anderem in das die Völker verbindende Esperanto, das ein anderer, die Welt und die Menschen liebender Jude, Dr. Zamenhof, entwickelte, und das auch hier in Amsterdam, zur fraglichen Zeit viele Anhänger hatte, nicht zuletzt diejenigen, welche der Familie halfen, sich so lange erfolgreich versteckt zu halten. Dafür auch diesen einen recht herzlichen Dank für ihre Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft.
Was soll ich Euch raten?
Wenn Ihr für so etwas ein Gefühl, eine Antenne habt, dann wird es Euch sicherlich dort gefallen, wem so etwas weniger gefällt, der sollte einfach wegbleiben.
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