Aquarientechnik Testbericht

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Erfahrungsbericht von Hansafux

Die Qual der Wahl

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Einleitung
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Nachdem ich in meinem letzten Bericht über den Kauf eines Aquariums geschrieben habe, habe ich nun vor, dies nochmal extra nur für das Zubehör zu tun. Ich bin zwar schon in dem vorherigen Aquariumsbericht kurz darauf eingegangen, allerdings hab ich die Sache dort nur wenig erläutert und bin mehr auf die Begleitumstände beim Kauf eines Aquariums eingegangen. Man benötigt eine Vielzahl von Zubehörteilen, um den Fischen den Lebensraum zu bieten, den sie auch in freier Natur aufsuchen würden. Diese werde ich jetzt versuchen zu erklären.


Abdeckung und Beleuchtung
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Es gibt im Fachhandel viele Abdeckungen zu kaufen, die auch alle auf die üblichen Aquariengrößen zugeschnitten sind. Ich würde auf jeden Fall empfehlen eine solche Abdeckung auch zu erwerben, da in diesen meist schon die Beleuchtung integriert ist. Eine andere Möglichkeit hat man, wenn man einfach eine Glasscheibe als Abdeckung benutzt, das sieht aber sehr unschön aus und die Beleuchtung des Aquariums gestaltet sich dann um einiges schwieriger, da die Helligkeit durch die Glasscheibe stark eingetrübt wird. Die Abdeckungen besitzen zu dem meist Umrandungen und aufklappbare Oberseiten, die das Füttern sehr einfach machen und bei Notwendigkeit auch das Auswechseln der Lichtröhren. Die Abdeckungen kosten je nach Größe zwischen 35 € für ein kleines Aquarium und z.B. ca. 80 Euro für ein 160 Literbecken.

Das Licht ist einer der wichtigsten Bestandteile, man unterscheidet dabei verschiedene Beleuchtungsmöglichkeiten. Die zwei Hauptbeleuchtungsarten sind zum einen die Neonröhren und zum anderen die Quecksilberhochdrucklampen. Die meisten Aquarianer besitzen erstere, nicht zuletzt auch aus Kostengründen. Gewöhnlich sind diese Neonröhren auch voll und ganz ausreichend, sie haben nur den unangenehmen Effekt, dass sie plötzlich angehen und eben auch plötzlich wieder aus. Außerdem läßt die Strahlungsenergie, die von diesen Lampen erzeugt wird, im Laufe der Zeit schnell nach, so dass sie hin und wieder ausgetauscht werden müssen. Dafür sind sie aber relativ preisgünstig, sie kosten je nach Größe zwischen 10 und 25 Euro. Es gibt bei den Neonröhren auch noch verschiedene Leuchtarten, so kann man zwischen einen eher gelblichen, weißen oder bläulichen Lichtschimmer wählen. Dabei kann man die verschiedenen Leuchten auch miteinander kombinieren, da ab einem 112 Liter Aquarium die Beleuchtung gewöhnlich mit zwei Röhren erfolgt. Bei sehr farbigen Fischen ist zum Beispiel eher der bläuliche Schimmer zu empfehlen, weil dieser die Leuchtkraft der Farben der Fische sehr verstärkt und die Farben noch mehr zur Geltung kommen läßt. Ansonsten ist es eigentlich egal, welche Neonröhren man verwendet.
Eine sehr gute Alternative sind die Quecksilberdampflampen. Diese sind aber sehr sehr teuer, haben aber den Vorteil, dass sie langsam erhellen und erdunkeln und somit den Fischen einen realen Übergang von Tag zu Nacht und umgekehrt ermöglichen. Hält man sehr komplizierte Fische wie z.B. Diskusse, so würde ich diese Lampen empfehlen. Besitzt man wie die Allgemeinheit unter den Aquarianern allerdings ein gewöhnliches Gesellschaftsbecken, so halte ich die Anschaffung dieser teuren Quecksilberlampen für nicht lohnenswert, es sei denn man möchte den Fischen den 100%igen Lebensraum wie in freier Natur bieten, was prinzipiell auch das Ziel eines Aquarianers sein sollte, allerdings denke ich, daß die Beleuchtung da das kleinste Problem für die Fische darstellt.


Filter
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Bei den Filtern unterscheidet man zwischen Innen- und Außenpumpen. Ich empfehle immer eine Außenpumpe zu nehmen, weil sich nur mit Hilfe dieser, ein gut funktionierender biologischer Kreislauf entwickeln kann. Natürlich sind die Innenfilter billiger und einfacher zu reinigen. Man muß diese nur schnell auseinander bauen und unter normal warmen Wasser abwaschen und dann wieder zusammensetzen. Dabei muß nicht extra Filterwatte ausgewechselt werden. Allerdings ist die Reinigungswirkung dieser Pumpen auch nicht umwerfend, da das Wasser quasi nur durch einen Schaumstofffilter gepumpt wird und nur die gröbsten Verschmutzungen drin haften bleiben. Weiterhin besteht die Gefahr, daß sehr kleine Fische durch den Sog der Pumpe mit in die Pumpe gezogen werden.

Bei Außenfiltern besteht diese Gefahr nicht, da man vor dem Abzugsschlauch eine Schutzmanchette aufsetzen kann. Es gibt verschiedene Größen, die sich in der Pumpleistung unterscheiden und dementsprechend auch im Preis. Die Pumpleistung sollte ungefähr so hoch sein, dass das Wasser 2-3x mal in der Stunde komplett ausgetauscht wird. Die Preise schwanken dabei je nach Hersteller zwischen 60 und 130 Euro. Dabei gibt es auch wieder einige Modifikationen zwischen den einzelnen Herstellern, diese hier zu erläutern, würde aber zu weit führen. Die Außenfilter ermöglichen den Aufbau eines biologisch intakten Kreislaufes, wenn man dem Filter Zeit gibt, sich „einzulaufen“. Deswegen sollte man ein Aquarium bei der ersten Einrichtung auch erst eine Weile ohne Fischbesatz laufen lassen, damit sich die Bakterienkulturen optimal entwickeln können. Man sollte aber bedenken, dass man für Außenfilter hin und wieder neues Filtermaterial benötigt, was aber billig ist. Allerdings ist die Reinigung eines solchen Filters sehr aufwendig und zeitintensiv. Auch das Abklemmen und Wiederanschließen des Filters sollte möglichst in der Badewanne geübt werden, da es sonst mitunter zu Wasserschäden kommen kann, wenn die Schläuche nicht richtig fest und dicht angeklemmt werden. Am besten ist, man läßt sich die Sache zunächst von einem erfahrenen Aquarianer erklären, um es dann anschließend selbstständig zu üben.

Heizung
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Auch hier sind wieder zwei Alternativen im Angebot, zum einen die normalen Heizstäbe und die Bodenheizungen. Ich empfehle wieder, einfache Stabheizer zu kaufen, weil diese vollkommen ausreichend sind und auch nicht all zu teuer. Sie kosten gewöhnlich um die 18 € und sind ganz einfach mittels eines Reglers auf die Temperatur einstellbar und ins Aquarium zu hängen. Dann werden sie einfach mit Strom versorgt und halten die eingestellte Wärme im Aquarium. Die Bodenheizungen sind hingegen sehr teuer, erwärmen aber von unten das Aquarium, weil sie im Kies/Sand in Linien ausgelegt sind. Dadurch wird auch der Boden durchlüftet, was für das Pflanzenwachstum gut ist. Ich habe sowas nicht, weil für meine Bedürfnisse, ein Stabheizer ausreicht und auch das Pflanzenwachstum nicht leidet.
Neuartig ist die Möglichkeit einer digitalen Heizung. Dabei stellt man eine gewünschte Tages- und Nachttemperatur ein, die dann schrittweise in 0,2 Grad Schritten erhöht bzw. gesenkt, dies schafft natürlich wieder sehr gute reale Bedingungen, die allerdings ihren Preis haben. Dieses Gerät kostet 119,- €.


Dekoration und sonstiges Zubehör
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Neben dem essentiellen Zubehör gibt es noch eine Reihe weiterer Dinge, die man im Aquarium unterbringen kann. So gibt es z.B. CO² Lüfter, die zusätzliches CO² ins Aquarium pumpen, was für das Pflanzenwachstum gut sein soll, für mich ist das alles unnötiger Quatsch, weil ein gutes Pflanzenwachstum durch ganz andere Dinge genauso gut erreicht werden kann.

Weiterhin gibt es Futterautomaten, die zwar während der Urlaubszeit ganz praktisch sind, aber ansonsten auch nicht nötig. Man kann einen Futterautomat einstellen, die den Fischen jeden Tag eine vorher gewählte Menge an Futter zukommen läßt. Diese Automaten kosten immerhin rund 50 Euro und deswegen ist auch diese Investition für mich nutzlos.

Bei Dekoration hingegen, gibt es viele Dinge, die sich im Aquarium sehr gut machen und optisch sehr gut wirken. So gibt es Wurzeln oder Schieferplatten, Häuser oder Schiffswracks, die den Fischen zum einen Verstecke und zum andern aber auch Laichplätze bieten. Diese Dinge sind fast überall erhältlich und kosten eigentlich auch nicht die Welt. Sie sind aber auch sehr wichtig, weil sie auch wiederum Lebensräume schaffen, die den Fischen reale Bedingungen bieten.

Erfahrungen
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Ich habe meine Artikel für das Aquarium stets immer im Fachhandel gekauft, weil im Großhandel meist keine entsprechende Beratung gewährleistet wird, die man besonders als Anfänger benötigt. Leider gibt es aber auch unter den Fachhändlern hin und wieder einige schwarze Schafe, die einem völlig sinnlose und überdimensionale Dinge andrehen wollen. So wollte mir ein Verkäufer mal eine Pumpe verkaufen, die für ein Becken, was doppelt so groß war, geeignet gewesen wäre. Selbst als ich diesen Mann darauf aufmerksam gemacht habe, wollte er nicht von seiner Meinung abgehen. Diese Art von Verkäufern repräsentiert aber nur einen kleinen Bruchteil, die meisten Fachhändler sind seriös und empfehlen wirklich sehr gute Produkte und vor allem beraten sie auch, für was man welches Gerät am besten verwendet.


Fazit
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Ich hoffe, euch mit diesem Bericht die Aquaristik wieder ein bisschen näher gebracht zu haben. Dieser Artikel sollte nur die grundlegenden Zubehörteile ein wenig erläutern und darstellen, was es so gibt. Dabei kann man natürlich nicht über alles ganz detailliert schreiben, zumal es dafür extra Kategorien gibt. Falls allerdings Fragen bestehen, werde ich diese gerne beantworten, in so fern ich es denn kann. Ansonsten kann ich wieder nur sagen, daß die Aquaristik ein sehr schönes Hobby ist, an dem ich viel Spaß habe und diese Berichte dazu schreibe, damit ich vielleicht den einen oder anderen Interessierten auch dazu bewegen kann, dieses Hobby für sich zu gewinnen und mit Hilfe der Tipps die Anfangsprobleme leichter in den Griff zu bekommen oder sie erst gar nicht zu machen.


Viel Spaß beim Lesen und Kommentieren!

Erschienen auch bei Dooyoo und Ciao.

Gruß Hansafux

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